Leserunde

Leserunde zu "Fräulein Hedy träumt vom Fliegen" (Andreas Izquierdo)

Fräulein Hedy träumt vom Fliegen - Andreas Izquierdo

Fräulein Hedy träumt vom Fliegen
von Andreas Izquierdo

Bewerbungsphase: 15.03. - 29.03.

Beginn der Leserunde: 11.04. (Ende: 02.05.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Insel Verlags – 20 Freiexemplare von "Fräulein Hedy träumt vom Fliegen" (Andreas Izquierdo) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

»Dame in den besten Jahren sucht Kavalier, der sie zum Nacktbadestrand fährt. Entgeltung garantiert.« – Eine Annonce in der örtlichen Tageszeitung bringt alles ins Rollen: Hedy von Pyritz, 88 Jahre, diszipliniert, scharfzüngig, eitel. Hellwacher Verstand, trockener Humor, zuweilen übergriffig. Eine alte Dame, die meist im Rollstuhl sitzt, sorgt für einen handfesten Skandal in dem kleinen Städtchen im Münsterland, wo sie herrschaftlich residiert.

Aber Fräulein Hedy bleibt unbeirrt: Sie wird ihren Willen durchsetzen! Und findet in ihrem schüchternen, sanften Physiotherapeuten Jan einen Mitstreiter. Vielmehr nötigt sie ihn förmlich dazu. Der junge Mann wird sie fahren. Basta!

Jan hat keinen Führerschein, dafür aber eine nie behandelte Lese-Rechtschreibschwäche, so dass Hedy den Unterricht übernimmt und sich schon bald eine ungewöhnliche Beziehung zwischen den beiden festigt. So vertraut sie ihm nach und nach die Geheimnisse ihrer schillernden Vergangenheit an und verändert damit auf ungeahnte Weise seine Zukunft ...

Andreas Izquierdo erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte einer Freundschaft zwischen einer alten Frau und einem jungen Mann, die beide für immer verändert – eine Geschichte, die federleicht beginnt und sich dann zu einem wuchtigen, mitreißenden Drama entwickelt.

Andreas Izquierdo über »Fräulein Hedy träumt vom Fliegen«: https://www.youtube.com/watch?v=aphbt-5c12g

ÜBER DEN AUTOR:

Andreas Izquierdo, geboren 1968, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Er veröffentlichte u. a. den Roman König von Albanien (2007), der mit dem Sir-Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, sowie den Roman Apocalypsia (2010), der den Lovelybooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorab-lesen.de gewählt wurde. Zuletzt erschienen von ihm die Romane Das Glücksbüro (2013), Der Club der Traumtänzer (2014) sowie Romeo & Romy (it 4575).

30.04.2018

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 175

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Everly kommentierte am 12. April 2018 um 07:23

Buch gestern angekommen, die ersten 50 Seiten haben sich ratzifatzi gelesen und ich muss sagen ... ich LIEBE Frl. Hedy :)

 

 

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MrsFraser kommentierte am 17. April 2018 um 21:28

Ja, auf den ersten Seiten definitiv! :)

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Gwendolyn22 kommentierte am 12. April 2018 um 14:08

Wie genial bitte ist die Figur Fräulein Hedy?

 

Manchmal weiß man bei ihr zwar nicht, ob man lachen oder weinen soll, aber Ersteres überwiegt ob der komischen Szenen doch meistens.

Allein ihre bissig- schlagfertigen Kommentare im Dialog mit Tochter und „Gürkchen“ - zu komisch!!!

Dass sie den Zeitungsboten fast überfährt und sich am Telefon mit dem Chefredakteur der WN verbinden lässt...

 

Dass Jan Legastheniker ist (neudeutsch würde man es wahrscheinlich Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten nennen), ist tragisch. Natürlich ist Hedy blitzgescheit auch hinter dieses Rätsel gekokmmen und zwingt ihn jetzt unerbittlich zum Üben. Vermutlich wird Jans Art sie dazu bewegen, sich im Laufe der Zeit etwas nachsichtiger zu zeigen.

Für eine 88jährige ist sie ja erstaunlich rüstig, resolut und hat echt Wortwitz.

 

Schön, die Szene im Auto mit Alina.

Geiles Zitat: „Jan schloss die Augen. Sie grillten ihn gerade. Und sie liebten es.“

 

Toll, dass das Buch in und um Münster spielt. Ich liebe die Stadt.

 

Bisher erinnert mich der Schreibstil und die Eigenwilligkeit der Erzählung sehr an Bücher von Graeme Simsion (Das Rosie-Projekt) oder Francois Lelord (Hector). Geht’s Euch da auch so?

 

Die Erzählungen Hedys über ihre Kindheit gefallen mir. Besonders die Episode mit dem Kälbchen und ihrer Schwester Charly sowie der Zahn und damit die Beilegung des Streites zwischen Mutter und Großmutter.

