wandagreen fragte am 03.10.2017 | Lesegewohnheiten

Tag der Deutschen Einheit

Zum Tag der Deutschen Einheit frage ich mal nach DDR-Autoren und eure Bekanntschaft mit ihnen: Sie dürfen gerne später angefangen haben zu schreiben, aber ihre Wurzeln müssen dort wurzeln.

Welche kennt ihr? Welche habt ihr schon gelesen?

Kommentare

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gesil kommentierte am 03. Oktober 2017 um 14:25

Spontan fällt mir Mooresschwärze von Catherine Shepherd (geboren in Greifswald) ein.

siko71 kommentierte am 03. Oktober 2017 um 14:30

Sabine Ebert, geboren in Aschersleben. Ist durch ihre Hebamme Marte bekannt geworeden. Ichhabe sie auf der Leipziger Buchmesse persönlich kennen gelernt. Sie ist sehr sympatisch und liebt ihre Fans.

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 14:35

Die Hebamme? ;-). Nein, natürlich nicht, die Sabine. Schau, das find ich schön.

siko71 kommentierte am 03. Oktober 2017 um 14:35

Dann hätte ich noch Bruno Apitz anzubeiten. "Nackt unter Wölfen" ist ja wohl ein Klassiker, der zu DDR-Zeiten in den Schulen gelesen werden mußte. Allerdings kam mein Interesse an Büchern erts Jahre später und ich habe dieses Meisetrwerk erst vor 3 Jahren von Anfang bis Ende gelesen. (Hoffentlich sehen meine ehemaligen Deutschlehrer das nicht- LACH!!!)

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 14:36

Die sehen das! und sagen sich: Ein später Erfolg, aber immerhin! Herzchen für dich!

schwadronius erwähnte am 03. Oktober 2017 um 14:45

das buch wollte ich in der siebenten klasse vorstellen. ... hatte aber auch ein anderer (warum eigentlich? hm.), also ließ ich es. ich las nur den anfang. :D.

Sibylle P. kommentierte am 03. Oktober 2017 um 20:54

Ein ganz großes Buch! (Auf meinem Profil steht ein Zitat daraus ;) )

schwadronius erwähnte am 03. Oktober 2017 um 14:41

wolf, brecht, kirsch, biermann, heym, zweig, seghers, hein, plenzdorf, pludra, becher, apitz, strittmacher ... liefen mir in der schule übern weg. sind die noch interessant?

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 14:44

Selbstredend! Das ist die große Literatur!!

siko71 kommentierte am 03. Oktober 2017 um 14:44

Ab und an kann man ja mal so einen klassiker sich auf den reader zeihen. Die gibt es ja bei amazon gratis.

Aber auch nicht zu vergessen unsere "Dschungelkönigin" Melanie Müller mit "Mach's die selbst, sonst machts dir keiner". Ein tolles Buch und wirklich was zum Lachen und Nachdenken. Die habe ich auch auf der Buchmesse getroffen. Super.

wandagreen witzelte am 03. Oktober 2017 um 14:46

Der Herr links sieht aus wie ein sehr satter Putin. hihi. Ein sehr schönes Erinnerungsfoto! (ernst jetzt).

siko71 antwortete am 03. Oktober 2017 um 14:46

Nee, das ist der ihr Mann und Vater ihres Kindes. Der ist ebenfalls sehr sympatisch.

schwadronius erwähnte am 03. Oktober 2017 um 14:48

wie melanie müller wirklich drauf ist, hat sie uns sehr beeindruckend (nicht im positiven sinne) im dschungel gezeigt ...

siko71 kommentierte am 03. Oktober 2017 um 14:50

Aber im wirklichen Leben ist sie schon ne ganz nette. Im Fernsehen zeigen alle nicht immer ihre Schokoladenseite. Ross Antonie z.B. ist ein absoluter Wirbelwind vor der Kamera und wenn diese aus ist ist er komplett umgewandelt und nicht mehr so aufgekratzt.

schwadronius meinte am 03. Oktober 2017 um 15:03

entgleisungen in extremsituationen werfen halt kein gutes bild auf den charakter. und sie war absolut nicht "nett" zu larissa.

aber hier soll es ja nicht darum gehen ... :).

gaby2707 kommentierte am 03. Oktober 2017 um 16:17

Ich habe vor Jahren mal Kuckucksbrut von Peter Abraham gelesen. Der stammt aus Berlin-Neukölln.

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 17:07

Ganz dicht dran ;-).

