Buch

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

von Joachim Meyerhoff

Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, der gerade zwanzig gewordene Erzähler bereitet sich auf den Antritt des Zivildienstes vor, als das Unerwartete geschieht: Er wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht in die großbürgerliche Villa seiner Großeltern in Nymphenburg.Seine Großmutter ist eine schillernde Diva und selbst ehemalige Schauspielerin, sein Großvater emeritierter Professor der Philosophie, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Unter ihrem Einfluss wird der Erzähler zum Wanderer zwischen den Welten.
Tagsüber an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, ertränkt er abends seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken. Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die ihnvöllig überfordernden Ereignisse. Zugleich entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei fast immer grandios versagt.

Rezensionen zu diesem Buch

Moooaaahhh, ein wunderbares Buch!

Joachim Meyerhoff hat ja im Vorgängerband schon von seiner Familie erzählt, seiner Kindheit auf dem Gelände einer Psychiatrischen Anstalt in Schleswig, vom Unfalltod seines Bruders und nun geht die Geschichte weiter.

Nach dem Abitur will Joachim zuerst als Zivi in einem Kinderkrankenhaus anfangen, doch dann bewirbt er sich eher zum Spaß an der renommierten Otto-Falckenberg-Schauspielschule - und wird zu seiner Überraschung angenommen! Er zieht also nach München erst einmal  zu seinen...

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Ach, diese Lücke...

Joachim Meyerhoff erzählt die Geschichte seiner Studienzeit in München. Er wird an der renommierten Münchner Filmhochschule angenommen und wohnt bei seinen Großeltern, in deren Villa in Nymphenburg.

Die Schilderung seiner exzentrischen Großeltern, die immer wieder eine zentrale Rolle spielen, sorgen für viele amüsante Momente. Die Großmutter, war früher eine bekannte Schauspielerin, der Großvater ein pensionierter Philosophieprofessor. Der Tagesablauf der Senioren, bestimmt durch das...

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"Mooaah!"

Über den schon in beiden Vorgängerbänden thematisierten Unfalltod des älteren Bruders: „Wie eine Guillotine war er in meine heile Welt gefallen, hatte das Davor und Danach in zwei Teile zerhackt, zwei Teile, die nicht mehr im Entferntesten zusammenpassen wollten“ (S. 37)

Joachim wollte eigentlich in München seinen Zivildienst in einem Krankenhaus ableisten, dort hätte er Verpflegung und Unterkunft gehabt. Aber gleichzeitig bewarb er sich auch an der Schauspielschule, dem bekannten...

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Meyerhoff ist ein genauer Beobachter und erzählt mit Empathie von den Menschen

Ein mir bis dahin unbekannter Schauspieler schreibt den dritten Band seiner Autobiografie und nennt ihn Roman – warum mag ich dieses Buch so?

Viele werden es kennen, dass sie ein Buch lesen, das offensichtlich hochwertige Literatur ist – aber man kommt nicht rein und muss kämpfen, um weiterzulesen. Bei anderen Büchern ist man nach wenigen Seiten oder sofort »drin« und ahnt oder weiß schon, dass man dieses Buch lesen will und sich freut, wenn man, etwa nach einem Arbeitstag, wieder...

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Auch Teil 3 ist äußerst lesenswert

Herrmann und Inge heißen die Großeltern von Meyerhoff. Und bei ihnen landet der Autor im dritten Teil seiner Lebensgeschichte, weil er wider Erwarten an der Schauspielschule einen der begehrten Plätze bekommen hat.

Während in seinem neuen Zuhause zwei alte Herrschaften ein luxuriöses, teils exzentrisches Lotterleben führen, bietet die Schule einen Hort der Seltsamkeiten, der ihn jeden Tag vor die absonderlichsten Aufgaben stellt.

Joachim Meyerhoff schafft es, dass man ihn...

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Alle Toten fliegen hoch III

Ein drittes Mal lässt der Schauspieler Joachim Meyerhoff seine Toten hoch fliegen und erzählt aus seinen Jugendjahren. 
Nach seinem Schüleraustausch-Jahr in Amerika und seiner Kindheit in der Psychiatrie - als Sohn des leitenden Arztes -, ist nun die Zeit auf der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München an der Reihe. 

