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Halloween

Eine Halloween-Geschichte der Horrorliteratur

Halloween, das Fest der Geister: ein perfekter Anlass für einen kleinen Blick auf die Geschichte der Horrorliteratur.

Was jedes Jahr am heutigen Datum unzählige Menschen zu Kostümpartys animiert und vielerorts die Kariesvorsorge der lieben Kleinen torpediert, reicht weit zurück. Allgemein wird All Hallow’s Eve, der Abend vor Allerheiligen, mit dem Totenreich, den Seelen der Verstorbenen, in Verbindung gebracht. Stark verbreitet ist auch die Nennung des keltischen Samhain (zur richtigen Aussprache beachten Sie diese „Lautschrift“  - SAH-win oder SOW-in - oder fragen Sie Ihren Arzt oder Linguisten), an dem die Toten Freigang bekommen sollen. Ein symbolträchtiger Tag also, der sich trefflich mit Gespenstergeschichten, Horrorromanen und ähnlich erbaulicher Lektüre verbringen lässt. Doch wie fing das an eigentlich an mit dem Horror in der Literatur?

Horrorgeschichten, wie wir sie heute kennen, fanden ihre frühen Vertreter in den sogenannten Schauerromanen oder Gothic Novels im späten 19. Jahrhundert. Ihre Autoren wandten sich unerklärlichen Phänomen und morbidem Spuk zu, setzten wuchtige Burgen in düstere Landstriche und ließen ihre von inneren Obsessionen zerrissenen oder verfluchten Protagonisten junge Frauen durch modrige Gewölbe jagen. Diese, vor allem in England auftauchende, Form des Schauerromans fand ihren Namen, „Gothic Novel“ , durch einen ihrer ersten und berühmtesten Vertreter. Horace Walpoles Das Schloss von Otranto (engl. The Castle of Otranto) von 1764 trug den Untertitel “a Gothic story”. Dieser bis heute stilbildende Großvater der Horrorliteratur mag aus heutiger Sicht naiv, manchmal fast putzig, wirken, wenn etwa ein riesiger ‘Geisterhelm’ den einzigen Erben des tyrannischen Schlossherren erschlägt und dessen Verstand endgültig über die Klippe schubst; doch wer wissen möchte, wo einige der bis heute beliebten Klischees herkommen, dem sei dieses Büchlein wärmstens empfohlen. Auch die Werke Ann Radcliffes, besonders The Mysteries of Udolpho (1794), erfreuten sich großer Beliebtheit. Den Vogel ab schoss Matthew Lewis in seinem damaligen Skandalroman The Monk (1796), der den Absturz eines katholischen Priesters in Mord, Verführung und Teufelspakt genussvoll-schaurig schildert. Lewis‘ Buch ist randvoll mit Spukerscheinungen, Gewalt, satanischer Verführung und sexuellen Irrwegen: dieses Buch war Hardcore für seine Zeit, schockte selbst romantische Freigeister wie Coleridge und macht als ‚klassische‘ Horrorgeschichte auch heute noch Spaß, wenn man es nicht zu ernst nimmt.  Jane Austen jedenfalls tat dies nicht und lieferte mit Die Abtei von Northanger (engl. Northanger Abbey)  1798 eine amüsante Parodie, in der sie besonders die Geschichten Anne Radcliffes genüsslich aufs Korn nimmt.

Gothic Novel

Doch einen Roman darf man natürlich nicht vergessen: Mary Shelleys Frankenstein oder Der moderne Prometheus (engl. Frankenstein, or The Modern Prometheus, 1818) der Welt nicht nur eine der neben Dracula ikonischsten Horrorfiguren schenkte, sondern auch einen frühen Prototypen des verrückten Wissenschaftlers und eine der berühmtesten Horrorgeschichten aller Zeiten. Shelley liefert eine intelligente, vielschichtige und innovativ erzählte Geschichte, die nicht nur gruselt, sondern auch Sympathien für die tragische Figur des Monsters weckt.