 

Die Erzählweise ist schön, wenn auch zeitweilig kurze Sätze nicht ganz so passend erscheinen. Es liest sich auf jeden Fall sehr flüssig und schnell.

 

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Lilli33 kommentierte am 13. April 2018 um 16:30

Bisher erinnert mich der Schreibstil und die Eigenwilligkeit der Erzählung sehr an Bücher von Graeme Simsion (Das Rosie-Projekt) oder Francois Lelord (Hector). Geht’s Euch da auch so?

In der Tat fiel mir auch gleich Lelord mit seinem Hector ein, als ich ein paar Seiten gelesen hatte. Das ist dumm, denn den neuesten Hector wollte ich eigentlich parallel lesen. Mal sehen, ob das gutgeht unter diesen Umständen.

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Gwendolyn22 kommentierte am 13. April 2018 um 17:05

Oh, den möchte ich auch unbedingt lesen -habe aber noch etlichen anderen Lesestoff und daher wird das eher warten.

Ich wäre gespannt auf Deine Meinung! :-)

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Blümchen kommentierte am 15. April 2018 um 16:03

Die Episode mit dem Kälbchen fand ich auch ganz toll. Sie passt in die Zeit und erscheint zwar bemerkenswert, aber nicht aus der Luft gegriffen. Für ein Mädchen in dem Alter ist es sicherlich das Allergrößte, einem Kälbchen ganz allein auf die Welt geholfen und sein Leben gerettet zu haben.

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MrsFraser kommentierte am 17. April 2018 um 22:06

:( Ehrlich gesagt finde ich die Erzählungen aus Hedys Kindheit bzw. das Kennenlernen ihrer Eltern total langweilig - nicht per se, aber in diesem Buch, in der Geschichte um die 88jährige Hedy und Jan. Den Schlagabtausch zwischen Jan, Gedy und Maria könnte ich stundenlang vergnügt lesen, noch ist mir nicht klar, warum der so heitere Roman durch die eher dramatischen, maximal nüchternen Rückblenden unterbrochen wird. Schade finde ich das.

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Lelu kommentierte am 17. April 2018 um 22:32

Na, heißt es nicht immer, wenn es keinen Regen gäbe, könnte man die Sonne nicht so genießen, wie sie es verdient - oder irgendwoe so xD Vielleicht wirken die Szenen ja nur deswegen so heiter, weil die "dramatischen, maximal nüchternen Rückblenden" eben auch eine andere Facette ermöglichen?

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MrsFraser kommentierte am 18. April 2018 um 08:33

Nö ;D Es ging ja so lustig los, die Stimmung des Buches war für mich perfekt. Ich möchte auch mal gerne was leichtes lesen, es muss nicht immer geschichtlich konfliktreich beladen sein. Aber ich merke schon, dass ich hier ziemlich alleine bin mit meiner Meinung. :)

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Gwendolyn22 kommentierte am 18. April 2018 um 10:32

GENAUSO erging es mir auch - und das ist auch der Grund, warum ich dem Buch eine so "schlechte" Bewertung verpasst habe - wirst Du ja vielleicht noch lesen, meine Rezension... ;-)

Die Leichtigkeit, die es am Anfang hat, geht ziemlich schnell flöten. Leider.

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silencia kommentierte am 12. April 2018 um 18:08

Ich habe lange nicht mehr so viele Seiten an einem Stück gelesen und ich ärgere mich gerade wahnsinnig, dass ich für WLD unterbrechen muss. ;)

Ich bin noch ganz hin und weg von der letzten Episode aus Hedys Vergangenheit. Die Geburt des Kälbchens und die schlussendlich folgende Versöhnung zwischen Anni und Auguste ist mir zwar von der Symbolik her fast einen Ticken zu melodramatisch und fast schon kitschig, trotzdem hätte die Szene nicht besser gewählt werden können.

Ich liebe die Figur Hedy mit ihren gut gewählten Sprüchen und ihrer unangepassten Art. Und natürlich liebe ich auch ihre Beziehung zu Maria, die sich schlussendlich nichts sagen lässt. Ich musste so sehr lachen, als sie Jan erzählt, dass sie schon 8x gekündigt wurde. :D

Jan ist mir manchmal etwas zu viel des Guten, obwohl das alles bisher sehr unterhaltsam ist. Dennoch finde ich ihn etwas zu übertrieben dargestellt und bisher (da wir ja nicht den Hintergrund kennen) sind mir das ein paar zu viele Probleme, die sich da gerade häufen. .... Versteht mich nicht falsch, ich verschlinge die Seiten geradezu, ich befürchte aber einfach, dass es mich irgendwann stören könnte. 

Ich bin vor allem sehr gespannt, was zwischen Hedy und Hannah passiert ist und wie dieser Streit ausgehen wird. 

