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DIY mit kreativfieber

Do it yourself

DIY: Transfertechnik auf Holz

Schon seit zwei Jahren veröffentlichen Meike und Jutta auf ihrem Blog Kreativfieber DIY-Ideen und Backrezepte. Im September erschien nun ihr erstes Buch „Foto Wohnsinn" bei LV-Buch. Heute präsentieren sie eine ihrer beliebtesten Bastelprojekte in unserer DIY-Reihe.

Hallo ihr zwei! Erstmal: Herzlichen Glückwunsch zu eurem Buch „Foto Wohnsinn", das im September erschienen ist. Wie kam es zur Veröffentlichung? Ist der Verlag auf euch zugekommen oder habt ihr aktiv nach Möglichkeiten einer Veröffentlichung gesucht?

Vielen Dank! Ein Buch zu schreiben war eigentlich immer schon ein heimlicher Traum von uns beiden. Als LV Buch mit der Idee ein Kreativbuch zu schreiben auf uns zugekommen ist, haben wir uns riesig gefreut. Zum Glück lagen wir auch thematisch mit dem Verlag auf einer Wellenlänge und so konnten wir unser Wunschkonzept umsetzten. Zu Dekoideen mit eigenen Fotos wollten wir seit der Veröffentlichung der Anleitung zu Fotodruck auf Holz auf Kreativfieber schon immer mehr noch viel mehr machen.

Schon seit 2012 veröffentlicht ihr mehrere Beiträge pro Woche auf eurem gemeinsamen Blog kreativfieber.de. Was war bisher eurer Lieblingsprojekt?

Oh, das ist eine total schwere Frage! Irgendwie hängt man ein bisschen an jedem fertigen Projekt! Wenn wir uns für einen Kuchen entscheiden müssten dann wäre es bei Jutta die Himbeer Baiser Torte (oder Cheesecake in jeder Variation) und bei Maike die Red Velvet Cupcakes.

Bei den kreativen Ideen hängt Jutta sehr an dem Wegweiser den sie für ihre Hochzeit gebaut hat, weil er an die schöne Vorbereitungszeit und die Hochzeit erinnert und auch danach noch lange stehen bleiben durfte. Und bei Maike hängt ein schönes Blumenwandbild aus alten Buchseiten im Wohnzimmer.

Bei unseren Lesern sind die Baby Krabbeldecke mit Namen und der Fotodruck auf Holz und Leinwand total beliebt. Davon bekommen wir auch die meisten Fotos von fertigen Projekten zugeschickt.

Neben Spaß steckt doch sicher auch jede Menge Arbeit hinter eurem Blog, oder? Wie bringt ihr euren Job bzw. die Promotion und eure Online-Aktivitäten unter einen Hut? Wird es da nicht manchmal stressig?

Ja, das stimmt, gerade auch durch die Arbeit an Foto Wohnsinn ist unsere Arbeitswoche nicht mehr in 40 Stunden zu quetschen. Wir haben viele Wochenenden mit Basteln, Fotografieren und Schreiben verbracht. Dabei hilft es natürlich, dass die Arbeit an Blog und Buch für uns ein absoluter Traumjob ist! So lassen sich auch stressige Phasen gut durchstehen. Wir versuchen natürlich trotzdem auch noch genügend Zeit zum Entspannen einzuplanen!

Habt ihr gute Tipps für die Blogger unter uns oder die, die es noch werden wollen?

Das wichtigste ist unserer Meinung nach einfach ein Thema zu finden dass einem am Herzen liegt und über das man ewig reden könnte. Dann klappt es meist auch mit dem Schreiben gut und der Spaß an der Sache geht nicht verloren!

Für uns funktioniert auch das Bloggen zu zweit super, sodass wir uns manchmal schon wundern warum es nicht noch viel mehr Bloggergespanne gibt. Zu zweit haben wir doppelt so viele Ideen und es ist natürlich besonders schön wenn man dann auch Erfolge zusammen feiern kann. Wir haben aber auch das Glück, dass wir uns oft schnell einig sind und auch einen ähnlichen Geschmack haben. Das ist ganz wichtig und die Grundvoraussetzung.

Bei unseren eigenen DIY-Versuchen mussten wir immer wieder feststellen, dass manche (geniale!) Idee einfach an ihrer Umsetzung scheitert. ;-) Gab es auch schon Bastel- oder Backideen, die völlig schief gelaufen sind?

Wir probieren viel Neues aus, und klar, da geht auch mal was schief! Bei DIY Projekten leidet bei uns aber meist eher die Wohnung drum herum als das Projekt selbst. So haben wir schon ganz tolle Sachen gemacht und erst nachher gemerkt dass der Powertacker leider auch den Esstisch erwischt hat oder der Bügeleisenabdruck sich permanent eingebrannt hat.

