Ole R. Börgdahl fragte am 03.01.2018 | Lesegewohnheiten

Welche Epoche bevorzugt Ihr bei Historischen Romanen?

Ob Mittelalter, altes Ägypten, Napoleon oder der Zweite Weltkrieg etc. , all dies sind historische Epochen. Welche Zeit interessiert Euch besonders?

 

Kommentare

Seiten

Akantha kommentierte am 03. Januar 2018 um 12:50

Oh, da bin ich mal gespannt, wohin der Tenor geht. Also ich lese am liebsten aus dem Mittelalter (vermutlich der Mainstream, wenn man das bei Historischen Romanen sagen kann), genauer gesagt das Spätmittelalter.

Besonders interessant an dieser Zeit finde ich die zahlreichen Umbrüche, die durch Europa gingen. Religiöse Reformbewegungen, Abendländisches Schisma, Ende der Leibeigenschaft, Druckerpresse .. alles wichtige Punkte, die Europa geformt haben und ohne die es heute ganz anders aussehen würde.

 

Napoleon habe ich vor kurzem mit 1813 von Sabine Ebert versucht. FURCHTBAR! Mehr Sachbuch als Roman. Daher bin ich da erstmal gebranntes Kind.

 

Ich habe auch ein paar Sachen gelesen, die im Zweiten Weltkrieg angesiedelt waren, das konnte mich allerdings nicht so ganz einfangen.

 

Gerne würde ich auch mal einen Versuch in Richtung Ägypten / Antike unternehmen, habe da aber noch nicht das richtige Buch im Blick. Empfehlungen?

 

florinda kommentierte am 03. Januar 2018 um 13:10

"Gerne würde ich auch mal einen Versuch in Richtung Ägypten / Antike unternehmen, habe da aber noch nicht das richtige Buch im Blick. Empfehlungen?"

1. "Sinuhe, der Ägypter" (Waltari)

2. "Pharao", "Herrin vom Nil  (Hatschepsut)" (Gedge)

3. "Ramses" (Jacq)

PS Wenn du es doch noch einmal mit Napoleon versuchen willst, könnten "Désirée" (Selinko)  oder "Die Rosen von Malmaison - Joséphine" (Schönthan) ein sanfterer Einstieg sein.

 

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:28

Toll, da wird ja passender Lesestoff mitgeliefert. Désirée​ habe ich selbst vor langer Zeit gelesen. Königin Sylvia ist ja mit einem Nachfahren von Désirée verheiratet. Alles Franko-Schweden... Darum liebe ich (gute Historische Romane - es muss natürlich stimmen).

Cassandra kommentierte am 03. Januar 2018 um 14:43

Ich mag Bücher über die französische Revolution und Napoleons Zeit. Ich kann dir da "Die Bluthunde von Paris" und eine Idee vom Glück" von Christina Geiselhart empfehlen. Besonders die "Bluthunde" sind sehr authentisch und spannend.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:30

Das ist natürlich die richtige Reihenfolge - französische Revolution und Napoleon​. Ich glaube, wir sind auf einer Linie. Ich habe kürzlich ein Sachbuch über die Zeit nach Napoleon gelesen. Da könnte man auch eine Menge machen, gibt es wahrscheinlich schon.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:25

Ja, dieses Gefühl habe ich auch, aber Du begründest es ganz gut, warum das Spätmittelalter so interessant zu sein schein.

Napoleon und insbesondere dei Französische Revolution mit ihren Auswirkungen finde ich sehr interessant. Ich mag allerdings den Sachbuchcharakter mancher Historischer Romane. Zeiten und Menschen.

Diamondgirl kommentierte am 04. Januar 2018 um 10:20

Vor 3 oder 4 Jahren las ich Friedhof der Unschuldigen, der in der Zeit unmittelbar vor der Revolution spielt. das war so ein Roman mit starkem Sachbuchcharakter und auch entsprechenden Erläuterungen. 