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Gwendolyn22 kommentierte am 12. April 2018 um 20:30

Interessant, was Deine Einschätzung zu Jan angeht. Für mein Gefühl habe ich noch gar nicht viel zu ihm erfahren, jedenfalls nur "Oberflächliches", nämlich, dass er an einer Lese-Rechtschreib-Schwierigkeit leidet, trotz der er sich den Weg zum Physiotherapeuten "erkämpft" hat. Hier ist ja einiges überzeichnet, gerade bei Jan und Hedy. Vielleicht ist es das?

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silencia kommentierte am 12. April 2018 um 20:37

Ich meine damit, dass gerade so viel zusammenkommt. Nicht nur die LRS und der damit fehlende Führerschein. Aber er stellt sich auch noch bei Alina so an, seine Wohnung ist komisch und dann taucht da auch noch der Bruder mit dieser komischen Füller-Geschichte auf. Das war mir zu schnell zu viel. Weißt du wie ich das meine?

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Gwendolyn22 kommentierte am 12. April 2018 um 20:41

Ja, ich glaube, ich weiß, was Du  meinst. War das mit dem Füller nicht schon in Abschnitt 2?

 

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silencia kommentierte am 12. April 2018 um 20:47

Ich habe gerade nochmal geschaut. Ist um Seite 140 rum. ... Jetzt hast du mich aber erschreckt. :D

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Lilli33 kommentierte am 13. April 2018 um 16:32

Diese Füllergeschichte kommt mir auch irgendwie spanisch vor bzw. der ganze Bruder. Irgendwas stimmt doch da nicht.

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Everly kommentierte am 15. April 2018 um 21:58

Dem kann man sich nur anschließen

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lila-luna-baer kommentierte am 17. April 2018 um 15:03

Ich habe ja die Vermutung, dass der Bruder gar nicht wirklich Jans Bruder ist. Da steckt sicher noch etwas anderes dahinter. Als Physiotherapeut müsste er sich ja auch etwas anderes, als diese spartanische Wohnung leisten können. Irgendetwas stimmt da nicht. Ich finde das aber ehrlich gesagt nicht zu viel des Guten, sondern eher sehr spannend. Das macht die Figur des Jan vielschichtiger und interessanter. In der Tiefe lauert da noch etwas....

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MrsFraser kommentierte am 17. April 2018 um 22:08

Ja, den Eindruck habe ich auch. Da kommt bestimmt noch was.

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Lelu kommentierte am 15. April 2018 um 22:52

Ich weiß, was du mit Jan meinst.
Mein erster Leseeindruck von ihm hat mir eine viel ältere Figur vorgegaukelt...und je mehr man dann erfahren hat, brach das ganze Bild auseinander. Auf der einen Seite benimmt er sich anfangs so erwachsen und gewählt und als Hedy dann hinter sein "Geheimnis" kommt, mutiert er plötzlich zum (liebenswerten, sympathischen) Vollidiot. Das ist eine ziemliche Überzeichnung (die in Jans Falle nicht so gut funktioniert wie bei Hedy, oder was meinst du @Gwendolyn22 ?)

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Gwendolyn22 kommentierte am 16. April 2018 um 19:13

Ja, stimmt, überzeichnet ist er nicht, im Gegenteil, eher blass. Er entwickelt sich auch nicht so richtig...

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MrsFraser kommentierte am 17. April 2018 um 22:09

Bzw. ‚dewickelt‘ sich ;), weil der Charakter undefinierter und unreifer wird, oder zumindest erscheint, mit der Zeit.

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Lelu kommentierte am 17. April 2018 um 22:29

Blass, undefinierter - das trifft es perfekt, aber eben auch überzeichnet, weil er mit seinem leicht überforderten Welpen-Verhalten den super-sympathischen Kämpfer darstellen soll, dabei arbeitet der Autor aber deart mit Clichès, dass es platt wirkt...

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MrsFraser kommentierte am 18. April 2018 um 08:35

Nicht nur platt - auch unstimmig. Einerseits soll er der total verbissene Strebling sein, der trotz Lese-Rechtschreibschwäche seine Ausbildung bravourös meistert, andererseits knickt er total schnell ein, wenn Hedy ihn zur Rede stellt und traut sich vieles nicht. Das passt irgendwie nicht.

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Lilli33 kommentierte am 13. April 2018 um 07:41

Ich habe gerade die ersten 46 Seiten oder so gelesen und will nur mal kurz schreiben, wie klasse ich Fräulein Hedy bis jetzt finde. Leider muss ich gleich weg und kann nicht weiterlesen.

