wandagreen fragte am 03.08.2017 | Lesegewohnheiten

Werden Bücherblogs überschätzt?

Ist ein Bücherblog, selbst einer mit vielen Followern, tatsächlich ein Indikator dafür, dass dessen Rezensionen gelesen werden?

Was meint ihr, werden die vielen Tausend BücherbloggerInnen in ihrer Bedeutung von den Verlagen nicht maßlos überschätzt?

Kommentare

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Leia Walsh kommentierte am 03. August 2017 um 10:16

Bei mir lautet die Antwort: ja.

Vielleicht bin ich total old school, aber wenn ich mich über ein Buch informieren möchte, dann da, wo viele eine Meinung zu eben diesem Buch haben. Eine einzige Meinung hilft mir nicht weiter und ich hab null Bock, zig Blogs durchsuchen zu müssen, ob die zufällig genau das Buch rezensiert haben.

Kein Blogger dieser Welt hat genau die Bücher im Blog, die ich gelesen hab oder lesen möchte. Und sollte das doch irgendwann wundersamerweise geschehen, fehlen mir dennoch andere Meinungen, um mir einen Überblick zu verschaffen.

Deshalb hab ich Sinn und Zweck eines Blogs ja auch noch nie verstanden.

Also wenn da jemand bitte mal Aufklärungsarbeit leisten könnte? Ich würde nämlich wirklich gern wissen, wozu ein Blog gut ist. "Selbstdarstellung" möchte ich bitte nicht lesen.

Steve Kaminski kommentierte am 03. August 2017 um 11:02

Letzteres (Selbstdarstellung) fiel mir gerade ein - nicht für alle, aber für manche Blogs.

Bücherteufelchen7000 kommentierte am 03. August 2017 um 11:29

Dem stimme ich auch zu. Scheint mir in der heutigen Zeit immer wichtiger zu werden...

Saphierra kommentierte am 03. August 2017 um 12:27

Viele Schreiben Blogs, weil sie sich mit anderen austauschen möchten. Oftmals lesen die Follower ähnliche oder sogar die gleichen Bücher. Somit kann man sich darüber austauschen. Andere wiederum machen es einfach Just for fun, weil sie das als Ablenkung oder zu Reflektion brauchen. Und dann gibt es auch solche, die krank sind und ans Bett o.ä. gefesselt sind und es als Zeitvertreib machen oder um sich trotzdem mit anderen zu unterhalten.

Ob ein Blog dennoch überschätzt wird. würde ich so nicht unterschreiben. Immerhin steckt meistens auch viel Arbeit dahinter.

Leia Walsh kommentierte am 03. August 2017 um 12:59

All das kann ich prima auch ohne Blog. :o)

Dazu gibt es beispielsweise Communities. Foren. Kleine private Foren, große Foren von Verlagen.

Was ist aus der guten alten Homepage geworden (die ich auch nie hatte oder wollte)?

Saphierra kommentierte am 03. August 2017 um 14:53

Natürlich geht das, aber so ist es einfacher. Außerdem ist ja nicht jeder Blog everybodys Darling und wird von allen Verlagen mit Lesenachschub versehen. Natürlich, vielleicht ist es wirklich so, dass manche überbewertet werden. Es gibt aber auch gute Blogs, die einfach eine interessante Sichtweise haben (Ist meine persönliche Meinung). Davon abgesehen, kann es ja jedem selbst überlassen sein ob er sowas machen möchte oder nicht. Auch aus welchen Gründen. Dass die Verlage da teilweise unfair sind, dafür können ja nicht alle Blogger was. Man darf da, meiner Meinung nicht pauschaliesieren.

Ira kommentierte am 03. August 2017 um 23:59

Na ja, eigentlich ist ein Blog doch auch einfach nur eine Homepage.

sphere kommentierte am 03. August 2017 um 13:12

Dennoch ist Selbstdarstellung, bzw. Anerkennung (wir hatten ja das Thema schon mal, da haben wir schon mal über dieses Wort...ähem...diskutiert) meines Erachtens der größte Faktor.

Monetäre Gründe spielen wahrscheinlich auch eine Rolle (Werbung, Wiederverkauf, oder einfach die Bücher für die eigene Sammlung), aufgrund der Masse an Blogs jedoch nur für wenige lukrativ - ähnlich wie bei Autoren, wo nur eine Handvoll davon leben kann (nicht wörtlich nehmen).

