Leserunde

Leserunde zu "Das Auge von Licentia" (Deana Zinßmeister)

Das Auge von Licentia - Deana Zinßmeister

Das Auge von Licentia
von Deana Zinßmeister

Bewerbungsphase: 04.12. - 18.12.

Beginn der Leserunde: 01.01. (Ende: 21.01.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Arena Verlags – 20 Freiexemplare von "Das Auge von Licentia" (Deana Zinßmeister) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Jonata lebt mit ihrer Familie in der Mittelaltersiedlung Licentia. Smartphones, den Supermarkt um die Ecke, all das kennt sie nicht, ahnt noch nicht mal von deren Existenz. Und schon gar nicht weiß sie, dass „Licentia“ in Wahrheit eine Fernsehshow ist, und die ganze Welt ihr und den anderen Bewohnern Licentias zusieht – jeden Tag, schon seit Jahren. Erst, als sie auf Tristan trifft, einen Jungen aus dem verfeindeten Clan der Wolfsbanner, kommen die Lügen und Geheimnisse ihres Dorfs langsam ans Tageslicht, und Jonata wird für manche Dorfbewohner zu einer Bedrohung …

ÜBER DIE AUTORIN:

Deana Zinßmeister hat bereits elf historische Romane veröffentlicht – allesamt Bestseller. Dabei wollte sie eigentlich nie Autorin werden, sondern Archäologin, und schrieb Geschichten anfangs nur so zum Spaß. Ihre Arbeit als Schriftstellerin erlaubt es ihr aber genauso, in andere Zeiten einzutauchen. „Das Auge von Licentia“ ist ihr erster Jugendroman. Die Autorin lebt mit ihrer Familie im Saarland.

Deana Zinßmeister hat bereits elf historische Romane veröffentlicht – allesamt Bestseller. Dabei wollte sie eigentlich nie Autorin werden, sondern Archäologin, und schrieb Geschichten anfangs nur so zum Spaß. Ihre Arbeit als Schriftstellerin erlaubt es ihr aber genauso, in andere Zeiten einzutauchen. „Das Auge von Licentia“ ist ihr erster Jugendroman. Die Autorin lebt mit ihrer Familie im Saarland.

 

21.01.2018

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
Galladan kommentierte am 04. Januar 2018 um 14:50

Der für mich interessante Part ist hier wie das TV Unternehmen die Story handhabt. Kommerz und Zuschauerzahlen sind hier das A und O. Wie glauben die eigentlich würden die Kids reagieren, wenn die wüssten, dass jedes Stottern, Erröten und jeder Kuss oder kleine Streit in die Welt hinausgeblasen wird? Wird hier meiner Meinung nach für ein Buch ab 12 Jahre zu wenig drauf hingewiesen gerade weil immer mehr Menschen ihr Leben dermassen öffentlichen führen und es Leute gibt die ihr Essen ins Internet stellen. 

Die eigentliche Liebesromanze ist ziemlich niedlich gehalten, Jonata wirkt jünger als 15, dafür hat Tristan wenig von einem modernen 16 Jährigen. 

Die kurzen Kapitel und der einfache Schreibstil machen es zu einem leicht lesbaren Buch.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
Nane_M kommentierte am 15. Januar 2018 um 16:58

Das stimmt! Die Romanze ist wirklich sehr süß. Liegt wahrscheinlich daran, dass die beiden nicht so verdorben sind aufgrund ihres mittelalterlichen Lebens.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
Martina Suhr kommentierte am 16. Januar 2018 um 15:29

Ich war auch total angetan von der Liebesgeschichte. Die beiden sind auch so süß und irgendwie unschuldig.

Ja, die Kids heutzutage wachsen mit Big Brother is watching you auf und die Dauerpräsenz der Medien ist Alltag. Ich mag den sozialkritischen Spekt hinter dieser Geschichte und würde gerne mal Mäuschen spielen, wie Schüler/Schülerinnen darüber denken ...

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Nane_M kommentierte am 19. Januar 2018 um 14:55

*lach* Stimmt. Da wäre ich auch gerne Mäuschen.

