Neuvorstellungen

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20 queere Bücher

Queere Romane erzählen von neuen Erfahrungen, frei gestalteten Identitäten und Liebesbeziehungen fernab konventioneller Vorstellungen.

Oftmals handeln die Bücher auch von schmerzlicher Ausgrenzung und Vorurteilen, mit denen die Protagonisten konfrontiert werden und machen so auf gesellschaftliche Konflikte aufmerksam. Queer lässt sich übrigens als Sammelbegriff verstehen, der alle sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten einschließt.

Wir stellen euch 20 Bücher vor, in denen Bi-, Homo- oder Transsexualität eine wichtige Rolle spielen. Habt ihr eines dieser Werke schon gelesen und gemocht? Fallen euch noch andere Romane zum Thema ein? Wir freuen uns auf eure Tipps! 

Tomboy

Tomboy - Thomas Meinecke

Ein Mädchen, das sich - entgegen gängiger Rollenklischees - wie ein Junge benimmt, wird im Amerikanischen "Tomboy" genannt. Aber ist ein Tom nicht auch immer schon ein Boy und der Begriff damit verräterisch tautologisch? Warum wird dieser doppelt männliche Ausdruck ausschließlich für Mädchen verwendet? Und warum kann ein Mann nicht lesbisch sein? Thomas Meineckes Roman ist ein bizarres Kabinett der gender troubles. Es treten auf: Studentinnen und Studenten in Heidelberg. Die Geschlechterverhältnisse geraten ins Tanzen, die Polarität männlich/weiblich wird zum Schmelzen gebracht, als konstruiert entlarvt und in ein produktives Oszillieren überführt.

"Ein außergewöhnliches Programm, für das man so leicht kein literarisches Beispiel wird beibringen können. Thomas Meinecke hat sich entschieden, einen ganz besonderen theoretischen Diskurs, nämlich den feministischen der Gender Studies, nicht nur zum Romanthema, sondern zum Roman selbst zu machen." Hubert Winkels, Die ZEIT

In den Wäldern des menschlichen Herzens

In den Wäldern des menschlichen Herzens - Antje Rávic Strubel

Antje Rávic Strubel, die Autorin von 'Kältere Schichten der Luft', erzählt von Reisen in den Mittelpunkt des menschlichen Herzens

Leigh. René. Emily. Sara. Sie sind Liebende, Begehrende, sie sind unterwegs und begegnen einander in der kalifornischen Wüste, am Stechlin, in finnischen Wäldern und im Eiswind Manhattens. Renés Verlust der ersten Liebe und Emilys Verschwinden setzen einen Reigen an Beziehungen in Gang, in denen sich klassische Liebesvorstellungen auflösen. Sara. Ute. Katt. Gerade das Oszillieren zwischen Ländern und Geschlechtern entfacht eine Faszination, die sich in unvertrauter Sinnlichkeit und neuen Sexualitäten offenbart. Antje Rávic Strubel erzählt hellsichtig und leidenschaftlich von wilder Neugier, von Unruhe, Aufbruch und einem Begehren, wie man es in der deutschen Literatur lange nicht gelesen hat.

Die Mitte der Welt

Die Mitte der Welt - Andreas Steinhöfel

Ein normales Leben hat der siebzehnjährige vaterlose Phil nie kennengelernt. Mit seiner Zwillingsschwester und seiner noch sehr jungen Mutter wohnt er in einem verfallenen Anwesen am Rande der Stadt. Phil weiß kaum etwas über seine Vergangenheit, die Gegenwart ist chaotisch, von seiner Zukunft hat er überhaupt keine Vorstellung. Umso mehr sehnt er sich nach Orientierungshilfen und vor allem danach, mehr über sich zu erfahren. Ein Roman für Jugendliche und Erwachsene.

