Leserunde

Leserunde zu "Der Todesmeister" (Thomas Elbel)

Der Todesmeister
von Thomas Elbel

Bewerbungsphase: 20.11. - 04.12.

Beginn der Leserunde: 18.12. (Ende: 08.01.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des blanvalet Verlags – 20 Freiexemplare von "Der Todesmeister" (Thomas Elbel) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Er fängt sie. Er filmt sie. Er foltert sie. Er ist der Meister des Todes. An der Oberbaumbrücke wird die Leiche eines jungen Mädchens angespült. Der Körper weist grausame Folter- und Missbrauchsspuren auf. Es handelt sich um die Nichte des Berliner Justizsenators, und sie scheint nicht das einzige Opfer zu sein: Im Internet tauchen Videos auf, in denen junge Frauen auf perverse Weise zu Tode gequält werden. Viktor von Puppe, frisch aus dem Innenministerium zum Berliner LKA gewechselt, und seine Kollegen stehen unter Druck, doch in höheren Kreisen scheint nicht jeder an einer Aufklärung interessiert zu sein ...

ÜBER DEN AUTOR:

Thomas Elbel, geboren 1968 in Marburg, studierte Rechtswissenschaften in Göttingen, Hannover und den USA. Er arbeitete u.a. für eine amerikanische Anwaltskanzlei, das Bundesministerium des Innern und das Land Berlin. Seit 2011 bekleidet er eine Professur für Öffentliches Recht an der Hochschule Osnabrück. In seiner Freizeit singt er klassischen Bariton und schreibt Romane. Der Todesmeister ist sein erster Thriller um den Berliner Ermittler Viktor von Puppe. Thomas Elbel lebt mit seiner Familie in Berlin.

05.01.2018

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
westeraccum kommentierte am 20. Dezember 2017 um 10:47

Den ersten Leseabschnitt habe ich gestern geschafft und ich muss zugeben, dass ich noch nicht so richtig warm geworden bin mit diesem Buch. Dafür erscheint mit der Berliner Lokalkolorit doch zu aufgesetzt und zu gewollt. Die Prolls "balinan" was das Zeug hält, aber der Herr von Puppe ist natürlich von der feineren Sorte.

Insgesamt geht es ja ersten Abschnitt mehr um das Liebes- und sonstige Leben der Ermittler, der Mordfall tritt sehr in den Hintergrund. Und muss der Herr von und zu gleich am ersten Abend mit der Pathologin ins Bett? Nun ja, Berlin...

Dabei ist das Buch ja professionell geschrieben, allerdings mit einigen stilistischen Schnitzern.

Ich werde aber auf jeden Fall heute weiterlesen, denn auch ich möchte wissen, was es mit dieser ominösen Paula auf sich hat.

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Petzi_Maus kommentierte am 01. Januar 2018 um 21:21

Also ich finde nicht, dass viel "berlinert" wird! Einige Worte vielleicht, aber den Großteil der Sätze sprechen die Personen eh auf hochdeutsch - was zwar nicht der Realität entspricht, aber viel besser zu lesen ist! Und die paar Worte "berlinerisch" haben mich im Lesefluss überhaupt nicht gestört!

Und Viktor (von) Puppe ist ja von adliger Herkunft, ist klar, dass der gehobener spricht ;)

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wampy kommentierte am 05. Januar 2018 um 08:01

Die Passagen in berlinerisch waren gut verstänlich. Dieses Stilmittel wird gerne genutzt, um Lokalkolorit zu vermitteln.Ebenso wie die Beschreibung von Straßen und Gebäuden.

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florinda kommentierte am 20. Dezember 2017 um 11:07

Ich kam eigentlich recht gut in das Buch hinein. Die im Eingangsposting erwähnten Kritikpunkte fielen mir ebenfalls auf, aber der positive Eindruck überwog und der leicht-locker-flockig rüber kommende Schreibstil sprach mich an. Allerdings mit einer Ausnahme: Der etwas schnoddrige Umgangston unter den Ermittlern glitt mir ein wenig zu stark ins sexistische über.

 

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westeraccum kommentierte am 22. Dezember 2017 um 16:21

Ja das fand ich auch störend. Aber Sex sells... Leider!

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Thomas Elbel kommentierte am 22. Dezember 2017 um 16:23

Zum Thema Sexismus habe ich etwas im folgenden Abschnitt geschrieben.

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Steffi_the_bookworm kommentierte am 23. Dezember 2017 um 09:03

Die Ausdrucksweise ist mir auch sehr negativ aufgefallen.

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Sabine_AC kommentierte am 23. Dezember 2017 um 11:50

Ich möchte mich hier anschließen. Die Ausdrucksweise der (meisten) Personen ist mir persönlich zu "schnodderig" und abwertend. Das ist vermutlich auch der Grund, warum ich bislang nicht wirklich warm werde mit den einzelnen Personen.

