Leserunde

Leserunde zu "Wenn es Frühling wird in Wien" (Petra Hartlieb)

Wenn es Frühling wird in Wien
von Petra Hartlieb

Bewerbungsphase: 29.01. - 15.02.

Beginn der Leserunde: 22.02. (Ende: 15.03.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des DuMont Verlags – 40 Freiexemplare von "Wenn es Frühling wird in Wien" (Petra Hartlieb) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Wien, 1912. Marie ist erst seit wenigen Monaten Kindermädchen im Haushalt des berühmten Dichters Arthur Schnitzler. Als sie für ihren Dienstherren ein bestelltes Buch abholt, lernt sie eine völlig neue Welt kennen: die Welt des Lesens. Und Oskar, den ebenso charmanten wie mittellosen Buchhändler …

Die Fortsetzung des Erfolgsbandes ›Ein Winter in Wien‹

ÜBER DIE AUTORIN:

Petra Hartlieb wurde 1967 in München geboren und ist in Oberösterreich aufgewachsen. Sie studierte Psychologie und Geschichte und arbeitete danach als Pressereferentin und Literaturkritikerin in Wien und Hamburg. 2004 übernahm sie eine Wiener Traditionsbuch- handlung, vormals »Buchhandlung Friedrich Stock« im Stadtteil Währing. Sie heißt heute »Hartliebs Bücher«. Davon erzählt ihr 2014 bei DuMont erschienener Bestseller ›Meine wundervolle Buchhandlung‹. In ›Wenn es Frühling wird in Wien‹ spielt diese Buchhandlung erneut eine zentrale Rolle.

15.03.2018

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 58 bis 116

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biadia kommentierte am 23. Februar 2018 um 15:25

Für Oskar hätt der zweite Leseabschnitt ja eine erfreuliche Änderung seines Lebens parat. Die Nachrichten zum Untergang der Titanic waren damals wohl sehr geschönt. Ob Fanni wirklich gerettet würde? Darf Sophie wirklich ins Haus der Familie Schnitzler zurückkehren. Da sind noch einige Fragen, aber besonders natürlich wie geht es mit Marie und Odkst weiter!

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lesesafari kommentierte am 23. Februar 2018 um 20:07

Den Zeitungsartikel finde ich auch interessant geschönt. Nur FAST wäre das Schiff zerstört worden. Ich frage mich, ob das ein Originalartikel gewesen ist. Denn die Zeitung gab/gibt es ja tatsächlich. Ich bin auch gespannt, was mit Fanni passiert. Und vor allem mit der Buchhandlung, wenn sie nicht zurückkehrt.

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gaby2707 kommentierte am 23. Februar 2018 um 20:36

Warum die österreichische Zeitung das Unglück so dargestelt hat, würde mich auch mal interessieren.

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lesesafari kommentierte am 23. Februar 2018 um 20:51

Ich schau mal in meinem dicken Reclam zur Wiener Moderne nach, ob es da was zur Titanic gibt. Aber man wollte vermutlich einfach das Schicksal (Sicherheitslücke) dieses großen, luxuriösen Superschiffes, das wohl auch als das sicherste Fahrzeug aller Zeiten eingeschätzt worden ist, nicht zugeben.

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Hermione kommentierte am 23. Februar 2018 um 22:48

Das ist bestimmt so recherchiert.

Wahrscheinlich ist die Berichterstattung absichtlich so positiv geschönt worden.

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lesesafari kommentierte am 23. Februar 2018 um 23:02

;) mir ist so als hätte ich das gerade im nachwort gelesen.

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Muschelschubser kommentierte am 24. Februar 2018 um 17:29

yup.. genau das schreibt sie

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frenx kommentierte am 25. Februar 2018 um 09:15

Naja, warum falsch über das Schicksal der Titanic berichtet wurde, steht im Nachwort nicht. Auch nicht, dass es absichtlich falsch war. Es könnte ja auch sein, dass die Zeitung zunächst solche Informationen hatte. 

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wandagreen kommentierte am 28. Februar 2018 um 10:10

@frenx: Doch. Die Reederei wollte zuerst nicht das ganze Ausmaß der Katastrophe zugeben.

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marsupij kommentierte am 08. März 2018 um 18:08

Genau; solche geschönten Berichte gab es damals, weil die Reederei versucht hat, das Ausmaß zu vertuschen. Aber das hat dann ja wohl nicht geklappt.

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Bibliomarie kommentierte am 25. Februar 2018 um 16:27

Das interessiert mich auch brennend, vor allem wie es zu dieser geschönten Darstellung kam.

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Cassandra kommentierte am 26. Februar 2018 um 16:19

Ich habe mich auch gefragt, ob die Autorin das erfunden hat, oder ob es diesen Zeitungsartikel so gegeben hat.

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ulrike rabe kommentierte am 06. März 2018 um 22:28

Die Kronen Zeitung hat offensichtlich schon damals das geliefert, was man heute "alternative Fakten" nennt. Das Blatt wird maximal von den Gratisschmierblättern, die in den Ubahnstationen aufliegen, unterboten. :)

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Lesemama kommentierte am 10. März 2018 um 08:01

Ist die Kronen-Zeitung die österreichische BILD?

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Hermione kommentierte am 23. Februar 2018 um 22:56

Als Fanni im ersten Abschnitt von der großen Schiffsreise erzählte, dachte ich schon, oh, oh....!

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lesesafari kommentierte am 23. Februar 2018 um 23:03

ich auch!! (hach, da passiert nichts, gleich ist sie weg oder bleibt mit ihrer freundin direkt in amerika). ;)

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wandagreen kommentierte am 27. Februar 2018 um 20:47

Ohne diesen Zwischenfall wäre das Büchlein ganz schön langweilig oder?

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ErikaMustermann kommentierte am 27. Februar 2018 um 20:50

Stimmt und ohne den bösen Kommentar von Arthur Schnitzler ebenso.

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lesesafari kommentierte am 27. Februar 2018 um 20:58

jedenfalls nicht "historisch".

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Lesemama kommentierte am 08. März 2018 um 09:12

pst, wanda, ich finde das Buch trotz des Zwischenfalls langweilig ...

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marsupij kommentierte am 08. März 2018 um 18:09

oh ja, so kam ein wenig "Spannung" oder ein Hauch derselben auf

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naibenak kommentierte am 13. März 2018 um 09:30

Wanda... witzig, dass du das fragst ;) Ehrlich gesagt mag ich es lieber ohne solche gigantischen "Zwischenfälle" ;) Ich will gar keine mega spannende Story, die zudem auch noch sehr konstruiert wirkt, zu lesen bekommen. Komisch vielleicht, aber ich mag es, wenn die Geschichte einfach fließt. Dieses ganze Fanni-Gedöns hätte es für mich nicht gebraucht. Dann vielleicht doch ein bisschen mehr Schnitzler... ;)

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gaby2707 kommentierte am 23. Februar 2018 um 20:35

Sophie hat ja nochmal richtig viel Glück gehabt, dass sie noch rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht wurde. So einen Dienstherrn musste man sich zu der damaligen Zeit suchen, der sich so wie vor allem Herr Schnitzler um seine Angestellten kümmerte. Hoffentlich hat das nicht noch ein Nachspiel, dass Marie Oskar erzählt hat, was mit Sophie wirklich los war. Und Frau Schnitzler scheint nicht sehr begeistert, dass Sophie wieder ins Haus kommen soll. Ich bin gespannt, ob sie sich nicht doch noch durchsetzt.

Bei diesem Satz von Heini habe ich kräftig lachen müssen: "Die Buchstaben machen einfach, was sie wollen." Den Spruch hatte mein Sohn als Zweitklässler auch immer drauf. Und genau wie Heini war er mit senen Gedanken immer woanders, nur nicht bei den Hausaufgaben. Da kann ich Marie sehr gut verstehen.

Rubeola habe ich jetzt erst mal googeln müssen. Hatte man damals für Röteln, Masern usw. wirklich nur ein Wort?

Das sehr persönliche Gespräch zwischen Friedrich Stock und Oskar hat mir sehr gut gefallen. Und wenn Oskar nun schon Teilhaber wird, wird er bestimmt auch bald mehr Geld haben und er und Marie hätten vielleicht doch noch eine gemeinsame Zukunft.

Ich finde es toll, wie Arthur Schnitzler mit seinen Kindern, aber auch mit seinen Angestellten umgeht. So offen und liberal war man zu der damaligen Zeit bestimmt nicht immer und vor allem nicht jeder.

Wie muss sich Marie gefühlt haben, als sie vor der Tür steht, lauscht und mitbekommt, dass Oskar mit einer anderen jungen Dame unterwegs war. Noch schlimmer finde ich, dass Arthut Schnitzler Marie als dumm bezeichnet.

