Ole R. Börgdahl fragte am 18.01.2018 | Lesegewohnheiten

Wer hat "Intrige" von Robert Harris gelesen?

Ich habe dieses Buch selbst noch nicht gelesen. Ich glaube aber den Inhalt zu kennen. Ich habe mich für eine Buchrecherche einmal mit dem Fall Dreyfus beschäftigt.

Mit dieser Frage möchte ich Argumente von Euch hören, die mich dazu bewegen, das Buch doch noch zu lesen.

Kanntet Ihr die Dreyfus-Affäre bereits, bevor Ihr Intrige gelesen habt?

Wenn ja, gab es neue Erkenntnisse für Euch?

Oder ist der Roman mehr als die Aufarbeitung eines historischen Ereignisses? 

 

Hier ein paar Infos zum Buch:

Am 22. Dezember 1894 wird der französische Hauptmann Alfred Dreyfus wegen Landesverrat zu lebenslanger Haft verurteilt und verbannt. Ein Justizirrtum, wie er beteuert und wovon auch der neue Geheimdienstchef Picquart zunehmend überzeugt ist. In den Wirren der Dreyfus-Affäre, die ganz Europa erschüttert, rollt er den Fall neu auf. Weshalb er bald selbst zwischen die Mühlräder der Macht gerät und das Ziel dunkler Machenschaften wird …
Der elsässische Offizier Alfred Dreyfus, einziger Jude im französischen Generalstab, soll Militärgeheimnisse verraten haben. Von einem geheimen Militärgericht wird er zu Unrecht verurteilt, und die Degradierung wird mit viel Pomp und Getöse öffentlich zelebriert. Nur wenige wittern den Skandal, während die Massen von der Presse aufgehetzt werden. Krawalle, Intrigen, Fälschungen, Ministerstürze, Attentate, versuchte Staatsstreiche sind die Folgen. Die Französische Republik stürzt in eine tiefe Krise. Der offene Antisemitismus bricht sich Bahn. Zu den wenigen, die von Dreyfus’ Unschuld überzeugt sind, gehört der neue Geheimdienstchef Picquart. Mit dem Kampf für die Rehabilitierung von Dreyfus setzt er allerdings das eigene Leben aufs Spiel.
Es wäre kein Roman von Robert Harris, ginge er nicht sehr aktuellen Fragen nach: Was passiert, wenn Geheimdienste außer Kontrolle geraten, wenn der Staat geheime Gerichte zulässt, wenn Minderheiten zum Sündenbock gemacht werden, wenn Politiker ihre Verbrechen zu vertuschen suchen?

Kommentare

Giselle74 kommentierte am 18. Januar 2018 um 21:21

Ich nicht. Dafür die Cicero-Bände.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 18. Januar 2018 um 21:38

Da sieht man es mal....

Von Robert Harris kenne ich nur wenig. Vor Ewigkeiten habe ich "Vaterland" gelesen. Und jetzt habe ich mal nachgesehen, wer dieser Marcus Tullius Cicero ist. Eine Trilogie also.

Giselle74 kommentierte am 18. Januar 2018 um 21:44

Nachgesehen, wer Cicero ist oder nachgesehen, was Harris über ihn zu schreiben hat?

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 12:46

Ich habe tatsächlich bei amazon geschaut und mir Infos zu den Büchern von Harris geholt.

Den Cicero selbst kenne ich noch aus den Texten, die ich im Lateinunterricht lesen musste, obwohl das aus dem zeitlichen Abstand betrachtet eine gute Lehre war. Vieles habe ich natürlich schon vergessen und darum ist Harris Lektüre durchaus interessant.

lesesafari kommentierte am 18. Januar 2018 um 21:47

also ich hätte jetzt gern falafeln... wo bekomm ich die nur her...

schwadronius erwähnte am 18. Januar 2018 um 21:58

steck dir ein paar kekse in den mund und sag: "palavern."! et voilà!

lesesafari kommentierte am 18. Januar 2018 um 22:01

hab nur noch softcakes.