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Philippa kommentierte am 25. Dezember 2017 um 11:17

Ich finde zwar die Ausdrucksweise auch manchmal etwas zu übertrieben und nicht schön, aber da das Buch so spannend ist, kann ich ganz gut darüber hinweglesen. Außerdem sage ich mir dann, dass die Charaktere nun einmal so sind und kann es dann auch akzeptieren.

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Steffi_the_bookworm kommentierte am 26. Dezember 2017 um 19:09

In den meisten Fällen kann ich leider nicht drüberhinweg lesen, daher stört es mich einfach und bremst ein wenig den Lesespaß.

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Petzi_Maus kommentierte am 01. Januar 2018 um 21:24

Dieser sexistische Umgangston ist mir auch ein bisschen negativ aufgefallen, aber nicht so sehr, dass es meine Meinung über das Buch beeinflusst ;)

Furchtbar fand ich hingegen die selbst programmierten Ansagen von Ken's Navi, noch dazu mit Stella's Stimme  :(

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wampy kommentierte am 05. Januar 2018 um 08:07

Diese Naviansagen sind unterirdisch. Dabei ist Kenji doch überaus gebildet und so ein netter Junge. Dies ist eine der Szenen, die überhaupt nicht passen, also wo Figuren und Handlung die Bindung verlieren.

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Thomas Elbel kommentierte am 05. Januar 2018 um 11:30

Naja, er ist aber auch ein Großmaul mit einem penetranten Hang zum Schlüpfrig-Zotigen (also jedenfalls in meiner Vorstellung).

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melli-s kommentierte am 20. Dezember 2017 um 17:15

Der erste Abschnitt ist geschafft. Anscheinend werden Frauen (in diesem Fall momentan nur Katharina) festgehalten und gequält. Alles hat mit einem Kabinett des Schreckens zu tun genannt "Grand Guignol". Stella finde ich extrem unsympathisch, die ist mir irgendwie zu aufgedreht und aufdringlich. Viktor von Puppe hingegen hat eine tollen Charakter, ich bin allerdings gespannt, welches Geheimnis er verbergen möchte.

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Steffi_the_bookworm kommentierte am 23. Dezember 2017 um 09:06

Stella mag ich auch nicht und traue ihr auch nicht so ganz.

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Humps kommentierte am 15. Januar 2018 um 14:38

Ich werde irgendwie auch den Verdacht nicht los, dass Stella nicht die ist, für die man sie zunächst hält!

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Sabine_AC kommentierte am 23. Dezember 2017 um 11:56

Ich bin gespannt, was - und wer - sich tatsächlich hinter "Grand Guignol" verbirgt. Die bisherigen, spärlichen Informationen dazu, sowie der Prolog, sind wirklich gruselig.

 

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Petzi_Maus kommentierte am 01. Januar 2018 um 21:27

Ich fand das auch echt gruselig und hat mich an etwas erinnert - gabs da nicht mal einen Horrorfilm, wo es auch um so Snuff-Filme ging? brrr da rinnts mir gleich kalt den Rücken hinunter :(

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Thomas Elbel kommentierte am 02. Januar 2018 um 14:03

Du meinst wahrscheinlich "Acht Millimeter" mit Nicholas Cage.

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Adlerauge kommentierte am 20. Dezember 2017 um 18:32

So ,auch ich habe den ersten Abschnitt durch und bin mit dieser Geschichte an sich recht zufrieden !

Ein angenehmer Schreibstil und recht sympathische Ermittler ,die alle selber ihre Probleme haben !

Teilweise recht humorvoll und die grausamen Sachen halten sich noch recht bedeckt zurück .

Bin gespannt ,wie es sich weiter entwickelt mit diesem Fall ...

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Zombody reads kommentierte am 28. Dezember 2017 um 12:13

Ich stimme dir weitestgehend zu :) Den Schreibstil find ich bisher auch weitestgehend positiv, wenn auch etwas ausschweifend & auch die Ermittler empfinde ich als sympathisch, abgesehen von Begüm.

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Le Gov kommentierte am 20. Dezember 2017 um 21:46

Mir gefällt die Story bis jetzt richtig gut! Gerade den Anfang finde ich super, es beginnt direkt spannend ohne viel palaber drum rum. 

Der Schreibstil ist meiner Meinung nach erfrischend anders. Und ich finde den Umgang der Ermittler untereinander super. Der Polizeidienst ist nun mal eine Männer Domäne und da muss eine Frau/Ermittlerin taff sein und mit Sexismus umgehen können und das ist hier super umgesetzt. Außerdem gehen die Ermittler so miteinander um das es ersichtlich ist das es nicht bösärtig sexistisch ist.