Die Eheleute fahren immer wieder mal an den Semmering. Dort logieren sie bestimmt im Grand Hotel Panhans. Allerfeinstes Ambiente – heute noch. Da kann ich mir gut vorstellen, dass sich Olga da wohlgefühlt hat. Und dort war sie bestimmt auch nicht immer krank.

Warum steht in der Zeitung, dass alle Passagiere der Titanic gerettet wurden?

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lesesafari kommentierte am 23. Februar 2018 um 21:05

Der Herr Schnitzler und sein Vater waren doch selbst Mediziner, mich wundert es, dass er nicht mal selbst nach dem Rechten schaut. Ich glaube, er hat sein Studium abgebrochen, aber ein bisschen Ahnung muss es doch gehabt haben. Hier ruft er ständig nach Dr. Pollak.

Ich meine, Frau Olga kam selbst nicht aus hohen Kreisen, sie möchte bestimmt ihren guten Ruf nicht schädigen und den schönen Schein wahren. Und Arthur wird in Berichten auch nie gut dargestellt, hier ist er ja richtig herzlich und liebevoll und gutmütig und kontaktfreudig. 

Ich kann diese Kinderkrankheiten auch nicht auseinanderhalten. Rote Flecken, Jucken und Fieber... Eine Bezeichnung reicht doch ;D. Früher müssen die doch noch richtig gefährlich gewesen sein, Heini übersteht es aber super. Den Impfstoff müsste es allerdings schon gegeben haben (glaube, der wurde 1901 fertig gestellt).

Das wird interessant, ob Oskar Marie doch noch ehelichen wird. Arthur scheint ja nicht so abgeneigt zu sein, obwohl er ja zu Olga gegenteilig von einer Beziehung zwischen den beiden redet. Aber da gab es ja auch Fanni tatsächlich noch. Mal sehen, ob sie wieder auftaucht. Ich könnte mir fast vorstellen, dass es bald ein 3. Buch geben wird. :) --- Ja, das war echt schlimm, dass er "dumm" sagte. Aber an der Stelle dachte ich mir, so passt das zu den historischen Texten doch besser. Komisch finde ich, dass Oskar immer als so gebildet dargestellt wird. Woher hat er denn diese hohe Bildung? Waren seine Eltern auch schon etwas besser betucht? Oder hat ihm der Buchhändler noch so viel beigebracht? Von Buchhaltung versteht Oskar jedoch noch nichts. Und wer weiß, was er sich so angelesen hat. Hmm... Da Marie allerdings 1912 schon lesen konnte, kann sie gar nicht so ungebildet sein. Und sie wäre sonst eigentlich auch kein Kindermädchen geworden. Das waren eigentlich die Damen aus besserem Hause, die Matura hatten, aber noch nicht verheiratet. Die konnten den Kindern aus reichem Haus dann auch bei den Hausaufgaben helfen.

Olga musste ja krank sein, das schickte sich für die edlen Damen damals. Sagt(e) man so... ;)

 

 

 

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gaby2707 kommentierte am 23. Februar 2018 um 21:09

Wenn ich mich noch richtig erinnere, ist Marie auch ein paar Jahre zur Schule gegangen, bevor sie ihr Vater zum Arbeiten weggab.

Die Eltern von Oskar hatten eine Druckerei und Oskar hat sich sein Wissen angelesen. Was er ja auch jetzt noch immer tut. Und er ist halt vielseitig interesiert.

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lesesafari kommentierte am 23. Februar 2018 um 21:21

;D Sie wurde doch weggegeben und ist nicht abgehauen.

Hm, es wirkte schon sehr kontrastreich, wie Oskar und Marie vom Herrn Schnitzler dargestellt wurden, dumm- sehr gebildet, studiert hat er ja nicht.

Weißt du, wie alt Marie ist?

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gaby2707 kommentierte am 23. Februar 2018 um 21:47

Sie wurde weggegeben und ist von dort wegen ... abgehauen. Marie ist jetzt 18 Jahre alt.

Ich denke, Oskar kann sich sehr gut in höheren Kreisen bewegen, da er sehr belesen ist. Wenn man sich mit den Herrschaften unterhalten kann, ist das schon Gold wert. Daher die hohe Meinung auch von Herrn Schnitzler.

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lesesafari kommentierte am 23. Februar 2018 um 23:05

das klingt immer so, als wären sie schon mitte 20. schon länger erwachsen.
aber gut. im weiteren verlauf kommt die familuengeschichte nochmal im kurzdurchlauf. sehr hilfreich für mich.

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Hermione kommentierte am 23. Februar 2018 um 22:49

Ja, sie haben Bücher gebunden, nicht wahr?

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gaby2707 kommentierte am 24. Februar 2018 um 19:09

Das habe ich auch so in Erinnerung.

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marsupij kommentierte am 08. März 2018 um 18:10

Die Schulpflicht gab es da schon

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lesesafari kommentierte am 08. März 2018 um 23:03

Ja, aber vermutlich doch nur ein paar Pflichtjahre (Grundschule), damit man rechnen und schreiben konnte. Reichte doch, den Hof versorgen zu können.

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Lesemama kommentierte am 09. März 2018 um 13:59

Ich glaube aber, zu der Zeit sind die Mädchen tatsächlich nur drei oder vier Jahre zur Schule gegangen

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Büchi kommentierte am 24. Februar 2018 um 00:27

Arthur Schnitzler war Larynologe, also so etwas wie ein HNO Arzt heute. Da machte es schon Sinn, wenn er für Heini den Hausarzt holte. ;-)

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2018 um 15:23

und der großvater? ob er wohl noch lebte, wohl eher nicht. :) aber man braucht doch auch ein grundstudium in medizin, als hno-arzt, auch wenn ich glaube, dass mein ehemaliger das nicht gehabt hat. :D da wäre es auf jeden fall besser, den hausarzt zu rufen.

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Tara kommentierte am 26. Februar 2018 um 20:14

Danke, damit wäre klarer, warum er ständig den Doktor ruft. Allerdings sollten auch die Experten ein wenig Ahnung von Allgemeinmedizin haben.

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lesesafari kommentierte am 28. Februar 2018 um 19:26

In der Kurzbio wird nur erwähnt, dass der vater Larynologe war. Zu Arthur habe ich bei Goldmann udn Reclam nur gefunden, dass er eine Doktorgrad in Medizin hatte, an der Poliklinik der Assistent seines Vaters, in der Psychiatrie mit Hypnose und Suggestion angefangen hat und nach dem Tod seines Vaters eine Privatpraxis eröffnet hat.--- Also nachdem ich das nachlas, macht es jetzt für mich noch weniger Sinn.

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Bibliomarie kommentierte am 25. Februar 2018 um 16:34

Die früh verstorbenen Eltern von Oskar war wohl Buchbinder und damit wahrscheinlich Büchern und Bildung gegenüber auch aufgeschlossen. Dann hat er sich auch vieles in der Buchhandlung angeeignet und Stock als Chef schätze ich als Mentor ein, der ihm auch viel Wissen vermittelt hat.

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lesesafari kommentierte am 25. Februar 2018 um 23:29

Ich habe im 3. Teil gelernt, Oskar war 8 als seine Eltern starben und kam dann ins Heim. Damit die Kinder nicht auf der Straße herumlungerten, hat man ihnen die Kulturtechniken näher gebracht und mit 15 ging er dann zu Herrn Storck und bildete sich mit Hilfe von Büchern fort.

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florinda kommentierte am 24. Februar 2018 um 08:15

Ich war vor über 10 Jahren dort einmal im Café-Restaurant. Wirklich alles beeindruckend.

Was die Titanic angeht... es konnte sich einfach kein Mensch vorstellen, dass dieses Schiff tatsächlich mit Mann und Maus untergeht. Und anfänglich glaubte man wohl wirklich an eine Rettung fast aller. Man wusste ja nicht, dass es mit Rücksicht auf die Bequemlichkeit der Erster-Klasse-Passagiere und im falschen Gefühl der Sicherheit zu wenig Rettungsboote gab. Und diese dann auch noch nicht voll besetzt wurden...

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Tara kommentierte am 25. Februar 2018 um 15:48

Ich finde das Verhalten Arthur Schnitzlers seinen Angestellten gegenüber auch einfach großartig, seine Frau scheint da ein wenig schwieriger zu sein.

Heini finde ich total süß, ich mag seine Art.

Der Zeitungsartikel hat mich auch ein wenig irritiert.

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Bibliomarie kommentierte am 25. Februar 2018 um 16:28

Stimmt, Sophie hatte unglaubliches Glück. Das war nicht selbstverständlich zu dieser Zeit. Was für ein Elend für die Frauen, unwissend, ausgenutzt und dann allein gelassen.

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Bibliomarie kommentierte am 25. Februar 2018 um 16:31

Das Gespräch, dass Marie mitanhören musste hatte es in sich. Ziemlich herablassend die Schnitzlers, vor allem Olga. Über sie habe ich mir ja so meine Gedanken gemacht, so ganz die Dame war sie auch nicht, schließlich hat sie Schnitzler erst ein Jahr nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes geheiratet. Ihre Herablassung gegen Sophie und Marie ist nicht angebracht.