Steigerung des Selbstwertgefühls, also ein weiterer psychischer Faktor, hat da wohl eine größere Bedeutung: ich werde mit meiner Arbeit "anerkannt", und fühle mich für meine Community / Follower verantwortlich - es gibt mir einen Sinn. Es wird damit zum Selbstläufer.

Garten_Fee_1958 antwortete am 03. August 2017 um 13:41

Ich bin vollkommen deiner Meinung, ich suche, wenn ich mich informieren mlchte, da, wo viele Meinungen zu dem Buch ohne studnenlanges Suchen zu finden sind.

Gelis kommentierte am 03. August 2017 um 13:43

Danke. Besser hätte ich es nicht formulieren können. Ich bin da ganz Deiner Meinung und kann mit Blogs nichts anfangen. Wenn ich mich über ein Buch informieren möchte, dann gucke ich lieber hier. Denn hier kenne ich inzwischen einige Namen und deren Lesegeschmack. An diesen Meinungen kann ich mich viel besser orientieren.

Tine kommentierte am 03. August 2017 um 14:58

Unter Bloggern und Bloglesern kennt man auch nach einiger Zeit diejenigen mit ähnlichem Lesegeschmack.

wandagreen kommentierte am 03. August 2017 um 15:07

Ja, klar. Aber darum gehts mir nicht. Jeder kann auch machen, was er will. Ich meine im Hinblick auf den Verdienst am Buch könnten Blogs evtl überschätzt werden, a) hypen sie oft schlechte Bücher, b) werden sie nur "unter sich" gelesen, dh. ihre Aussenwirkung ist fragwürdig .. c) ist auch die Qualität der Rezensionen, äh, manchmal fragwürdig. d) Sind sie eben nicht so bekannt, wie sie es denken ;-). bzw. ihre Popularität ist gefakt.

Galladan kommentierte am 03. August 2017 um 15:42

Ich glaube die schaukeln sich gegenseitig hoch und sm Ende ist die Rezi bei den Onlineportalen und Buchcommunities wichtig. Dabei ist wohl dieses "der hat das Buch auf seinem Blog, muss ich also auch haben" wohl der wichtige Faktor. Verlage machen ja nicht umsonst so einen Hype um Blogger. Die sind mit Sicherheit bei den bis 30 Jährigen angesagter als die Buchvorstellung in der Sonntagszeitung.

Leia Walsh kommentierte am 03. August 2017 um 18:03

@wanda - das trifft es super.

Genau deshalb glaube ich ja, dass auch die Verlage das so langsam erkennen und wieder neue Wege gehen werden. Nicht mehr alle Blogs werden an Bücher kommen, nur noch die ganz besonderen (eben die, die es tatsächlich sind und sich nicht nur dafür halten).

Leserunden auf diversen Plattformen bringen den Verlagen nicht weniger Publicity als Blogs, eher sogar mehr, denn hier geht es dann um Gemeinschaften, nicht um "ich bin der King und du guckst nur doof, was ich so alles rezensieren darf". Auch Verlage erkennen doch, dass es dem kaufenden (!!!) Leser mehr bringt, wenn er mehr als eine Meinung zu einem Buch lesen kann.

Gelis kommentierte am 03. August 2017 um 15:55

@Tine: Das mag ja sein, aber hier ist die Auswahl der Bücher größer als in einem Blog und hier habe ich zu einem Titel auf einen Blick mehrere Meinungen.

Ich denke, für die Verlage lohnt es sich genauso an Rezensenten zu verteilen, die keinen Blog haben, aber ihre Rezensionen weit streuen.

Leia Walsh kommentierte am 03. August 2017 um 18:06

@Gelis: ich vermute, auf genau das spielt Wandas Frage eben auch mit an.

Es hat ja einen Grund, warum Verlage verschiedene Wege gehen, nicht nur einen.

manu63 kommentierte am 03. August 2017 um 17:18

Diesen Worten schließe ich mich an. Ich schaue bei rezensionen auch nicht bei zig Buchblogs nach sondern gehe zu meinem Lieblinsonlineshop und schaue da nach.