Cassandra kommentierte am 19. Januar 2018 um 09:47

Man muss nicht alles glauben, was man liest.
( Ciceros Spruch etwas abgewandelt)

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 12:48

Cicero wird auch oft im sogenannten Küchenlatein zitiert. War da nicht auch etwas mit einem Fahrrad...

Cassandra kommentierte am 19. Januar 2018 um 12:56

Sorry, aber um die Küche mache ich einen großen Bogen. So was ist nicht ganz mein Niveau.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:10

Solange Lieferheld noch Superkräfte hat, ist das ja auch in Ordnung...

Ole R. Börgdahl kommentierte am 18. Januar 2018 um 22:05

S-C-H-A-D-E...........

Emswashed erwähnte am 19. Januar 2018 um 07:12

Vaterland subt hier noch, ich hoffe es lohnt sich. Intrige habe ich noch nicht gelesen, allerdings läuft mir die Dreyfus-Affäre immer wieder über den Weg.

Wenn Vaterland "lesbar" ist, dann ist Intrige auf jeden Fall dran! (neugierig geworden bin)

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 12:50

In welchem Zusammenhang ist Dir denn die Dreyfus-Affäre über den Weg gelaufen?

Vaterland war sehr gut geschrieben. Hinzu kommt noch die Vorstellung, was geschehen wäre, wenn die Gerschichte nicht fiktiv wäre.

Emswashed kommentierte am 19. Januar 2018 um 16:20

In verschiedenen Büchern. Auf Anhieb fallen mir da "Der Friedhof in Prag" von Umberto Eco ein und jüngst las ich noch in "Der taumelnde Kontinent" von Philipp Blom davon.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 17:24

Der "Der taumelnde Kontinent"​ war mir gar nicht bekannt, obwohl der Titel irgendwie schon. Wäre auch etwas für mich. Das ist die Zeit, in der auch "Die Thibaults​" von Roger Martin du Gard spielt mit dem Finale "Sommer 1914".

Natürlich habe ich von "Der Friedhof in Prag" gehört. Dort scheint Dreyfus eine wichtige Rolle zu spielen, obwohl es am Ende um mehr geht. Eco hat mich allerdings einmal mit dem "Das Foucaultsche Pendel​" überfordert, was ich ihm aber nicht übel nehmen darf...

lesesafari kommentierte am 19. Januar 2018 um 17:58

Mir läuft der auch öfter über den Weg, und der Vorfall wurde nie richtig erläutert. Ich hörte aber noch nie vorher davon und habe es auch mal kurz recherchiert. Leider kann ich euch nicht mehr sagen, ob es das letzte Mal bei Hanni Münzer "Marlene", Volker Kutscher " Der stumme Tod" oder irgendwas anderes war. Höchstwahrscheinlich ersteres. Vllt aber auch bei beiden.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 21:12

Ich muss überlegen, "Der stumme Tod" von Kutscher ahbe ich gelesen, aber ich kann mich nicht erinnern, etwas darüber gelesen zu haben...

Cassandra kommentierte am 19. Januar 2018 um 09:56

Hey, habe gerade "Ströme meines Ozeans" von Börgdahl auf meinen Kindle geladen. Damit endlich mal einer sein Buch liest. Wenn ich dazu komme, werde ich eine Rezi dafür hier posten.
.

Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2018 um 10:18

Er hat ja nicht nur eins geschrieben und ich hab tatsächlich schon eins von ihm gelesen.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:13

Welches denn? Sorry, oder müsste ich das wissen?

Hast Du an einer meiner Leserunden auf LovelyBooks teilgenommen?

Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:35

Das Thema hatten wir doch in einem Deiner kürzlich eröffneten Threads. ;o)

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 14:04

Stimmt. Ich komme hier schon durcheinander...