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Tara kommentierte am 25. Februar 2018 um 19:03

Leider ist es doch oft so, dass gerade die, die eigentlich am nächsten dran sein müßten die größte Herablassung demonstrieren, um sich zu distanzieren.

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lesesafari kommentierte am 25. Februar 2018 um 23:31

Das finde ich auch geschickt gemacht. Hin und wieder wurde nicht dann doch etwas nicht geschönt, sondern so dargestellt wie es in der Realität ist.

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Cassandra kommentierte am 26. Februar 2018 um 16:25

Ich finde auch das Olga authentisch dargestellt wurde und nicht als Gutmensch, wie alle anderen. Mir gefällt sie am besten.

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Lesemama kommentierte am 09. März 2018 um 14:03

Anscheinend ist die gute Olga sehr stark in Verdrängen gewisser Situationen. Sonst würde sie sich wohl eher zurückhalten.
Aber kaum aufgestiegen in die 'gute' Gesellschaft, schon zerreißt man sich das Maul über andere.
Dabei ist Sophie einfach nur schrecklich naiv gewesen.

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Bibliomarie kommentierte am 09. März 2018 um 18:45

Nicht nur naiv, sondern auch absolut unaufgeklärt, die Mädels damals wußten doch zum Teil gar nichts. Das merkte man doch im Gespräch von Marie und der Köchin.

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ulrike rabe kommentierte am 06. März 2018 um 22:26

Naja, das Panhans war schon vor ein paar Jahren ziemlich desolat und ist mittlerweile in der Insovenz. Das allerfeiste Ambiente hat sich spätestens mit den ukrainischen Investoren in Luft aufgelöst.

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Hermione kommentierte am 23. Februar 2018 um 22:54

Es geht genauso bezaubernd weiter wie im ersten Abschnitt.

Süß, wie Marie eifersüchtig reagiert, als sie von Oskars Treffen mit Fanni erfährt!

Die arme Sophie! Wer sie wohl geschwängert hat...?

Gut gefallen hat mir auch der Zoobesuch, Heini ist einfach wunderbar pfiffig!

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lesesafari kommentierte am 23. Februar 2018 um 23:08

ja, der zoobesuch war mein lieblingsausflug. der wurde schön in die länge gezogen und anschaulich beschrieben, wie das mit kindern so im zoo ist.
jaa, die stelle mit dem panther fand ich besonders gut. man musste jetzt aber nicht noch einmal extra auf das gedicht und den dichter hinweisen :D, das hat meine karriere im deutschunterricht zerstört. gepard, löwe, tiger... ist doch egal :D.

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gaby2707 kommentierte am 24. Februar 2018 um 19:00

Der schwarze Panther und die Affen waren die Lieblinge meiner Kinder. Und wir waren sehr oft zusammen im Zoo. Ich gehe heute noch ab und zu hin.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2018 um 20:54

ich rätsel immer, was ich am liebsten angeguckt habe, aber ich glaube alle tiere, hauptsache man sah sie auch. elefanten und giraffen waren bestimmt weit vorne. affen fand ich nie so toll wie andere.

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Hermione kommentierte am 26. Februar 2018 um 16:29

So ein Kriterium habe ich auch! Babytiere - egal bei welchen - waren auch immer sehr weit vorne!

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ErikaMustermann kommentierte am 27. Februar 2018 um 20:56

Das erinnert mich an den Zoobesuch mit meinem Sohn. Allerdings ist er erst drei und er will immer zu den Elefanten, Tigern und Schlangen.

Ich mag Heini überhaupt nicht. Sein Besserwisserei ist mit der Zeit etwas ermüdend und ich habe ständig Young Sheldon vor Augen...

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lesesafari kommentierte am 27. Februar 2018 um 21:00

:DDDD na, so schlimm ist der heini doch auch wieder nicht.

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ErikaMustermann kommentierte am 28. Februar 2018 um 06:35

Er ist mit der Zeit ein wenig ermüdend... Heini ist schon ein merkwürdiger Kosenamen (wobei unser jüngster Sohn, mit Lolo, auch eine nicht gerade einen Spitznamen hat, an dem man seinen richtigen Namen ableiten kann :-) )

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lesesafari kommentierte am 28. Februar 2018 um 17:08

heini- heinrich kann man ja noch nachvollziehen.

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yesterday kommentierte am 04. März 2018 um 17:27

Genau, zumal es damals einfach auch eine Art Sprachbild war, wie man die Namen abkürzte, die Kinden benannte. Ist heute nichts anderes, nur mit anderen Namen. Kevin - Kev? Oder Ähnliches.

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Büchi kommentierte am 24. Februar 2018 um 01:04

Sophie, das Hausmädchen, kommt nach einem verpfuschten Schwangerschaftsabbruch, - nicht selten in früheren Jahren -, in eine Klinik. Deshalb müssen Anna, die Köchin und Marie zusätzliche Aufgaben im Hause Schnitzler übernehmen. Als Heini "einen Einser im Diktat" nach Hause bringt, wird ihm der Wunsch nach einem Tiergartenbesuch (Schönbrunn) erfüllt. Staunend verbringen Marie, Heini, Lili und Oskar, der als zweiter Erwachsener die Gruppe begleiten darf, den Tag inmitten von Elefanten, Affen und Raubkatzen. Wunderschön das Rilke Zitat aus "Der Panther" auf Seite 93 angesichts des Raubtieres: " Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe. Und hinter tausend Stäben keine Welt.". Zitiert von Oskar, der Marie zu Beginn ihrer Bekanntschaft ein Rilke Büchlein geschenkt hatte. Dort kann auch zwischen Marie und Oskar geklärt werden, dass Oskar kein "Gspusi" mit Fanni hat, hat doch Marie derartiges vermutet, nachdem sie halb freiwillige Ohrenzeugin eines Gespräches zwischen den Eheleuten Schnitzler wurde,

Friedrich Stock, der Besitzer der Buchhandlung in der Währinger Strasse im 18. Gemeindebezirk, bittet Oskar eines Abends auf ein Bier, ein Gulasch und ein Wort. Nochmals versucht er, Oskar zu einer Heirat mit Fanni Gold zu bewegen,doch Oskar macht ihm schnell klar, dass er und Fanni niemals als Paar zusammenkommen werden und er ja ohnehin sein Herz bereits verschenkt hat. Ohne langes Zögern, und man hat den Eindruck, als habe sich  Herr Stock das im Vorhinein bereits überlegt, bietet er Oskar eine geschäftliche Partnerschaft an, mit der Perspektive der Geschäftsübernahme. Damit Oskar auch eines Tages "Frau und Kinder ernähren kann".

Arthur Schnitzler wird als gütiger und hilfsbereiter Mann geschildert, während die Gattin eher unsympathisch und zickig daherkommt. Unangenehm fand ich allerdings die Stelle, an der sich Arthur Schnitzler sehr dünkelhaft und abwertend über Marie äussert. Das passte eigentlich so gar nicht zu dem Bild, das bislang von ihm gezeichnet wurde. Und .... Marie macht sich immer mal wieder sehr klein, obwohl sie ja eine gewisse Bildung hat (sie kann lesen, sie hat "Sozialkompetenz" und Empathie); das mag aber ihrer Biographie (Herkunft, Verhalten ihrer Eltern, bisheriger Lebensweg) geschuldet sein.

Fanni, die begeistert gemeinsam mit ihrer Freundin das "größte Schiff" auf dem Weg nach Amerika betreten hatte, hat ein jähes Ende gefunden, auch wenn die Zeitungen zunächst berichten, dass alle Passagiere gerettet werden konnten. Wir wissen es aber schon beim Lesen besser. Und auch das ist ein spannendes Moment, wenn man einen "historischen" Roman liest. Dass wir heute wissen, wie dieses oder jenes ausgeggangen ist oder sich weiter entwickelt hat.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2018 um 15:27

Viel Spaß beim Weiterlesen! :)

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Cassandra kommentierte am 26. Februar 2018 um 16:31

Mich wunderte das auch. Wo doch Schnitzler so nett und freundlich beschriebenen wird. Diese Falschheit passt doch nicht zum Buch. Hätte ich eher Olga zugetraut.

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Tara kommentierte am 26. Februar 2018 um 20:18

Stimmt, das passte nicht so richtig, zu dem Bild, was man bisher von ihm erhalten hatte. Aber vielleicht sollte er nicht zu perfekt wirken (?).

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wandagreen kommentierte am 27. Februar 2018 um 20:57

@Büchi: Der Schnitzler war nicht so ein angenehmer Zeitgenosse, wie es hier dargestellt wird. Allerdings war er geistig schon recht liberal. Ob er die Sophie nicht selber geschwängert hat? Ich traue es ihm zu. Die Olga hat er immer unterdrückt oder?