Arbutus kommentierte am 03. Oktober 2017 um 16:24

Ich lese hin und wieder die Reisebücher von Mady Host aus Magdeburg. Nichts Spektakuläres, aber sympathisch geschrieben. Außerdem habe ich letztes Jahr den Tierfilmer Andras Kieling als Autor entdeckt ( *1959 in Gotha, 1976 in den Westen geflüchtet). Sein Buch "Durchs wilde Deutschland" hat mir gut gefallen. 

schwadronius fragte am 03. Oktober 2017 um 17:19

wohin reist sie so? harz? börde? altmark?

schwadronius meinte am 03. Oktober 2017 um 21:33

hm, spanien, europa ... wir wollen doch etwas über sachsen - anhalt erfahren. dem bundesland unseres aktuellen jahreshelden. wo baumkuchen und halloren kugeln erfunden wurden. oder wo bauhäuser stehen. wo sich die straße der romanik durchschlängelt. dort, wo die menschen früher aufstehen. ...

Arbutus kommentierte am 03. Oktober 2017 um 22:56

Das war nicht die Aufgabenstellung, Hase. Ihre Wurzeln wurzeln dort; das genügt. Mach doch noch einen Thread auf mit Romanen über Sachsen-Anhalt, wenn Du magst : )

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 23:24

Made my night! :DDD

lesesafari kommentierte am 04. Oktober 2017 um 14:26

Daran wäre ich auch interessiert. Und schmeiße mal den, wie heißt er gleich korrekt?; Karl Philipp Moritz vor. Oh, dies ist nur der Name des Autors. Also dann "Anton Reiser". Und dann diesen Geistesgestörten vom Schrebergarten... Daniel Schreber?- Tagebuch eines Geisteskranken. Jetzt weiß ich nur nicht, in welcher Stadt er sich rumtrieb, also eventuell nicht Sachsen-Anhalt. Aber dies ist ja auch noch nicht der S-A -Thread.

lesesafari kommentierte am 03. Oktober 2017 um 16:38

Jetzt, wo ich alles durchgelesen habe, vor langer Zeit hatte ich da doch mal so nen Seminar... Aber Hasi hat ja schon fast jeden Autor aufgezählt.

2 Bücher aber las ich freiwillig: "Damit du weiterlebst" von Elfriede Brüning. Das Buch muss ich unbedingt noch erwerben, es ist so gut!!

Und Rainer Kerndls "Und keiner bleibt zurück", das war gut aber nicht ganz so doll.

Der größte Witz war, Faust 2 sollte als Nationalethos (Aufbau) der DDR gelten. Ich weiß gar nicht mehr, ob es dann in die Richtung noch ein bisschen abgewandelt worden ist. Sowas kam bei DDR-Autoren dank der Zensur jedoch öfter vor. Manche sollen ihre wahre Intention hinter die Seiten von dem Buchdeckel geklebt haben, wie auch immer man das dann bei Massenproduktion hinbekommen hat. Spekulationen gibt es wohl viele.

schwadronius fragte am 03. Oktober 2017 um 17:23

hattest du keine davon im schulunterricht? wir haben uns mit ihnen auseinandergesetzt. :).

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 17:40

Wir nicht. Nach Römern und Griechen jahrelang 1848er Revolution. Danach Totenstille. Und jede Menge Klassiker, aber keinen einzigen aus dem Osten. Dass die DDR existiert, wusste ich nur aus dem Fernsehen. Und von dort aus war sie irgendwie recht unreal ;-)))))))))).

schwadronius erwähnte am 03. Oktober 2017 um 18:05

zu meiner zeit gab's sie schon nicht mehr. was hat meinen einen deutschlehrer nur dazu veranlaßt, daß wir sie durchnahmen? hmmm.

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 18:09

Junger Hüpfer!

lesesafari kommentierte am 03. Oktober 2017 um 19:09

nein. schulunterricht blieb ca. bei 1946 stehen. 13 jahre waren eben nicht genug. -- warte, galileo galilei war irgendwann wichtig. baal nicht, fand ich sehr traurig.

als ich irgendwann laufen lernte, knipste jemand ein foto, ich allein stehend vor dem fernsehr, tagesschau, deutschlandkarte brd/ddr. :D thema erkennt man glaub ich nicht. ansonsten war eines der ersten 1000. dinge, die ich lernte, dass eine mauer in berlin sehr böse ist und ein stück stein dieser mauer, was sehr besonderes, was kleine schwestern nicht anfassen sollten.

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 19:06

:DDDDDDDDDDDDDDDDDDD.

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 19:13

Ah, Bertholt Brecht, den haben wir dann doch gehabt, jetzt wo du ein Buch erwähnst, ich mochte am liebsten die Heilige Johanna der Schlachthöfe, daraus kann ich heute noch aufsagen!

lesesafari kommentierte am 03. Oktober 2017 um 21:08

ich glaube, das ist die scheußlichste johanna-version, die ich las.