Bezüglich der Sprache finde ich die eingefügten Dialektteile einfach grandios!

Die Charaktere finde ich auch ok, obwohl sie teilweise doch etwas oberflächlich kreiert sind, Ihnen fehlt es etwas an tiefe! Aber ich denke das das noch kommt.

 

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xxMauzixx kommentierte am 21. Dezember 2017 um 09:23

Ich habe gestern den ersten Abschnitt beendet und bin eigentlich relativ zufrieden.

Der Schreibstil gefällt mir gut und lässt sich leicht lesen. Mich persönlich stört die länge der Kapitel. Ich mag lieber kürzere Kapitel, da ich ein "Kapitelleser" bin und das abends dann ziemlich blöd ist wenn man noch etwas weiterlesen möchte aber 30 Seiten eigentlich doch etwas zu viel sind. Nunja..

Vom Inhalt her finde ich es leicht "erstaumlich" , dass bisher so wenig passiert ist. Also wenig im Sinne, dass bisher nur eine Frau tot aufgefunden wurde und man noch nicht viel über das eigentliche Thema "Verschwundene, gefolterte Frauen" gelesen hat. Dafür wurden mehr die Kommisare in den Vordergrund gelegt. Das finde ich aber auch sehr gut und das man einen Einblick in die einzelen Personen bekommt.

Am meiste interessiert mich momentan auch, wass es mit "Paula" auf sich hat und weswegen "Püppi" wirklich gewechselt hat. Alles andere, was mit den Frauen zutun hat interessiert mich momentan noch nicht so brennend, da bisher kaum etwas darüber zu lesen war.
 

Warten wir mal den nächsten Abschnitt ab :-)

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Thomas Elbel kommentierte am 21. Dezember 2017 um 12:56

Verstehe. Aber kann man dann nicht - statt mit dem Kapitelende - einfach mit einem Szenenende innerhalb eines Kapitels zu lesen aufhören? Oder ist das im Sinne einer "Kapitelleserin" dann ein literarisches Sakrileg?

Liebe Grüße, Thomas

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florinda kommentierte am 21. Dezember 2017 um 15:09

Und dies fragt gerade derjenige, der durch seine spannende Erzählweise das Unterbrechen der Lektüre ohnehin schon schwierig gestaltet?;-))

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xxMauzixx kommentierte am 21. Dezember 2017 um 17:09

Lieber Thomas,

grundsätzlich hast Du damit vollkommen recht.
Theoretisch könnte ich auch mit einem Szenenende aufhören, mache ich aber nicht. :-P
Des Weiteren kann ich mich da nur an florinda anschließen. Es ist schon nicht leicht das Buch aus der Hand zu legen. Ich persönlich kann mich irgendwie schneller wieder "einlesen" wenn ich einen für mich klaren Schnitt gemacht habe, das bedeutet Kapitelende ;-)

Viele Grüße, Andrea

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Petzi_Maus kommentierte am 21. Dezember 2017 um 17:49

Ich muss mich da Mauxi anschließen, ich bin auch ein typischer "Kapitel-Leser". So mittendrin, das ist nix. Deshalb tue ich ich bei Büchern schwer, wo es keine Kapitel gibt. (Gibt es aber kaum noch)

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Thomas Elbel kommentierte am 21. Dezember 2017 um 19:06

Verstehe. Danke für das tolle Lob.

Vielleicht, um mal transparent zu machen, wie ich solche Strukturen eigentlich plane:

Eine SZENE ist für mich erkennbar eine Untergliederung eines Kapitels. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie durchgängig aus derselben Erzählperspektive des jeweiligen Szenenprotagonisten erzählt ist. Mit einem Szenenwechsel kann also ein Wechsel dieser Perspektive einhergehen. Szenen können unterschiedlich lang sein und ich kann sie insofern z.B. auch einsetzen um - durch kurze "Schnitte" - Tempo zu erzeugen oder im Gegenteil bewusst heraus zu nehmen.

KAPITEL sind bei mir in aller Regel Zusammenfassungen mehrerer Szenen. Ich nutze Kapitel, um als Kontrapunkt zu der verschiedenen Länge der Szenen in relatives Gleichmaß in die Gesamtstruktur zu bringen, quasi eine Art Grundrhythmus des Buches. Ich versuche also die Kapitel alle in etwa ähnlich lang zu machen, was manchmal zum Ende des Romans zu einer Art Rechenaufgabe wird (kann ich diese Szene noch in dies Kapitel packen oder bringe ich sie erst im nächsten ohne, dass das allzu willkürlich wirkt). Laut Erzähltheorie neigen Leser dazu, insbesondere am Kapitelende auszusteigen, wie ihr es ja auch berichtet. Da jedem solchen Ausstieg die Gefahr innewohnt, dass der Leser nicht mehr zu dem Buch zurückkehrt, wird der Schriftsteller das Feuer seiner Möglichkeiten, einen derartigen Ausstieg zu verhindern (Cliffhanger, subtile thematische Verknüpfungen von einem Kapitel zum nächsten durch Symbole, Farben etc.) auf diese "Sollbruchstellen" konzentrieren.