Die Szene mit Hannah und Harald war so genial! Wie Harald sich als Anschauungsobjekt anbietet - das Gürkchen :D 

Der Arme tat mir ja schon ein bisschen leid, so zwischen diesen beiden starken Frauen. Ich glaube, dass er den Abgang gemacht hat, war genau richtig. Das konnte er so nicht auf sich sitzen lassen, auch wenn er sonst alle Marotten von Hannah klaglos akzeptiert.

Jetzt freu ich mich aufs Weiterlesen heute Mittag. Bis dann :-)

 

 

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Gwendolyn22 kommentierte am 13. April 2018 um 09:29

Diese (kurze) Szene zählt für mich bisher zu den ulkigsten und schönsten des Buches. :-)

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MrsFraser kommentierte am 17. April 2018 um 22:11

Definitiv! Für mich hätte das Buch gerne komplett in diesem Ton bleiben dürfen.

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Gwendolyn22 kommentierte am 18. April 2018 um 10:34

Ja, ja, ja! Da stimme ich Dir zu. Ein absolutes Highlight im Buch  - die Erzählweise ist so speziell und hätte ruhig auch so weiter geführt werden dürfen.

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Lelu kommentierte am 15. April 2018 um 22:53

Leid tat er mir auch. Einen kurzen Moment dachte ich ja noch, er hat Schneid und begegnet Hedy auf einer humorvollen Ebene, aber ich befürchte, es sind nur Komplexe, die wirklich nicht überraschend sind xD

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Lilli33 kommentierte am 16. April 2018 um 06:42

Ja, ich dachte auch zuerst, Harald hat Humor und bietet Hedy Paroli. Aber das war ja dann tatsächlich nur ein kurzes Aufbäumen, bevor er wieder in der Versenkung verschwindet.

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Lilli33 kommentierte am 13. April 2018 um 16:26

So, nun habe ich den 1. Leseabschnitt beendet. War der Roman am Anfang noch einfach irgendwie witzig, kristallisiert sich so langsam heraus, dass die Figuren doch tiefgründiger sind, als ich das erwartet hatte. Diese Entwicklung gefällt mir recht gut. Mit den Rückblenden zu Hedys Eltern kann ich jetzt aber noch nicht so viel anfangen. Inwiefern sind sie für die Handlung in der Gegenwart wichtig? Gut, Jan braucht eine Aufgabe zum Aufschreiben, aber da hätte sich sicher auch etwas anderes gefunden. Und die Rückblenden erklären vielleicht auch ein wenig, warum Hedy so ist, wie sie ist. Aber ich hoffe, dass da vielleicht noch mehr Zusammenhang ist.

Die großen Fragen, die sich mir stellen, sind nun:

- Warum ist da dieser Konflikt zwischen Hedy und ihrer Tochter Hannah? Und warum eigentlich „Fräulein“ Hedy, wenn sie doch eine Tochter hat? Was ist mit Hannahs Vater?

- Was hat es mit Jans Bruder Nikolas auf sich bzw. mit der Beziehung der beiden?

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silencia kommentierte am 13. April 2018 um 17:26

Warum "Fräulein" frage ich mich auch. Dann scheint Hannah ja unehelich zu sein. Vielleicht ein Ausrutscher oder so? Oder gar ein Skandal?

Die Rückblenden zu den Eltern finde ich so interessant und schön, dass ich überhaupt nicht über eine nähere Bedeutung nachgedacht gabe. :D

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Lilli33 kommentierte am 13. April 2018 um 20:30

Ich bin wirklich gespannt, was mit Hannahs Vater ist. Hoffentlich erfahren wir das.

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Blümchen kommentierte am 15. April 2018 um 16:08

Die Frage mit dem "Fräulein" habe ich mir auch gestellt. Ich denke aber, dass die Familiengeschichte kontinuierlich weitererzählt wird, so dass wir erfahren werden, was es mit der (wahrscheinlich unehelichen) Tochter auf sich hat. Der Konflikt zwischen Hedy und ihrer Tochter Hannah ist im Buch ja auch sehr präsent und es wird sicherlich einen schwerwiegenden Grund haben, dass die beiden sich so voneinander distanzieren.

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Lelu kommentierte am 15. April 2018 um 22:59

Witzig, ich finde gerade die Rückblenden soooo schön und stimmig. Es erklärt ziemlich viel, auch jetzt schon wie ich finde. Sie erklären, warum Hedy so eine starke Persönlichkeit hat, vor allem von wem, aber auch, was es bedeutet jemand besonderes zu sein und gefördert zu werden (wenn ihre Eltern auf Anpassung gedrängt hätten, wer weiß, was dann auch ihr geworden wäre)...ich bin schon ganz gespannt, wie es weiter geht (da bin ich ganz bei Jan :D)!

Jans Bruder finde ich auch ganz komisch...so bestechend...