....und ohne zu viel Romantik-Gedöns....  ;-)

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 21:06

Vor oder nach der ​Französischen Revolution, beides würde mich interessieren. Wie kam es dazu, wie ging es danach, auch nach Napoleon weiter.

FIRIEL kommentierte am 03. Januar 2018 um 13:04

Mir kommt es weniger auf die Epoche an als darauf, dass der Autor mich fesseln kann. 

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:32

Bei historischen Themen ist es wirklich wichtig, dass der Autor kein Geschichtslehrer ist, sondern Romane schreiben kann. Es kommt auf die richtige Mischung an, denn man will ja auch etwas lernen.

florinda kommentierte am 03. Januar 2018 um 13:07

Eigentlich lese ich historisch querbeet durch alle Länder und Zeiten. Abgesehen von den eben erwähnten Ägyptern interessieren mich aber besonders die alten Römer und Griechen und ab dem frühen Mittelalter alles in "Deutschland", ab der Neuzeit zusätzlich Frankreich, England und USA.

 

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:34

Mit Römern und Griechen hatte ich in der Schule im Lateinunterricht viel zu tun. Wäre eigentlich gar nicht schlecht, das mal wieder aufzuarbeiten.

florinda kommentierte am 03. Januar 2018 um 20:22

Wenn sich zu den Rönern und Griechen auch noch Goten gesellen dürfen... Felix Dahn: Ein Kampf um Rom

Und wenn es auch leicht ironisch sein darf -> Joachim Fernau: 1. Rosen für Apoll, 2. Caesar lässt grüssen ... Beide Male geht es mit dem "D-Zug" durch die jeweilige Geschichte. Mein Favorit von ihm ist allerdings "Disteln für Hagen - eine Bestandsaufnahme der deutschen Seele" da nimmt er sich ironisch und doch liebevoll der Nibelungensage an. "Schauen wir uns doch dieses Zahlentohuwabohu einmal genauer an... Danach müsste "daz kint" Giselher mittlerweile mindestens in den 50ern sein, während Königinmutter Ute bald rüstig auf ihr erstes Jahrhundert zurückblicken kann!" (aus der Erinnerung sinngemäß zitiert). Besonders köstlich ist die Stelle, an der er den Streit der Königinnen drehbuchartig verfasst. Auch seine Betrachtungen zu "Nibelungentreue" sind interessant. Ich könnte noch eine Weile weiter schwärmen...;-)

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 20:41

Kling lustig... mit Tiefgang. Goten: Völkerwanderung in der Schule an der Europakarte und der Mitschüler souffliert​ mit einem Spiegel im Rücken des Lehrers...

florinda kommentierte am 03. Januar 2018 um 21:35

Klingt nach Feuerzangenbowle!;-))

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 23:19

Genau, fiel mir beim Stichwort Goten spontan ein...

florinda klugscheißerte am 04. Januar 2018 um 07:14

Schon klar. Wobei ich meine, dass der Lehrer nicht der Klasse, sondern der Karte den Rücken zuwandte, andernfalls hätte er ja die durch den Spiegel entstandenen Hinweise ebenfalls erblicken müssen. Aber wir sind jetzt schon arg OT und bekommen sicher bald etwas aufs Mützchen *g*. IImmerhin zeigt es sich jetzt, wer auch mal viel postet, ohne, dass man pro Kommentar wie im alten Jahr  20 Punkte  erhält;-)))

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 19:30

Nein, das ist wichtig. In der Tat habe ich gedacht, wie Du es beschrieben hast, als ich mir meine eigenen Worte bildlich vorstellte. Das ist übrigens ganz wichtig, sich die eigenen Worte bildlich vorzustellen, Orte und Situationen zu sehen und nicht einfach nur zu beschreiben. Beim Korrekturlesen wäre es mir natürlich aufgefallen (hoffentlich). Aber diese Beiträge hier lese ich nicht Korrektur...

20 Punkte? das kenne ich gar nicht mehr. Was sollen die Punkte überhaupt? Mein Konto wächst jeden Tag, ohne dass ich bei einem Spiel gewinne.