Dabei ist nichts davon ein Muss, sondern eben nur mein persönlicher Geschmack. Manche Kollegen unterscheiden überhaupt nicht zwischen Szenen und Kapiteln; andere wechseln zwanglos innerhalb einer Szene die Erzählperspektive.Das ist eben Geschmackssache.

Soweit mein kleiner narrationstheoretischer Vortrag. ;-)

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florinda kommentierte am 21. Dezember 2017 um 19:22

Vielen Dank für diesen ebenso ausführlichen wie zugleich interessanten Einblick in die Arbeitsweise eines Autors! Natürlich war mir "Cliffhanger" ein Begriff, aber auf die Idee, ein Kapitelende als mögliche "Sollbruchstelle" zu sehen und deshalb dort Cliffhanger zu setzen, wäre ich als Laie wohl kaum gekommen!

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Spreeperle kommentierte am 28. Dezember 2017 um 18:15

So im Nachhinein betrachtet stimmt es, gerade zum Kapitel Ende wird es wieder eine Spur spannender. 

Ich bin nicht der typische Kapitel Leser. Ich kann schon Mal zwischendurch aufhören. Aber stimmt, meistens lese ich bis Kapitel Ende. Ich werde mich jetzt Mal beobachten.

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Sabine_AC kommentierte am 23. Dezember 2017 um 12:03

Ich bin zwar kein "Kapitelleser", aber die beschreibene Einblicke in die Arbeitsweise beim Schreiben eines Buches finde ich sehr interessant. Danke dafür!

 

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Spreeperle kommentierte am 28. Dezember 2017 um 18:09

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Nett, dass sie sich solche Mühe geben. 

 

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Thomas Elbel kommentierte am 29. Dezember 2017 um 09:45

Sehr gerne. Macht ja auch mal Spaß so eine Führung hinter die Kulissen.

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Bookstar kommentierte am 22. Dezember 2017 um 18:27

die Länge der Kapitel ist auch für mich etwas störend, aber ansonsten bin ich gut ins Buch reingekommen.

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Philippa kommentierte am 25. Dezember 2017 um 11:15

Ich bin auch jemand, der möglichst von Kapitel zu Kapitel liest. Aber es gibt hier ja immer wieder Szenenwechsel, so dass ich damit gut leben kann.

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Zombody reads kommentierte am 28. Dezember 2017 um 12:14

"Am meiste interessiert mich momentan auch, wass es mit "Paula" auf sich hat und weswegen "Püppi" wirklich gewechselt hat. Alles andere, was mit den Frauen zutun hat interessiert mich momentan noch nicht so brennend, da bisher kaum etwas darüber zu lesen war." - Geht mir bisher ganz genauso!

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Petzi_Maus kommentierte am 01. Januar 2018 um 21:33

Also die Kapitel haben ca. eine Länge von 25 Seiten, plus/minus.

Finde ich eine durchaus durchschnittliche Länge. Also gut zu lesen - 25 Seiten, vor allem wenn sie so spannend sind wie hier - sind ja schnell gelesen.

Außerdem gibt es ja innerhalb der Kapitel nochmal Unterbrechungen - mit den Sternchen gekennzeichnet - wo man auch noch mal gut Pause machen kann.

Also alles in allem eine perfekte Unterteilung für mich!! :)

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Jules92 kommentierte am 23. Dezember 2017 um 09:10

Nach dem ersten Abschnitt bin ich nun ein wenig hin und her gerissen.

Vom Prolog war ich zunächst begeistert und froh, dass man als Leser sofort "mitten im Geschehen" stand, was natürlich sofort für Spannung sorgte. In dieser Art hätte das Geschehen gerne sofort weiterlaufen können! ;)
Leider empfand ich dann den eigentlichen Auftakt der Geschichte als fast schon "langweilig".

Die Beschreibungen der Ermittler sind mir da einfach zu langatmig und der Dialekt teils zu aufgesetzt, was das Buch für mich in dem Moment fast schon satirisch erscheinen lässt. Der Schreibstil ansich gefällt mir ansonsten allerdings sehr gut!
Nur die eigentliche Spannung, die einen Thriller für mich ausmacht, vermisse ich zur Zeit leider noch.

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Thomas Elbel kommentierte am 23. Dezember 2017 um 10:09

Na, schauen wir mal. ;-)

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Steffi_the_bookworm kommentierte am 23. Dezember 2017 um 09:13

Ich bin nun auch mit dem Abschnitt fertig, finde die persönlich etwas zu lang gewählt.