Na egal, ich muss doch noch mal ne Bio zu ihm lesen, dem guten Arthuro.

Ja, aber: Schöne heile Welt: dem Oskar wird ein Anteil an der Buchhandlung geschenkt. O Almöhi, mei Heidi und Peter, was heile Welt. M.a.W. kein Wort glaub ich. Hanni und Nanni. Ja, gut, ich glaub kein Wort, aber schön wärs halt gewesen, wenn die Welt so wär!

Ich weiß echt nicht, wie ich DAS bewerten soll, den Schreibstil für junge Mädels in den 70ern, die Scheinwelt dieser artigen Menschen, die keinen Körper haben (z.B. Oskar, der so gar keine Hormone hat und äh, "Bedürfnisse"), die gute Köchin, die gute Dienstherrschaft, i kann ni mi. So war das NICHT.

 

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La Calavera Catrina kommentierte am 28. Februar 2018 um 16:40

Das wäre ja mal was, wenn der Arthur die Sophie geschwängert hat. Das würde allerdings gar nicht zu dem Bild passen, dass uns die Autorin vermitteln will. Ich kann deine Verstimmtheit nachvollziehen. Letztlich ist das Ganze mehr fiktiv als historisch, und wenn man sich das erstmal bewusst gemacht hat, dann kann man sich der Geschichte aus besser hingeben. Ich meine, wie viele Filme wollen uns eine Sicht auf die Welt verkaufen, die es so nicht gibt. Im Nachwort bezieht sich gleich der erste Satz auf diese Thematik - sicher kein Zufall. Ich finde die Mischung 30/70 okay. Das ist eindeutig ein "Feel Good Book". Ohne Zeitmaschine kann man keinen 100% historischen Roman schreiben - zumal Roman für mich nie 100% impliziert. ABER ich habe noch nicht viele historische Romane gelesen ;)

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wandagreen kommentierte am 28. Februar 2018 um 18:34

Mit 15 habe ich solche Romane geliebt - aber heute ist mir zu viel Zuckerguß einfach zuviel. Wenn einige Dinge anders gewesen wären im Buch, ich kann mich nicht erinnern, in welchem Teil alles gelegen ist und will deshalb nicht spoilern, dann wäre mir die fehlende Historizität egal gewesen, aber mit dem Zuckerguss ist es halt ein Jungmädelbuch von annodazumal, das die älteren Damen lieben, die diese Bücher annodazumal gelesen haben. Das geht mir auch so. Aber literarisch schätze ich es anders ein, weit, weit unten.

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silesia kommentierte am 01. März 2018 um 09:59

Ja, so langsam hatte ich auch den Eindruck, kein "Buch" für 18 Euro zu lesen, sondern eher einen "Groschenroman"...

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Lesemama kommentierte am 08. März 2018 um 09:21

Dem Eindruck hatte ich von Anfang an ...

Ich hätte im Leben keine 18 Euro für das Buch ausgegeben

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Lesemama kommentierte am 08. März 2018 um 09:19

Ich habe auch schon vermutet, dass Schnitzler die Sophie geschwängert hat. Dann würde auch passen, dass er den Klinikaufenthalt bezahlt.

Und habe ich nicht gelesen, dass er sich nach er Geburt von Heini noch nicht sicher war, ob er zu Olga stehen soll?

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marsupij kommentierte am 08. März 2018 um 18:12

Ich hatte Schnitzler recht schnell in Verdacht, Sophie geschwängert zu haben (habe aber das Buch nun beendet und weiß, wer es war).

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Lesemama kommentierte am 09. März 2018 um 14:05

Ich mittlerweile auch (;

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2018 um 10:31

Wunderschön,mir gefällt dass Petra Hartlieb den Zeitgeist des rühen 20.Jahunderts einfängt.Es ist für mich Nesthäkchen für Erwachsene .Olga Schnitzler finde ich zickig (ich habe gelesen dass sie sich im richtigen Leben später scheiden gelassen haben )

Mir ist nicht ganz klar ob der Zeitungsartikel geschönt ist ,oder ob Frau Hartlieb die Passagiere gerettet hat.Dies fände ich aber ärgerlich.Hätte sie Fanni einfach nicht einsteigen lassen.

Ich warte immer noch auf die erwachte und versprochene  Lesebegeisterung von Marie.

 

Entschuldigt falls mein Komentar doppelt oder fast gleich nochmal auftaucht ,der andere ist gerade verchwunden; )

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Tara kommentierte am 25. Februar 2018 um 15:54

Nesthäckchen für Erwachsenen, das ist ja ein süßer und passender Vergleich.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Hartlieb die Passagiere gerettet hat und deswegen den Zeitungsartikel umgeschrieben hat. Das würde (für mich) nicht zum Rest passen, da ich den Eindruck habe, dass alles aus der zeit möglichts authentisch dargestellt wird.

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wandagreen kommentierte am 27. Februar 2018 um 20:59

Ich habs Pucki genannt, aber Nesthäckchen ist noch besser. Es ist satzmelodischer. Man könnte es sicher auch Verarsche nennen, ich weiß noch nicht, in welche Richtung das Pendel ausschlagen wird.

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Tara kommentierte am 27. Februar 2018 um 21:35

Das klingt aber hart. Ich finde sowohl Nesthäckchen als auch Pucki ganz süß, beides ist nette Unterhaltung  - mehr aber auch nicht.

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wandagreen kommentierte am 28. Februar 2018 um 18:38

Oh ja, Tara, aber wann wurden die aufgelegt und wann gelesen? Guckt man sich die Jugendbücher von heute an, sehen die anders aus. Florinda: Nesthäkchen, Nesthäkchen, Nesthäkchen, nie wieder nei wieder nie wieder   anders

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Tara kommentierte am 28. Februar 2018 um 21:10

Meine Nesthäkchen (hab`s kapiert ;)) Bände sind  von 1952. Aber Du hast natürlich recht, heute liest das kein Kind mehr. Meinen Töchtern gefielen die Bücher überhaupt nicht, die Sprache passt nicht mehr und ausreichend Action beinhalten sie auch nicht.

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silesia kommentierte am 01. März 2018 um 10:03

Oh, schön, so alte Nesthäkchen haben wir auch noch... Und sowohl die als auch Pucki habe ich gerne gelesen, gerade weil die Sprache so "anders" ist. "Pucki für Erwachsene" finde ich eine tolle Aussage zu diesem Büchlein :-)))

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lesesafari kommentierte am 02. März 2018 um 19:55

mir hatte auch nur der 1. band gefallen. ich wollte unbedingt die weiteren teile, aber die warn doof. heute weiß ich nicht mehr, um was es ging. spielen auf einer insel oder so.

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wandagreen kommentierte am 05. März 2018 um 17:34

@Tara: du hast es glücklicherweise nicht bemerkt, weil betroffen und reuevoll wegen eigenem Nesthäcken, aber ich hab das ja genau so geschrieben gehabt ... deswegen hab ich das Mantrahaft wiederholt, nicht, dass noch Leila auf den Plan treten muss ...

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Tara kommentierte am 05. März 2018 um 18:11

*lach* Ich hab`s jetzt kapiert und wundere mich, dass ich ein Wort, dass ich so oft gesehen und gelesen habe, so konsequent falsch geschrieben haben. Das muss man auch erst einmal schaffen...

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marsupij kommentierte am 08. März 2018 um 18:11

Nesthäkchen fand ich ganz furchtbar. Erinner mich doch nicht daran.

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wandagreen kommentierte am 08. März 2018 um 18:28

Und dann magst du diese Gschicht?

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Muschelschubser kommentierte am 24. Februar 2018 um 17:30

S. 58 Der Frühling kommt.

Ich frage mich, ob sich das noch was zwischen Schnitzler und Marie entwickelt, weil Hartlieb so arg darauf rumreitet, dass sich Schnitzlers immer streiten.
Sophie hat also das Kind verloren, war sie bei einer Engelmacherin? Von wem ist das Kind? Hoffentlich nicht vom dr. Schnitzler, das wäre mir dann echt zu viel... er sorgt ja schon sehr gut für seine Dienstboten, zahlt sogar die Poliklinik.

S.64 ok.. Schnitzler war es wohl nicht und ja, sie hat einen Eingriff vornehmen lassen (das muss teuer gewesen sein, wo sie wohl das Geld dazu her hatte).

S. 68 Marie kann wohl gut lesen, und La sie das Arbeitszimmer putzt muss 8weil Sophie nicht da ist) liest sie auch die Notizen des Herrn Doktor.