 

Giselle74 kommentierte am 04. Januar 2018 um 10:10

Jaha, die Disteln ist mir auch das liebste...

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 19:31

Disteln? Kurze Erklärung, habe den Slang hier noch nicht drauf.

florinda kommentierte am 04. Januar 2018 um 22:05

Zum Thema "Disteln" s. bitte mein Posting "florinda kommentierte am 03. Januar 2018 um 20:22"

Punkte bekommt man hier für bestimmte Aktivitäten gutgeschrieben und kann sie mit ein wenig Glück bei gelegentlichen Prämienausschüttungen gegen Bücher tauschen.

Mit "Historischem Roman" bezeichne ich normalerweise Romane mit Handlungen, die vor meiner Geburt spielen, auf jeden Fall aber welche, die zu einer Zeit angesiedelt sind, aus der es keine lebende Zeitzeugen mehr gibt.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 23:23

Dann habe ich das mit den Punkten verstanden. Ein Anreiz, hier aktiv zu sein, bräuchte es aber meiner Meinung nach nicht.

Wie alt ist der älteste Mensch, dass ist dann der Richtwert für den Titel "Historischer Roman"...

Arbutus kommentierte am 03. Januar 2018 um 13:15

Je älter desto besser. Aber eigentlich bevorzuge ich spannend geschriebene Dokumentationen. Ich will eher wissen, was wirklich abgelaufen ist.

flakes kommentierte am 03. Januar 2018 um 14:16

Also da kann ich mich nur anschließen, das sehe ich ganz genauso.

Die alten Sachen interessieren mich am meisten. Ich lese zwar auch Sachen bis zum 1.Weltkrieg, aber danach verliere ich das Interesse, vielleicht weil das noch zu "neu" ist.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:39

Die letzten 100 Jahre führen aber direkt zu uns. Die Schicksale sind noch greifbar, weil man noch aus zweiter Hand erfahren kann, wie es war. Das hat auch seinen Reiz.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:36

Ich möchte auch das Band der geschichtlichen Ereignisse verstehen, wobei es die Menschen sind, auf denen mein Fokus liegt. Ich möchte mir vorstellen können, wie man "damals" gelebt hat. Das geht nur mit romanhaften Geschichten, die die Geschichte einhüllt.

Giselle74 kommentierte am 03. Januar 2018 um 17:29

Ich schließe mich Firiel an: die Epoche ist egal, so lang das Buch gut geschrieben ist. Aber wenn ich eine nennen müsste,so wäre es wohl die Römische Republik.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:44

Römische Republik, da gehört Spartacus hinein... Ich habe nachgesehen 500 v. Chr. bis zu Gaius Iulius Caesar. So lernz man was...

Giselle74 kommentierte am 04. Januar 2018 um 10:13

Ja, zwischen Königen und Kaisertum. Überaus spannende Zeit. Dazu gibt es aber schon sehr gute Bücher von Leuten, denen das Thema am Herzen liegt. Ein Buch zu schreiben mit dem Thema, dass die meisten interessiert,ist häufig nur der vergebliche Griff nach einer Auflage...

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 20:50

Es gibt so viele Themen, nicht nur bei den historischen Romanen, das sollte für jeden etwas dabei sein. Man muss ja nicht immer zum Bestseller greifen...

E-möbe kommentierte am 03. Januar 2018 um 17:42

Ich lese eigentlich nur historische Krimis. Da ist mir die Epoche fast egal, aber ich tendiere zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Wenn mich geschichtlich ansonsten was interessiert, lese ich ein Sachbuch.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:45

Ich greife tatsächlich auch gerne mal zu Sachbüchern. Über die historischen Krimis haben wir uns ja schon unterhalten.

Chattys Buecherblog kommentierte am 03. Januar 2018 um 18:03

Ich bevorzuge das späte bzw. ausgehende Mittelalter so um 1500. Und da hauptsächlich Deutschland. 

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:49

Ein Ansatz ist es wirklich, sich auf etwas zu spezialisieren. Spätestens dann macht es aber auch Sinn, zwischendurch zum Sachbuch zu greifen.