Ich bin ganz gut in das Buch reingekommen und es liest sich flüssig.
Wie bei den Kommentaren vor mir störe ich mich ebenfalls an der sehr umgangssprachlichen Ausdrucksweise der Ermittler. Kommt mir zu aufgesetzt vor.

An sich ist noch nicht viel passiert und es gab für mich schon jetzt ein paar kleine Längen, hätte für mich doch ein bisschen temporeicher sein können. Für meinen Geschmack greift der Klappentext auch ein wenig zu weit vor.

Ich bin aber auf jeden Fall gespannt wie es weitergeht.

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Sabine_AC kommentierte am 24. Dezember 2017 um 12:44

Ich muß zugeben, ich habe ein wenig gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen.

In erster Linie hat das wohl damit zu tun, dass ich mit den Charakteren (noch) nicht wirklich warm geworden bin. Es geht mir wie manch anderem hier: Die Ausdrucksweise empfinde ich als störend... nicht das "berlinern", auch nicht die machohaften Phrasen, aber generell diese prollige Art.

Zudem haben die Figuren für mich bisher zu wenig Tiefgang (ich habe noch keine klare Vorstellung im Kopf beim Lesen), aber ich hoffe, das entwickelt sich noch.

Im Großen und Ganzen macht mir die Lektüre aber durchaus Spaß, und zum Ende des ersten Abschnitts hin packt mich auch die Story mehr und mehr. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

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Jules92 kommentierte am 24. Dezember 2017 um 13:34

Genau das gleiche "stört" mich ebenfalls an der Ausdrucksweise. Aber da der Schreibstil (meiner Meinung nach) ansonsten sehr angenehm ist, kann ich da sehr gut drüber hinweg sehen. :)

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Thomas Elbel kommentierte am 24. Dezember 2017 um 15:00

Lustig. Und mich stört an Krimis häufig, dass die Kommissare alle klingen, als hätten Sie einen Doktor in Germanistik. Das finde ich wiederum unrealistisch. So verschieden sind die Geschmäcker. ;-)

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Philippa kommentierte am 25. Dezember 2017 um 11:14

Guten Morgen unf Frohe Weihnachten! :-)

Ich habe den ersten Abschnitt auch beendet und finde das Buch bisher super! Mir gefällt es sehr gut, dass es eben nicht nur um den eigentlichen Kriminalfall geht, sondern dass die Kommissare und Ermittler auch ein Privatleben haben. Und das Leben von "Püppi" scheint ja hochinteressant zu sein! Warum ist er gewechselt, und was ist mit Paula passiert? Ich hoffe, ich habe es nicht überlesen, aber bisher wissen wir das noch nicht, oder? Auch die Geschichte mit seinem Großvater ist interessant. Mit gefällt es, dass es so viele kleine eigene Handlungsstränge gibt!

Was mit Katharina passiert ist, ist ganz schön heftig! Dann war sie das Mädchen aus dem Prolog? Wie grausig, dass sie schon fast frei war! Und Jenny ist jetzt ebenfalls in den Händen dieses Monsters? Und Lukas auch? Macht er jetzt alleine weiter, oder gibt es außer Ralf noch andere Komplizen?

Fragen über Fragen! Genau das mag ich an solchen Büchern - dass man so schön rätseln kann! :-)

Ich bin  sehr gespannt auf den folgenden Abschnitt!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Petzi_Maus kommentierte am 01. Januar 2018 um 21:40

Ich muss dir voll und ganz zustimmen! Es ist sehr spannend, und bin bin schon sehr gespannt, wo der Drahtzieher Jenny jetzt hingebracht hat? Der konnte sich ja nicht innerhalt eines Tages ein neues Verlies samt Folterkammer bauen? Und wer ist das überhaupt? Und wo ist ihr kleiner Bruder? (Was für eine Rabenmutter muss das sein, die zulässt , dass der Stiefvater ihre Kinder schlägt??)

Urks, und den Namen "Püppi" find ich übrigens grauenhaft...

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Spreeperle kommentierte am 28. Dezember 2017 um 18:07

Der erste Abschnitt ist der Einführung der Figuren gewidmet. Uns werden ein paar Happen hingeworfen. 

Ich bin sehr gut mit den Figuren warm geworden. Die schnodderige Sprache gefällt nicht jedem, aber Herr Ebel hat seine Motive plausibel erklärt. Es stimmt, nicht jeder spricht perfekt oder Hochdeutsch. 

 

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kuhtipp kommentierte am 29. Dezember 2017 um 11:52

So, ersten Abschnitt hab ich jetzt auch geschafft. 

Vom Anfang war ich begeistert; man ist gleich mittendrin in der Geschichte und auch den Schreibstil finde ich persönlich sehr angenehm. Allerdings finde ich die ganzen Informationen über Viktor, Ken und Begüm gerade etwas irritierend. Aber vielleicht ergibt sich da später noch der Sinn darin.