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petvothu kommentierte am 04. Januar 2018 um 16:35

Ja, die Liebesgeschichte kommt extrem unschuldig rüber, so als ob die beiden deutlich jünger wären. Dennoch mag ich diesen Handlungsstrang, denn die sich entwickelnden Gefühlswelten sind sehr gut herausgearbeitet: ganz ohne Sprünge, sich stetig steigernd und sehr gut in Worte gepackt.

Die Rolle des Fernsehens ist natürlich problematisch. Genau so soll sie wohl auch wirken. Stand Seite 203 würde es mich nicht überraschen, wenn kritische Töne der Autorin im restlichen Teil des Buches deutlicher werden würden.

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Gronik kommentierte am 06. Januar 2018 um 18:15

Interessant, bei mir kommen die Gefühle und ihre Entwicklung leider überhaupt nicht an und ich empfand diese eher als sehr sprunghaft, aus dem Nichts heraus. Witzig, wie unterschiedlich Leser so was empfinden.

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Esma kommentierte am 06. Januar 2018 um 19:47

Ich fand die Entwicklung der Liebesgeschichte auch sehr Romeo&Julia haft: gesehen, verliebt, beschlossen, dass es die Liebe fürs Leben ist.

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katze267 kommentierte am 12. Januar 2018 um 23:08

Ja, fand ich auch. Beide hatten sich ja nur sehr undeutlich im Dunkeln wahrgenommen, nicht mal deutlich gesehen und trotzdem sind beide sofort unsterblich verliebt

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Martina Suhr kommentierte am 16. Januar 2018 um 15:45

Ich weiß, was du meinst, aber liegt es nicht vielleicht daran, dass die beiden ja nicht so Aufgeklärt sind, wie man heute erwartet? Manchmal kommen Gefühle relativ schnell, man muss die ganze Zeit an jemanden denken, und vielleicht ist man von diesem neuen Gefühl einfach überwältigt, will es teilen... 

Mir hat die Unschuld dieser Liebelei auch extrem imponiert, allerdings muss ich sagen, dass ich das Verhalten vom Pfarrer mit Jonata am See sehr seltsam und abstoßend fand. Diese Nähe die er sucht. Irgendwie anzüglich und eklig. Ich mag ihn nicht, auch wenn er typisch Kirche ist. Auch in einer künstlich geschaffen Gesellschaft schafft es der Geistliche mal wieder alte Klischees zu züchten.

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Nane_M kommentierte am 19. Januar 2018 um 14:58

Wenn es darum ginge, den Preis an die unsympathischste Person zu vergeben, würde der Pfarrer ihn definitiv gewinnen. Ich emfand ihn in dieser Szene auch sehr abstoßend.

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Neko Hina Chan kommentierte am 06. Januar 2018 um 10:57

Ich find auch das die beide jünger rüber kommen
Die kurzen und abwechselen Kapitel und sichten ist wirklich entspannt zu Lesen
Da ich das Gefühl mehr über die Personen zu erfahren oder wie Sie fühlen

Bin jetzt gespannt wie es weitergeht

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Gronik kommentierte am 06. Januar 2018 um 18:13

So richtig begeistern kann mich das Buch leider weiterhin nicht. Das ist doch alles sehr, sehr einfach gehalten...

Puff, auf einmal sind die beiden verliebt, treffen sich täglich und von den gegenseitigen Vorurteilen ist schon beim ersten Treffen nichts mehr zu spüren. Klar, das ist das typische Romeo-und-Julia-Setting, aber hier geht es schon arg schnell und einfach und ich bin beim Lesen eher irritiert als romantisch angehaucht, weil das alles so schnell geht.

Außerdem nervt mich zunehmend die Sprache. Welcher Teenager sagt denn allein im Wald: ohje, ich habe mein Kleid dreckig gemacht, Mama wird schrecklich wütend werden? Wenn sie das wenigstens gedacht hätte, aber so fand ich es schon beinahe komisch.

Die Außenwelt ist interessant, aber wir haben nun schon zwei Drittel des Buches gelesen und noch sind das alles nur Pläne, nichts davon ist umgesetzt. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass die Macher für Klicks und Quoten nahezu alles tun werden. Das ist durchaus realistisch und unterscheidet sich zu heutigen Dschungelcamp-Shows ja nur dadurch, dass die Kandidaten dort wenigstens wissen, dass sie in einer Show sind.

