Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker und erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. 1917-1933: Oberbürgermeister der Stadt Köln. 1920-1933: Präsident des preußischen Staatsrats. 1933 von den Nationalsozialisten seines Bürgermeisteramtes enthoben, 1934 und 1944 vorübergehend inhaftiert, seit Mai 1945 erneut Kölner Oberbürgermeister. Gründungs- und Vorstandsmitglied der CDU, 1946 deren Vorsitzender in der britischen Zone. 1950-1966: Bundesvorsitzender. 1948 /49: Präsident des Parlamentarischen Rates. 1949-1963 MdB, 1949-1963 Bundeskanzler. Unter dem Eindruck der Isolierung, überzeugt von der Bedrohung durch die UdSSR betrieb Adenauer, der 1951-55 zugleich Außenminister war, eine Politik der Westintegration (1951 Montanunion und Europarat; 1952: Deutschland Vertrag, 1954/55: WEU und NATO; Wiedererlangung der Souveränität, 1957: EWG und Euraton). Das Kernstück dieser Politik war die Aussöhnung mit Frankreich (1963 deutsch- französischer Freundschaftsvertrag mit Charles de Gaulle). Mit der UdSSR vereinbarte er 1955 die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und erreichte dabei die Freilassung von 10.000 deutscher Kriegsgefangener. Innenpolitisch war die "Ära Adenauer" gekennzeichnet von der Errichtung eines demokratischen Staatswesens, in dem sich die Persönlichkeit des Kanzlers deutlich ausprägte ("Kanzlerdemokratie"), sowie vom Wiederaufbau und "Wirtschaftswunder" Adenauer, der dreimal zum Kanzler gewählt wurde und 1957 mit der CDU die absolute Mehrheit im Bundestag errang, trat am 15.10.1963 zurück.

Erinnerungen 1945-1953
von Konrad Adenauer

Erinnerungen 1953-1955 - Konrad Adenauer

Erinnerungen 1953-1955
von Konrad Adenauer

Erinnerungen 1956-1959 - Konrad Adenauer

Erinnerungen 1956-1959
von Konrad Adenauer

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