Stella finde ich extrem unsympathisch und die Begeisterung für Viktors Großvater finde ich krank.

Ich bin mal gespannt, was es im zweiten Teil an Fortschritten gibt und ob man dann auch erfährt, warum „Püppi“ unbedingt zur Polizei wollte und nach wem er sucht.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
xdemon_hunterx kommentierte am 30. Dezember 2017 um 18:48

Ich bin im Grunde eher ein Freund von kurzen Kapiteln, bin aber relativ schnell mit der Aufteilung im Buch warm geworden.

Ken würde ich zu gerne mal im echten Leben kennenlernen und ein Bier mit ihm trinken gehen und ich bin gespannt was mit Püppi und Stella noch so wird..

Der einzige Kritikpunkt, wenn man das denn als so einen betiteln kann, ist der Berliner Dialekt bei dem Pförtner, da wurde ich etwas wahnsinnig, hielt sich aber zum Glück ja in Grenzen. Bin sehr gespannt wie es weiter geht.

 

 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Thomas Elbel kommentierte am 01. Januar 2018 um 15:55

"Ken würde ich zu gerne mal im echten Leben kennenlernen und ein Bier mit ihm trinken gehen"

Haha. Das haben die Damen aus der Marketingabteilung bei Blanvalet auch gesagt.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
xdemon_hunterx kommentierte am 01. Januar 2018 um 20:59

Da freut sich der liebe Ken aber, umringt von Damen, die seine Gesellschaft wollen.

Nein im Ernst, super witziger Charakter, den ich wirklich gerne mag.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Petzi_Maus kommentierte am 01. Januar 2018 um 21:49

Stimmt, Ken ist schon ein sympathischer Kerl irgendwie - bloß, wie ich weiter oben erwähnt habe - fand ich seine selbst programmierte Navi-Ansage mit Stellas Stimme einfach nur grauenhaft

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Steffi_the_bookworm kommentierte am 02. Januar 2018 um 22:40

Dann bin ich da wohl die große Ausnahme. ;)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Petzi_Maus kommentierte am 01. Januar 2018 um 21:12

Ich habe soeben den ersten Teil beendet und muss sagen, dass der weitere Verlauf der Geschichte hält, was die Leseprobe versprochen hat!

Ich finde es sehr gut, dass wir von den Kommissaren genaue (Hintergrund) Infos erhalten. Überhaupt ist jede Figur detailiert ausgearbeitet, und ich kann mir alle handelnden Personen und Orte genau vorstellen.

Der Schreibstil ist auch sehr flüssig zu lesen, und der Spannungsbogen wird jeweils so aufrecht gehalten, dass ich immer neugierig auf das weitere Geschehen bin.

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass Viktor sich gleich von beiden Frauen - seiner Kollegin Begüm und der Pathologin Stella, sexuell extrem angezogen fühlt. Und dann auch gleich am ersten Abend mit Stella ins Bett springt. Stella ist in dieser Hinsicht auch etwas extrem. Oder macht sie das nur, um an die Tagebücher von Viktors Großvater zu kommen?

Außerdem finde ich die Feindseligkeit zwischen Begüm und Stella etwas gekünstelt/übertrieben - oder gab es da irgend einen Vorfall in der Vergangenheit, warum die beiden Frauen sich so hassen?

Ich bin gespannt, wie genau der Justitzsenator Max Stade in diese ganze Snuff-Geschichte involviert ist. Und seinem Verhalten nach ist er das auf jeden Fall! Und wer ist der Drahtzieher, der den Handlanger als Sündenbock geopfert hat? Kann das vielleicht dieser Seidel sein, der auf das Haus von Viktors Großvater aufpasst?

Hoffentlich wacht der Obdachlose bald auf und kann Hinweise geben. Ich wünsche es nämlich dem armen Mädchen, Jenny, dass sie rechtzeitig gefunden und befreit wird...

Was für mich noch offen ist, ist die Vorgeschichte von Viktor - was mit seiner damaligen Freundin geschehen ist, und warum er eigentlich wirklich zur Polizei wollte. Ich hoffe, das wird im Laufe des Buches aufgeklärt.

 

So, und jetzt lese ich mir mal alle eure Einträge durch!

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Petzi_Maus kommentierte am 01. Januar 2018 um 21:18

Ach ja, und was ich auch unbedingt noch erwähnen wollte, ist diese -sorry- blöde Einteilung der Leseabschnitte!

Wieso wird endet ein Abschnitt mitten in einem Tag?!?   Ist es, weil die meisten Leserunden in 3 Abschnitte unterteilt sind? Aber ich habe eine Leserunde gesehen, wo auch in 4 Abschnitte unterteilt wurde.