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Eine Welt dazwischen

Eine Welt dazwischen - Aline Sax

New York 1910: Der 18-jährige Adrian erreicht auf einem Auswandererschiff das "Gelobte Land". Allein und der Sprache nicht mächtig, muss er sich in der fremden Großstadt durchschlagen. Dabei entdeckt er nicht nur eine faszinierende Welt, sondern auch eine unerwartete Liebe: Die Liebe zu Jack, seinem besten Freund.Aline Sax zeichnet ein bewegendes Bild vom Schicksal der Auswanderer, von ihren Hoffnungen und von den Lebensumständen in New York. Die junge Autorin lässt den Leser eintauchen in diese andere Welt und teilhaben an Adrians Geschichte, an seiner Zerrissenheit, an der Entdeckung seiner Homosexualität und an der schwersten Entscheidung seines Lebens.

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Orlando

Dieses 1928 erschienene Werk beschrieb Virginia Woolf bewußt als "eine Biographie, die im Jahr 1500 beginnt und bis zum heutigen Tag führt". Es ist eine Huldigung an ihre Freundin, die Schriftstellerin Victoria Sackville-West, von Virginia Woolf zärtlich Vita genannt. Im September 1927 schrieb Virginia in ihr Tagebuch: "Eines Tages jedoch werde ich hier die Umrisse all meiner Freunde skizzieren wie ein großes historisches Gemälde. (...) Vita sollte Orlando sein, ein junger Adeliger." 

Die Germanistin

"Eine philosophische Liebesgeschichte, ungemein spannend und originell erdacht." Brigitte

Es ist die einschneidendste Erfahrung seines Lebens: Im Sommer 1993 ist der Erzähler, ein Student in Cambridge, mit einem Forschungsprojekt über die Romane des französischen Schriftstellers Paul Michel beschäftigt. Daneben beginnt er eine Liebesbeziehung zu einer ungewöhnlichen jungen Frau, die ihn vom ersten Moment an in eine andere, leidenschaftliche Welt verstrickt, in der Lesen und Begehren eins sind. 

Angetrieben von ihrer Willensstärke, macht der Erzähler sich auf die Suche nach dem skandalumwitterten Michel, der seit Jahren in einer psychiatrischen Anstalt lebt. Quer durch England und Frankreich und gegen den Widerstand der Institutionen kämpft er sich zu Paul Michel durch; es ist ein Weg voller Grenzüberschreitungen, auf dem er in die glasklare, wahnsinnige Wirklichkeit des Autors eindringt und sich selbst in einen Ausnahmezustand vorarbeitet.

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Blau ist eine warme Farbe

Blau ist eine warme Farbe - Julie Maroh

Das Leben von Clementine kippt an dem Tag, als sie Emma trifft, eine junge Frau mit blauen Haaren, die sie alle Facetten der Lust entdecken lässt und ihr ermöglicht, sich dem Blick der anderen zu stellen. Eine einfühlsame Erzählung voller Zärtlichkeit.Die ebenso sanfte wie tragische und mit autobiografischen Elementen versehene Coming-Out Geschichte über die zwei jugendlichen Frauen Clementine und Emma, die miteinander eine Liebesbeziehung eingehen und deswegen den homophoben Attacken ihrer Umwelt ausgesetzt sind, erhielt auf den Filmfestspielen von Cannes 2013 als Verfilmung "Blue is the Warmest Colour" mit der Goldenen Palme die wohl wichtigste cinephile Auszeichnung der Filmbranche und wurde somit in der Geschichte des Festivals als erster Film, der auf einer Comicvorlage basiert, ausgezeichnet. Die in Angoulême lebende Schöpferin der Vorlage, Julie Maroh, wiederum erhielt für ihr Graphic Novel-Debüt bereits im Jahr 2011 den Prix du Public auf dem berühmten Festival der Stadt.

