Scylla fragte am 27.09.2017 | Ich suche

Sklaverei während des amerikanischen Bürgerkrieges (Buchempfehlungen)

Hallo liebe Wld'ler,

wieder bin ich auf der Suche nach etwas unkonventionelleren Büchern, wenn man es so nennen will.;) Wie der Titel bereits erkennen lässt, suche ich Bücher (vorzugsweise Romane), die während des amerikanischen Bürgerkrieges spielen, sich thematisch jedoch mehr mit der Sklaverei auseinandersetzen (Haupt- oder Nebenhandlung). Also z. B. "Onkel Toms Hütte" von Harriet Beecher Stowe, welches ich jedoch bereits kenne, oder auch ein wenig off-topic John Jakes Trilogie "North and South" oder Margaret Mitchells "Vom Winde verweht".

Kennt ihr vielleicht weitere Titel, die zu diesem Thema passen würden und man eurer Meinung nach gelesen haben sollte?

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße
Scylla

Kommentare

lesesafari kommentierte am 27. September 2017 um 19:15

Ich denke da an Gabriel Garcia Marquez, aber von dem las ich nie etwas, ich sah nur mal eine längere Doku. Wenn geht es eher um die Kriege im südlicherem Amerika. 

Diamondgirl kommentierte am 27. September 2017 um 19:16

Ganz generell würde Underground Railroad zum Thema passen von Colson Whitehead. Ein tolles Buch! Spielt allerdings vor dem amerikanischen Bürgerkrieg aber beschreibt die Situation der Sklaven ausgesprochen gut. 

Scylla kommentierte am 27. September 2017 um 20:52

Ja, nach genau so etwas habe ich gesucht. Da werde ich auf jeden Fall mal reinlesen. Vielen, lieben Dank.:)

Traumfängerin meinte am 27. September 2017 um 23:38

Das hätte ich jetzt auch empfohlen, da warst du aber schneller ^^ Ich finde aber, dass das Buch nichts für zartbesaitete Leser ist. Es wird nämlich schon ganz genau beschrieben, wie fürchterlich mit den Sklaven umgegangen wurde. Zudem ist die Dampflok in dem Roman fiktiv dazuerzählt worden. Ansonsten ist alles sehr realistisch.

Diamondgirl kommentierte am 28. September 2017 um 13:15

Ich bin zwar nicht extrem zartbesaitet, aber ich konnte es problemlos lesen. Obwohl natürlich Grausamkeiten vorkommen, denn wer kann sich die Geschichte der Sklaverei ohne Grausamkeiten vorstellen? Aber "ganz genau beschrieben" ist das wirklich nicht. Ganz im Gegenteil ist alles sehr sachlich und so knapp wie möglich geschildert. 

Scylla kommentierte am 28. September 2017 um 15:25

Keine Sorge, das schreckt mich nicht ab.;) Ich habe schon öfter solch ungeschönte Romane gelesen und genau darauf kommt es mir bei solchen Themen auch an: Realistisch, statt romantisiert. Wie will man aus Vergangenem lernen, wenn die entscheidenen Passagen stark beschönigt oder gar ausgelassen wurden?

Büchi kommentierte am 27. September 2017 um 19:53

Schau mal nach Titeln von Ambrose Bierce (z.B. "Geschichten aus dem Bürgerkrieg" ),  der als Soldat im Bürgerkrieg war.

Auch "Menschenkind" von Toni Morrison ist sehr empfehlenswert.

katzenminze kommentierte am 27. September 2017 um 20:07

Hmm, es spielt zwar ein gutes Stück später, nämlich in den 60er Jahren, aber wenn dich das Thema und seine Folgen generell interessiert, würde ich dir trotzdem "Gute Geister" von Sockett empfehlen. Es ist relativ leichte Unterhaltung aber ich fand es total interessant zu erfahren, wie lange sich die Folgen der Skalverei und Rassentrennung auch nach ihrer Abschaffung gerade in den Südstaaten hingezogen haben.

Sassenach123 kommentierte am 28. September 2017 um 11:29

Das Buch ist wirklich klasse, habe es sehr gern gelesen.

LySch kommentierte am 27. September 2017 um 20:10

"Die Erfindung der Flügel" von Sue Monk Kidd. Hab ich selber noch nicht gelesen, liegt aber auf dem SuB ;)

Spielt knapp vor dem Bürgerkrieg, in der Zeit, als sich die Sklaverei-Frage zuspitzte (1803-1838). Der Roman handelt von den Grimké-Schwestern, die es so tatsächlich gab und die zu den ersten offiziellen Rednerinnen der Anti-Sklaverei-Bewegung zählten...

 

Scylla kommentierte am 27. September 2017 um 21:06

"Hab ich selber noch nicht gelesen, liegt aber auf dem SuB ;)"

...und jetzt auch bei mir.^^ Danke dir für den Tipp. Werde mir das Buch auf jeden Fall mal ansehen.:)

E-möbe kommentierte am 27. September 2017 um 22:23

Wobei ich ja den Begriff "knapp vor etwas" irgendwie anders interpretieren würde. Wann fing der Krieg an? 1865? :D

wandagreen kommentierte am 28. September 2017 um 07:51

Historisch betrachtet, ist das mehr als knapp davor!

M.C. kommentierte am 28. September 2017 um 12:42

Ja das ist ein tolles Buch

engi kommentierte am 30. September 2017 um 09:05

Oh, das ist ein ganz wunderbares Buch ... ich habe es geliebt!