Buchliese kommentierte am 19. Januar 2018 um 10:46

Ich hab es gestern auch mit Leseproben der Bücher versucht. Bei "Alles in Blut" war gab es gleich auf der ersten Seite den ersten Rechtschreibfehler. "Tod und Schatten" war Leseprobe Nr. 2. Dass oder das? Auf Seite zwei hat es sich hier der erste Fehlerteufel bequem gemacht. Weil ich, wenn der erste Fehler erst aufgetaucht ist, dazu neige, mich mehr auf die Rechtschreibung als auf die Handlung zu konzentrieren, hab ich einfach noch einem dritten Buch die Chance gegeben. Mit Wortwiederholungen hab ich es auch nicht wirklich. Sechs Mal das Wort Bauchgefühl in sieben aufeinander folgenden Sätzen sind für mich kein guter Ausdruck. Mehr muss ich dann auch nicht mehr haben. Aber zumindest habe ich es versucht. ;-) 

Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2018 um 11:22

Das sind Gründe, warum ich um eBooks von Selbstverlegern einen so großen Bogen mache.

Nicht nur um eBooks, aber die meisten veröffentlichen ja als eBook, da so keine Kosten anfallen.

Buchliese kommentierte am 19. Januar 2018 um 11:55

Da kann ich dir nur zustimmen. Ich lese auch keine selbstverlegte Bücher, es sei denn Challengeaufgaben erfordern es. Dann mach ich gelegentlich eine Ausnahme.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:28

Das kenne ich noch nicht, was sind Challengeaufgaben?

Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:37

Leseratten jeglicher Art stellen gerne Lese-Challenges zusammen.

Im Rahmen dieser Challenges muss man eben Aufgaben erfüllen.

Das sind dann Challengeaufgaben. ;o)

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:46

Ich verstehe. Klingt interessant, sich einfach mal solchen Leseaufgaben zu stellen, also den eigenen Buchwunsch zurückzustellen und sich auf ein "Abenteuer" einzulassen.

Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:59

Bei LB laufen sehr viele dieser Challenges.

Du kannst da schon Deinen eigenen Lesewunsch bedienen. Niemand schreibt ein bestimmtes Buch vor. Es muss nur in die entsprechende Kategorie passen. Beispielsweise eben "Lies ein Buch eines Selbstverlegers". Oder "Lies ein Buch, das es nur als eBook gibt".

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 14:10

Zu meiner Schande muss ich gestehen, die Challenges auf LB noch nicht richtig verfolgt zu haben.

Aber das klingt interessant. Ich werde mal schauen, was es da so gibt.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:26

Ja, das stimmt, ich veröffentliche derzeit ausschließlich eBooks. Das gedruckte Buch hat natürlich eine größere Verbreitung.

Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:40

Ole, das hat weniger mit der Verbreitung zu tun.

Gerade Vielleser haben echte Probleme mit nicht so sorgfältig korrigierten und lektorierten Büchern. Da spielt es keine Rolle, ob das ein eBook oder eine Printausgabe ist. Als es noch kaum bis gar keine eBooks gab, haben viele ihre Werke bei BoD oder ähnlichen Druckereien "veröffentlicht". In meiner Katzenbuchsammlung hab ich da auch eine kleine Auswahl. Und ... na ja. Nicht wirklich empfehlenswert. Deren Verbreitung war dann aber noch geringer, als die eBooks heute.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 14:07

Da stimme ich Dir zu, jedes Buch sollte sorgfältig korrigiert und lektoriert sein. Da darf auch ein selbstverlegtes Buch keine Ausnahme machen.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:15

Danke für die Hinweise. Das werde ich mal prüfen. Ich freue mich immer, wenn man mich auf Fehler aufmerksam macht.

Buchliese kommentierte am 19. Januar 2018 um 14:44

Leia hat ja schon alles zum Thema Lesechallenge erklärt. FB ist da auf jeden Fall ein guter Anlaufpunkt. Es gibt Gruppen, die nur dafür ins Leben gerufen worden sind. Oder man sucht sich einer der vielen Büchergruppen raus und schaut, ob es da Veranstaltungen dazu gibt. Ich nehme daran teil, um meinen Leseradius zu erweitern. Sachbücher, Biographien oder auch Fantasy meide ich nämlich sonst, wie der Teufel das Weihwasser. Im Rahmen der Aufgaben habe ich aber schon richtig gute und/oder interessante Bücher gelesen, die mir sonst entgangen wären. Und es ist natürlich auch immer spannend, welche Bücher die anderen Teilnehmer zur jeweiligen Aufgabe lesen.