Bei Rezepten schaffen wir es meist das ganze doch noch irgendwie zu retten… wenn der Kuchen nicht aus der Form will dann wird er halt schnell in Cake Pops verwandelt ;)

Wenn uns das Rezept oder das Bastelprojekt allerdings am Ende wirklich nicht überzeugt, dann wird es auch nicht veröffentlicht und wir sehen es einfach als ein Experiment aus dem wir dann gelernt haben.

Auch wenn euer Blog nicht den Anschein erweckt, fragen wir doch mal ganz vorsichtig nach: Habt ihr manchmal Angst, dass euch eines Tages die Ideen ausgehen könnten?

Eigentlich nicht! Die Angst, dass uns mal die Ideen ausgehen könnten bestand eigentlich eher als wir mit dem Bloggen angefangen haben. Wir haben unsere Themen ziemlich schnell festgelegt und uns am Anfang schon viele Gedanken gemacht ob eine DIY Idee und ein Kuchen pro Woche auch auf lange Zeit hin zu managen sind. Da uns das Bloggen aber gleich von Anfang an so viel Spaß gemacht hat, sind die Sorgen schnell verschwunden. Kleine kreative Schaffenspausen kann sich jede von uns nehmen, sodass auch kein Kreativzwang entsteht… und bei den Kuchen haben wir manchmal sogar einen richtigen Stau wenn wir beide mal ein Wochenende lang vom Backwahn gepackt wurden!

Habt ihr ein Lieblingsbuch? Wenn ja, welches ist es?

Jutta: Ich lese total gerne und viel, aber ein echtes Lieblingsbuch habe ich nicht. Wenn ich jetzt in mein Bücherregal rüber schaue fällt mir als erstes Stadt der Diebe von David Benioff ins Auge, das ich sehr gerne gelesen und auch schon öfter verschenkt habe.

Maike: Ich liebe schöne Koch- und Backbücher mit traumhaften Fotos wie zum Beispiel „What Katie ate“ von Katie Quinn Davies und wenn ich abends entspannen will, dann lese ich am liebsten englische Klassiker wie „Überredung“ von Jane Austen oder Bücher von den Brontë Schwestern zum Beispiel.

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für uns genommen habt! Und alles Gute für euch!

FotoWohnsinn

Transfertechnik auf Holz

Wer diese Transfertechnik beherrscht, kann die wundervollsten Kunstwerke herstellen. Wir sind von der Möglichkeit, eigene Bilder auf verschiedene Oberflächen zu übertragen, schon seit langem begeistert. Der Schlüssel des Erfolges liegt hier sicherlich bei etwas Übung und einer experimentierfreudigen Einstellung. Die kleine Mühe ist es aber auf jede Fall wert. Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wir es geht.

Material

  • Holz, Leinwand oder Ton
  • Schere oder Schneidemaschine
  • Fototransferkleister
  • Dicker Pinsel, Lineal, Schwamm
  • evtl. Föhn, Schale mit Wasser
  • Acrylholzlack

Anleitung

1) Lasst euer Foto im Copyshop mit einem Laserdrucker auf normales, dünnes Papier drucken. Ohne Laserdruck wird die Methode nicht funktionieren.

2) Schneidet das Foto auf die gewünschte Größe zurecht.

3) Pinselt die Oberfläche dick und gleichmäßig mit dem Fototransferkleister ein.

4) Legt das Foto mit der bedruckten Seite auf die eingekleisterte Oberfläche.

5) Streicht das Papier mit dem Lineal oder einem Schwamm glatt und faltenfrei. Es ist wichtig, dass das Papier ganz fest am Untergrund haftet.

6) Lasst das Ganze komplett trocknen. Ihr könnt es einfach 24 Stunden ruhen lassen oder mit einem Föhn nachhelfen. Bei kleineren Projekten kann man es relativ schnell trocken föhnen und schon nach 15 Mintuten weiterarbeiten. Der Föhn sollte jedoch nicht zu heiß sein und zu lange auf eine Stelle gehalten werden, sonst können sich Bläschen auf dem Fotokleber bilden.

7) Jetzt macht ihr einen Schwamm nass und weicht damit das Papier auf. Dann schrubbt ihr das komplette Papier mit dem Schwamm oder den Fingern vorsichtig ab. Am Ende sollte das komplette Papier entfernt sein und nur die Farbe auf der Oberfläche halten. Hierbei ist Fingerspitzengefühl geboten, da das Bild bei zu grobem Vorgehen schnell Risse bekommt. Ein paar kleine Risse sind aber gar nicht schlimm.

8) Da man im nassen Zustand nicht gut erkennen kann, ob das komplette Papier entfernt ist, könnt ihr es zwischendurch immer wieder trocken föhnen. Das trockene Papier bildet dann eine weiße Schicht, die ihr danach wieder anfeuchten und vorischtig abrubbeln können. Den Vorgang wiederholt ihr so lange, bis ihr zufrieden seid.

9) Anschließend lasst ihr das Bild trocknen und versiegelt es nochmal mit einer dünneren Schicht Fototransferkleister oder bei Holz mit dem Acrylholzlack.

