Emswashed fragte am 04.02.2018 | Sonstiges

Was sind für euch richtige Kultbücher?

Welche Bücher sind Kult und sollten auf jeden Fall gelesen werden? Oder sind sie zum Kult geworden, weil sie jeder gelesen hat? Habt ihr euch schon mal zu einem Buch "überreden" lassen, weil es angeblich Kult ist?

Kommentare

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Arbutus kommentierte am 04. Februar 2018 um 19:16

Bruce Chatwin: Traumpfade.

Charlotte Brontë: Jane Eyre.

Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher

Naja, und natürlich Tolkien und Rowling.

Und meine ganz persönlichen Kultbücher: 

Rafik Schami: Der Fliegenmelker / Sten Nadolny: Die Entdeckung der Langsamkeit / Peter Bamm: An den Küsten des Lichts / Carmi: Das unsterbliche Klavier

 

 

Emswashed kommentierte am 04. Februar 2018 um 19:23

Kultbücher können ja durchaus auch umstritten sein. Sie müssen ja nicht unbedingt von jedem geliebt werden, aber jeder sollte "mitreden" können.

"Herr der Ringe" ist dafür ein gutes Beispiel. Jeder kennt es, wenige haben es wirklich gelesen.

schwadronius fragte am 04. Februar 2018 um 20:11

oder "mein kampf" in der hochzeitsausgabe?

Emswashed kommentierte am 04. Februar 2018 um 20:43

Wobei "Herr der Ringe"  eindeutig lesbarer ist und "Mein Kampf" nur in sehr speziellen Kreisen als Kultbuch durchgehen könnte.

Borgel62 kommentierte am 05. Februar 2018 um 17:47

" Mein Kampf - gegen rechts " wäre für mich schön wenn es ein Kultbuch würde.

ISBN Nr. 978-3-95890-027-1 im Europa Verlag

Galladan kommentierte am 04. Februar 2018 um 20:30

Ich habe es gelesen. Die Verfilmung ist eindeutig besser. :-D

Sarahklein kommentierte am 04. Februar 2018 um 20:41

Ging mir auch so. Die ersten gefühlten 100 Seiten über Hobbits, ihre Geschichte und welche Familien es gibt waren für mich eine Qual....

Später wurden die Bücher aber dann besser :D

Galladan kommentierte am 04. Februar 2018 um 20:56

Ich fand Tom Bombadil sowas von überflüssig. Gut, damals gab es nicht so viele Fantasy Geschichten und diese grässlich grünen Bücher sind das gewesen was ich mir in dem Monat leisten konnte. So einen „Schund“ würde man ja in 1000 Jahren nicht in der Bücherei anbieten. Wenn da mal neben einem Jules Verne eine Anne Rice auftauchte ist das fast schon eine Revolution gewesen. ;-D

Sarahklein kommentierte am 04. Februar 2018 um 21:08

Ach :) Ich habe auch so ein paar Bücher, bei denen ich mich heute frage: "DAS fandest du gut???" Zum Beispiel die "Biss-" Reihe :D Naja man wird erwachsen und der Geschmack ändert sich;)

Arbutus kommentierte am 04. Februar 2018 um 22:35

Nanana, Galli, immer anständig bleiben. Das Sch-Wort hätte jetzt nicht sein müssen. Jedenfalls nicht bei Tolkien. Schon bei Tom Bombadil muss ich vehement widersprechen. Gut, nicht jeder mag mit seiner Dichtkunst was anfangen. Aber Du hast schon recht. Erst benutzt man Tolkien, um "Fantasy" zu definieren, und dann wirft man ihm vor, dass er nicht genau in diese Schablone passt. Das ist doch echt beschränkt. Ich habe die Bücher geliebt, auch und gerade die Episode mit Tom Bombadil. Die Filme habe ich zwar gerne gesehen, aber wenn sie nicht so wunderbar passende Schauspieler besetzt hätten, wäre es nichts als ein billiger Abklatsch gewesen. 

Galladan kommentierte am 05. Februar 2018 um 08:04

Du hast mich mal wieder missverstanden. Krimis, SF und Fantasy wurde in der Welt der Bücher damals generell als Schund abgetan und wir Fans konnten schaun wo wir unsere Süchtlinge her bekamen. Auf Tolkien bin ich in einem kleinen s/w Heftchen des 2001 Versandhandels aufmerksam geworden. Als dann die Bücher angekommen sind und grellgrün gewesen sind, fand ich das weniger witzig. Damals sind Bücher nicht so kräftig in den Farben gewesen wenn sie nicht von Reclam kamen. 