Galladan kommentierte am 27. September 2017 um 21:54

Ich habe "Underground Railroad" gelesen und habe mir den Bericht von Harriet Ann Jacobs „Incidents in the Life of a Slave Girl“ runter geladen. Habe ich aber noch nicht gelesen. Dann gibt es natürlich "Roots" und "12 Years a slave" den man auch kostenlos runterladen kann. 

Underground Railroad ist ein sehr gutes Buch, aber die geschichtlichen Dinge darin beruhen zum Teil rein auf der Fantasie des Autors. Ich habe es in einer sehr gut moderierten LR gelesen wo darauf hingewiesen wurde. 

Vampirella.67 kommentierte am 28. September 2017 um 10:56

"Roots" fiel mir auch gerade spontan ein. Mir haben Buch und Verfilmung gleichermaßen gut gefallen.

M.C. kommentierte am 28. September 2017 um 12:41

Meine Empfehlung : HEIMKEHREN  lese ich gerade, sehr gut !!!

StefanieFreigericht kommentierte am 29. September 2017 um 13:32

Heimkehren fand ich wirklich grandios gut, es fängt allerdings viel früher an und hört auch später auf - bis in die Neuzeit und Beginn ca. 1760, in Ghana, damit, wie es mit der Sklaverei begann anhand der Abkömmlinge zweier Schwestern, die einander allerdings nie begegnen. Die eine Familienlinie lebt in Ghana vom Handeln mit Sklaven (die verschiedenen Völker haben Angehörige anderer Völker versklavt und an die Weißen verkauft), die andere kommt in die USA, zuerst als Sklaven, später befreit, aber immer noch nicht frei.

Das wäre somit so etwas wie der größere Rahmen um das Ganze, ein Buch, das mich wirklich sehr beeindruckt hat.

Der Bürgerkrieg ist aber eher eine Randnote.

engi kommentierte am 30. September 2017 um 09:07

Das habe ich gehört und war absolut begeistert ... aber wie schon geschrieben, der Bürgerkrieg ist eher eine Randnote ...

Cassandra kommentierte am 28. September 2017 um 15:21

Ich würde dir " Die Küste der Freiheit" von Maria W.Pezer. Es ist zwar ein Roman und handelt von deutschen Auswanderern, die in die Wirren des Amerikanischen Bürgerkrieges und auf eine Sklavenplantage als z.B Schuldmagd geraten. Es ist wirklich spannend und fundiert recherchiert. Die Zustände auf der Plantage erinnern an "Roots".

tigerbea kommentierte am 28. September 2017 um 15:51

Oh ja! Das Buch kann ich auch wärmstens empfehlen!

engi kommentierte am 30. September 2017 um 09:06

Oh ja, ich auch ... Maria W. Peter ;)

Birte kommentierte am 28. September 2017 um 15:33

12 Years a Slave (von Solomon Northup) wurde ja schon genannt (beruht wohl auf autobiografischen Notizen), spontan fiel mir noch "Die Farbe Lila" (von Alice Walker) ein, das spielt aber deutlich später.

Zur Zeit der Sezesionskriege spielt die Reihe von Michelle Isenhoff: A Candle Star (beschäftigt sich mit der Underground Railroad), wird (lose) in "The Blood of Pioneers" fortgesetzt und endet (wieder mit losem Zusammenhang) in "Beneath the Slashings". Hatte ich als "Divided Decade Collection" als ebook bekommen.

Scylla kommentierte am 28. September 2017 um 17:03

Wow, da sind ja in kurzer Zeit schon einige Titel zusammen gekommen. Werde mir nun eure Tipps mal etwas genauer ansehen und reinlesen, nehme aber auch gerne weiterhin eure Empfehlungen entgegen (offenbar gibt es ja zahlreiche lesenswerte Titel zu diesem Thema). Vielen Dank dafür.:)

lautitia kommentierte am 28. September 2017 um 21:27

Wie wärs mit etwas klassisches wie "Die Abenteuer von Huckleberry Finn" von Twain? Fand ich super und habe darüber sogar eine Facharbeit geschrieben, in der es um Sklaverei ging.

Scylla kommentierte am 29. September 2017 um 14:20

Ja, das würde thematisch super passen, aber "leider" hatte ich in meiner Jugendzeit bereits das Vergnügen.;) Dennoch Danke für den Tipp. Es ist wirklich ein tolles Buch!

Nora Lee kommentierte am 29. September 2017 um 11:32

Mir fällt da noch Alex Haley's "Queen" ein. "Roots" wurde ja schon genannt. :)

Das Buch ist wirklich gut. Es hat autobiografische Züge, ist aber in Roman Form gehalten.

Brocéliande kommentierte am 01. Oktober 2017 um 00:12

Das Flüstern der Magnolien - von Linda Goodnight

 

kann ich Dir hier sehr gerne empfehlen: Es gibt einen wirklich guten Einblick in die Sezessionskriege (1861 - 1865) und ist in Romanform gefasst - verlegt bei HarperCollins Germany, 2016

Scylla kommentierte am 04. Oktober 2017 um 18:38

Der Klappentext und deine Rezi klingen ja schon einmal vielversprechend. Danke für den Tipp.:)

M.C. kommentierte am 04. Oktober 2017 um 10:45

Guten Morgen,

 

ein Buch muss doch eigentlich jeder/jede gelesen haben:

VOM WINDE VERWEHT !!!!!