Mhh das mit dem Fräulein habe ich ganz selbstverständlich als Emanzipationsanspruch gedeutet, dass sie eben nicht hinter einem Mann zurücksteht. Aber wo ihr es nun sagt...Hannah deutete ja auch an, dass da was im Argen liegt und stimmt, sie hat ihren Nachnamen behalten (was bei der Bedeutung vielleicht nicht s ungewöhnlich ist?!?)...

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Lilli33 kommentierte am 16. April 2018 um 06:45

Ich habe nun auch den 2. Abschnitt schon gelesen, und mittlerweile kann ich fast tiefer in die Rückblenden eintauchen als in die Handlung in der Gegenwart. Jetzt hat auch für mich die Erzählung in der Vergangenheit voll ihre Berechtigung und ihren Sinn. :-)

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Lelu kommentierte am 16. April 2018 um 17:51

Uuiii, das klingt ja vielversprechend! :3

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MrsFraser kommentierte am 17. April 2018 um 22:14

Och nööö :(

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Lelu kommentierte am 17. April 2018 um 22:34

Ach, vielleicht überraschen dich die Rückblenden ja noch!

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lila-luna-baer kommentierte am 17. April 2018 um 15:08

Über die Fräuleinsache habe ich auch schon nachgedacht. Ich vermute, Hedy war halt einfach nicht verheiratet und hat ihre Tochter unehelich bekommen. Damit war sie damals sicher eine Ausnahme und das passt ja auch zu ihrem Charakter: Unkonventionell und mit eigenem Kopf. Das wird aber sicher noch mal näher thematisiert. Die Geschichte ihrer Eltern fand ich toll und dient sicher auch dazu, zu verdeutlichen, warum Hedy eben so anders ist als man es von Frauen in ihrem Alter erwartet. Dazu hat ihre Mutter sicher sehr viel beigetragen, die sich ja auch deutlich von anderen Frauen abhob.

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Lelu kommentierte am 17. April 2018 um 22:36

Auch auf die Gefahr hin, in Frauenrechtlichersache jetzt voll ins Fettnäpfchen zu treten: War es nach 1945 wirklich so untypisch, dass Frauen uneheliche Kinder zur Welt gebracht haben? Gehörte wahrscheinlich immer noch nicht zum guten Ton, aber dennoch...?

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Pitschpatschpinguin kommentierte am 13. April 2018 um 17:25

Ach Fräulein Hedy, was bist du nur für eine tolle Frau. Eineschillernde Persönlichkeit und so toll beschrieben, dass man tatsächlich das Gefühl hat mittendrin statt nur dabei zu sein. 

Ich hab in dem ersten Abschnitt schön laut gelacht, als der Zeitungsjunge gejagt wurde und mir wurde es warm ums Herz, als ich die kennenlerngeschichte ihrer Eltern eifrig aufsaugte. 

 

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graefinrockula kommentierte am 14. April 2018 um 13:41

Ich bin ganz vernarrt in das Buch. Hedy erinnert mich total an meine Großtante. Auch die Thematiserung von Legasthenie finde ich absolut wichtig und gut. Dazu die eingebaute Familiengeschichte macht das Buch bis jetzt lustig, unterhaltsam und abwechslungsreich.

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Everly kommentierte am 15. April 2018 um 22:00

Ich kann mich den bisherigen Kommentaren nur anschließen.
Im Moment ist es einfach nur ein wunderbares und tolles Buch.
Das Lesen macht sehr viel Spaß und Fräulein Hedy ist eine atemberaubende Frau.
Ich möchte auch eine Hedy werden :)

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Lelu kommentierte am 15. April 2018 um 23:09

Sooo, nachdem das Buch recht spät hier eingetrudelt ist, habe ich nun den ersten Teil (+ ein bisschen was, weil die Geschichte einfach sooo schön zu lesen ist ;D) nun gelesen und die Zeit, mich hier bei euch zu Wort zu melden:

Die Geschichte liest sich super schön, auf eine paradoxe Art sehr ruhig, bedenkt man die aufregenden Begebenheiten, die Hedy nicht ganz unschuldig provoziert. Fast wie eine Momentaufnahme, die mit den Rückblenden richtig schön unterfüttert wird, sodass das "Ziel" gar nicht so wichtig scheint - wobei ich schon neugierig bin, worauf das alles hinausläuft! Immerhin gibt es viele Konflikte bzw. lose Fäden: Der Mutter-Tochter-Konflikt, der so unbegreiflich erscheint, bertrachtet man die Beziehung zu ihrer eigenen Mutter und dann auch die von ihr zu ihrer Großmutter, Jan, und auch dessen Beziehung zu seinem Bruder...
Die Rückblenden packen mich bisher am meisten, weil sie irgendwie unbeschwert anmuten, aber abwarten, wohin sich das bewegt (man beachte die Zeit).