Und nochmal zu Selbstverlegern: Ein Buch muss handwerklich gut gemacht sein. Nur wenn es da stimmt, kann ich mich persönlich auch gut auf die Handlung einlassen. Mir persönlich ist es völlig egal, ob es eine gedruckte Ausgabe oder ein ebook ist. In den nächsten Jahren wird sich da sicher in Richtung ebook und Selbstverlag noch einiges bewegen. Hier und da tauchen ja schon Autoren auf, die verlagsgebunden erfolgreich Bücher in den letzten Jahren verkauft haben und inzwischen im Eigenverlag agieren. 

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 15:13

Ich nutze LB derzeit nur, um meine eigenen Leserunden zu veranstalten. Das ist eigentlich zu wenig, bezogen auf die Möglichkeiten, die LB wohl noch bietet. Auf die Gruppen habe ich schon einmal geäugt, aber bisher noch nicht zugegriffen.

An den Leserunden sehe ich jedenfalls, dass der Austausch und die Diskussionen mit den Teilnehmer sehr interessant und für mich als Autor aufschlussreich sind. Dabei geht es nicht immer ausschließlich um mein eigenes Buch, das gerade in einer bestimmten Leserunde gelesen wird. Es gibt auch viel nebenbei und das mag ich sehr.

Auf der anderen Seite bin ich aber auch Leser und überlege häufig, was ich mir als nächstes vornehmen könnte. Dabei bin ich natürlich auch wählerisch und könnte durchaus ein eigentlich gutes Buch verpassen, weil es, wie Du es umschreibst, eigentlich nicht in mein Beuteschema passt.

 

Was Du von Selbstverlegern erwartest, ist für mich ebenfalls ein wichtiges Ziel. Ob gedruckt oder als eBook, beim Text muss handwerklich alles stimmen. Ich denke, dass Selbstverleger dies in Zukunft immer besser erreichen können. Die Angebote der entsprechenden Dienstleistungen und Hilfen existieren ja bereits und sind auch außerhalb einer Verlagsveröffentlichung zu erhalten.

Leia Walsh kommentierte am 19. Januar 2018 um 18:42

Die meisten Selbstverleger wollen aber kein Geld in die Hand nehmen.

Damit brechen sie sich aber selbst das Genick.

Geld für ein Lektorat, Geld für eine gute Korrektur, Geld für die ISBN und Geld für die Aufnahme ins VLB.

Du findest kaum einen Selbstverleger, der für eins davon Geld ausgibt, geschweige denn für alle vier!

Buchliese sprach übrigens von FB = Facebook. Nicht zu verwechseln mit LB = LovelyBooks.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 21:19

Du hast recht, sehr gut angelegtes Geld. Alle vier Punkte sind enorm wichtig. Ich hatte auch erst an FB wie Facebook gedacht, aber dann meinet ich, dass wir über LovelyBooks gesprochen hatten. Aber macht Sinn, auf FB gebt es natürlich jede Menge Gruppen zum Thema lesen und Buch etc.

Bei LB habe ich nachgeschaut. Ich dachte, ich hätte unter Community verschiedene Gruppen gesehen.

 

Leia Walsh kommentierte am 20. Januar 2018 um 10:46

Ja, Du und ich sprachen über LB und Buchliese brachte zusätzlich FB ins Spiel.

Man muss ja vorankommen und nicht auf der Stelle treten in einem Gespräch.

Es gibt bei LB übrigens auch "freie" Challenges, ohne Gruppen.

Bei FB läuft alles über Gruppen. Aber ich bin bekennender FB-Verweigerer.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 20. Januar 2018 um 12:00

Ich war mir dann auch unsicher... Wir sprachen über LovelyBooks. Ich habe gerade noch einmal geschaut (ich glaube die haben das Layout gerade etwas angepasst...) neben den Leserunden und den Buchverlosungen gibt es auch die freien Themen. Wenn ich da filtere kommen auch die Challenges. Das heißt es stöbern.