S. 70 Heini wird krank (Masern?)  .. yup! Sag ich doch!

S. 73 aus Oskars Sicht: Friedrich Stock bittet Oskar zu einem Gespräch.  er will mit ihm über Fanni reden und Oskar gesteht oh, dass Fanni gesagt hat, sie interessiere sich nicht für Männer. Trotzdem hält Stock sie für eine gute Partie. Oh und nun stellt sich heraus, dass Gold alles weiß und er Oskar etwas gelochtes vorgeschlagen hat wie Stock: Fanni heiraten und was hinter den beschlossenen Türen stattfindet muss keiner wissen. alle hätten was davon: Fanni könnte ihr Liebesleben haben, Oskar wäre der Inhaber einer tollen Buchhandlung. Gold: „Die besten Ehen sind Vernunftehen“ (S. 77) Gold scheint zu glauben, dass Fannis Vorliebe für Frauen nur eine Phase ist...  „der Fanni ändert sich“.
Stock teilt Oskar mit, der es ihm die Buchhandlung einmal vermachen will. Und macht ihn jetzt zum Partner („Wir müssen zum Notar“)

S. 82 ff Marie soll mit den Kindern i den Tiergarten fahren, weil Heini sich das wünscht und Schnitzler nach Semmering fahren wollen. Heini möchte, das Oskar mitgeht. Weil Olga Schnitzler ihr vorwirft „Ein schwangeres Dienstmädchen reicht“ und sie nicht will, dass Oskar mit in den Tiergarten geht, nimmt Marie sich das sehr zu herzen und muss an den Kuss denken und hat ein sehr schlechtes Gewissen (Schnitzler ist dagegen für die Begleitung durch Oskar). Wird Marie jetzt kühler zu Oskar sein, aufgrund der Bemerkung von Olga Schnitzler?
Als sie lauscht hört sie Herrn Schnitzler sein Frau von Fanni & Oskar im Sacher erzählen. Wie ich vermutet habe, kommt es irgendwie bei Marie an, dass er die beiden getroffen hat.

Am nächsten Tag ist Marie überaus übel gelaunt.
Schnitzler ruft bei Stock an und vereinbart, dass Oskar Marie und die Kinder in den Tiergarten begleitet.
Und Marie hofft, dass es an dein Tag in Strömen regnet, damit sie nicht gehen muss. Sie glaubt, Oskar treibt nur ein Spiel mit ihr.

S. 90f Anna (die Köchin) bereitet eine Jause vor, Heini ist aufgeregt und schaut in der Enzyklopädie immer wieder Bilder der Tiere an. Und Oskar halt sie pünktlich ab. „Wie eine kleine Familie zogen sie los in Richtung Stadtbahn.“
S.91 Oskar spricht Marie auf ihr unterkühltes Verhalten an und sie kommt sich plötzlich blöd vor.  „... Marie kam alles so lächerlich und dumm vor, dass sie in am liebsten umarmt hätte“.

S. 93 Der schwarze Panther - da musste ich gleich an Rilkes Gedicht denken - und prompt erwähnt Oskar es.

S. 94 als sie zuhause ankommen, lädt Anna Oskar dazu ein, auch noch zu essen zu bleiben und Marie kann sich dann doch nicht verkneifen eine zynische Bemerkung los zu werden: „ Ich weiss nicht, ob ihm das gut genug ist. der soupiert lieber im Sacher.“
Anna ist sehr gewandt und verfrachtet die Kinder ins Bett und bestimmt, dass Oskar und Marie sich aussprechen müssen. Und so reden die beiden miteinander. Das ist eigentlich etwas schade, denn der schwelende Konflikt hätte gerne (zwecks Spannungskurve und so) weitergetragen werden können (müssen?).  Oskar erklärt Marie was denn mit Fanni los ist („Ist das denn nicht eine Sünde ?“)  und gesteht ihr, dass er sie liebt und es ihm egal ist, ob sie beide Geld haben oder nicht.

S.99ff Die Arbeit in der Buchhandlung fühlt sich als Teilhaber anderes an. Hier wäre potential für einen Konflikt gewesen, Stock hätte vor dem Notarbesuch sterben können und Oskar hätte z.B bei Gold anfangen müssen zu arbeiten und wäre dann unter Druck geraten, Fanni evtl. Doch zu heiraten.  Ich finde, Hartlieb schöpft hier ihre Möglichkeit bzw. Die Möglichkeiten, die die Story vierte nicht aus.
och nööö, echt jetzt? Fanni ist ausgerechnet auf der TITANIC??? Bitte nicht, das finde ich jetzt aber reichlich übertrieben.

Im Geschäft entwickelt sich ein etwas politisches Gespräch, dass die Reise ja so teuer ist und nur reiche an Bord wären, während Oskar auf die armen Auswanderer verweist.
Der  sozialdemokratische Stadtrat empfiehlt auch prompt die Sozialdemokraten zu wählen. (Bisher die einzige Stelle, bei der Hartlieb auch auf die politische Situation in Wien eingeht)

S.104 Schnitzler berichtet Anna und Marie, dass Sophie wieder gesund wird und evtl. Auch wieder zurück kommt („Das diskutieren die gnädige Frau und ich noch“ - er scheint deutlich toleranter zu sein als seine Frau, vermutlich wegen seiner eigenen Vergangenheit. Wobei anscheinend Heinrich auch unehelich geboren wurde - laut einer Geschichte, die Anna Marie erzählt hat. Also sollte Olga Schnitzler Sophie nicht so verurteilen.) 

 

so jetzt noch schnell die letzten Seiten dieses Teils lesen...

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Annegreat kommentierte am 01. März 2018 um 21:22

Genau das habe ich mich auch gefragt. Ist der Schnitzler wirklich so ein guter Mensch oder ist er Schuld an Sophies Misere ?

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frenx kommentierte am 25. Februar 2018 um 09:12

Die Geschichte zwischen Oskar und Marie läuft weiter und übersteht die erste Klippe. Oskar ist glücklich, dass er jetzt einen Buchladen hat. Das Familientreiben wird sehr plastisch dargestellt, Olga Schnitzler kommt mir weiterhin etwas unsympathisch vor, nicht nur dass sie ihren Kindern gegenüber teilweise etwas reserviert ist, sie will auch Sophie nicht wieder einstellen - sie wirkt so als ob sie eine Dame darstellen will (es sei denn, Schnitzler hatte eine Affäre mit Sophie, dann sähe die Sache natürlich anders aus...). Die Geschichte spinnt sich also sehr schön weiter, allerdings ist mir immer noch viel zu wenig von Schnitzler selbst die Rede, ihn hätte ich gerne etwas näher kennengelernt, dabei ist er fast zur Nebenfigur verkommen. 

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lesesafari kommentierte am 25. Februar 2018 um 23:35

Warum fast? Er ist nur eine kleine Nebenfigur. Immerhin erhalten wir noch Einblick in sein Arbeitszimmer, was klischeehaft doch jeder Leser mal bei seinem Lieblingsautor hätte, und wie zu erwarten, ist er eigentlich sehr unspektakulär. Ein Arbeitszimmer eben mit nettem Ausblick.

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La Calavera Catrina kommentierte am 28. Februar 2018 um 16:44

Eine unspektakuläre Unordnung - die findest bei mir auch.

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lesesafari kommentierte am 28. Februar 2018 um 17:11

wir könnten also alle die nachfolge antreten. an die stifte, fertig, los!

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SarahV kommentierte am 25. Februar 2018 um 14:53

Auch der zweite Abschnitt hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte liest sich so leicht und flüssig. Brilliant! Ich mag besonders gerne den Einblick in die Gesellschaft und die Lebensbedingungen der damaligen Zeit! Ich musste so schmunzeln als Marie das Telefon verteufelt! ;-)

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La Calavera Catrina kommentierte am 28. Februar 2018 um 16:47

Ja, diese kleinen Stellen mag ich auch. Ganz ehrlich - das lässt mich dankbar sein, dass ich in dieser Zeit leben darf! Ein Leben vor über hundert Jahren hätte mir nicht so viel Freude gemacht. Das behaupte ich jetzt einfach mal.

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yesterday kommentierte am 04. März 2018 um 17:33

Es war sicher beschwerlich, aber was wiederum gut für die Leute damals war: sie kannten es ja kaum anders. Somit konnten sie nicht so auf die Sache blicken wie wir jetzt. Was ja auch gut ist ;)

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Tara kommentierte am 25. Februar 2018 um 15:44

Der zweite Abschnitt ließ sich ebenso schön lesen, wie der erste.

Für Oskar läuft es richtig gut, mit Friedrich Stock hat er wirklich großes Glück gehabt.

Arthur Schnitzler  gefällt mir noch immer, wie er zwischen seiner Frau und Marie vermittelt und auch, dass er Sophie wieder aufnehmen will, ein wirklich feiner Mann. Ich hoffe doch, dass er hinter seiner Aussage steht.

Überrascht hat mich der Presseartikel in dem es hieß, dass die Titanic beinahe vernichtet worden wäre und dass die Menschen an Land gebracht wurden. Das klingt gar nicht nachdem, was damals passiert ist.