Der Pfarrer spritzt sich Drogen? Ist ja reizend. Wie ist der nur an seine Rolle in dieser Geschichte gekommen? Besonders qualifiziert scheint er mir nicht.

Dass die Kameras in den Jesusfiguren sind, ist ja auch makaber.

Interessant fand ich, dass wir nun mehr Einblick in die Ziehung bekommen haben. Es ist also tatsächlich als eine Art Belohnung gedacht, ein/e Jugendliche/r darf Licentia verlassen und die richtige Welt kennenlernen. Dürfte der auch zurück, wenn es ihm dort nicht gefällt, hat er die Wahl? Wenn nicht, ist es grausam. Er wird in eine Welt geworfen, die er nicht kennt und die völlig anders ist, als die in der er aufgewachsen ist. Das dürfte eine schöne Reizüberflutung geben. Und noch dazu wird derjenige ja von seiner Familie getrennt, denn ich glaube nicht, dass er einfach zurückdarf, er weiß ja dann zu viel. Warum diese Regelung wohl in die Verträge eingebaut wurde? Für noch mehr Quoten? Denn der Auserwählte wird ja sicher auch in der richtigen Welt dann vorgeführt und weiter im TV gezeigt... quasi als Ableger der Show.

Erstaunlich aber auch, wie langfristig das Ganze angelegt ist. Was passiert, wenn der Oligarch/Geldgeber stirbt oder seine Gattin keine Lust mehr auf die Serie hat? Werden die Licentianer dann komplett sich selbst überlassen oder auf einmal wieder aus ihrem Wald herausgeholt und haben Pech gehabt?

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Esma kommentierte am 06. Januar 2018 um 19:51

Die Idee mit den Kameras in den Jesusfiguren fand ich tatsächlich richtig gut, vor allem auch das: "Zieh dich nicht vor Jesus um". Schließlich liefert das einen guten Grund

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Gronik kommentierte am 06. Januar 2018 um 20:51

Die Idee ist gut, da hast du recht.

Insgesamt finde ich es aber total gruselig, wenn man schon die Chance auf eine neue Welt hat, dass man dann Religion in dieser Form mitnimmt bzw. dort genauso etabliert!

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Galladan kommentierte am 06. Januar 2018 um 21:04

Das ist wohl eher auf dem Mist der TV Leute gewachsen und hat seinen Ursprung im echten Mittelalter und der Beobachtung von Sekten. Wenn jemand in der Überzeugung aufwächst, dass Religion Fakt ist und die Strafe bei einer Verfehlung eintritt ist er viel leichter zu lenken als jemand mit freiem Willen. Ich glaube, dass die Trennung der Dörfer nur über die Erwachsenen und nicht über das Jesusbildchen und den dahinter sitzenden TV Kanal gemacht wurde. Deswegen wurde die Kontaktsperre auch so einfach umgangen. Hätte der Priester solche Kontakte von der Kanzel aus verboten wäre die Hemschwelle viel höher gewesen. 

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Gronik kommentierte am 06. Januar 2018 um 21:44

Ja, die TV Leute hatten da sicher ihre Vorstellungen und Vorgaben. Aber ob und wie man diese lebt, liegt doch offensichtlich zu einem gewissen Teil auch an den Menschen in Licentia. Und da hätte ich mir an deren Stelle kein mittelalterlich-christliches Lebensbild aufdrücken lassen.

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Galladan kommentierte am 06. Januar 2018 um 22:14

Das Dorf ist vermutlich bei vielen Dingen auf Hilfe von Aussen angewiesen. Im echten Mittelalter wurde Handel getrieben da man Dinge von Ausserhalb braucht. Die Dorfbewohner dürften sich in ziemlich engen Grenzen bewegen was sie dürfen ohne Gegenleistungen zu verlieren.

Schaut mal bei Gelegenheit einen Film wo ein Mann und eine Frau nicht auf Errungenschaften wie Rasierapparate zurückgreifen können. Männern werden Bärte wachsen. Frauen haben auch nach einem Jahr keine Haare unter den Achseln oder auf den Beinen. 