Und wo doch dieses Buch eh so schön in Tage untergliedert ist, wäre es sinnvoller gewesen, immer ein paar Tage zusammenzufassen - und wenn es denn schon unbedingt 3 Abschnitte sein sollen, hätte man doch so untergliedern können:

1. Abschnitt: 5. + 6. Januar

2. Abschnitt: 7. - 9. Januar

3. Abschnitt: 10. Januar + Epilog

Dann wäre man noch so im Lesefluss und der Zusammengehörigkeit herausgerissen.

Vielleicht ein Anstoß für andere Leserunden...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Thomas Elbel kommentierte am 02. Januar 2018 um 14:05

Ja, die ist vielleicht etwas unglücklich und bei allen anderen mir bekannten Leserunden hat man in vier Abschnitte unterteilt.

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Steffi_the_bookworm kommentierte am 02. Januar 2018 um 22:41

Ich glaube hier werden (leider) die Seitenzahlen einfach durch drei geteilt. Wenn es ein längeres Buch ist vielleicht mal 4...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Petzi_Maus kommentierte am 02. Januar 2018 um 23:24

Also ich empfinde dieses Buch mit knapp über 500 Seiten schon als 'lang'

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Thomas Elbel kommentierte am 03. Januar 2018 um 09:47

Für einen Thriller in der Tat. Mir wurde deswegen auch so einiges weggekürzt.

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Petzi_Maus kommentierte am 03. Januar 2018 um 22:55

Darf ich fragen, was denn so alles weggekürzt wurde?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Thomas Elbel kommentierte am 04. Januar 2018 um 07:54

Das müsste ich selber erst mal nachschauen. Ist ja schon etwas länger her. Auf jeden Fall war Viktors Flucht aus der U-Haft wesentlich länger und führte noch über die eigene Wohnung. Das war natürlich aus mehreren Gründen unsinnig. Einmal, weil es die Geschwindigkeit der Handlung bremste und zum anderen, weil man ihn dort natürlich erwartet hätte. Dann gab es eine Szene, wo [$SerienkillerIn] selbst in Bedrängnis gerät. Die habe ich vor einigen Tagen als Outtake auf meiner Facebookfanpage veröffentlicht, falls es Dich interessiert.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Petzi_Maus kommentierte am 04. Januar 2018 um 09:56

Eine detailliertere Flucht hätte die Geschwindigkeit nur herausgenommen, wenn nicht noch etwas Unvorhergesehenes passiert wäre. In die eigene Wohnung wäre natürlich unsinnig  ;)

 

Ach ja,  deine Links!  Danke, dass du mich erinnerst! Die wollte ich mir erst am Ende anschauen, da du ja vor Spoiler gewarnt hast, und dann hab ich natürlich drauf vergessen   *gg

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Steffi_the_bookworm kommentierte am 03. Januar 2018 um 10:34

Definitiv, ein 4. Abschnitt wäre sinnvoll gewesen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Jeanettie123 kommentierte am 03. Januar 2018 um 17:00

Sorry, dass ich jetzt erst hinzu stoße...
Der erste Leseabschnitt ist wirklich sehr spannend. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich war sofort in der Geschichte. Viktor von Puppe ist mur sehr sympathisch. Mir gefällt die Geschichte bisher sehr gut und deshalb werde ich direkt weiter lesen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Thomas Elbel kommentierte am 04. Januar 2018 um 07:55

Dann weiter viel Lesefreude.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Bookstar kommentierte am 06. Januar 2018 um 12:07

​mittlerweile habe ich mich schon daran gewöhnt, dass viktor Püppi genannt wird, erst war mir das sehr suspekt, aber sympathisch ist er mir auch geworden. Die Figuren dürfen sich für mich auch gern mal im Laufe einer Geschichte entwickeln,

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Thomas Elbel kommentierte am 06. Januar 2018 um 20:04

Ich glaube, er selbst gewöhnt sich da nur schwer dran. ;-)

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
wampy kommentierte am 05. Januar 2018 um 07:56