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Fun Home

"Das beste Buch des Jahres." Time Magazine

Der größte literarische Überraschungserfolg des Jahres 2006 aus den USA erzählt von einer jungen Frau, die einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt. Sensationell ist die Form, in der die Geschichte erzählt wird: In Worten und Bildern, die sich zu einem Meisterwerk der Comic-Kunst zusammenfügen.Alison Bechdel, Autorin und Erzählerin von Fun Home, verstand in ihrer Jugend nie, warum ihr Vater, Bestattungsunternehmer und Englischlehrer an der örtlichen Highschool, offenbar seine Bücher mehr liebte als seine Familie. Sie leben in einem Haus aus dem Jahr 1867, stilvoll und detailversessen restauriert vom Vater. Als Alison 19 Jahre alt ist, kommt ihr Vater ums Leben. Selbstmord oder Unfall? Das wird sich nicht mehr klären lassen. Was aber ans Licht kommt, ist ein Geheimnis, das Vater und Tochter teilen: Beide sind sie homosexuell. Mit diesem Wissen nähert sich Alison in Fun Home ihrem Vater, den sie schon vor seinem Tod schmerzlich vermisste.In Kapiteln, die nach Klassikern der Weltliteratur benannt sind, umkreist Alison Bechdel die Zeit vor und nach dem Tod des Vaters. Dabei zieht sie alle Register: Sie bedient sich bei der griechischen Mythologie ebenso wie bei der Existenzphilosophie, bei Oscar Wilde, Marcel Proust und im Trivialmythenschatz der amerikanischen Kultur. Heraus kommt ein irrwitzig komisches, melancholisches und kluges Buch einer Tochter, die dem Vater in Wort und Bild die Liebe nachträgt.Fun Home wurde vom Time Magazine noch vor den jüngsten Romanen von Richard Ford und Cormac McCarthy zum besten literarischen Buch des Jahres 2006 gewählt, zahlreiche andere Würdigungen folgten.Alison Bechdels Geschichte ist der erste Comic aus dem Hause Kiepenheuer & Witsch.

Carol oder Salz und sein Preis

Carol oder Salz und sein Preis - Patricia Highsmith

Die Geschichte von Carol Aird - einer verheirateten, gesellschaftlich gutgestellten, reifen Frau und Mutter - und der neunzehnjährigen Therese Belivet, die verlobt ist, Bühnenbildnerin werden möchte und als Teilzeitverkäuferin arbeitet. Während Therese vom ersten Augenblick an von Carol fasziniert ist, hat Carol zuerst noch Skrupel, sich mit einer Frau einzulassen. Als sie sich schließlich für Therese entscheidet, sieht sie sich vom Verlust ihres Kindes, ihres Zuhauses und ihrer finanziellen Versorgung bedroht. Nie wieder schrieb Patricia Highsmith, die den Roman unter dem Eindruck einer persönlichen Begegnung begann, so sinnlich, so poetisch, so erotisch.

Die Laute

Die Laute - Michael Roes

Wie klingt Musik, wenn man sie nicht hören kann? Michael Roes erzählt in Die Laute die Geschichte von Asis, einem jemenitischen Jungen, der von Melodien erfüllt ist, nachdem er von einem Blitz getroffen wurde, und der sein Hörvermögen verliert, nachdem er einer brutalen Bestrafung unterzogen wurde. Asis erlernt die Gebärdensprache und erkämpft sich seine Position und seine Haltung als Gehörloser in der Welt der Hörenden. Es verschlägt ihn nach Polen, nach Krakau, wo er als junger Erwachsener zu studieren beginnt: Er wird Komponist. Michael Roes führt den Leser in eine Welt von gefühlten Geräuschen, imaginierten Berührungen, gesehener Sprache und gebärdeten Gefühlen. Die Laute ist ein berührendes Plädoyer für die tiefgreifende und umwälzende Kraft der Literatur und der Musik, die es ermöglicht, ein erfülltes Leben gegen alle äußeren Widerstände zu führen.

Das Ende von Eddy

Das Ende von Eddy - Édouard Louis

Ein Befreiungsschlag, ein neues Leben - souverän und sprachgewaltig erzählt von Frankreichs neuem literarischen Star Édouard Louis

"Ich rannte weg, ganz auf einmal. Gerade hörte ich meine Mutter noch sagen 'Was soll der Scheiß jetzt wieder?'. Aber ich wollte nicht bei ihnen bleiben, ich weigerte mich, diesen Moment mit ihnen zu teilen. Ich war schon weit weg, ich gehörte nicht mehr zu ihrer Welt, der Brief besagte es. Ich kam zu den Feldern und wanderte einen Großteil der Nacht herum, auf den Feldwegen, in der Kühle Nordfrankreichs, in dem zu dieser Jahreszeit so intensiven Geruch der Rapsfelder. Die ganze Nacht über entwarf ich mein neues Leben fern von hier."