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tigerbea kommentierte am 11. Januar 2018 um 21:22

Das gefiel mir auch richtig gut! Ich mußte richtig grinsen dabei.

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Nane_M kommentierte am 15. Januar 2018 um 17:07

Herrlich! Ich musste gerade über deine Bemerkung "Ist ja reizend!", dass der Pfarrer Drogen nimmt, herzlich lachen. Ja, das ist echt schon makaber.

Zu dem anderen Punkt - die Ziehung - muss ich auch sagen, dass ich ziemlich perplex war, als ich das gelesen habe. Für diejenigen muss es ja echt hart sein, sich in "unserer" Welt zurechtzufinden. Die Technologie ist ihnen ja völlig fremd, dann wird der Glaube heutzutage gar nicht mehr so ausgelebt wie damals, und und und. Das muss ja ein richtiger Schock sein. Ich frage mich, wie die Macher der Sendung das handhaben.

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Martina Suhr kommentierte am 16. Januar 2018 um 15:39

Ich finde die Sprache sehr authentisch, einfach gehalten und an die Sorgen der Welt angepasst. Wenn ich mir vorstelle, wie aufwendig das Waschen ist oder flicken der Kleidung, es gibt ja auch keinen Laden, wo man so einfach neue herbekommt, ist die Sorge, ups, ich hab das KLeid dreckig gemacht berechtigt.

Man darf nicht vergessen, das hier us zwei Welten erzählt wird. Licentia hat mittelalterliche Strukturen, da zählten andere Werte. Ich mag genau diesen Kontrast. Die Möglichkeit, sich in eine andere Zeit und Gesellschaftsform einfühlen zu können. Gerade für Teenager (ist ja ein Jugendroman) ist so eine Sichtweise wichtig. Zu erkennen, dass das was sie alles haben und erleben nicht immer da war.

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Nane_M kommentierte am 19. Januar 2018 um 15:02

Ich denke auch, dass dieses Buch für Teenager besonders interessant ist, da es für sie heutzutage schon normal ist ein superteures Smartphone, Tablet, oder teure Markenklamotten zu besitzen. Vorausgesetzt die Message kommt auch an. ;)

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brauneye29 kommentierte am 06. Januar 2018 um 20:53

Irgendwie quäle ich mich immer noch durch die Geschichte. Ich wünschte mir auch, dass viel mehr von den Machern der Show erzählt würde. Mittlerweile finde ich es auch echt anstrengend überhaupt noch weiterzulesen, aber werde es selbstverständlich tun. 

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WilmaH kommentierte am 08. Januar 2018 um 22:02

Die Liebesgeschichte von Jonata und Tristan finde ich süß. Sie erscheint mir real. Bei Jugendlichen in dem Alter läuft es ja wirklich so ab. Gesehen, verliebt und nur noch Zeit mit dem Anderen verbringen.

Der Rest der Story gefällt mir immer noch nicht so gut. Ich bin kein religiöser Mensch. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass wird nicht ernst genommen und nur als Mittel zum Zweck gesehen. Und dann noch der drogensüchtige Pfarrer.

Wie sich die Story noch aufklärt und vor allem was der/die Auserwählte zur realen Welt sagen wird, interessiert mich schon. 

 

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liebling kommentierte am 11. Januar 2018 um 12:41

Ein tolles Buch, ein toller abschnitt... Wie wir lesen konnten droht Tabea ihrer besten Freundin Jonata und Tristan auffliegen zu lassen... Ich schätze mal stark weil sie eifersüchtig ist. Angst ihre Freundin zu verlieren an einen jungen der mehr ist als ein Feind. Wieso wurden die beiden Dörfer getrennt, was passiert ist frage ich mich die ganze zeit schon.
Tristan kommt immer wieder in das Dorf nur um Jonata sehen zu können. Mir macht der Priester sorgen, nicht wegen ihm selbst eher das er allen oder nur Jonata schaden will .. wieso auch immer er stellt langsam ein Problem dar und einige Dorf Bewohner merken auch das was mit ihm nicht ganz richtig ist. Jonata ist also nicht das leibliche Kind von Hagen und Luzia.... Was man so nicht merkt.... Wie es wohl weiter geht mit Tabea, dem Priester und Jonata? Ich bin sehr gespannt darauf ....