Steffi_the_bookworm kommentierte am 03. August 2017 um 10:29

Meiner Meinung ebenfalls ja.

Ich lese keine Blogs, außerdem habe ich lieber verschiedene Rezensionen zu einem Buch auf einem Blick. Mal davon abgesehen, dass ich Rezensionen eher selten lesen und wenn dann oft erst, wenn ich das Buch selbst schon gelesen habe und wissen will, ob Leute manche Dinge ähnlich sehen.

Dazu kommt das einige Blogger für mich auch absolut unglaubwürdig sind. Es gibt eine Bloggerin, die wirklich jedem Buch aus dem impress Verlag (imprint von Carlsen) 5 Sterne gibt, egal welches Genre. Ich habe da auch schon einiges gelesen und bei mir war von 1-5 Sternen alles dabei. Vielleicht bin ich kritischer, aber so viel Glück kann man bei so einer Bandbreite von Genre und Büchern einfach nicht haben.

Leia Walsh kommentierte am 03. August 2017 um 10:34

Anfügen möchte ich da noch, dass viele Blogger dermaßen viele Bücher lesen, dass mir ganz schwindelig wird. Da kann ich einfach nicht wirklich daran glauben, dass sie all diese Bücher von vorn bis hinten komplett gelesen und darüber reflektiert haben.

Glaubwürdig ist das jedenfalls nicht.

Steffi_the_bookworm kommentierte am 03. August 2017 um 10:45

Ich lese selber sehr viel, daher würde ich hier keine Glaubwürdigkeit absprechen. ;)

Leia Walsh kommentierte am 03. August 2017 um 11:10

Ich spreche von mehr als einem Buch pro Tag.

Das ist und bleibt unglaubwürdig für mich.

Steffi_the_bookworm kommentierte am 03. August 2017 um 11:25

Das schaffe ich nur im Urlaub ;)

jiskett kommentierte am 03. August 2017 um 12:17

Das habe ich auch schon geschafft, wenn ich Urlaub hatte und mehr oder weniger den ganzen Tag lesen konnte beziehungsweise nichts anderes tun musste. Oder wenn die Bücher eher kurz sind (~200 Seiten) auch so.

StefanieFreigericht kommentierte am 03. August 2017 um 14:20

Ich denke, viele fangen mit ihrem Blog an, nachdem sie lange in Communities wie hier aktiv waren, und stellen dann alle bisherigen Rezensionen ein (würde ich zumindest so machen...da sollte ja nix leer sein ;-)

Unglaubwürdig fände ich es, wenn diese Schlagzahl permanent so hoch bliebe.

Ansonsten stimme ich auch der Fraktion "lieber viele Meinungen als die Meinung eines einzelnen Bloggers" zu.

Geltungsbedürfnis? Hm, wir schreiben hier ja auch, oder *wegduck*? Das sehe ich aber harmlos, es kommt eher darauf ein, wie heftig man sich darstellt in Instagram, Facebook und Co.

 Ich denke, Verlage berücksichtigen Blogger stärker bei Leseexemplaren, teils ist das ja schon bei Leserunden in Communities so. Das dürfte für viele ein Faktor sein.

Ich habe KEINEN Blog - mir gefällt nicht, meine kompletten Daten ins Netz zu stellen (Adresse).

Ira kommentierte am 04. August 2017 um 00:01

Das ist bei mir normal, von daher möchte ich anderen die Fähigkeit auch nicht absprechen.

Leia Walsh kommentierte am 04. August 2017 um 10:59

@Ira: was ist bei Dir normal? 400 Bücher im Jahr?

Saphierra kommentierte am 03. August 2017 um 12:28

Naja, das habe ich auch schon geschafft ^^' Außerdem kommt es ja immer auf die Dicke des Buches an ;)

Leia Walsh kommentierte am 03. August 2017 um 12:41

Ich hab auch mal "buchstarke" Zeiten. Aber ich bekomme dennoch keine 400 Rezensionen im Jahr für Bücher hin.

 

Mir geht es nicht um Phasen, sondern "Dauerzustand".