Mit unglaublicher Sprachgewalt erzählt der junge französische Autor Édouard Louis die Geschichte einer Befreiung aus einer unerträglichen Kindheit: inspiriert von seiner eigenen.

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Mensch Engel

Leonard Engel steht an einem entscheidenden Punkt seines Lebens: Die geliebte Kindheit in Mainfranken ist vorbei, das Abitur bestanden, die Zukunft voller Möglichkeiten, doch die erste Liebe zu seinem Freund Marius weicht schnell einer großen Leere und dem Gefühl, dass mit ihm "etwas Grundsätzliches nicht stimmt". Aus erotischen Verwirrungen und inszenierten Exzessen flieht er zum Studium nach Wien, wo ihn die Intrigen seiner Leidensgenossin Feline in die Arme des Strichers Tiago treiben. Weder ein Sprung in die Donau noch der Aufbruch zur Schwester nach Südfrankreich verheißen einen Ausweg aus dem Alptraum. Erst in der Begegnung mit Boris findet die rastlose Suche ihr Ziel. Besessen von dem Wunsch, mit diesem Menschen sein Leben zurückzuerobern, beginnt er, seine Geschichte aufzuschreiben.Es entsteht das leidenschaftliche Selbstportrait eines jungen Mannes, der unter den Menschen, im Reich der Tiere und in der Welt der Engel gleichermaßen seine Wahrheit sucht und dabei ganz nebenbei erzählt, warum das Leben eigentlich nicht zu bestehen ist, und wenn doch, dann nur mit Hilfe der Literatur.

Zur falschen Zeit

Zur falschen Zeit - Alain Claude Sulzer

"Ein ausgezeichneter Erzähler" Christine Westermann, WDR
Mit siebzehn erwacht seine Neugier. Gekannt hat er seinen Erzeuger nicht; er starb kurz nach seiner Geburt. Jahrelang hat er die Fotografie, die in seinem Zimmer steht und offenbar von einem Berufsfotografen gemacht wurde, kaum beachtet, bis ihm eines Tages die Uhr am Handgelenk des Vaters auffällt. Warum zeigt sie viertel nach sieben? Welcher Fotograf macht um diese Zeit Bilder?Der Erzähler beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen, und gerät in Paris auf die Spur der wahren Geschichte seines Vaters. Mit der Wucht einer griechischen Tragödie entfaltet Alain Claude Sulzer die Geschichte eines Mannes, der an sich selbst und den Zeitumständen, in denen er lebt, scheitert.
"Nach und nach erforscht der Sohn den Leidensweg seines Vaters, von dem Alain Claude Sulzer mit einer Zurückhaltung, Kraft und Feinfühligkeit erzählt, die, wie es scheint, ebenfalls aus einer anderen Zeit herrührt." (Le Nouvel Observateur)
"Ein Buch, das mit jeder Seite süchtiger macht!" (Wienerin)

Ali und Ramazan

Ali und Ramazan - Perihan Magden

Ali und Ramazan wachsen zusammen in einem Waisenhaus in Istanbul auf. Aus der spontanen Zuneigung entwickelt sich eine Liebe ebenso zärtlich wie grausam. Als sie mit 18 Jahren in eine ungewisse Zukunft entlassen werden, gibt ihnen nur diese Liebe Kraft. Doch der Traum vom Glück zu zweit währt nicht lang. Ramazan, der für beider Unterhalt sorgt, gleitet ab in die Welt der Stricher, während Ali seine Eifersucht mit Drogen und dem Schnüffeln von Lösungsmitteln betäubt. Eine Katastrophe bahnt sich an ...