Nett fand ich die Besserwisserei von Heini in Bezug auf den Genitiv, obwohl ich eigentlich dachte, dass sich diese permanenten Fehler erst in den letzten Jahren eingeschlichen haben.

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lesesafari kommentierte am 25. Februar 2018 um 23:39

Bei dem Genitiv merkt man gleich, dass Heini der Sohn eines Autors sein muss. Noch heute sagt doch fast jeder "von deinem" und ich kann mir gut vorstellen, dass das in Österreich noch häufiger der Fall ist. Für mich wirken viele Sprachverwendungen von österreichischen Autoren recht altmodisch.

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yesterday kommentierte am 04. März 2018 um 17:37

Wenn wir schon bei Sprache sind, finde ich es immer ganz furchtbar, wenn zwar auf - möglicherweise - für die Zeit authentischen Fehlern herumgehackt, wird, dann aber deutsche Verlage Wörter wie "Kartoffeln" ausbessern müssen, weil sie deutschen Lesern nicht zutrauen, nachzuschlagen, was denn "Erdäpfel" sind. In Wien und schon gar nicht damals würde nie jemand Kartoffeln sagen!

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lesesafari kommentierte am 04. März 2018 um 22:58

:D Das ist auch gut. Ist mir beim Lesen gar nicht bewusst geworden, habe aber parallel im Plauderthread eine Diskussion über österreichische Begriffe für Lebensmittel geführt. Es ging aber mehr um Topfenkuchen (den ich heute sogar aß) und Melanzani. 

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wandagreen kommentierte am 07. März 2018 um 21:02

@Yesterday: Da stimme ich dir uneingeschränkt zu! Sowohl Östereichizmen wie Schweizismen (ob es das überhaupt gibt als Fachbegriff?) werden gnadenlos ausgemerzt. Aber dadurch wird die Sprache arm!

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yesterday kommentierte am 07. März 2018 um 22:48

Arm vielleicht auch - vor allem gleichförmig und unrealistisch. Schade, dass sich da die Autoren oft nicht stärker durchsetzen können. Es gibt nun mal die meisten Verlage in Deutschland und man ist schon froh, wenn ein Verlag das Buch annimmt. Dann wird "gleichgeformt" und ab damit. Sehr schade. Ich weiß nicht, wie die Fachbegriffe heißen, irgendetwas gibt es da aber sicher.

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wandagreen kommentierte am 09. März 2018 um 19:40

(2). Austriazimen  - hab ich ergoogelt. Und Helvetismen.

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Bibliomarie kommentierte am 25. Februar 2018 um 16:25

Olga Schnitzler trägt ihren Standesdünkel sehr plakativ vor sich her. Was mich wundert, sie war doch vor der Ehe Schauspielerin, sie hatte  ein Verhältnis mit ihm und erst nach der Geburt des Sohnes wurde geheiratet. Wenn ich dann noch daran denke, dass Schauspielerinnen zur damaligen Zeit nicht oft aus guten Familien stammten und auch einen "gewissen Ruf" hatten, dann scheint sie einiges verdrängt zu haben.

Das Gespräch, das Marie mitanhören musste, war auch recht herablassend. Aber andererseits wäre so ein gesellschaftlicher Sprung für Oskar auch eine einmalige Chance. Aber glücklicherweise hat Stock ihn mit der Teilhaberschaft von Existenzsorgen befreit.

Der Besuch im Zoo war unterhaltsam. Das Gedicht von schwarzen Panther finde ich auch unglaublich beeindruckend, in zwei, drei Verszeilen wird das ganze Elend eines Tieres in Gefangenschaft deutlich.

Sophie ist noch einmal davongekommen. Nicht vielen Mädchen in ihrer Lage dürfte das damals so gegangen sein. Die Arme, sie hatte überhaupt keine Ahnung von Sexualität und war von dem, was ihr widerfahren ist, total überrascht. Ich bin noch nicht ganz überzeugt, dass Schnitzler nicht doch damti etwas zu tun hatte. Sophie nennt den Namen nicht, mal sehen, was daraus wird.

Die Meldung über die Titanic, es klingt so harmlos. Die Passagiere gerettet und alles scheint gut. Ich bin auch nicht sicher, ob die Nachrichtenlage damals so langsam war oder ob Kalkül dahinter steckte.

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wbetty77 kommentierte am 25. Februar 2018 um 20:51

Der mitlere Teil des Buches bringt Klarheit. Oskar möchte eine Zukunft mit Marie. Fanni Gold, die patente Buchhändlertochter empfindet Sympathie für den jungen Mann, macht aber selbstbewusst deutlich, dass sie lesbisch ist. (Offenheit bei sexuelle Neigungen war damals gar nicht so unüblich wie man heute vielleicht meint. Selbst der jüngere Bruder des Kaisers war schwul und ließ sich in Frauenkleidern mit der kaiserlichen Familie fotografieren) Leider erfährt Marie von dem Besuch Oskars mit Fanni im Sacher. Es kommt zu Unstimmigkeiten zwischen den beiden.

Oskars Mentor, Herr Stock, macht Oskar ein Angebot, dass seine Zukunft entscheidend prägt.

Auch im Hause der Schnitzlers gibt es einige Aufregungen, die dazu führen, dass Marie zeitweise einige Aufgaben des Hausmädchens übernehmen muss. Sophie hat sich einer Engelmacherin anvertraut und wäre nach der Abtreibung beinahe gestorben. Sophies Schicksal schweißt die drei Hausangestellten enger zusammen.

Der Ausflug in den Tiergarten Schönbrunn ist sicherlich der Höhepunkt des mittleren Teils. Ganz wunderbar beschreibt die Autorin wie besonders ein solcher Besuch zu der damaligen Zeit ist. Und wieder fühlt man sich als Leser gleich mitverzaubert und freut sich über den schönen Tag, den die Figuren erleben.

Im Frühjahr 1912 beherrscht der Untergang der Titanic auch die Presse in Wien. Vor allem der Boulevardjournalismus scheint diese Tragödie auszuschlachten. Marie zeigt dabei ihren klugen und humanistischen Verstand, in dem sie dem 9jährigen Heini erklärt, dass es in erster Linie um das Schicksal der Menschen geht und nicht um den Luxusliner. Oskar macht sich indes Sorgen um Fanni Gold, die sich an Bord der Titanic befand und deren Schicksal bislang ungewiss ist.

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heinoko kommentierte am 26. Februar 2018 um 14:45

Auch der zweite Leseabschnitt hat mich in den Bann gezogen. Natürlich auch, weil Buchhandlungen meine Welt sind. Ich habe das Gefühl, die Autorin beschreibt tatsächlich ihre eigene Buchhandlung in Wien (z. B. die "altmodischen" Regale bis zur Decke...). Die Dinge fügen sich weitgehend positiv, und genau so ein positives Gefühl hinterlässt das Lesen der Seiten. Ob jemand von euch weiß, was es tatsächlich mit der geschönten Berichterstattung über die Titanic auf sich hat?

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Büchi kommentierte am 26. Februar 2018 um 15:14

@ heinoko, Dein Gefühl trügt Dich nicht. Die im Buch beschriebene Buchhandlung Stock gabs tatsächlich und ist heute als "Hartliebs Bücher" im Besitz der Autorin. Wenn Du in das Nachwort schaust, findest Du eine historische Aufnahme der Buchhandlung Stock.

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heinoko kommentierte am 26. Februar 2018 um 15:26

Danke für den Hinweis. Um unbefangen das Buch lesen zu können, lasse ich Vor- oder Nachworte immer erst einmal ungelesen, was in diesem Fall aber offenbar ein Fehler war...

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Büchi kommentierte am 26. Februar 2018 um 15:32

bitte, gerne .... ;-)

zu Vor-/Nachworte: ja, meist mache ich das auch so, zumindest beim Nachwort; aber diesmal war ich zu neugierig :-)

Im vergangenen Sommer war ich in der Buchhandlung, und habe Fotos gemacht, die Regale gehen wirklich bis unter die Decke.

 

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heinoko kommentierte am 26. Februar 2018 um 15:47

Wirklich beeindruckend, da wäre ich gerne dabei gewesen... Danke für das tolle Foto!

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Hermione kommentierte am 26. Februar 2018 um 16:08

Oh, wie schön, vielen Dank für das tolle Foto!

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Büchi kommentierte am 26. Februar 2018 um 16:36

da hab ich noch eins, die Beschriftung fand ich einfach zu herzallerliebst ;-)

 

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heinoko kommentierte am 26. Februar 2018 um 16:55

Stimmt, das ist super...

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lesesafari kommentierte am 26. Februar 2018 um 18:08

Die Beschriftung ist super. P.S.: Ich höre gerade Austropop/rock von Wanda. :D

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Büchi kommentierte am 26. Februar 2018 um 18:15

Wanda ...... wunderbar ♥

.......  und Pizzera & Jaus und Seiler & Speer ♥

....... und Danzer, Ambros, Fendrich eh ;-) ♥

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lesesafari kommentierte am 26. Februar 2018 um 19:10

Dann eher Falko und Bilderbuch hinterher. ;D

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florinda kommentierte am 01. März 2018 um 10:54

Ich schicke noch Ludwig Hirsch und Peter Cornelius ins Rennen!:-)

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wandagreen kommentierte am 27. Februar 2018 um 21:04

Ich kann singen? Gebt mir Geld!