Spielten die stilprägenden (britischen) Schauergeschichten dieser Zeit noch überwiegend fernab der Heimat an mehr oder weniger exotisch-obskuren Schauplätzen, fand der Horror im späteren 19. Jahrhundert zunehmend „vor der Haustür“ statt. In den Gruselgeschichten wurde der Realismus dieser Zeit herausgefordert durch das Übernatürliche, aber auch wissenschaftliche Fantastereien. Robert Louis Stevensons Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde (engl. The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde, 1886) sowie Oscar Wildes einziger Roman Das Bildnis des Dorian Gray (engl. The Picture of Dorian Gray, 1891) sind zwei der besten Werke ihrer Zeit, stimmungsvoll und unterhaltend, gleichzeitig spannende Einblicke in die prüde viktorianische Gesellschaft. Beide Romane  gehören zum Kanon der wichtigen Werke des Genres und seien jedem Freund des Gruselns und Horrors ans Herz gelegt.
Doch ein Name aus dieser Zeit steht über allem: Bram Stokers Dracula (1897). Der Herr der Vampire kann ohne Weiteres als die Figur des Horrorgenres bezeichnet werden; ohne ihn wären seine zahlreichen Nachfahren – all die untoten französischen Adligen, mutierten Blutsauger und in der Sonne glitzernden Melancholiker – kaum denkbar. Graf Dracula, einst mächtiger Woiwode (ein slawischer Herrschertitel, nicht zu verwechseln mit WLD-Redakteur Torsten Woywod), unterwandert die Gesellschaft, verführt ihre braven Bürger und sät abergläubische Furcht. Ein Meilenstein des Genres, dessen Stil heute womöglich etwas antiquiert wirkt; doch Dracula gebührt für alle Zeit ein Platz im Olymp der Horrorliteratur.

Ein anderer großer Vertreter und Vorreiter seiner Zunft trieb jedoch bereits vorher auf der anderen Seite des großen Teiches sein literarisches Unwesen. Edgar Allen Poes Kurzgeschichten wie Der Untergang des Hauses Usher (1839), Die Maske des roten Todes (1842) oder Das verräterische Herz (1843) sowie sein berühmtes Gedicht Der Rabe (1845) machten ihn zum Begründer der modernen Horrorgeschichte. Seine Erzählungen von Heimsuchung, Obsession und Wahn inspirierten viele und gehören bis heute zu den einflussreichsten und berühmtesten Vertretern des Genres.

Zu denen gehört ohne Zweifel auch der von Poe maßgeblich inspirierte H. P. Lovecraft, der selbst eine Heerschar unterschiedlichster Autoren maßgeblich beeinflusste. Seine Wirkung auf die heutige Literatur und darüber hinaus ist ungebrochen und kaum zu unterschätzen, die von ihm erdachten Wesen und Begriffe fester Bestandteil nicht nur der Nerdkultur.
Zu den berühmtesten Geschichten des "Einsiedlers von Providence" gehören die zum sogenannten Cthulhu-Mythos zählenden Werke wie Berge des Wahnsinns (engl. At the Mountains of Madness, 1931) oder Der Ruf des Cthulhu (engl. Call of Cthulhu, 1928), ein weit verzweigtes Netz unterschiedlicher Erzählungen, die den Einfluss uralter monströser Gottheiten auf die Menschheit zum Thema haben. Der Mythos, aufgegriffen und erweitert von Zeitgenossen wie Robert Bloch, August Derleth oder Clark Ashton Smith, ebenso wie die darin enthaltenen Wesen und Artefakte  sind zu festen Begriffen der Literatur geworden (bis heute  hält sich hartnäckig der Glaube an die Existenz des fiktiven Buches „Necronomicon“ ).