DIY Transfertechnik auf Holz

Besonders schön an diesem Projekt ist die rustikale Ausstrahlung, da die Maserung des Holzes durchscheint und das Foto einige kleine Risse und Schönheitsfehler haben wird. Ihr könnt die Fotos einfach auf Holzbretter übertragen oder auch Holzkisten oder andere Holzgegenstände verwenden.

Tipp: Holz könnt ihr euch in jeder beliebigen Größe im Baumarkt zurechtschneiden lassen. Das Holz sollte am besten unbehandelt sein, damit die Farbe gut eindringen kann.

DIY Transfertechnik auf Holz

Diese und viele weitere tolle (!!!) Ideen findet ihr in dem Buch „Foto Wohnsinn" von Jutta Handrup und Meike Hedder.

Kommentare

mehrBüchermehr.... kommentierte am 10. Oktober 2014 um 10:33

Vielen Dank liebe Maren für den tollen Buchtipp und natürlich auch die DIY Anleitung :-)!

hab ein schönes Wochenende und falls Du mit auf der FBM bist wünsche ich Dir mit allen Anderen noch viel Spaß :-)

und jetzt muss ich mal nach dem Buch schauen ;-)

locke61 kommentierte am 10. Oktober 2014 um 11:04

das ist ja ein toller Buchtipp, kommt auf meine Wunschliste zu den vielen anderen ;O) Zum Glück ist ja bald Weihnachten.

Den Blogg werde ich mir auch ansehen.

 

 

MeikeK kommentierte am 10. Oktober 2014 um 11:37

das funktioniert echt super, habe ich auch schon mal versucht =)

Das Buch sieht super aus -> ab auf die WuLi =)

Persuasion kommentierte am 10. Oktober 2014 um 12:23

Die beiden haben wirklich ein Händchen fürs Dekorieren. Schönes Blog-Design und zum Teil sehr professionelle Fotos, die man so auch in einem Backbuch abdrucken könnte. Toll gemacht, aber wer "Überredung" zu seinen Lieblingsbüchern zählt, muss ja schließlich Geschmack haben... ;-)

Leia Walsh kommentierte am 10. Oktober 2014 um 13:17

Muss ich mal ausprobieren - ich hab nämlich selbst einen Farblaserdrucker hier stehen, muss nicht mal in nen Copyshop. Fehlt nur der Fototransferkleister - und der ist schnell besorgt!

Danke für die gute Idee!

Brocéliande kommentierte am 10. Oktober 2014 um 14:42

Interessantes Interview und zwei sehr kreative Köpfe - toll und Glückwunsch zum Buchprojekt!

Akashaura kommentierte am 10. Oktober 2014 um 16:00

Interresantes Interview und eine Interresante Technik :-)

Könnte ich vieleicht mal nachmachen tolle Fotos habe ich jedenfalls genug nur der Rest fehlt ^^

westeraccum kommentierte am 10. Oktober 2014 um 16:18

Ich bewundere alle Menschen, die so kreativ sind, leider fehlt mir da ein Gen...

La Calavera Catrina kommentierte am 10. Oktober 2014 um 18:32

Ein toller Tipp! Vielen Dank dafür. Ich guck mir das Buch auf jeden Fall mal an und hab selbst schon ein paar schöne Ideen. Genau das Richtige, wenn es draußen regnet oder schneit und man etwas sucht, was einen an solchen Tage spaßige Stunden bereitet. 

Jeco01 kommentierte am 10. Oktober 2014 um 18:46

Diese Kreativität ist echt beeindruckend, mir fehlt es da leider an allem ...

marsupij kommentierte am 10. Oktober 2014 um 18:46

Sieht gut aus, aber ich lese i.d.R. nur diese Artikel.

Susi kommentierte am 11. Oktober 2014 um 08:39

klingt intetressant

melodram kommentierte am 11. Oktober 2014 um 18:26

Klingt ganz toll! Das werde ich in nächster Zeit sicherlich einmal ausprobieren!

Das Buch ist für mich auch auf jeden Fall einen Blick wert, bald ist ja Weihnachten! :>

Danke für das tolle DIY-Projekt!

 

Liebe Grüße, Andrea

Jeco01 kommentierte am 13. Oktober 2014 um 11:44

Das sieht so richtig schön nostalgisch aus :-)

progue kommentierte am 13. Oktober 2014 um 13:39

Faszinierende Angelegenheit, muss ich glatt mal ausprobieren. Viel Erfolg mit eurem Buch!

Bookworm66 kommentierte am 14. Oktober 2014 um 10:35

Was für ein schöner DIY-Tipp! Das werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. Und vielen Dank auch für den Hinweis auf den Blog, den ich noch nicht kannte, aber der viele tolle Kreativideen enthält, und für die Buchempfehlung. Das ist eindeutig was für die Weihnachtswunschliste!

schatzye kommentierte am 16. Oktober 2014 um 21:13

Die DIY-Idee merke ich mir auf jeden Fall :)