Leserunde

Leserunde zu "17 Erkenntnisse über Leander Blum" (Irmgard Kramer)

17 Erkenntnisse über Leander Blum - Irmgard Kramer

17 Erkenntnisse über Leander Blum
von Irmgard Kramer

Bewerbungsphase: 29.01. - 15.02.

Beginn der Leserunde: 22.02. (Ende: 15.03.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir  – mit freundlicher Unterstützung des Loewe Verlags – 20 Freiexemplare von "17 Erkenntnisse über Leander Blum" (Irmgard Kramer) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Sie sind talentierte Streetartkünstler und beste Freunde seit frühester Kindheit. Ihre Pieces findet man überall in der Stadt an Mauern, U-Bahn-Waggons und verlassenen Fabrikgebäuden, aber niemand weiß, wer sich hinter dem geheimnisvollen Tag BLUX verbirgt. 
Jonas und Leander. Leander und Jonas. Nichts kann sie trennen. 
Bis sich Leander in Rapunzel verliebt, das süße Mädchen mit den goldenen Haaren, die bis zum Po reichen. Und Jonas über das Märchen vom chinesischen Pinsel stolpert und sich in eine Katastrophe malt. 

17 Erkenntnisse über Leander Blum ist ein großartiger Jugendroman über Freundschaft und Kunst, über tiefste Verzweiflung und äußerste Hingabe und eine Liebe, die alles rettet.

ÜBER DIE AUTORIN:

Irmgard Kramer wurde 1969 in Vorarlberg geboren und wuchs in einem alten Häuschen auf, das sich lebendig anfühlte. Nach 19 Jahren hängte sie die Arbeit als Grundschullehrerin an den Nagel und arbeitet heute als freie Autorin. Sie schreibt Geschichten für kleine und große Leser sowie Texte für Magazine.

15.03.2018

Thema: Deine Meinung zum Buch

Wie ist Dein Gesamteindruck? Wie hat Dir das Buch gefallen? Welche Textstellen haben Dich ganz besonders berührt und/oder beschäftigt?

Thema: Deine Meinung zum Buch
Kristina Lukas kommentierte am 25. Februar 2018 um 02:19

Wow. Es ist 2:08 Uhr und ich sollte schlafen, aber dieses Buch hat mich begeistert und ich wollte es einfach nicht weglegen. Nachdem ich am Ende des zweiten Teils etwas verwirrt war und mich gefragt habe, in welche Rkchtung sich der Roman entwickeln würde, muss ich sagen, dass er mich vollauf begeistert hat. Die Leidenschaft, die Leander in seine Kunst legt, ist in so unglaublicher Weise von Kramer beschrieben worden, dass ich seine Bilder förmlich vor mir sehen konnte - den dunklen Tunnel, der Obdachlose und der Hund. Insgesamt, waren die Orte, die Kramer beschrieben hat, alle so real in meinem Kopf, dass ich das Gefühl hatte, die Geschichte selber zu erleben.

Es gab auch Dinge, die mich gestört haben. Manche Aspekte waren schön überlegt, gingen jedoch unter. Mir gefiel nicht, wie ein Junge, der anscheinend oder offensichtlich, so unglaublich von Schmerz geplagt ist, darüber nachdenken, ob Lila noch mit ihrem Freund zusammen ist, wenn er doch auch denken muss, dass sie an Jonas Tod eine Mitschuld trägt. Wäre es nicht ihr Geburtstag gewesen, wären die Jungs nicht dort gewesen. Für Lila soll dies der erste Gedanke gewesen sein, aber Leanders „Liebe“ soll so groß gewesen sein, dass er trotzdem wissen wollte, wie es um ihre Beziehung stand? Ich weiß nicht so recht. 

Außerdem: „Liebe“? Ich

 

Thema: Deine Meinung zum Buch
Kristina Lukas kommentierte am 25. Februar 2018 um 02:38

(2) 

Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie die Liebe der beiden so groß gewesen sein soll, obwohl sie sich kaum kannten. Vielleicht bin ich einfach noch zu jung, oder einfach zu verbittert, oder ich habe einfach noch keine wahre Liebe gespürt, aber einige der Gesten kommen mir einfach etwas extrem vor. Ich glaube es war Leanders Liebesbekundung auf dem Prater, die mich am meisten störte. Aber ergibt es vor dem Hintergrund seines bevorstehenden Suizids wieder mehr Sinn? Vielleicht. Trotzdem. Könnte ein junger Mann seiner großen Liebe, seine Liebe gestehen, um sie dann einfach alleine zu lassen. Ohne Erklärung? Also sich einfach umbrungen. Und diesermysteriöse Abschiedsbrief, er wird nicht weiter beachtet. Lila scheint sich nicht dafür zu interessieren, dabei hätte er doch ein wichtiger Hinweis darauf sein können, wo sich Leander befindet. 

Das ganze klingt nun viel zu negativ. Ich habe das Buch geliebt, wirklich. Es hat mir die Freude des Lesens wiedergegeben, die ich in den letzten Wochen vermisst hatte. Es war eine so pulsierende Geschichte, in die man direkt eingetaucht ist und nicht wieder auftauchen wollte. Jonas und Leanders Freundschaft ist das perfekteste, dass ich je gelesen habe. Und obwohl es fast schon zu perfekt erzählt wurde, habe ich jedes Wort davon geglaubt. Ich habe mir nicht gedacht „das ist doch komplett übertrieben“ oder „ja, ne ist klar“. Ich habe mich gefragt, wie es wäre selbst so eine Freundschaft zu haben und habe die beiden darum beneidet. 

Auch die Familie  der beiden Hauptcharaktere haben mich fasziniert. Die gegensätzlichen Verhältnisse waren vielleicht etwas Klischee behaftet, jedoch hat ,ich fasziniert, wie bei beiden Familie die Liebe im Vordergrund stand. Und ebenso bei Jonas Familie. Die Autorin hat es geschafft zu zeigen, dass das wichtigste, das eine Familie zusammenhält die Liebe ist und dass, selbst wenn eine Familie nicht hält oder das typische Konstrukt einer Familie nicht (mehr) existiert, die Liebe trotzdem die Dinge zusammenhält. Mir hat die Figur von Jonasˋ Vater sehr gut gefallen, wie er alles für seinen Sohn getan hätte, aber gleichzeitig seiner Liebe des Schraubens und Basteln nie widerstehen konnte. An Lilas Familie hat mich selbstverständlich das Konzept überrascht, und verwundert.

Es gibt noch viele weitere Dinge, die mich begeistert habe, aber ich bin müde.