Bild lovecraft_2

Nach Lovecraft hat sich die Horrorliteratur nicht nur ihren festen Stammplatz auf den Bücherstapeln und den Bestsellerlisten gesichert, sondern ist darüber hinaus immer vielseitiger geworden. Autoren wie Robert Matheson (I Am Legend, 1954) oder jüngst Justin Cronin mit Der Übergang (2010) schufen eigene Adaptionen der Vampirgeschichte im Endzeit-Gewand, während Ann Rice Mitte der 70er die Gestalt des untoten Blutsaugers gleich zum Protagonisten und (Anti-)Helden ihrer Bücher machte und somit die Grundlage für viele Nachfolger schuf. Der großartige Clive Barker und andere nahmen sich der bei ihren Vorvätern noch oft unterschwelligen Themen  an und schufen einen Platz für blutrünstigen Splatter und explizite Sexualität und Gewalt. Dieser Extrem-Horror findet sich heute unter anderem bei Autoren wie Edward Lee (z. B. Bighead, 1997/2012), dessen Bücher oftmals nicht nur an die Grenze, sondern darüber hinausgehen, oder auch Jack Ketchum (Evil, 1989), in dessen Büchern immer wieder auch das Böse im Menschen behandelt wird.
Neben zahlreichen anderen Schreibern, die sich auf den Bestsellerlisten eingenistet haben – wie etwa Dean Koontz oder Peter Straub – ist die moderne Horrorliteratur vor allem mit einem Namen verbunden: Stephen King. Seit den mittleren 70ern durchgehend erfolgreich, hat King sein Repertoire zwar deutlich erweitert, den Titel als „King of Horror“ trägt er aber nicht nur wegen seiner Verkaufszahlen zu Recht. Seine Werke sind immer wieder auch Verbeugungen vor dem Genre und der Literatur selbst, zeigen den Schriftsteller King ebenso wie den begeisterten Fan. Sein wohl wichtigstes ‚reines‘ Horrorwerk ist dabei Es (1984). Oberflächlich betrachtet die Geschichte von sieben Freunden, die ein mörderisches Wesen bekämpfen, welches seit vielen Jahren ihre Heimatstadt Derry heimsucht, oft in Gestalt des Clowns Pennywise. Besagter Spaßmacher ist dabei inzwischen selbst eine Ikone des Genres geworden, ein Monster mit sofortigem Wiedererkennungswert. Doch Es ist mehr als reiner Horror; es ist eine tiefempfundene Hommage an die kindliche Fantasie, die Gruselgeschichten und –filme von Kings eigenen Jugendtagen und eine mitunter melancholische Erzählung über das Erwachsenwerden und den Verlust der Kindheit. Wenn ihr in diesem Leben nur ein Horrorbuch lesen solltet, dann lest dieses.

Doch wie sieht es bei euch aus? Welche Horrorbücher und-autoren lest ihr gerne? Welche der genannten kennt ihr?  Und welche habe ich sträflich unerwähnt gelassen?

Euch allen ein Happy Halloween!

Kommentare

nikolausi kommentierte am 31. Oktober 2013 um 15:45

Ich erinnere mich eigentlich nur an ein Horrorbuch, das ich gelesen habe: "Es" von Stephen King. Ansonsten mag ich diese Art Bücher nicht.

mesu kommentierte am 31. Oktober 2013 um 15:46

Ich lese natürlich Stephen King!! Cujo war mein erstes Buch. Aber " Es "ist mein Lieblingswerk von ihm.

Ich weiß noch dass ich damals in keinen Abfluß sehen konnte, ohne einen Schauder zu bekommen.

Frieda kommentierte am 31. Oktober 2013 um 16:32

Mein erstes Horrorbuch war auch von Stephen King: "Im Morgengrauen". Da war ich 13 und habe mich fürchterlich gegruselt. ;) Danach habe ich weitere Bücher von ihm gelesen. 

"Dracula" - ich liebe dieses Buch, und "Die Maske des roten Todes" habe ich auch gelesen.

"Northanger Abbey" kam eben mit der Post. :) Vielleicht sollte ich vorher Anne Redcliffe lesen. (?)

Ben Sonntag kommentierte am 31. Oktober 2013 um 17:07

"Northanger Abbey" funktioniert auch ohne 'Vorkenntnisse'; die veräppelten Klischees und Figuren erkennt man auch so. ;) Allerdings ist bei Austen Buch die erste Hälfte tatsächlich besser, weil witziger, danach zieht es sich etwas. Bin mal gespannt auf deinen Eindruck.

Frieda kommentierte am 31. Oktober 2013 um 17:57

Danke, gut zu wissen. ;) Ich bin auch gespannt auf das Buch, zusätzlich ist es auch noch eine schöne Sonderausgabe. Wenn ich es gelesen habe, werde ich gerne berichten. 

LG 

PS: Danke für den schönen Artikel! 

Brinicious kommentierte am 31. Oktober 2013 um 16:44

Edgar Allan Poe erklomm bereits den 1. Platz in der Rangliste meiner Lieblingsautoren, als ich "Der Untergang des Hauses Usher" las. "Das verräterische Herz", "Der Mann in der Menge" und weitere seiner Kurzgeschichten bekräftigten ihm diesen Titel nur noch. Ich liebe seine Art des Schreibens, er schreibt sehr stilvoll und detailverliebt.