Was ich problematisch finde, ist der Umgang Hedys mit Problemen. Es ist bestimmt nicht grundsätzlich verkehrt, alles mal mit ein bisschen Humor zu betrachten, Hauptsache, die Dinge werden zur Sprache gebracht, aber gerade Jans Legasthenie und die Andeutung, dass man dem Problem in nullkommanix beikommen könnte finde ich schon leichtfertig...
Aber vielleicht kommt ja auch alles anders, deswegen mache ich mich gleich auch wieder ans lesen ;)

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Lilli33 kommentierte am 16. April 2018 um 06:50

Stimmt, Hedys Umgang mit Problemen ist schon "etwas anders". Wahrscheinlich gibt es nicht viel, was sie in ihrem bisherigen Leben nicht mit Geld erreichen konnte. So fällt es ihr einfach schwer zu akzeptieren, dass etwas nicht nach ihrem Willen geht.

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Lelu kommentierte am 16. April 2018 um 17:54

Oder mit ihrem Namen. Die Rückblenden verraten ja, dass die Familie zwar gut betucht, aber nicht direkt wohlhabend war...ich bin wirklich gespannt zu erfahren, wie Hedy dahin gelangt ist, wo sie nun am (na, mehr oder weniger) Ende ihres Lebens steht! Irgendwo muss sie ja einen Sprung gemacht haben, und ich will nicht glauben, dass es an einer Heirat lag...

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Lesepinguin kommentierte am 16. April 2018 um 08:18

Dieses Buch gefällt mir gut. Frl. Hedy macht auf mich manchmal den Eindruck als würde sie sehr eigensinnig und dickköpfig zu sein. Doch im nächsten Moment wieder emphatisch genug um die "Jungen" nicht all zu sehr zu verkraulen. Das sie Hannah und sie einen unerbitterlichen Mutter-Tochter-Fight geben (werden), war für mich sonnenklar. So wie Hedy beschrieben wird, wäre alles andere nicht besonders gut für die Story, oder auch eine Überraschung. Der Witz und die Tiefgründigkeit die sich bisher abzeichent hat einen gewissen Lesesuchteffekt.

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Lelu kommentierte am 16. April 2018 um 17:58

"Das sie Hannah und sie einen unerbitterlichen Mutter-Tochter-Fight geben (werden), war für mich sonnenklar."

Dass da noch irgendwas kommt, sowohl was den Streit betrifft, als auch die Gründe für denselben, das ist wirklich absehbar, den Streit in solch einem Ausmaß finde ich bisher jedoch trotzdem überraschend...Natürlich ist Hedy willensstark und unnachgiebig, was es als Tochter sicher nicht leicht macht, ihr gerecht zu werden, aber in Bezug auf Hedys eigene Mutter und Kindheit finde ich es trotzdem überraschend...zumal sie ja mit "normalen" Menschen ihrer Familie (Charly) auch sehr liebevoll umgegangen ist, soweit wir das wissen.

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lila-luna-baer kommentierte am 17. April 2018 um 15:14

Die Aufklärung des Mutter-Tocher-Konflikts ist das Spannendste an der Geschichte. Bei einer Frau wie Hedy, die sich um die Förderung fremder Kinder bemüht und auch so sorgsam mit ihren Angestellten umgeht und eigentlich sehr empathisch wirkt etc., erwartet man eigentlich keine so erbitterte Feindschaft mit der eigenen Tochter. Diese scheint ja auch eher von Hannah auszugehen. Und teilweise gewinnt man den Eindruck als würde es Hedy stolz machen, dass Hannah so gegen sie vorgeht, weil es ihre Willensstärke beweist. Trotzdem bin ich sehr neugierig wie es dazu gekommen ist und ob sich die beiden nicht doch wieder annähern können.

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silencia kommentierte am 17. April 2018 um 20:28

Da gebe ich dir Recht. Der Konflikt ist das einzige bisher, das mir tatsächlich Rätsel aufgibt. Bei allen anderen Dingen bzw. Beziehungen habe ich so eine grobe Ahnung, wo es hingehen wird.

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Lelu kommentierte am 17. April 2018 um 22:39

Außer man glaubt als junge Frau und während des Heranwachsens, man könne den Erwartungen der Mutter nicht genügen bzw. müsse sich immer hervortun und selbstbewusst sein, während man sich vielleicht auch einfach mal Unsicherheiten leisten möchte - das kann anstrengend sein und ist nicht gerade förderlich für eine gute Mutter-Tochter-Beziehung.

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MrsFraser kommentierte am 17. April 2018 um 22:23

Ich merke schon, dass ich mit meiner etwas kritischen Einstellung zum Roman ziemlich auf verlorenem Posten kämpfe... :) 

Aber leider enttäuscht mich die Entwicklung des Roman bisher sehr. Die Geschichte im Hier und Jetzt interessiert mich, nicht die Rückblenden, bei denen ich zudem nicht glauben kann, dass Hedy die Blickrichtung ihrer Eltern bei den ersten Begegnungen und sämtliche Beweggründe und Zeitabläufe so genau kennen kann. Welches Kind weiß denn so detailliert über die Begegnung der Eltern Bescheid? 