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Tanjas Bücherpalast kommentierte am 18. Januar 2018 um 19:31

Ich glaube eher, Tabea hat einen anderen Grund dafür, Tristan so zu verabscheuen. Ich vermute, sie weiß vielleicht doch mehr, als sie Jonata sagt oder ihr wurde einfach zu sehr von ihren Eltern eingetrichtert, dass die Wolfsbanner gefährlich sind und Tabea hängt sich daher auch so sehr dran. 

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tigerbea kommentierte am 11. Januar 2018 um 21:19

Jetzt ist es bestätigt - Jonata ist nicht das Kind von Luzia und Hagen. Tabea könnte gefährlich werden. Tristans Reaktion fand ich etwas daneben. Mehr Diplomatie wäre wohl angebrachter gewesen... Der Pfarrer hat wohl ein ordentliches Problem. Ob er drogenabhängig ist???

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
katze267 kommentierte am 12. Januar 2018 um 23:22

Die Liebesgeschichte von  TRistan und  Jonata steht stark im Vordergrund.

Irgendwie trotz des Umfeldes eine typische Teenage- Lovestory, inkusive eifersüchtiger bester Freundin . Die Überwachungskameras in den Jesudfiguren sind irgendwie folgerichtig, es wird auch betont, das es "private " Bereiche gibt.

Der Pfarrer scheint sich irgendwas zu spritzen. Drogen?

Die Isolation von Licentia erscheint mir immer noch igendwie unlogisch. Ein derart isoliertes Dorf in dem Zeitalter kann nicht autark sein. Und wenn Gegenstände von außerhalb auftauchen, muss das erklärt werden, kKinder sind neugierig und fragen. Sah man ja schon in TEil 1, der KLeine fragte sofort "Was ist ein Superman", wenn also plötzlch etwas auftaucht, was nicht im Dorf hergestellt wurde fragen KInder nach.

Und dann dieses Losverfahren. 16 jährige, die in Licentia aufwuchsen werden in die moderne Welt "geworfen" , ohne elterliche UNterstützung und voller Angst, da sie ja die Drachenmenschen erwarten.

Und Licentia ist 10 Jahre, da müssten die 6 jährigen doch Erinnerungen haben, selbst ich erinnere mich noch an Bruchstücke aus meiner KIndheit  vor der Einschulung,

Sehr realistisch finde ich die kurzen Beiträge aus dem Senderbereich, da gibt es Jonata als Zuschauerliebling, Merchandising, Quoten,.... kennt man ja heute schon.

Durch die kurzen Kapitel liest sich das Buch sehr schnell und flüssig.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
Martina Suhr kommentierte am 16. Januar 2018 um 15:55

Ich stimme dir zu. EIn paar Fragen stehen schon im Raum, wo kommt das her, wie wird das gemacht ... Ich denke auch, dass jemand mit 6 Jahren schon Erinnerungen hat. Richtig realistisch wäre erst die nächste Generation, also Kinder die maximal 1 oder 2 Jahre alt waren beim Einzug und dann die dort geborenen. Da gäbe es wahrlich ein paar kleine Frägelchen die auftauchen :-)

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LadySamira091062 kommentierte am 13. Januar 2018 um 12:29

Die Liebesgeschichte ,die sich  da anbahnt gefällt mir gut .Doch ich denke da wird es sicher jede Menge Schwierigkeiten geben, wenns publik wird.