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 23:26

Gar nicht. Demnächst zitiere ich!

lesesafari kommentierte am 04. Oktober 2017 um 14:29

ich wollte letztens schon fast meine kafka-anthologie herauskramen, daneben müsste eine von johanna-storys sein. dann helfe ich dir. aber auswendig lern ich das nicht.

wandagreen kommentierte am 04. Oktober 2017 um 16:46

Esst die Suppe ihr, ihr Keine-beute-mehr, so fängts an. War jetzt "Welche in Wind in der Tiefe" davor oder danach, *grübel. (ha, ich habs auch irgendwo, extra ne neue Ausgabe gekauft neulich, ich suchs demnächst mal raus).

lesesafari kommentierte am 04. Oktober 2017 um 21:25

Supi! dazu will ich aber keine Leserunde. :]

Leia Walsh kommentierte am 03. Oktober 2017 um 17:38

Spontan fällt mir ein Monika Maron - Stille Zeile Sechs.

Meins war's nicht ...

einstein kommentierte am 03. Oktober 2017 um 17:59

ich kann brigitte reimann empfehlen, mein absolutes lieblingsbuch ist das hier: 

https://wasliestdu.de/brigitte-reimann/franziska-linkerhand

Matzbach kommentierte am 03. Oktober 2017 um 18:05

Wenn es um eine ganz spezielle Sicht der deutschen Einheit geht, dann kann ich Thomas Brussigs "Helden wie wir" empfehlen. Aber auch seine sonstigen Romane sind nicht schlecht.

Ansonsten sind auch Eugen Ruges "In Zeiten des abnehmenden Lichts" und "Der Turm" von Uwe Tellkamp lesenswerte Romane.

Zu DDR-Zeiten entanden ist Stefan Heyms "Schwarzenberg" mein Favorit.

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 18:11

Guck mal an, stimmt! In Zeiten des abnehmenden Lichts  habe ich sogar gelesen und es hat mir gut gefallen, Uwe Tellkamps Turm nur  angelesen und weggelegt, später den Film geguckt mit ganz vielen Aha-Momenten. Der war nicht schlecht.

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 18:28

Stefan Wolle, geb. 1950 in Halle, hat ein großartiges Werk geschrieben, das wirklich leicht zu lesen ist:

1. Aufbruch nach Utopia, Alltag und Herrschaft in der DDR, 1949- 1971

2. Die heile Welt der Diktatur, Alltag und Herrschaft in der DDR, 1971 - 1989

Ich glaube, es gab einen dritten Band, aber den kann ich nicht finden.

lesesafari kommentierte am 03. Oktober 2017 um 19:12

da müssen wir aber nochmal unterscheiden, ob er diese werke in der ddr geschrieben/veröffentlicht hat oder im exil gewesen ist, und wenn ja, ob er dort freiwillig gewesen ist. ;)

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 23:27

Das ist interessant zu wissen, aber sonst egal. Geboren in Halle!

lesesafari kommentierte am 04. Oktober 2017 um 14:30

(Westf) ? ;D 

Bosni kommentierte am 03. Oktober 2017 um 18:58

Grit Poppe, eine Jugendbuchautorin, die in ihren Büchern unter anderem auch die Zeit in der DDR thematisiert.

Zu "Weggesperrt" gab es an meiner Schule letztes Jahr eine Lesung mit ihr, hat mir gut gefallen, vor allem, weil da aber auch noch ein Bekannter von ihr als Zeitzeuge etwas erzählt hat.

Seit ein paar Tagen liegt auch "Schuld" von ihr auf meinem Sub :)

wandagreen kommentierte am 03. Oktober 2017 um 19:10

Klaus Kordon,  1943 Berlin-Pankow, schrieb jede Menge tolle Jugendbücher, sein bekanntestes ist wohl Krokodil im Nacken.

Brocéliande kommentierte am 03. Oktober 2017 um 19:25

Mir sagen z.B. Irmtraud Morgner und Maxie Wander etwas... Auch Ulrich Plentzdorf ist recht bekannt.Arnold Zweig und Gerhard Zwerenz klingen auch wohlbekannt in meinen Ohren. Muss aber zugeben, dass ich viele gar nicht kenne, kaum Autoren aus der früheren DDR gelesen habe. (Woher kommt das bloß? :-)

Sibylle P. kommentierte am 03. Oktober 2017 um 20:58

Oh ja, Maxie Wanders "Tagebücher und Briefe" habe ich gern gelesen. Ihr Mann Fred Wander schreibt auch.

Sibylle P. kommentierte am 03. Oktober 2017 um 21:03

Ich mochte als Kind / Jugendliche

Horst Beseler: Käuzchenkuhle

Erwin Strittmatter: Der Wundertäter

Renate Apitz: Hexenzeit

Die stehen auch heute noch bei mir im Regal

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