Zudem bin ich eine Leserin, der Rechtschreib- und Grammatikfehler oft ins Auge stechen. Und wenn dann auf der ersten (!) Seite direkt ‚dass‘ mit einem s zu wenig und ein paar Seiten später ‚ihm‘ ohne h geschrieben wird, dann bin ich auch direkt ernüchtert. Leider. :(

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 175
Lelu kommentierte am 17. April 2018 um 22:45

Was findest du denn so kritisch?

Dass du die Rückblenden nicht magst, kann ich nachvollziehen - das ist geschmackssache -, was aber das stilistische angeht, d.h. also die "enorme" Einsicht in die Gefühle, Überlegungen etc. der Eltern - schon mal überlegt, dass das bereits die Schreibübungen Jans sind, die wir hier lesen und dass dan einiges auch die Interpretation seines Autors sein könnte?!?

Ahh ja, die Fehler, die sieht man leider immer häufiger, das liegt am Lektorat in den Verlagen. Das ist eine Sauarbeit (und damit meine ich nicht den Umfang, sondern die Arbeitsbedingungen).

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MrsFraser kommentierte am 18. April 2018 um 08:41

Kritisch sehe ich bis jetzt hauptsächlich die inhaltliche Ausrichtung des Romans - der mehr in Richtung Hedys Geschichte geht als ihre gemeinsame Reise mit Jan ans Meer zu beschreiben. Eure Anmerkungen (und Hedys Planungen) lassen ja vermuten, dass auch Jan ein toller Schriftsteller werden soll, und so gesehen hat der Aufbau des Romans dann sicherlich seinen Sinn uns Zweck. Allerdings habe ich was anderes erwartet und da ich die ersten Seiten (bzw. die Beschreibungen der Gegenwart) so unterhaltsam finde, hätte ich gerne mehr davon gehabt. 

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Gwendolyn22 kommentierte am 18. April 2018 um 10:37

Das ist genau der Punkt, der mich neben der (erwarteten und nicht eingetretenen) leichten, humorvollen Erzählweise am meisten gestört hat - der Autor verlässt einfach den Pfad der gemeinsamen Reise(planung), von der man doch ausgeht, dass sie einen riesigen - wenn nicht DEN - Stellenwert im Roman hätte. So eine Art "Roadmovie" hätte es ja nicht mal mehr werden müssen, aber dennoch.... der Klappentext ist hier auch total irreführend, wie ich finde.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 175
MrsFraser kommentierte am 18. April 2018 um 11:41

Mal wieder... Ich sollte mir echt abgewöhnen, Klappentexte zu lesen!  ;p

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MrsFraser kommentierte am 18. April 2018 um 11:43

Mal wieder... Ich sollte mir echt abgewöhnen, Klappentexte zu lesen!  ;p --- Sorry, doppelt (keine Ahnung, wie das passiert ist :( )

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Lelu kommentierte am 20. April 2018 um 19:14

Dass es aber eine dramatische Entwicklung gibt, das stand im Klappentext!
Und dass die beiden nicht gleich losfahren können, auch, denn Jan hat ja keinen Führerschein ;) Aber es stimmt schon, es dreht sich viel um die Vergangenheit und Jans Zukunft, die Reise ist mehr nur der Anlass...

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Andreas Izquierdo kommentierte am 20. April 2018 um 19:30

Ja, genau so ist es. Kein Roadmovie, keine Sommerkomödie. Aber auch kein versteckter Schocker. Zwei Personen, zwei Generationen. Jeder mit dem, was ihn/sie bewegt und zu dem gemacht hat, was er/sie ist, um sich daraus zu befreien. 

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silencia kommentierte am 18. April 2018 um 06:39

Ich kann dich verstehen. Die Rückblenden muss man mögen. Und mich beispielsweise hat Jan noch nicht überzeugt. Mir gefällt die Figur nur bedingt....
Ich weiß gerade nicht, ob das so explizit schon im ersten Teil steht.... aber Hedy kann die Emotionen ihrer Eltern so gut nachvollziehen, weil sie die Aufzeichnungen ihres Vaters hat und diese auswendig kennt. ;)

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MrsFraser kommentierte am 18. April 2018 um 08:42

Aaaah! Vielen Dank. Vielleicht habe ich das überlesen, aber das macht dann durchaus mehr Sinn. Sie könnte sie Jan ja auch einfach vorlesen. Na gut - in dieser Hinsicht nehme ich meine Kritik dann zurück. ;)

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Lilli33 kommentierte am 18. April 2018 um 07:05

Zudem bin ich eine Leserin, der Rechtschreib- und Grammatikfehler oft ins Auge stechen.