"Es" hab ich bereits angefangen und ich muss schon sagen: der Mann (King) weiß einen zu fesseln. Erst las ich seine Autobiographie, bevor ich irgendein Buch von ihm zur Hand nahm. Ich war begeistert, er ist ein sehr sympathischer Autor. Da muss ich mich heute abend schön einkuscheln und bei Kerzenlicht "Es" weiterlesen...schön schaurig ;)

Ich wünsche auch allen ein Happy Halloween und ein schönes, verlängertes Wochenende :)

P.S.: Toller Artikel!

Ben Sonntag kommentierte am 31. Oktober 2013 um 17:05

Danke für das Lob. :)

"Es" war mein erster King und ist bist heute mein liebster, auch wenn er einige weitere wirklich gute Sachen geschrieben hat. Und er ist wirklich sympathisch, sehr "down to earth", wie mir scheint, mit einem angenehm unverkopften, unprätentiösen Herangehen an Literatur.

biadia kommentierte am 31. Oktober 2013 um 16:53

Stephen King ist auch mein Favorit. Von den alten Büchern sind es Carrie und Cujo, die mich am meisten Begeistern.

Sonst finde ich John Saul echt gut. Hier mag ich am liebsten:"Wehe, wenn du weggehst"    und Teuflische Schwestern"

Biluma kommentierte am 31. Oktober 2013 um 17:05

Ich mag Stephen King, Joe Hill, Kack Ketchum. Aber ich liebe Bentley Little!  Seine Bücher sind einfach genial! Hab erst vor zwei Tagen "Haunted" beendet. Ich fand es richtig gruselig und ich hab mich noch nie bei einem Buch gegruselt :)

Von Poe mag ich "Der Rabe" am liebsten :)

Und heute abend geht´s mit "Doctor Sleep" von King weiter.

fio kommentierte am 31. Oktober 2013 um 19:46

Horror ist eigentlich gar nicht mein Genre. Als Teenie habe ich mal Haus der Angst von Dean R. Koontz gelesen und mich dermaßen gegruselt, dass ich danach bis heute keine Horrorgeschichte mehr angefasst habe. Die Titel von Stephen Kings Werken kenne ich zwar, gelesen habe ich von ihm bislang aber nur seine Biographie Das Leben und das Schreiben. Die fand ich allerdings richtig gut! Mein Mann hat all seine anderen Bücher. Vielleicht wage ich mich ja doch irgendwann nochmal dran. :)

P.S.: Klasse Halloween-Artikel! Danke!

Ben Sonntag kommentierte am 31. Oktober 2013 um 21:11

Mach das, es gibt ja auch einige gute King-Bücher, die nicht so sehr Horror sind. "Dolores" zum Beispiel, "The Green Miles" ist auch super, und auch in "Atlantis" sind sehr schöne Texte drin. Auch bei den Kurzgeschichten und Novellen sind einige gute bis sehr gute dabei, die ich hier gar nicht alle aufzählen möchte ... aber lies mal "Die Leiche" aus Frühling, Sommer, Herbst und Tod, die ist toll (und ist, ganz untypisch, fantastisch verfilmt worden: Stand by Me von 1986).

Ach, und danke. Das geb ich für den Gutschein-Artikel gerne zurück. :)

Cthulhu kommentierte am 31. Oktober 2013 um 21:00

LOVEcraft !!! ;)

terkina kommentierte am 31. Oktober 2013 um 21:45

Ich habe bisher erst ein Horror-Buch gelesen. "Insomnia - schlaflos" von Stephen King, Allerdings fand ich es doch recht langweilig. Insgesamt ist es, glaube ich, einfach nicht mein Genre.