Der neue Roman der türkischen Bestseller-Autorin: eine dramatische schwule Liebesgeschichte aus dem modernen Istanbul, beruhend auf einer wahren Begebenheit. Erschütternd, ergreifend und packend.

Middlesex

"Middlesex ist ein unerhörter, wunderbarer Roman" (Jonathan Franzen)

In einem kleinasiatischen Bergdorf fängt alles an. Ein junger Mann und eine junge Frau, Bruder und Schwester, fliehen vor den Türken nach Smyrna und, als die Stadt brennt, nach Amerika. Es ist das Jahr 1922. Auf dem Schiff heiraten sie und lassen sich später in der Autostadt Detroit nieder. Niemand ahnt das Geheimnis dieses Paares, doch nach Jahrzehnten hat der Tabubruch der beiden ungeahnte Folgen.

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In einer Person

Auf der Laienbühne seines Großvaters in Vermont lernt William, dass gewisse Rollen sehr gefährlich sind. Und dass Menschen, die er liebt, manchmal ganz andere Rollen spielen, als er glaubt: so wie die geheimnisvolle Bibliothekarin Miss Frost. Denn wer sich nicht in Gefahr begibt, wird niemals erfahren, wer er ist.

"Schwierige Familienverhältnisse und die Suche nach der eigenen Identität waren schon immer das Thema von John Irving. In seinem neuen Roman "In einer Person" wird alles noch ein bisschen komplizierter als sonst - ein grandioses Plädoyer für die Freiheit zu wählen, wer man sein will." (Bernd Graff, Süddeutsche Zeitung)

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Die Stunden

Die Stunden - Michael Cunningham

Ruf mich bei deinem Namen

Völlig unvorbereitet trifft Elio seine erste große Liebe: Oliver ist für sechs Wochen bei Elios Familie an der italienischen Riviera zu Gast, wo der Harvard-Absolvent sein Buch über Heraklit beenden will. Oliver, der wie Elio jüdische Wurzeln hat, ist weltgewandt, intelligent, schön. Oliver ist alles, was Elio will, vom ersten Moment an. Ein fast unerträgliches Spiel von Verführung und Zurückweisung beginnt und wächst sich allmählich zur Geschichte zweier Seelenverwandter aus, die wissen, dass diese Liebe die vollkommenste und zugleich unmöglichste ihres Lebens sein wird.

In einem kurzen Sommer zwischen Begehren und Verzweiflung, Obsession und Angst suchen zwei Menschen nach dem Augenblick der absoluten Erfüllung: dass jeder sich in den andern verwandle. André Aciman schreibt schonungslos, mutig und wunderschön melancholisch.

"Ein großer Roman über Liebe, Zeit und Erinnerung." The New York Times Book Review

Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt

Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt - David Levithan

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Zusammen werden wir leuchten

Zusammen werden wir leuchten - Lisa Williamson

Eine Geschichte über Freundschaft und Vertrauen - leichtfüßig, humorvoll und herzerwärmend

Es ist Davids vierzehnter Geburtstag und als er die Kerzen ausbläst, ist sein sehnlichster Wunsch ... ein Mädchen zu sein. Das seinen Eltern zu beichten, steht auf seiner To-do-Liste für den Sommer - gaaaanz unten.
Bisher wissen nur seine Freunde Essie und Felix Bescheid, die bedingungslos zu ihm halten und mit denen er jede Peinlichkeit weglachen kann. Aber wird David jemals als Mädchen leben können? Und warum fasziniert ihn der geheimnisvolle Neue in der Schule so sehr?

Mutig, wichtig und mit Witz erzählt - ein Buch wie ein Leuchtfeuer!

"Eine Geschichte, die man in einem Rutsch liest, und die noch lange in einem nachklingt." The Bookseller

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Kommentare

Lilli33 kommentierte am 29. Dezember 2016 um 18:42

Eine schöne Auswahl von queeren Büchern!

"Das Ende von Eddy" habe ich gelesen. Großartig!

3 andere liegen noch auf dem SUB.

Empfehlen kann ich auch noch "Frei wie verkrüppelte Tauben" von Alexandra Dichtler.