Ich fühle mit dir. Du hast wohl genau wie ich eine nicht diagnostizierte und daher nicht behandelte Lese-Rechtschreibstärke.

10-20 Fehler in einem Buch sind heute leider keine Seltenheit mehr.

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MrsFraser kommentierte am 18. April 2018 um 08:38

:D Haha. Danke! Jetzt habe ich auch eine Bezeichnung dafür, wenn ich beim Lesen so leiden muss. ;)

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alexiskil kommentierte am 21. April 2018 um 17:47

Erwähnt sie denn nicht, dass sie das alles so genau aus Briefen ihres Vaters weiß? Ich hatte das so in Erinnerung, und deshalb hat es mich nicht gewundert, dass sie so viele Einzelheiten in den Rückblenden wiedergeben konnte. 

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Andreas Izquierdo kommentierte am 21. April 2018 um 18:12

Ihr Lieben, Hedy hat die Aufzeichnungen ihres Vaters. Aber selbst wenn sie sie nicht hätte, hätte ihr Vater ihr alles später ganz haarklein erzählen können. Oder ihre Mutter. Natürlich bestünde auch noch die Möglichkeit, dass wir diese Geschichte bereits aus Jans Feder lesen. Also, den ganzen Text.  Immerhin spielt alles 2010. Ich denke,  alles ist erzählerisch möglich und auch erlaubt. 

 

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katzi1968 kommentierte am 20. April 2018 um 15:30

Eine schöne Geschichte, die seicht und lustig anfängt. Fräulein Hedy, die gerne ihr und das Leben anderer bestimmt ist mir trotz ihrer herrischen und übergriffigen Art sehr sympathisch. Es ist wirklich kurios, wie Jan mit seiner Lese-Rechtschreibschwäche durchs Leben gekommen ist. Ich denke ebenfalls, dass noch sehr viel mehr hinter der Geschichte um ihn steckt. Die Rückblende in Hedys Kindheit ist spannend. Ich bin mir sicher, dass wir spätestens Ende des zweiten Teil des Buches wissen, warum Hedy so geworden ist wie sie ist. Und oft wiederholen sich Geschichten innerhalb der Familie, vielleicht ist da auch etwas, was sich zwischen Mutter und Tochter wiederholt. Auch die Oma wollte zunächst nicht zurücktreten und hat schließlich erst nach der schlimmen Zahnentzündigung der Enkelin, die hätte tödlich enden können, Anni akzeptiert und ist als Familienoberhaupt zurückgetreten.

Ich bin gespannt wie es weitergeht. Der Schreibstil ist fluffig leicht, gefällt mir sehr gut.

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BWV-57 kommentierte am 20. April 2018 um 22:30

Hm, ok, dann schreib ich auch mal was ... ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, was ich mit dem Buch anfangen soll. Ich kann irgendwie nicht einordnen, was das alles soll und wo es hingeht. Es gibt diese Legasthenie-Geschichte, was ganz interessant ist, die Entwicklung der Freundschaft zwischen Hedy und Jan und dann diese Rückblenden, die für mich nicht ganz dazupassen. Das ganze plätschert irgendwie so vor sich hin, ist auch nett zu lesen und stört nicht weiter, aber ich kapier nicht, was der Autor eigentlich will. Da ist irgendwie so alles mögliche an verschiedensten Ideen reingepackt, aber mir fehlen bisher ein zentrales Thema und ein schlüssiger Aufbau. Mal sehen, wie's sich weiter entwickelt.

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alexiskil kommentierte am 21. April 2018 um 17:57

Ich bin nun endlich (wurde auch Zeit!) mit dem ersten Teil fertig. Mir gefällt der Schreibstil sehr und hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich sicherlich auch in einem Zug durch die Geschichte gekommen.

Hedy finde ich toll. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich von niemandem etwas vorschreiben lässt, aber trotzdem auf der richtigen Seite steht und Gutes tut, ob mit ihrer Stiftung oder auch alleine mit ihrem Engagement für die Klassikkonzerte.

Die meisten Szenen sind tatsächlich sehr lustig, jedoch gibt es auch Stellen, die mir eher weniger realistisch vorkommen, z.B. der Grund, wieso Hedy Jan anstellt oder auch die Szene, in der sie fast den Zeitungsjungen überfährt. Jedoch tut das der Geschichte grundsätzlich keinen Abbruch.

Hinsichtlich der Rückblenden ist die Community ja eher geteilter Meinung, ich muss aber sagen, dass das meine Lieblingsstellen bisher sind. Ich finde sowohl die Kennenlernstory der Eltern als auch die kleine Hedy Klasse und bin gespannt, weshalb die Rückblenden so wichtig für den weiteren Verlauf sind.