TheFallingAlice kommentierte am 01. November 2013 um 00:18

Beim Thema Horror kann es für mich gar nicht horrormäßig genug zugehen...Sei es nun der Grusel oder viel Blut und Gewalt: Immer her damit (solange es literarisch bleibt ;)
Da ist zum Beispiel der FESTA Verlag die erste Adresse für jeden Horror Fan,sei es das erwähnte Buch BIGHEAD oder andere Titel aus diesem Genre....Ansonsten ist King immer eine Empfehlung wert, das steht hier mal ganz außer Frage. 
Aber auch Gestalten wie Edward Lee, Richard Laymon, Jack Ketchum, John Saul, Dean Koontz, Bram Stoker, H.P. Lovecraft, Edgar Allan Poe, Clive Barker und noch viele hunderte mehr sollten an diesr Stelle genannt werden. 
Einach nur genial (oder verkorkst) diese Menschen und wenn sie es schaffen, dass man ihre Bücher vor dem Schlafen gehen nicht mehr lesen will, dann ist das genau das richtige Feeling für mich. Horror gibt es eben für mich nicht nur an Halloween, sondern selbstverständlich ganzjährig :)

yvy kommentierte am 01. November 2013 um 13:53

Super Artikel, interessant und mit der nötigen Prise Humor. Danke!

Neben King und Cronin finde ich auch Laymon und Ketchum richtig gut. Peter Straub ist allerdings auch nicht schlecht, ihn habe ich gerade erst entdeckt und habe noch das "Schwarze Haus "auf meinem SuB.

yvy kommentierte am 01. November 2013 um 13:54

Ach ja und bei mir geht Horror und Grusel auch ganzjährig. ;-)

lord-byron kommentierte am 01. November 2013 um 15:42

Ich bin ein großer Fan von Horrorlitertur. Meine besonderen Favoriten sind Stephen King und Richard Laymon. Aber ich lese auch sehr gerne Bryan Keene, Bentley Little, Brett McBean, Edward Lee, Ketchum, Lovecraft, Poe und und und. Es kann mir nie zu gruselig oder zu blutig sein.

Schaefche kommentierte am 01. November 2013 um 17:40

Toller Artikel, danke!

ich hab's nicht so mit Horrorromanen, aber Northanger Abbey steht schon länger auf meiner Wunschliste...

Yexxo erklärte am 01. November 2013 um 19:38

Mich hat das Horrorhörspiel 'Temutma' begeistert. Allerdings meinten andere Kritiken, dass es im Vergleich zum Buch massiv abfällt. Also werde ich das irgendwann auch mal lesen...

Büchernarr kommentierte am 02. November 2013 um 14:05

Horror lese ich und schaue ich auch gerne. Das ganze Jahr, am besten so brutal oder nervenaufreibend wie möglich.

Toller Artikel!

Philipp Buschatz kommentierte am 03. November 2013 um 23:28

Danke für den sehr schönen Artikel!

Ich mag ja sehr gerne King (lese jetzt endlich "Es") und Poe ("Grube und Pendel" ist extremst gut!).

Das beste Horrorbuch das ich kenne ist:

Stewart O'Nan: Das Glück der Anderen.

Apokalypse pur. Übersinnliches kommt darin zwar nicht vor, trotzdem ist das 1-A Horror. Ein wunderschönes Pfingstwochenende, strahlende Sonne, ich höre mir in der Hängematte das Hörbuch von "Das Glück der Anderen" an - und werde von purem Horror überrollt. (eine Diptherie-Epidemie nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, die Katastrophe weckt das Böse im Menschen) Ich habe nie etwas schrecklicheres gelesen. Kein wohliger Schauer, nur blankes Entsetzen.

O'Nan hat übrigens mit Stephen King die Kurzgeschichte "Ein Gesicht in der Menge" geschrieben.

Ben Sonntag kommentierte am 07. November 2013 um 14:40

Danke. :)

Danke auch für den O'Nan-Tipp. Den hatte ich zwar schon auf der Liste, aber bei solchen Empfehlungen rückt der ein paar Plätze nach oben. ;)

callunaful kommentierte am 04. November 2013 um 22:14

Anne Rices Vampirromane mochte ich eigentlich ganz gerne. Aber der fünfte Band war mir dann doch zu nervig und so habe ich auch nicht mehr von ihr gelesen. Carrie von Stephen King war mein erstes Buch und das fand ich nicht besonders. ES hatte mir dann besser gefallen, aber ich habe das Buch leider nicht zu Ende gelesen.