Saphierra kommentierte am 03. August 2017 um 12:50

Gut, da gebe ich dir recht. Jedes Jahr kontinuierlich 400 Rezensionen ist schon etwas unrealistisch. Aber es sind ja nicht alle Blogger so krass drauf ;)

Leia Walsh kommentierte am 03. August 2017 um 12:57

Das hab ich ja auch nie behauptet. ;o)

wandagreen kommentierte am 03. August 2017 um 17:16

@Saphierra: (Es kommt auf die Dicke des Buchs ab, ob man es in einem Tag auslesen kann neben den normalen Lebensäuüerungen). Und auf die Qualität *hüstel*.

wandagreen kommentierte am 03. August 2017 um 18:14

Korrigiere: Lebensäußerungen.

Saphierra kommentierte am 03. August 2017 um 19:11

Das ist richtig. Ich wollte damit nur sagen, dass es machbar ist ;) 

Lrvtcb kommentierte am 03. August 2017 um 15:26

So geht es mir eingentlich auch. Deshalb mag ich Communities wie wasliestdu oder lovelybooks so gerne. Da hat man auf einen Blick viele Meinungen. Teilweise reichen da ja auch schon die Überschriften der Rezensionen aus, um sich ein Bild von dem Buch zu machen.

In der Zeit, in der ich mir 20 Blogs gesucht und deren Rezensionen zu genau diesem Buch gelesen habe, habe ich das Buch dann schon selber gelesen.

kommentierte am 03. August 2017 um 10:37

Auch ich schliesse mich mit einem Ja an. Ich lese/besuche nie Blogs...um Rezensionen zu lesen schon gar nicht. Ich informiere mich über Bücher auf den entsprechenden Seiten in denen Rezensionen schön gebündelt untereinander stehen (Verkaufsseiten, Portalen wie hier) und habe keine Lust mich durch allerlei Privates /Fotos etc durch Blogs zu ackern um Rezensionen zu lesen. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum Verlage so wild auf Blogs sind....teilweise werden ja Rezensionesexemplare nur an Blogger vergeben.

Bücherteufelchen7000 kommentierte am 03. August 2017 um 10:40

Dass Rezensionsexemplare überweigend nur an Blogger vergeben werden habe ich auch schon erlebt...und verstehe es ebensowenig. Zumal die Qualität der Rezensionen oft eher ausbaufähig ist. Schade.

Steve Kaminski kommentierte am 03. August 2017 um 11:03

"Qualität ausbaufähig" - schön formuliert!

Bibliomarie kommentierte am 03. August 2017 um 12:14

Schön gesagt, kann Dir nur zustimmen.

wampy kommentierte am 04. August 2017 um 10:46

Das ist leider häufiger so, aber es gibt Ausnahmen!

Bücherteufelchen7000 kommentierte am 04. August 2017 um 11:27

Das ist auch richtig, es ist ja nie alles nur schwarz und weiß.
Ich kenne auch Leute, denen Verlage unaufgefordert Reziexemplare zusenden. Das sind dann wohl auch (Hobby-)Rezensenten, die auf einem guten bis höheren Niveau rezensieren.

Steffi_the_bookworm kommentierte am 03. August 2017 um 10:54

Ich verstehe es auch nicht warum Verlage so wild auf Blogger sind. Zum Teil habe ich eh das Gefühl, dass größtenteils die Blogger untereinander folgen und die "normalen" Leser den geringsten Anteil an Follower ausmachen.

Sursulapitschi kommentierte am 03. August 2017 um 10:53

Das stimmt, Blogger folgen vielen Blogs und unterstützen sich gegenseitig.So gesehen, ist der Werbeeffekt vielleicht doch gegeben. Nur auf den "normalen Leser" hat es wenig Einfluss.

Galladan kommentierte am 03. August 2017 um 10:56

Das wiederum hat System. Folgst du meinem Blog, folge ich deinem Blog. Ist ungefähr so sinnvoll wie die Rezi Herzen bei LB. 

Ich lese auch keine Blogs und nur Rezis von Büchern die ich bereits gelesen habe, nie lesen werde oder von Schreibern denen ich vertraue.