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Büchi kommentierte am 28. Februar 2018 um 12:38

Du kriegst ein Bussi, Baby ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=E0TLZPxFM_o

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lesesafari kommentierte am 28. Februar 2018 um 17:13

nicht mal ne opiumpfeife hatte der arthur.

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marsupij kommentierte am 09. März 2018 um 19:20

Nachwort hat sich gelohnt

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heinoko kommentierte am 26. Februar 2018 um 15:36

Danke für den Hinweis. Um unbefangen das Buch lesen zu können, lasse ich Vor- oder Nachworte immer erst einmal ungelesen, was in diesem Fall aber offenbar ein Fehler war...

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lesesafari kommentierte am 26. Februar 2018 um 18:13

Ich war ein wenig erschrocken, dass noch erwähnt wurde, dass die Affen täglich ihren Kaffee und russischen Tee bekamen. 

Im 2. Teil erfährt man noch, dass Marie eine Schwester hatte, die als Kind an einer Lungenentzündung (?) gestorben ist. Ein Krankenhaus gab es in der Nähe von Maries Eltern gar nicht. Nun ist sie erstaunt, dass es sowas in Wien gibt und dass man da Menschen, die an einer Lungenentzündung erkrankt sind, vielleicht soch helfen kann. Aber ins Spital kommen auch nur die feinen Leute, und ihre Dienstmädchen.

Eine schöne Stelle war auch als Olga vom "Kindermädchen und ihrem Galan" spricht und sich Marie gleich dagegen währt und nicht so ein Kindermädchen sein möchte, dem von einem besser betuchten Galan der Hof gemacht wird und das dann wegen einer Ehe wieder gefallen ist. Das ist die Ablehnung zum schnitzlerschen "süßen Madl" und führte gleich zu einem Augenzwinkern. ;)

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Lesemama kommentierte am 08. März 2018 um 09:29

Sie ist nicht erstaunt, dass es ein Spitalgibt, sondern dass das 'normale' Leute behandelt werden.
Sie war wohl der Meinung ein Krankenhaus ist nur für die bessere Gesellschaft ...

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marsupij kommentierte am 08. März 2018 um 18:14

Naja, für die wirklich Reichen gab es die Krankenhäuser nicht, die hatten ihre Privatärzte. Ok, Anfang des 20. Jahrhunderts änderte sich das allmählich.

Aber so auf dem Land wie Marie gelebt hat, da gab es sicherlich kein Krankenhaus in der Nähe.

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lesesafari kommentierte am 08. März 2018 um 23:09

ich las es jetzt aber schon so, dass da nur die "besseren" leute hinkamen und leute wie sophie glück hatten, wenn sie einen guten arbeitgeber hatten, um dort unterzukommen.

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Lesemama kommentierte am 09. März 2018 um 14:18

Ok. So genau hatte ich mich damit bisher noch nicht auseinander gesetzt.
Ich dachte halt, für so ein 'Bauernmädel' wie Marie es war, ist ein Krankenhaus wie eine andere Welt.

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Cassandra kommentierte am 27. Februar 2018 um 20:07

Schön, dass Oskar jetzt Teilhaber wird. Er ist so ein netter Mensch.
Ihm kommen Zweifel, ob Marie gebildet genug für ihn ist und möchte sie mit einem Kinderbuch in die richtige Richtung bringen.
Welch eine Idylle: Marie und Oskar bis an ihr Lebensende als Buchhändler vereint. Ich würde es ihnen wünschen.
Ob Fanny nochmals auftaucht ( was für ein passender Ausdruck)?

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wandagreen kommentierte am 27. Februar 2018 um 20:17

Es ist halt eh so SÜß. Ein Erzählstil ist das, wie für junge Mädels in den 70ern. Ich dachte, der sei ausgestorben.

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Lesemama kommentierte am 08. März 2018 um 09:31

Ich finde es mittlerweile noch nicht mal mehr süß

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wandagreen kommentierte am 08. März 2018 um 18:32

Ich freu mich auf deine Rezi!

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wandagreen kommentierte am 27. Februar 2018 um 20:46

Gab es wirklich ne Falschmeldung in der Zeitung über die Titanic?

 

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Cassandra kommentierte am 28. Februar 2018 um 09:24

Das würde mich auch interessieren. Wäre dann ein Stück echte Zeitgeschichte.

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wandagreen kommentierte am 28. Februar 2018 um 10:09

Im Nachwort geht die Autorin darauf ein. Das Nachwort hat mir am Besten gefallen. Ja, so war es. Die Reederei wollte nicht gleich mit der Wahrheit herausrücken und gab die Falschmeldung heraus.

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La Calavera Catrina kommentierte am 28. Februar 2018 um 16:54

Hab ich mir schon gedacht. Passt einfach. Das absolute Gegenteil zu den heutigen Schlagzeilblättern!

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marsupij kommentierte am 08. März 2018 um 18:16

dass mit der Falschmeldung wusste ich, hat mich also nicht gestört oder verwundert. Dafür so einiges andere.

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Lesemama kommentierte am 09. März 2018 um 14:20

Jaja, die Titanic.
Ein ergreifendes Thema. Aber meiner Meinung nach völlig unnötig in der Geschichte

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marsupij kommentierte am 09. März 2018 um 19:18

wirkte ein wenig aufgesetzt

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Lesemama kommentierte am 10. März 2018 um 08:18

Genau. Als wäre der Autorin eingefallen, ach ja, Titanic war ja auch 1912, Baue ich es doch mal in mein Buch ...

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lesesafari kommentierte am 09. März 2018 um 19:24

ja, irgendwie völlig fehl am platze. und die war dann auch hauptakteur im buch. nix wien.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 58 bis 116
Leseliebelei kommentierte am 10. März 2018 um 13:24

Das finde ich ganz und gar nicht. Das war ein damals ein absolutes Medienereignis und das in einer Zeit, in der Zeitungen noch so wenig weit entwickelt waren, Berichte so lange gebraucht haben und Informationen nicht so einfach zu bekommen waren. Dieses Ereignis und die ganzen Konsequenzen waren damals in aller Munde, besonders in den Großstädten. Das finde ich sehr realistisch dargestellt, auch die Beschreibung, wie sehr die Kinder davon begeistert sind und es doch gar nicht verstehen können.

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ErikaMustermann kommentierte am 27. Februar 2018 um 20:49

Ich habe eben den zweiten Abschnitt begonnen. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich diesen Teil gestern zu Ende lesen würde. Der Abschschnitt zog sich ein bisschen in die Länge. Nach dem ersten Abschnitt bin ich davon ausgegangen, dass mich auc der zweite Abschnitt fesseln würde aber ich irgendwie bin ich nicht rein gekommen.

Oskar erlebt ja einen Aufschwung und wird Partner bei seinem Arbeitgeber. Das spricht ja dafür, dass er und Marie doch heiraten kann. Von Marie ist ja keine Mitgift zu erwarten aber immerhin kann Oskar bald eine Familie heiraten.

Ich bin neugierig, wer der Vater von Sophies Kind war. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, Sophie könnte zu einer Engelmacherin gegangen sein. Mit ihrem Einkommen hätte sie nie ein Kind groß bekommen. Es bleibt spannend, ob sie zurück kommen kann oder nicht aber ich kann mir vorstellen, dass Arthurs Frau sich querstellen wird.

Marie hat ja in diesem Abschnitt unschöne Dinge, über sich, zu hören bekommen. Immerhin konnte Oskar das Missverständnis aufklären.

Ich war schon ein bisschen entsetzt, wie die Österreichische Presse den Untergang darstellt, kennt man die wahren Ausmaße nicht, könnte man denken, dass alle Passagiere gerettet werden konnten.. Ob Fanni zu den Glücklichen gehört, die gerettet werden konnten??

Morgen werde ich den letzten Abschnitt lesen und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird. Wobei ich nicht mit großen Überraschungen rechnen werde.

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Odine kommentierte am 28. Februar 2018 um 11:51

Also spätestens im zweiten Leseabschnitt hat das Buch mich völlig in seinen Bann gezogen. So richtig spannend ist es ja eigentlich nicht mal, abgesehen von dem Skandal um das Dienstmädchen Sophie. Ich habe mich riesig mit Oskar gefreut, dass er Teilhaber am Buchladen geworden ist, hoffentlich nimmt das nicht noch eine blöde Wendung.