Steve Kaminski kommentierte am 04. Februar 2018 um 23:31

@Galladan: Dann gab's doch noch irgendwelche Lieder, die Tom Bombadil von sich gab, seitenweise...  Der Höhepunkt der Langeweile.

Arbutus kommentierte am 05. Februar 2018 um 13:15

Wie gesagt, Tom Bombadils Dichtkunst ist nicht jedermanns Sache. Allerdings glaube ich, dass diese im Original besser ist...

Arbutus kommentierte am 04. Februar 2018 um 22:26

@Emswashed Genau deshalb sprach ich von "meinen ganz persönlichen Kultbüchern". Dass die kein anderer kennt, war mir schon klar : )

Lerchie kommentierte am 05. Februar 2018 um 16:51

Dafür habe ich es shcon 

 

8 X

gelesen.

Also ich glaube schon, dass Der Herr der Ringe viel gelesen worden ist. Natürlichnicht von jedem, denn nicht jeder liest - fast - jedes Genre, wie z.B. ich.

misery3103 kommentierte am 04. Februar 2018 um 19:29

Die Harry Potter und der Stein der Weisen habe ich damals nur gekauft, weil es mir immer und überall begegnet ist und ich nichts damit anfangen konnte. Dann hab ich den ersten Teil gelesen und war angefixt! :-)

Stephen King war Ende der 80er Jahre Kult und jeder, den ich kannte, hat seine Bücher gelesen. Ich auch ... und liebe sie immer noch!

Heute werden ja viele Bücher zum Kult hochgejubelt, bevor sie erschienen sind ... und halten meistens das Versprechen nicht. :-)

Emswashed kommentierte am 04. Februar 2018 um 19:32

Ja, King hat uns alle damals mit "Es" angefixt, oder?

Sarahklein kommentierte am 04. Februar 2018 um 20:43

Ist aktuell glaube ich auch wieder "in" durch die Neuverfilmung. Habe plötzlich ganz viele Leute mit Stephen King vor der Nase gesehen

misery3103 kommentierte am 04. Februar 2018 um 21:21

Mein erstes Buch war "Sie", aber ich war von seinem Schreibstil sofort begeistert. "Es" war erst mein zweites Buch ... und dann wars endgültig um mich geschehen! :-)

schwadronius folgerte am 04. Februar 2018 um 21:26

ach, deswegen "misery" ...

misery3103 informierte am 05. Februar 2018 um 09:14

Ja, ich mochte den Klang des Wortes direkt ... noch bevor mir klar war, was es bedeutet.

Seither nutze ich es immer als Nickname ...

Arbutus kommentierte am 05. Februar 2018 um 14:18

Also bei Stephen King kann ich definitiv nicht mitreden. Also: Kein Kult... : )

lesesafari kommentierte am 05. Februar 2018 um 22:35

da reih ich mich drunter :). obwohl ich bestimmt mal "es" sah.

wandagreen kommentierte am 04. Februar 2018 um 19:38

Meinst du damit, die 100 Bücher, die jeder gelesen haben muss, auch die Uraltschinken?

Auf alle Fälle Tom und Huckleberry.

Die rote Zora gehört für mich dazu!

Aber heutzutage? Muss ich direkt nachdenken ....

Emswashed kommentierte am 04. Februar 2018 um 20:02

Nein, ich meine nicht unbedingt die diversen Leselisten, oder gar einen Lesekanon. Ich meine eher die Bücher, die durch Mundpropaganda an Popularität gewinnen.

wandagreen kommentierte am 04. Februar 2018 um 19:46

Tyll von Kehlmann hat das Potential dazu.

lesesafari kommentierte am 04. Februar 2018 um 19:52

die leiden des jungen werthers natürlich. das buch hat schließlich einen kult ausgelöst.

Emswashed kommentierte am 04. Februar 2018 um 20:03

Das ist auch ein gutes Beispiel! Es wurden schließlich sogar Bücher über dieses Buch geschrieben.

lesesafari kommentierte am 04. Februar 2018 um 21:52

also wenn wir jetzt von büchern über bücher anfangen sind wir in 100 jahren nicht fertig.

gaby2707 kommentierte am 04. Februar 2018 um 20:03

Für mich zählen Der Zauberberg von Thomas Mann und Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald zu meinen Kultbücher. Aber ich denke, darunter versteht jeder etwas anderes.