Die Tvgeschichte  nun ja Big Brother im Mittelalter und die Hälfte der Besetzung weiss  nicht  das sie ständig überwacht wird

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Ceciliasophie kommentierte am 14. Januar 2018 um 13:06

Ich breche nie Bücher ab. Doch hier hält mich um ehrlich zu sein nur die Leserunde und die Verpflichtung davon ab. 
Mich stört inzwischen alles an der Geschichte.
Angefangen mit der Liebesgeschichte. Ich hasse Instalove-Geschichten. Und wenn ich dann doch mal in einem Buch über eine stolpere, dann erwarte ich wenigstens, dass sie glaubhaft rüberkommt. Und hier? Sie trifft ihn, zwei Sätze werden gesprochen und zack die große Liebe. Ich finde es null glaubhaft, es geht mir unfassbar auf den Wecker und Emotionen werden - abgesehen von Genervtheit und Unwillen - keine in mir geweckt. 
Ein weiterer Punkt der mich stört sind die Erwachsenen. Vor allem die Wolfsbanner. Denn warum halten die Eltern nach so langer Zeit der Spaltung und des Lossagens von Licentia ihre Kinder immer noch im Unwissen? Warum haben sie ihnen nicht längst erklärt, weshalb sie sich von der "wirklichen Welt" losgesagt haben und stellen ihnen frei zu gehen?
Es wirkt auf mich mehr und mehr wie eine Sekte und ich kann es beim besten Willen nicht verstehen, dass man sich da als Zuschauer nicht einmal gegen aussprechen würde. Schließlich werden hier Menschen - wenn auch minderjährig -  vorsätzlich von ihrem Recht auf Freiheit abgehalten. 
Vielleicht gibt es ja durchaus Druck von außen auf die Macher der Serie und der Leser erfährt davon erst noch am Ende. Doch ich habe die Befürchtung, dass es leider nicht so sein wird. 
Zusätzlich stört mich die Auslosung immer mehr. Wow, klasse das ihr es einem einzelnen Kind erlaubt, so zu leben, wie es will. Das macht leider überhaupt nichts gut. Und wie soll das überhaupt funktionieren?! Man schmeißt jemanden, den man so erfolgreich abgeschirmt hat von der realen Welt in genau diese, wo die Person dann eine fabelhafte Bildung genießen kann und Geld geschenkt bekommt. Wer auch immer es sein wird, wird Jahre brauchen, um sich anzupassen und mit der Situation klarzukommen. Wenn dies überhaupt funktioniert. Dann besitzt die Person keinen Abschluss, hat nichts in Händen, um sich selber ein Leben aufbauen zu können und ist somit höchstwahrscheinlich komplett abhängig von den Machern der Serie. Klasse Deal!

Und nach 10 Jahren (so weit ich mich recht erinnere) haben die Zuschauer genug Interesse an dieser Serie?! Noch weiß ich nicht mit welchem Abstand ausgestrahlt wird, doch wirkt es auf mich wie eine Dauersendung. Würden einmal im Jahr ein paar Highlights ausgestrahlt werden, kein Thema, das würde ich sogar glauben. Aber so? Da gibt es doch wirklich genug auf dem Markt, was den Zuschauer anlockt. Und es gibt erst jetzt die Überlegung, Merch zu verkaufen? Ne, auch finde ich alles langsam absolut unglaubwürdig. Schade, hier sehe ich extrem viel verschenktes Potential. 
Denn ich könnte wetten, dass es im letzten Abschnitt nur um die ach ja so herzzereißende, vollkommen glaubwürdige Liebesgeschichte zwischen Tristan und Jonata gehen wird und nicht mehr um tiefere Einblicke der Serie. Ja, man soll den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich gehe ganz stark davon aus, dass ich das Buch mit vielen offenen Fragen unbefriedigt beenden werde.
Angenehm hingegen sind die relativ kurzen Kapitel und die wechselnden Erzählperspektiven. 
Und auch wenn ich der Meinung bin, dass dieses Buch unfertig ist, noch lange nicht bereit ist, auf dem Jugendbuchmarkt zu existieren und mit mehr Zeit zum Umschreiben und Nutzen des vorhandenen Potentials durchaus funktionieren könnte, so stimme ich der Autorin durchaus zu, dass sie was Wölfe und Drohnen angeht, hier wirklich gutes Wissen mit einfließen lässt. Die Passagen haben mir bisher ausgesprochen gut gefallen. 