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La Calavera Catrina kommentierte am 28. Februar 2018 um 17:02

S. 85/86 Eine Textstelle in der Marie der lieben Olga Kontra gibt. Fand ich klasse.

S. 110 - Süß, wie Marie nach dem Besuch bei Sophie gleich noch die Chance nutzt, um Oskar zu sehen. Und er hat natürlich gerade Pause. Ach ja, ich will ins Buch reinsteigen und da ne halbe Stunde verweilen, bevors wieder in die Reatlität geht. ;D

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Annegreat kommentierte am 01. März 2018 um 21:19

Der Schnitzler setzt sich ja ganz schön für die Sophie ein, ob da mehr dahintersteckt ?

Der Tiergartenbesuch war richtig schön, obwohl es natürlich schade war, dass Marie wegen des Missverständnisses so unterkühlt zu Oskar war. Aber die Begeisterung von Heini war herrlich. Nach dem Zoobesuch sprechen sich Marie und Oskar aus und somit sind auch Maries unnötige Bedenken aus der Welt geschafft. Gut, dass die Anna die Kinder ins Bett gebracht hat und dadurch den beiden die Gelegenheit dazu gegeben hat.

Im Moment plätschert die Geschichte sehr schön harmonisch vor sich hin.

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yesterday kommentierte am 04. März 2018 um 17:23

Dafür, dass das hier kein Actionthriller ist auch nur ein eher dünnes Buch, geht es aber richtig zu hier.. mehr als bei anderen Runden.

Ich kann nur sagen, dass ich finde, dass die Mischung aus Tatsachen und Fiktion sich gut ineinander fügen. Fanni war wirklich dort, so wie es angedeutet wurde und durch die teilweise schon sehr fortschrittlichen und pragmatischen Vorschläge der älteren Erwachsenen an die jungen bekommt die Handlung noch etwas Brisanz. 

Man erfährt auch gut, wie mühsam vieles damals wirklich war im alltäglichen Leben für alle, die nicht mit einem Bankkonte geboren wurden.

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Tara kommentierte am 04. März 2018 um 18:51

Mich wundert es auch wieviel hier kritisiert wird, da ich denke, dass sich jeder, der sich für die Leserunde beworben hat, vorher über das Buch informiert hat. Wenn ich den Text zu Band eins lese "Eine wunderschöne historische Liebesgeschichte in bibliophiler Ausstattung." passt das auch perfekt auf diesen Band und ich darf mich dann nicht wundern, dass es kein Thriller ist.

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Leseliebelei kommentierte am 10. März 2018 um 13:25

ganz genau! Oder eben kein historischer Roman!

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wandagreen kommentierte am 05. März 2018 um 17:43

Es ist doch gut, wenn diskutiert wird. Und geschrieben ist das Buch ja nett und süß. Dagegen sagt keiner was. Oder? Nee. Aber wenig Schnitzler, wenig Wien. Viel Klischee. Viel Zuckerguß. Bietet enorme Angriffsfläche.

Übrigens ist es der Job des Kritikers, ein Buch zu kritisieren und nicht einfach nur Juchhu zu rufen! Ich stelle mir gerade vor, wie man einem professionellen BuchkritikterIn sagt, er hätte ja auch ein anderes Buch lesen können, wenn ihm dieses nicht gefällt ... ein Argument, das ins Leere läuft.

Nun sind wir keine anerkannten, professionellen Kritiker, jedenfalls keine, die fürs Lesen bezahlt werden, den Rest können wir trotzdem leisten.

Weiteres Beispiel: Das Essen im Restaurant schmeckt einem nicht. Man tut sein Missfallen kund. Der Kellner (oder Koch) entgegnen: sie hätten ja auch etwas anderes essen können.

 

 

 

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Tara kommentierte am 05. März 2018 um 18:03

Natürlich ist es gut, wenn hier diskutiert wird und wenn alle die gleiche Meinung hätten, wäre es ziemlich langweilig.

Mit "wenig Schnitzler, wenig Wien. Viel Klischee. Viel Zuckerguß." bietet das Buch viel Angriffsfläche, wenn man etwas anderes erwartet hat und natürlich kann man das auch kritisieren, wenn man es dementspechend begründet.

Zu Deinem Beispiel, wenn ich beim Italiener eine Pizza bestelle, darf ich mich nicht darüber beschweren, dass mir kein Steak serviert wurde, aber ich kann kritisieren, dass der Teig zu labrig, zu dick, zu schwarz.... ist.

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wandagreen kommentierte am 05. März 2018 um 18:24

Joooh, alle Vergleiche hinken etwas, es wird aber schon deutlich, was ich meine. Oder?

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Tara kommentierte am 05. März 2018 um 18:31

Klar, passt schon. ;)

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Lesemama kommentierte am 08. März 2018 um 07:31

Ich habe jetzt die Hälfte des zweiten Abschnitts gelesen und irgendwie warte ich immer noch darauf, dass etwas passiert. Also etwas wirklich wichtiges.

Bisher habe ich erfahren, dass sowohl Gold als auch Stock gerne hätten, dass Oskar Fanni heiratet um den Schein zu wahren.

Dann muss ich sagen, ich finde es etwas unglaubwürdig, dass Stock Oskar zu seinem Teilhaber und Erben macht. Er ist doch "nur" ein einfacher Angestellter aus dem Heim.

Da hätte ich eventuell an die Leser von "Winter in Wien" eine Frage. Wurde im ersten Teil etwas genauer auf Oskars Vergangenheit eingegangen?

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marsupij kommentierte am 08. März 2018 um 18:18

Steht vermutlich später im Buch, aber Stock war ein Freund von Oskars Vater.

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gaby2707 kommentierte am 09. März 2018 um 20:29

Stock war ein guter Freund von Oskars Vater und er hat Oskar über die Jhre im Heim immer wieder besucht und Kontakt zu ihm gehalten. Dann war er für Oskar väterlicher Freund und Mentor. Und nun macht er ihn zu seinem Nachfolger. Da er selbst keine Kinder hat, war das für mich absolut verständlich.

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lesesafari kommentierte am 09. März 2018 um 20:38

für mich war das vererben auch nachvollziehbar.

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naibenak kommentierte am 13. März 2018 um 09:26

Finde ich nicht unglaubwürdig mit Stock und Oskar. Aus den Gründen, die Gaby hier genannt hat. Ist für mich sehr plausibel.

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Lesemama kommentierte am 08. März 2018 um 09:08

Abschnitt beendet. Und wieder bin ich über was gestolpert, was mich im Lesefluss unglaublich gestört hat.
Marie hat Heini ein Heft gekauft, in der Manegerie, das kostete 1 Krone und 50 Heller. Im ersten Abschnitt verkauften sie in der Buchhandlung Bücher von Mann für 50 Pfennig. Ja was denn jetzt? Heller oder Pfennig ...

Ansonsten hielt der Abschnitt nichts neues bereit. Irgendwie plänkelt es vor sich hin und es passiert zwar viel, aber nicht wichtiges. Ich habe immer das Gefühl, ich habe was verpasst

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wandagreen kommentierte am 08. März 2018 um 18:34

Die Schnitzlers vllt?

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Lesemama kommentierte am 09. März 2018 um 14:22

Du meinst ich habe die Schnitzlers verpasst?

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wandagreen kommentierte am 09. März 2018 um 19:37

Mhm. Genau.

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lesesafari kommentierte am 08. März 2018 um 23:17

http://www.muenzwissen.com/lexikon/heller-bezeichnet-eine-pfennigmuenze/

heller vllt?

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Lesehoernchen99 kommentierte am 09. März 2018 um 17:02

In was für Schwierigkeiten hat sich nur das Hausmädchen Sophie gebracht ...

Und ist Fannie jetzt tatsächlich mit der Titanic unterwegs?

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naibenak kommentierte am 13. März 2018 um 09:22

Hmmm...hmmm... ich weiß nicht so recht, was ich von dieser Fortsetzung des liebenswerten "Winter in Wien" halten soll. Ja, okay, lieb (niedlich) geschrieben ist es auch wieder. Und die Szenen, in denen es um den Alltag geht, oder das Gespräch von Oskar mit seinem Chef... das liest sich schön und angenehm weg und ich mag es auch. Aber wenn es dann um Eifersüchteleien, Schmollen etcpp geht, dann mag ich's eher nicht. Da überflieg ich dann tatsächlich auch ein bisschen den Text, was ich äußerst selten mache (zuletzt bei "Frau Einstein" lach...).

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SunshineBaby5 kommentierte am 16. März 2018 um 19:14

Das mit den Zeitungsartikeln hat mich total schockiert. Ob das damals wirklich so dargestellt wurde, dass alle gerettet wurden und erst später das Ausmaß bekannt wurde? Es hat sicher alles was länger gedauert, das ist ja klar. Aber solche Falschmeldungen? Erschreckend.

Als Fanny mit in die Geschichte kam, hab ich direkt überlegt ob eine Scheinehe nicht eine gute Lösung für alle wäre. Irgendwie läd das richtig dazu ein.