Eigentlich war ein Zivildienstjahr in München geplant, weit weg von der Heimat Schleswig, das vielversprechende Zimmer im Schwesternwohnheim bereits zugesagt,...

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Eine bühnenreife Tragikomödie - Dramödie oder was auch immer: Jedenfalls sehr gelungen!!!

"Mit zwanzig wurde ich zu meiner großen Überraschung in München auf einer Schauspielschule angenommen und zog, da ich kein Zimmer fand, bei meinen Großeltern ein. Diese beiden Welten hätten nicht unterschiedlicher sein können. Davon will ich erzählen: von meinen über alles geliebten Großeltern, gemeinsam gefangen in ihrem wunderschönen Haus, und davon, wie es ist, wenn einem gesagt wird: 'Du musst lernen, mit den Brustwarzen zu lächeln.'

Joachim Meyerhoff verbindet auf grandiose Weise...

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Meyerhoff ist ein grandioser Erzähler!

In „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ erzählt Joachim Meyerhoff von seiner Zeit auf der Schauspielschule in München und seinem Leben bei seinen Großeltern.

Der Ich-Erzähler lässt sich oft von Leben treiben, so scheint es fast ein Zufall zu sein, dass er auf der Schauspielschule gelandet ist und er ist auch nicht sehr erfolgreich dort. Zu gern gibt es sich den abendlichen Alkoholexzessen mit den Großeltern hin und aus der „vorübergehenden Bleibe“ ist ein dauerhafter Wohnsitz...

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Erinnerungen an das Leben mit den Großeltern

​Joachim Meyerhoff schreibt in seinem Buch "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" über sein Leben in München. 3 1/2 Jahre lebte er in München bei seinen Großeltern. Seine Großmutter, eine bekannte Schauspielerin, und er, der junge Schauspielschüler, der sich immer noch wundert, warum er angenommen wurde. Er beschreibt den Alltag seiner Großeltern, die immer wiederkehrende Routine und das Leben eines 20-Jährigen mit Großeltern.

​Cover: Anders als die beiden anderen Bücher und...

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Interessantes humorvoll geschriebenes Buch

Sowohl der Titel als auch das Cover haben mich neugierig auf das Buch gemacht. Der Schreibstil ist sehr ausführlich und angenehm zu lesen.

In dem Buch wird das Leben des jungen Meyerhöffer, wie er die verschiedenen Phasen seiner Kindheit durchläuft. Schließlich wird er an der Schauspielschule aufgenommen und verbringt diese Zeit im Hause seiner Großeltern.  Diese werden sehr präzise mit all ihren Eigenheiten, teilweise auch sehr humorvoll beschrieben. Die Ausbildungszeit war für...

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Gelungene Mischung aus Witz und Ernst

Ein Glück: Den dritten Teil von Meyerhoffs „Alle Toten fliegen hoch“-Serie kann man getrost lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. Weniger gut allerdings für den Bücherstapel zu Hause. Denn zumindest mir hat dieser Teil große Lust auf die beiden Vorgänger gemacht!

Meyerhoff schreibt über seine speziellen Großeltern und über seine Ausbildung an der Schauspielschule. Und besonders über seine Großeltern schreibt er wirklich toll. Die Anekdoten sind witzig, ohne platt oder klischeehaft zu...

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Komisch und tiefgründig, klasse!

Inhalt / Klappentext:

Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, der gerade zwanzig gewordene Erzähler bereitet sich auf den Antritt des Zivildienstes vor, als das Unerwartete geschieht: Er wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht in die großbürgerliche Villa seiner Großeltern in Nymphenburg.Seine Großmutter ist eine schillernde Diva und selbst ehemalige Schauspielerin, sein Großvater emeritierter...

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Weitere Infos

Art:
Hardcover
Genre:
Romane und Erzählungen
Sprache:
deutsch
Umfang:
352 Seiten
ISBN:
9783462048285
Erschienen:
2015
Verlag:
Kiepenheuer & Witsch GmbH
9.13333
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 4.6 (15 Bewertungen)

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