Steve Kaminski kommentierte am 04. Februar 2018 um 23:39

@gaby2707: Wenn ich an Kultbücher "für mich" denke, wäre vielleicht auch was von Thomas Mann dabei.

wandagreen kommentierte am 05. Februar 2018 um 09:22

Buddenbrooks vielleicht. Den Zauberberg (mein Highlight von ihm) haben sicherlich nicht allzuviele Menschen gelesen.

Galladan kommentierte am 05. Februar 2018 um 09:31

Doch. Den gab es mal als Sonderausgabe beim Bertelsmann Club in den 80er Jahren. Ich mochte trotzdem die Buddenbrooks lieber. 

wandagreen kommentierte am 05. Februar 2018 um 18:30

Sie sind gefälliger. Es haben sicher einige Leser den Zauberberg gelesen, aber eben nicht besonders viele. Ich fand ihn absolut nervend, aber auch faszinierend. Man hätte diesen Hans die ganze Zeit in den Allerwertesten treten können.

schwadronius fragte am 05. Februar 2018 um 19:47

wolttest du nicht mit ihm eingekuschelt auf einer liege die herrliche bergluft einatmen und dabei das alpenglühen beobachten?

lesesafari kommentierte am 05. Februar 2018 um 22:36

Bei dem haben sich schon so einige Wadenmuskeln besorgt.

FantaSie fantasierte am 05. Februar 2018 um 08:56

Ja, an Gatsby musste ich auch direkt denken.... wobei ich das Buch stinklangweilig fand :D

Steve Kaminski kommentierte am 04. Februar 2018 um 20:08

Der Werther ist ein gutes Beispiel, finde ich. Thomas Manns Bücher würde man wohl nicht als Kultbuch bezeichnen... Vielleicht Tschick von Herrndorf; Ansichten eines Clowns von Böll; evtl. Der Untertan von Heinrich Mann; muss Kult nicht auch irgendwie den Nerv der Zeit treffen, also einen Realitätsbezug haben? Dann würden Tolkien und Harry Potter eher nicht dazugehören.

lesesafari kommentierte am 04. Februar 2018 um 21:53

heute vllt nicht mehr, vor 60-70 jahren vllt aber noch.

sphere kommentierte am 05. Februar 2018 um 00:38

“Den Nerv der Zeit“: dazu fällt mir Hermann Hesse's Demian ein, eines meiner Kult Bücher

lesesafari kommentierte am 05. Februar 2018 um 13:50

von hesse ist doch dieses eine buch kult. leider fällt mir aber überhaupt nicht der name ein :D doch: steppenwolf!

wandagreen kommentierte am 05. Februar 2018 um 15:13

Ich mag von Hesse eigentlich alles bis auf dieses eine: Steppenwolf. Habe ich einfach nicht verstanden, da passiert nix und es ist voll depri.

lesesafari kommentierte am 05. Februar 2018 um 22:37

bis jetzt habe ich nie was von ihm gelesen. aber junge herren von 20-40 lieben dieses buch... ist das nicht ne sinnlose nicht-zielführende selbstsuche?

Steve Kaminski kommentierte am 04. Februar 2018 um 20:10

Frisch, Homo faber vielleicht.

schwadronius ergänzte am 04. Februar 2018 um 20:16

oder "wir kinder vom bahnhof zoo", "deutschstunde" und "die  verlorene ehre der katharina blum"?

lesesafari kommentierte am 04. Februar 2018 um 21:53

zoo auf jeden fall. ndw-dark wave-postpunk... david bowie.

Steve Kaminski kommentierte am 04. Februar 2018 um 23:43

Und die Blechtrommel. Und Der kleine Prinz.

wandagreen kommentierte am 05. Februar 2018 um 08:49

Die Blechtrommel nicht. Als Roman eine Katastrophe, als Film auch, wenngleich es ein Jota besser war. Furchtbar. Dieser Grass. Warum liest das jemand?!

Emswashed kommentierte am 05. Februar 2018 um 10:16

Oh, Wanda, Wnada, Wanda! Ich lese Grass, habe auch die Blechtrommel gelesen. Er ist schon Kult, die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn, aber alle kennen ihn. (Ich merke, dass das auch auf Trump zutrifft, aber der hat ja Gott sei Dank noch kein Buch geschrieben.)

wandagreen kommentierte am 05. Februar 2018 um 10:29

HAHA - Das große Trumpbuch, das kommt noch! Da bin ich ziemlich sicher.

Aber bei Grass - bist du die Ausnahme. Man kennt ihn, weil man über ihn spricht. Das ist alles.

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