Nun habe ich den ersten Abschnitt beendet und bin überhaupt nicht mit dem Buch zufrieden. Für mich haben die Figuren kein Leben, sie wirken wie aus einem Baukasten zusammengezimmert. Ein Thriller und politiscg korrektes Verhalten muss nicht sein, aber was sich Ken und Viktor leisten, ist schlicht sexistisch und nicht akzeptabel. Der Naviton von Kenji ist nicht lustig, sondern schlicht ein Grund für eine fristlose Entlassung. Dann steigen Stella und Viktor mal eben in die Kiste, weil sie so supernette und toll in Form befindliche Menschen sind, die immerhin schon gemeinsam an einer Autopsie beteiligt waren. Dann all die privaten Probleme der Ermittler, Kenjis Vergangenheit mit der Samuraifamilie, Begüns Probleme mit ihrem Exmann, Viktors Familie als Unterstützer und Beteiligte an "medizinischen Experimenten" der Nazis, Viktors Paula, Ritters Vergangenheit als Verhörexperte im Auslandseinsatz. Da hab ich im Team einen Sohn oder Enkel des amerikanischen oder nordkoreanischen Präsidenten vermisst. Dazu die Überzeichnung der negativen Figuren, z. B. wenn der Senator Kenji als Toschiba bezeichnet. Die Proleten in Bomberjacke und natürlich die viel zu schönen Zähne des Fahrers, der die Entflohene aufgreift. Alles ist total extrem, Grautöne bei der Figurenzeichnung gibt es kaum, Kenji, Viktor und Stella sind superschön und toll gebildet. Dabei gibt es auch mehr als nur einen Lichtblick. Die Schilderung des Mädchens, das mit ihrem Bruder von zu Hause ausgerissen ist. Ihre Sorge und ihre Verzweiflung und wie es gelingen kann, sie gefangen zu nehmen. Auch das Netzwerk im Internet, die baulichen Vorbereitungen für die Aufführungen, da kam das kalte Grausen. Auch die zurückhaltende Schilderung der Situation der Gefangenen, ihre trost- und hoffnungslose Lage, waren gelungen. Man weiss, was dort passiert ohne in Details zu ertrinken.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, auch wenn vermeintlichen humorvolle Stellen eher ein Ärgernis sind. Und es wird sogar recht spannend. Ich bin auf das Geheimnis um Paula gespannt und wie der Onkel der Toten "entsorgt" wird. Wie lange dauert es, bis der Säufer im Krankenhaus seine Geschichte erzählen kann.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Humps kommentierte am 15. Januar 2018 um 14:37

Die Navistimme finde ich auch nicht lustig, sondern wirklich unangenehm! :x Allein die Vorstellung, dass Kollegen so etwas machen könnten, ist gruselig!

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Thomas Elbel kommentierte am 15. Januar 2018 um 16:34

Ich glaube, Viktor geht es ähnlich.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Humps kommentierte am 15. Januar 2018 um 14:10

Leider bin ich sehr, sehr spät dran, da die Post durch die Weihnachtszeit extrem lange gebraucht hat, um mein Buch zu liefern, und ich dann zwischen den Tagen und auch Anfang Januar leider plötzlich deutlich weniger Zeit zum Lesen hatte als geplant. Nun kommt aber endlich mein Eindruck zum ersten Leseabschnitt und ich werde mich beeilen, weiterzulesen und auch die anderen Abschnitte zu kommentieren!

"Der Todesmeister" beginnt bereits super spannend und hat mich so wirklich den ganzen ersten Abschnitt über gefesselt! Der Prolog mit der gefangenen Frau, die zunächst scheinbar ihre Freiheit zurückerlangt, dann aber leider wieder von einem ihrer Peiniger "gefangen" wird und schließlich sterben muss, ist als Einstieg in die Handlung super und sehr spannend geschrieben! Auch das anschließende Eintreffen Viktor Puppes an seinem neuen Arbeitsplatz fand ich sehr interessant geschildert. Richter halte ich für eine sehr ambivalente Person - zum einen geht er sehr rau mit seinen Mitmenschen um und gibt sich unnahbar, andererseits hängt er sich für seine Untergebenen rein, wenn es hart auf hart kommt! Ich bin gespannt, wie sich dieser Charakter im Laufe der Handlung noch weiterentwickeln wird. Auch Puppes neue Kollegen Begüm und Ken halte ich für  interessante Persönlichkeiten und bin gespannt, wie diese sich im Verlauf der Handlung an den Neuling annähern werden – oder auch nicht. Wie von vielen hier schon erwähnt, finde ich den Umgangston unter den Kollegen schon sehr gewöhnungsbedürftig und hoffe, dass das noch freundlicher wird! Dass sowohl Ken als auch Viktor mit der Pathologin Stella im Bett waren, ist ebenfalls etwas erstaunlich für mich – jeder mit jedem, oder wie? 

Abgesehen vom zeitweisen Umgangston und dem Liebesleben der Kommissare gefällt mir die Handlung aber sehr gut! Spannend finde ich die Vergangenheit Viktors: So einen berühmt berüchtigten Großvater (im negativen Sinne) hat ja nicht jeder! 
Nun bin ich sehr gespannt, wie die Handlung weitergeht!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 183
Thomas Elbel kommentierte am 15. Januar 2018 um 16:36

Dann weiter viel Lesefreude. Ich halte mich mit Kommentaren zu den einzelnen Figuren erst mal zurück. Du wirst sie ja noch besser kennenlernen und ich will da nichts vorwegnehmen.