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
Skulduggerymel kommentierte am 14. Januar 2018 um 17:36

Ein paar Deiner Argumente kann ich nachvollziehen. ;-) Jedoch wird am Anfang des Buches erwähnt, das die Folgen zur Serie 2x wöchentlich ausgestrahlt werden. Es kommt aber leider nicht ganz heraus, ob als Zusammenschnitt oder Live-Übertragung. Ich könnte mir also schon vorstellen, das die Zuschauer, wenn das Beste der letzten Tage gezeigt wird und das nur zweimal in der Woche, relativ lange bei der Stange gehalten werden können. :-)

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
Ceciliasophie kommentierte am 15. Januar 2018 um 10:45

Oh, vielen Dank für die Aufklärung! Das habe ich dann tatsächlich überlesen/vergessen.

 

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Nane_M kommentierte am 15. Januar 2018 um 17:13

An eine Sekte musste ich ja im ersten Abschnitt denken. Mittlerweile habe ich den Gedanken aber wieder verworfen. Weil es dann doch irgendwie kein Sinn ergibt. Aber trotzdem sind gewisse Parallelen da.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
Tanjas Bücherpalast kommentierte am 18. Januar 2018 um 19:22

Soo, nun habe ich auch endlich diesen Abschnitt geschafft und weiß natürlich sehr viel mehr als vorher. Die Geschichte an sich finde ich immer noch ziemlich interessant und mag es sehr, dass die Perspektive wechselt zu all den Mitarbeitern der Sendung, sodass viele Fragen auch beantwortet werden. Dennoch bin ich wirklich gespannt, wie es weitergeht in dem Sinne, was aus dieser Sendung wirklich wird, vor allem da sich Tristan und Jonata jetzt kennen gelernt haben und sich natürlich ineinander verliebt haben. 

Außerdem interessiert mich sehr, ob sie wirklich herausfinden werden, dass sie nur Teil einer Show sind und wie sie dann damit umgehen. 

Und wir wissen jetzt natürlich, dass Jonata's Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind, weshalb sich noch eine weitere große Frage stellt: Wer ist Jonata dann und könnte Tristan's Familie etwas damit zu tun haben?? Man kann es wohl nie wissen.

Ich habe sogar die wage Vermutung, dass aus irgendeinem Grund die Kinder getauscht worden sind. Sodass Jonata eigentlich die Tochter von Tristan's Eltern ist und anders rum. Das ist aber vielleicht auch zu weit hergeholt! 

Ich bin sehr gespannt, wie es nun in den letzten 100 Seiten weitergeht!

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
Nane_M kommentierte am 19. Januar 2018 um 15:05

Die Theorie, dass die Kinder ausgetauscht worden sein könnten, ging mir auch schon durch den Kopf. Aber ich finde nicht wirklich Argumente, die diese Theorie stützen könnten. Daher verwerfe ich den Gedanken wohl wieder.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
Drops1984 kommentierte am 21. Januar 2018 um 16:56

Liebesromanze.... tja, irgendwie hatte ich etwas ganz, ganz anderes erwartet...

trifft leider überhaupt nicht meinen Geschmack, so dass das Buch langsam doch langatmig wird, was jedoch nichts mit dem Schreibstil oder ähnlichem zu tun.

Hoffe, dass das Ende des Buchs nochmal ein wenig raußreissen kann.... ich bin gespannt.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 100 - 203
Leseratte2007 kommentierte am 22. Januar 2018 um 20:42

Für mich war ganz besonders die Darstellung der Sendung wichtig und wie die Story dargestellt wird. Hier wird wieder deutlich, dass Zuschauerzahlen besonders wichtig sind und ob es wirklich so eine Serie mit den Kindern rechtfertigt, die nicht einmal wissen, dass sie in einer Serie spielen und eigentlich in einer modernen Welt leben könnten?! Die Kinder tun mir leid. Egal was sie tun, es bekommt die Zuschauerwelt alles mit. Es kann sein, dass diese Serie etwas Besonderes ist, aber ich finde, man sollte es den Kindern offen lassen, ob sie da mitmachen wollen oder nicht. Die Romanze war niedlich, Jonata mochte ich gerne, genauso wie Tristan, aber für mich wirkten sie noch sehr kindlich und nicht wirklich wie 15 oder 16 Jahren. Das war mir ein wenig zu kindlich.