E-möbe kommentierte am 29. Dezember 2016 um 20:06

Die sind immer alle wortgewaltig und episch und all so was. Warum kann man dieses Thema nicht mal ein wenig locker nehmen, dann würde es in der Gesellschaft vielleicht auch lockerer genommen werden.

schwadronius erwähnte am 29. Dezember 2016 um 21:35

der mensch muß kategorisieren und thematisieren. das ist archaisch. ein wenig indifferenz könnte da nicht schaden. sexualität, religion, ... sollten eh nie "thema" sein.

E-möbe kommentierte am 30. Dezember 2016 um 11:20

Genau das meine ich, Hasi.

Galladan kommentierte am 29. Dezember 2016 um 22:41

Geht auch anders. 

Die Geheimnisse von Pittsburgh von Michael Chabon

Ausserdem gibt es die CyberWorld Reihe von Nadine Erdmann. Für ganz normale Leute geschrieben. Da sind verschiedene Lebensplanungen ohne Wertung und homosexualität ist eine normale Form des Zusammenlebens ohne das da überhaupt einer auch nur ein Milchkännchen für aufmacht. 

 

E-möbe kommentierte am 30. Dezember 2016 um 11:25

So gehört sich das.

naibenak kommentierte am 30. Dezember 2016 um 09:13

Wenn das Thema in der Gesellschaft "lockerer" genommen würde, dann könnte man es vielleicht auch lockerer nehmen!

E-möbe kommentierte am 30. Dezember 2016 um 11:24

Fang einfach damit an. Wenn es niemand tut, wenn nicht mal ein einzelner anfängt, wird auch niemand folgen. Mir geht es am A... vorbei (unsensible Redewendung, was? :D), ob sich da zwei Kerle oder zwei Mädels küssen und miteinander rummachen, solange beide dasselbe wollen. Wenn du genauso bist und alle anderen hier auf wld ebenso, wären das schon mal 15 k Leute, die garantiert andere mitziehen würden.

naibenak kommentierte am 30. Dezember 2016 um 12:07

Natürlich, Archi... darum geht es doch hier nicht. Es hat sich ja auch in den letzten Jahren vieles zum Guten verändert! Aber es gab & gibt nunmal nach wie vor Tabus in dieser Richtung und von nichts anderem als vom eigenen Erleben & dem Umgang damit erzählen die Geschichten. Das ist in meinen Augen völlig legitim und nicht verwerflich. Wenn das nun dank uns und vieler anderer Menschen "lockerer" und alltäglicher, toleranter in der Gesellschaft wahrgenommen wird, dann wird sich dies sicher auch in der Literatur widerspiegeln... Aber gerade in den etwas älteren Romanen wird dies noch nicht der Fall gewesen sein.

E-möbe kommentierte am 30. Dezember 2016 um 17:12

Ich meinte auch nicht, dass es verwerflich wäre, darüber zu schreiben. Aber es ist immer alles eeeeeeeepisch, das nervt mich, so was will ich gar nicht lesen (nur für mich gesprochen). Ich habe letztens (ok, vor drei Monaten oder so) das Buch "Wilder Winter" gelesen. Da gibt es zwei Freunde, Hap und Leonard. Und Leonard ist schwarz UND schwul, und das im Texas der 80iger. Daraus könnte man extrem viel Konflikt ziehen und den gibt es auch, aber auf so ironische und "lockere" Weise, dass mich das mitnimmt. Irgendwelche Typen, die ihr Coming Out beweinen (oder von AutorInnen beweinen lassen) interessieren mich nicht.

Weltenträumerin kommentierte am 01. Januar 2017 um 23:20

Dem stimme ich prinzipiell zu. Ich will kein riesiges Aufhebens, das einen quasi anschreit, tolerant zu sein, ich will, dass es selbstverständlich ist. Und natürlich gibt es da leider immer noch Konflikte mit der Gesellschaft, und die sollten auch durchaus thematisiert werden, aber allein die Tatsache, wie besonders und hervorstechend solche Bücher sind, spricht für sich. Dafür, dass in unserer Gesellschaft immer noch irgendwas falsch läuft.