Bei Facebook habe ich eine Autorenseite und natürlich mein mehr oder weniger privates Profil. Man kann FB sicherlich gut nutzen, wenn man in geschlossenen Kreisen (Verein, Familie, sonstige Interessen) kommuniziert und dabei eben die breite Masse ausschließt. Auf FB findet man allerdings zu so vielen Themen Beiträge, Fotos etc., dass ich dort ganz gerne stöbere. Das ist der Vorteil, wenn sehr viele Leute auf einer Plattform versammelt sind. Neuerdings nutze ich auch Instagram und mache von unterwegs Fotos. Das ist auch ganz lustig. Ich würde allerdings nie mein ganzes Leben dort dokumentieren, nicht jeden Snack, nicht jede Begegnung, nicht jeden Gedanken. Meine Fotos sind ein bisschen künstlerisch (vermessen, das zu behaupten...).

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:04

Bitte daran denken, dass es sich um eine Trilogie handelt.
Du hast Dir den zweiten Teil herausgepickt. Ich empfehle immer, mit dem ersten Buch zu beginnen.

katzenminze kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:14

Intrige habe ich nicht gelesen, aber vor einer Weile mal Ghost. Das fand ich sehr gut. Ich bin ja generell nicht für so übermäßig viel Politik in meiner Lektüre, aber das war wirklich sehr spannend gemacht. Dann habe ich leider noch Angst gelesen und das gefiel mir gar nicht. Hauptsächlich geht es um Wirtschaft und künstliche Intelligenz in Form eines selbstgebastelten Computerprogrammes. *brr* Das muss einen schon interessieren, damit man Spaß dran hat. Aber wenn dich die Dreyfus-Affäre generell interessiert, versuch es doch damit. Harris schreibt ja in der Regel ziemlich spannende Sachen.

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 13:40

Ich stelle gerade fest, dass ich Robert Harris, nachdem ich "Vaterland" gelesen habe, ziemlich vernachlässigt habe. Ich könnte selbst recherchieren, aber ist schon schön, hier von Euch ein paar Einschätzungen zu hören. Ghost kannst Du empfehlen, bei Angst muss ich mir selbst ein Bild machen. KI und Computer und solche Dinge sind schon etwas für mich, aber es muss nachvollziehbar sein, nicht zu unrealistisch.

Ganz so interessiert bin ich an rein politischen Themen auch nicht, obwohl die Dreyfus-Affäre ja auch politisch ist. Die Dreyfus-Affäre habe ich ja bereits recherchiert, aber ich kenne längst nicht alles und da wäre Robert Harris' "Umsetzung" sicher interessant. Und es wird ja kein Fachbuch sein, die ich gelegentlich auch lese.

Sabine_AC kommentierte am 19. Januar 2018 um 19:56

Ich habe "Intrige" gelesen (ist allerdings schon etwas her), mir hat das Buch - genau wie "Vaterland" - gut gefallen. Vergleichbar sind die beiden Bücher  jedoch eher nicht, allein deshalb schon, weil "Vaterland" ja in einem fiktiven Umfeld (oder besser, einer fiktiven Szenerie) angesiedelt ist, während "Intrige" zeitgeschichtlich eingebettet ist.

Ein Fachbuch ist es jedoch selbstverständlich nicht - bei allem Background ist und bleibt "Intrige" ein Roman. Meiner Meinung nach ein guter.

Ein Grundinteresse and politischen und (zeit-)geschichtlichen Themen braucht man vermutlich, um sich für die Bücher von Robert Harris zu begeistern - ich lese ihn grundsätzlich sehr gern (und habe gerade "München" begonnen).

Ole R. Börgdahl kommentierte am 19. Januar 2018 um 21:26

Ein Roman hat ja vielleicht auch eine fiktive Seite oder erzählt Harris in "Intrige" eine rein wahre Geschichte. Neben den realen Personen Dreyfus und Picquart tauchen im Klappentext keine anderen Namen auf.

"München" klint für mich auch interessant. Die Zuversicht Chamberlains und die nachfolgende Katastrophe, alles Berechnung...