Chattys Buecherblog kommentierte am 04. Januar 2018 um 06:07

Hi hi....du kennst mein Bücherregal nicht ...

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 20:51

Dann zitiere doch daraus. Würde mich interessieren.

lesesafari kommentierte am 03. Januar 2018 um 18:12

ob man das jetzt schon als historischen roman einordnen kann, ist eine andere frage... ich lese am liebsten welche aus der jahrhundertwende 19./20. und 1920er bis 1950er.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:51

Eindeutig Thema historischer Romane, aber gibt es eigentlich eine Definition. Ein Roman über den Mauerfall in Deutschland, ist das bereits ein Historischer Roman?

lesesafari kommentierte am 03. Januar 2018 um 21:09

Ich denke nicht. Einen gewissen zeitlichen Abstand gibt es da schon. Wir hatten hier letztens noch in einem Thread darüber eine heiße Diskussion, ab wann ein Roman historisch genannt werden darf.

Giselle74 kommentierte am 04. Januar 2018 um 10:14

Heiß finde ich übertrieben. Oder gab es noch eine zweite Diskussion?

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 20:54

Also hat man sich über etwas gestritten, dass doch Ansichtssache ist. Vielleicht sollte man definieren, wenn ich ein Buch lese, das vor meiner Geburt spielt, ist es für mich ein historischer Roman.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 20:53

Ist das wie bei Autos, die z.B. erst nach 30 Jahren ein H-Kennzeichen bekommen (können)?

E-möbe kommentierte am 03. Januar 2018 um 23:17

Im Jahr 2437 schon.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 20:56

Dann sind das (individuell) ca. 450 Jahre. Bischen lang...

Diamondgirl kommentierte am 03. Januar 2018 um 18:20

Mich reizt am meisten das Mittelalter (Früh- bis Spät-), die Pharaonenzeit, das viktorianische England und überhaupt Europa 19. Jahrhundert bis 2. Weltkrieg. Amerika auch ab 19. Jahrhundert.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 03. Januar 2018 um 19:52

Das ist natürlich schon breit gefächert. Finde ich gut.

hobble kommentierte am 04. Januar 2018 um 06:19

Das Mittelalter ist es für mich

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 20:57

Eine Zeit, mit der man viel anfangen kann. Vielleicht deswegen der Klassiker bei den historischen Romanen.

FantaSie fantasierte am 04. Januar 2018 um 09:52

Ohje, ich lese da ehrlich gesagt querfeldein :D Hauptsache es macht Spaß und ich kann irgendwas Neues dabei lernen. Wobei mein absolutes Highlight immernoch Heinrich der VIII. ist. Diese Leidenschaft habe ich im Laufe der Serie "Die Tudors" mal entwickelt ... seitdem verbringe ich meine Leseabende im Bett öfter mal mit König Heinrich... naja, bin ich auch nich die Erste wie wir wissen :P

Ich finde bei historischen Romanen (egal welche Zeit) allgemein einfach toll, dass man immer wieder etwas lernt und dann so Gedanken aufkommen wie "Wie würde die Welt heute wohl aussehen wenn dieses und jenes eben nicht geschehen wäre". Ich finde das sehr spannend :) Und mich persönlich verleitet das immer dazu noch mehr über das gelesene Thema erfahren zu wollen... so komme ich dann entweder zu neuen historischen Romanen oder ich tobe mich im Netz aus... auf der Suche nach Infos wo man dann wieder etwas Neues findet dass man noch nicht wusste u.s.w. Das hört nie auf und das macht mir persönlich so viel Spaß daran :)

Ole R. Börgdahl kommentierte am 04. Januar 2018 um 20:59

Sitzt Dein Kopf denn noch fest? Da war doch was mit diesem Heinrich... Aber Du hast recht, bei einem historischen Roman kommt es oft vor, dass man sich mit der Zeit beschäftigt, mit Dingen, Lebensweisen, Ansichten, die heute nicht mehr geläufig sind.

Seiten