Mrs. Moriarty kommentierte am 29. Dezember 2016 um 21:08

Ich liebe die Mitte der Welt. Als Teenager habe ich den Roman ständig gelesen. Manchmal zwei, drei Mal pro Jahr^^ eines der Bücher die mich auf jedenfall stark geprägt haben. 

Auch andere Bücher aus der Liste kenne ich. Middlesex fand ich sehr gut, Die Stunden liebe ich heiß und innig, John Irvings In einer Person ist auch super, vor allem seine Darstellung von Bisexualität. Frei von den üblichen Klischees. (Genau Dafür hat er sogar einen Preis bekommen!) 

Das ist bei mir tatsächlich oft etwas was mich nervt. Statt das Queer einfach dargestellt wird, kommt es doch oft dazu, das die Mainstreamliteratur nur auf die Probleme hinweist, nicht aber auf Figuren deren Sexualität gar nicht thematisiert werden muss. Wenn wir an diesem Punkt mal irgendwann wären, das fände ich toll!

schwadronius meinte am 29. Dezember 2016 um 21:31

wir haben's in der hand. wie so ziemlich alles. ... und das wird, muß! an unsere kinder weitergegeben werden!

lesesafari kommentierte am 29. Dezember 2016 um 21:42

Viele Bücher davon klingen interessant. Ich finde auch, dass es eine gute Mischung ist, Klassiker, anspruchsvoller klingende Bücher und "lockerer" klingende.

Gelesen habe ich davon gar nichts. Aber ich habe die Verfilmung von "Tomboy" schon 2x gesehen und fand ihn gut.

Klar, die sexuellen Orientierungen stehen dabei immer sehr im Vordergrund. Ich denke, das wird noch alles kommen, dass man das alles nicht mehr thematisieren muss, aber erwähnen kann. Wir sind ja gerade erst in der Zeit angekommen, in der man darüber öffentlich reden kann/darf/muss und in der sich die Menschen für solche Themen öffnen und sich trauen ihre Orientierungen offen auszuleben. Der Begriff "Queer"  ist ja auch schon wieder ein Fortschritt, vor 10 Jahren benutze man ja hauptsächlich noch den "Gender"-Begriff. Z.B. sind auch vor kurzem die StudentINNen zu Studierende geschmolzen.

Pocci kommentierte am 30. Dezember 2016 um 00:01

"Die Mitte der Welt", "Carol" und "Middlesex" habe ich schon gelesen. Besonders "Die Mitte der Welt" hat mir immer sehr gut gefallen und gehörte früher zu meinen Lieblingsbüchern.

Welches Buch mir für die Auflistung noch einfällt ist Knabenzeit. Der Erzähler beschreibt seine Kindheit als Mädchen zur Nazizeit.

Welpemax kommentierte am 30. Dezember 2016 um 00:34

"Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson fehlt hier eindeutig.

micluvsds kommentierte am 30. Dezember 2016 um 06:23

Ich hab noch keins der Bücher gelesen, Carol steht aber auf meiner Wunschliste. Aber von den anderen klingen einige auch interessant, auch wenn das alles eigentlich von einem Thema handelt, das keines mehr sein sollte.

hobble kommentierte am 30. Dezember 2016 um 07:37

Der John Irving würde mich schon interessieren

Kotori99 kommentierte am 30. Dezember 2016 um 08:58

Eine tolle Auswahl, da werde ich auf jeden Fall noch mal genauer rein schauen und das ein oder andere wird bestimmt im neuen Jahr bei mir einziehen dürfen 

naibenak kommentierte am 30. Dezember 2016 um 09:07

Oh wow, das ist echt interessant. Hatte bis eben den Begriff "queere Bücher" noch nie gehört *hüstel*. Die Auswahl hat aber Spannendes zu bieten - zumindest für meinen Lesegeschmack ;-) Bisher kenne ich nichts davon, aber immerhin: Middlesex liegt inzwischen bereit für 2017 <3 Danke für den Artikel, liebe Aline und schon jetzt wünsche ich dir und allen Buchjunkies hier einen prima Rutsch in ein tolles Jahr 2017!!!

wandagreen kommentierte am 30. Dezember 2016 um 09:30

Einen Tag musst du noch ausharren, Bi!