Goldstück90 kommentierte am 05. November 2013 um 19:03

Horror ist leider so gar nicht mein Genre - ich kann dann einfach nicht schlafen ;-) Aber Mary Shellys "FRankenstein" und Bam Stokers "Dracula" möchte ich unbedingt mal lesen! Irgendwann! ;-)

Zu Halloween liebe es übrigens Harry Potter zu lesen, das passt außer Horror auch ganz gut! ;-) Sozusagen als Alternative für Angsthasen :)

Danke für den wirklich interessanten Artikel!

Ben Sonntag kommentierte am 07. November 2013 um 14:44

:)

Frankenstein und Dracula sind beides gute Bücher, wenn auch vielleicht etwas 'altmodisch'. Das kann für manche Leser gewöhnungsbedürftig sein, aber ich würde die auf jeden Fall empfehlen.

ForeverAngel kommentierte am 06. November 2013 um 08:58

Ich lese gerne Horror, aber es ist so schwer, ein gutes modernes Horrorbuch zu finden, das nicht Splatter ist. Zu Schulzeiten habe ich viel von King gelesen. Angefangen bei "The Cell", über das mein Bruder zufällig beim Stöbern in der Buchhandlung gestolpert ist. Dann hat meine Mom ihre alten Kings ausgegraben: The Shining, Feuerkind, Friedhof der Kuscheltiere, Cujo. Und viele mehr. Auch von seinem unter dem Pseudonym Richard Bachmann erschienenen Titel habe ich einige gelesen. Seit einigen Tagen liegt sein neustes Werk "Doctor Sleep", die Fortsetzung von "The Shining" auf meinem Tisch.

Von Lovecraft habe ich die eine oder andere Kurzgeschichte gelesen. Poe steht ganz oben auf meiner Do-Read-Liste.

Was ich sehr gerne mag, sind moderne Horrorgeschichten mit Geisterelementen. So was wie "Anna im blutroten Kleid" oder "Lockwood und Co" oder gerade erst "The Legion". Das sind zwar Jugendbücher und dementsprechend harmlos, aber das ist genau die Art Geschichte, die ich mag.

Oder Zombie-Geschichten wie "The Forest of Hands and Teeth", "The Dead-Tossed Waves" und "The Dark and Hollow Places"

Sinnloses Abschlachten in Hotels oder anderen Gebäuden, bei dem es nur darum geht, möglichst eklig und blutig zu erzählen, brauche ich nicht.

benfi kommentierte am 07. November 2013 um 19:42

Wunderbarer Artikel - auch noch Tage nach Halloween!

Der Horror kann ja auch jeden Tag erscheinen... :-)

Ich bin eigentlich eher über die Heftroman-Schiene zu den Büchern gekommen; Sinclair und Co. liebe ich immer noch. Allerdings hing an den 'Groschenromanen' ja immer ein trivialer Touch und dazu hin immer das Auge der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften über jede einzelne Seite...

Daher mag man diese Geschichten eher nur 'Grusel' nennen - allerdings mag ich dies neben dem blanken Horror sehr! Klar, ES hat mich ebenfalls mit skeptischen Blick die Gullideckel in einem etwas größeren Bogen als zuvor umrunden lassen, aber wenn man einmal einen Roman wie zum Beispiel 'Schatten über Innsmouth' gelesen hat, welcher einfach nur von seiner Atmosphäre lebt und diese einem wirklich und wahrhaftig mulmig werden lässt, dann ist das schon eine echte Meisterarbeit eines Autors ...

Mit diesen beiden Genren bin ich also groß geworden ... und mit ihnen werde ich gerne alt! :-)

LeseEulchen kommentierte am 27. Dezember 2013 um 09:29

Meine Halloween-"Tradition" ist es von Poe "Der Rabe" zu lesen. Ich liebe dieses Gedicht und kann es nicht oft genug lesen.

Poes gruselige Kurzgeschichten sind generell sehr empfehlenswert.

Kathrinsbooklove kommentierte am 10. Februar 2014 um 18:40

Erst einmal DANKE für diesen tollen ausführlichen Bericht!

Ich bin ein großer Horror Fan (nicht nur bei Büchern sondern auch bei Filmen).  Es ist einfach immer wieder toll eine schöne schaurige Geschichte zu lesen ;)

Besonders Stephen King gefällt mir, er hat einfach immer wieder klasse Ideen und kann diese super umsetzen!