 

Lisbeth kommentierte am 07. August 2017 um 07:44

Wenn ich meine Statistik nicht kennen würde, würde ich Dir zustimmen. Ich hab auch gedacht, dass zum großen Teil nur Blogger ihren Kollegen folgen, und dann vielleicht noch die liebe Familie und Freunde, die sich für Bücher interessieren. Da ich aber ein recht "kleinen" Blog habe, und trotzdem in einem Monat tausende Zugriffe habe, glaube ich, dass da auch viele "stille" Leser zugreifen. Also Leute, die weder selber Bloggen noch in sozialen Netzwerken unterwegs sind, sondern sich einfach nur per Internet über bestimmte Bücher informieren möchte. Ich kann mir diese Zahlen anders nicht erklären. 

Saphierra kommentierte am 03. August 2017 um 12:30

Das mit den Rezensionsexemplaren verstehe ich auch nicht. Vor allem weil es so viel schwieriger ist, die breite Masse zu erreichen.

Bosni kommentierte am 03. August 2017 um 15:08

Ich glaube ja, dass sich die Verlage weniger für den Blog an sich, und mehr für die ganzen Social Media Seiten (Instagram, FB, Twitter...), die bei den meisten dranhängen, interessieren.

Denn gerade auf FB und co hat sowas ja schon eine größere Reichweite. Die einzelne Rezi auf dem Blog ist vermutlich gar nicht so wichtig

Steffi_the_bookworm kommentierte am 03. August 2017 um 15:37

Dann wären wir ja alle Blogger, aber ohne den eigenen Blog bekommt man in vielen Fällen kein Rezensionsexemplar vom Verlag.

sommerlese kommentierte am 04. August 2017 um 09:50

BOSNI! Du bringst es auf den Punkt!

Ich habe auch einen Buchblog, einen recht kleinen und bescheidenen und ich mache es just for fun und weil ich mich gerne mit meinen Lesern austausche. Gleichgesinnte mit ähnlichem Buchgeschmack greifen zu meinen Buchempfehlungen und ich zu ihren, so einfach ist das.

Alle Rezis, die ich bisher auf anderen Communities eingestellt habe, kommen nach und nach auf den Blog. Sozusagen: Der Vollständigkeit halber.

Für die Verlage ist nicht der Blog an sich wichtig, sondern die Streuung der Besprechungen auf den kompletten Social Media Seiten. Da sind besonders Instagram und Twitter sehr begeehrt. Wer als Blogger dort angemeldet ist, gilt als interessanter Blog.

Reziexemplare gibt es nicht nur für Blogs, sondern auch für diejenigen Leser, die sich auf Amazon auf die vorderen Plätze geschoben haben.

Oder Leserunden werden mit Freiexemplaren ausgestattet.

Was mich an Leserunden stört, ist die Fülle an Wiederholungen, fremden Ansichten, die ich nicht unbedingt teile oder wie ich es hier erlebt habe, wenigen Mitlesenden, die sich dort überhaupt eingebracht haben. 

Für die Verlage ist aber genau dieser Mix der verschiedenen Publikmachungen interessant. Daher wird auch alles weiterhin gefördert.

Übrigens, falls das der Grund für die ursprüngliche Frage war, wird ja nicht jeder Blogger automatisch mit Unmengen von Leseexemplaren versorgt. Auch dort gilt das Prinzip der Bewerbung und der Anfrage. Entsprechen die Rezis den Anforderungen der Verlage, so kommt man mit der Anfrage in einen allgemeinen Topf der Vorabbücher etc. Was früher dem Buchhändler zugeschickt wurde, bekommt heute der Blogger und die Communities für ihre Leserunden. 

Tine kommentierte am 04. August 2017 um 11:11

So ist es, sommerlese. Hast du gut zusammengefasst!

Bücherteufelchen7000 kommentierte am 03. August 2017 um 10:37

Meine Antwort lautet auch ja.

Ein Blog gibt die Meinung eines Einzelnen wieder und ob mir etwas gefällt, darüber muss ich mir schon meine eigene Meinung bilden.
Wenn mich ein Buch interessiert, lese ich vorher fast nie eine Rezi; ich möchte unbelastet an das Buch herangehen können.

Wer hat denn heutzutage noch die Zeit, stundenlang in diversen Blogs zu suchen/lesen?

Außerdem nervt mich, dass es in ganz vielen Bereichen des Lebens nur noch um Quantität statt Qualität geht - und Werbung  o h n e  Ende.

Einfach nur nervend.

 

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