Welpemax kommentierte am 30. Dezember 2016 um 10:31

Hier fehlt auch "Will & Will" von John Green und  David Levithan

Ich möchte auch noch "Two Kissing Boys" lesen (Autor gerade entfallen)

 

Lesemama kommentierte am 30. Dezember 2016 um 15:48

Ich habe beide gelesen. Two boys kissing erst diesen Monat. Ein sehr berührendes Buch. Echt zu empfehlen.

_Buchliebhaberin_ kommentierte am 31. Dezember 2016 um 14:59

Will & Will hat mir aber leider gar nicht gefallen. Zumindest den einen Will fand ich total weinerlich und anstrengend. Das ist genau das was Archer weiter oben bei Büchern mit solcher Thematik bemängelt hat und dem ich auch so zustimmen würde. Aber Tiny (hieß der so?) fand ich total cool :)

sternenbrise kommentierte am 30. Dezember 2016 um 10:41

"Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson sollte noch auf der Liste stehen. Ein wundershcönes Buch!

westeraccum kommentierte am 30. Dezember 2016 um 13:16

Orlando und Middlesex habe ich mal vor vielen Jahren gelesen, aber leider kann ich mich nicht mehr gut daran erinnern. Muss sie mal wieder hervorkramen!

Arietta kommentierte am 30. Dezember 2016 um 15:52

Hier sind so einige Romane dabei die mir zusagen, diesen habe ich heraus gepickt

Carol oder Salz und sein Preis

Susi kommentierte am 31. Dezember 2016 um 00:16

"Die Stunden" klingt interessant.

Mir fehlen die Bücher von Rita Mae Brown.  Und das Buch "Amra und Amir" von Maeia Braig kann ich nur sehr empfehlen.

_Buchliebhaberin_ kommentierte am 31. Dezember 2016 um 14:56

Den Begriff kannte ich bis dato noch gar nicht. Gelesen hab ich zu dem Thema aber schon einiges. Vor allem vor 3/4 Jahren.. Da hat mich das Thema total interessiert. Komisch, dass mir der Begriff aber nie untergekommen ist

Sonja Fleischer kommentierte am 01. Januar 2017 um 19:53

"Die Mitte der Welt" und "Orlando" sind super und beide zu Recht natürlich auch sehr bekannt. Ganz persönlich möchte ich auf "Fun Home" hinweisen, ein großartiges Graphic Novel. So klug! "Das Ende von Eddie" liest sich total schnell weg und hat mir gut gefallen, weil der Protagonist sich einfach nicht unterkriegen lässt. Ich las "Eddie" und dachte die ganze Zeit, dass die Geschichte in den 50er Jahren spielen würde. Ich dachte: "Wir sind doch mittlerweile ein ganzes Stück weiter." Aber nein, "Eddie" ist (so weit ich weiß) 2013 in Frankreich erschienen, und der Autor war da gerade 20 Jahre alt. (Ja, ich weiß, der Autor ist nicht der Erzähler. Trotzdem unterstelle ich dem Autor jetzt einfach mal, dass er viel autobiographisches in seinen Roman hat einfließen lassen.)

Auch ein tolles Buch, in dem das Thema aufgegriffen wird: "Vielleicht lieber morgen" von Stephen Chbosky.

Maenade kommentierte am 09. Januar 2017 um 18:42

Larry Duplechan - Captain Swing fand ich ein großartiges Buch. Und zuletzt: Marc Acito - How I Paid for College. Sehr lustig!

luna81de kommentierte am 21. März 2017 um 21:35

Vielen Dank für diese Liste! Hier sind viele Bücher dabei, die ich noch nicht kenne. Habe den Artikel zu meinen Lesezeichen gepackt und werde mir hier immer wieder mal ein Buch aussuchen. :)