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Wochenfrage KW 41

Geht ihr gerne zu Lesungen?

Lesungen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Weder das Hörbuch, noch das Internet konnten diese Vortragsart bislang verdrängen. Zu der klassischen Autorenlesung gesellen sich seit einigen Jahren neue Formate der Buchpräsentation, die vor allem junge Leser für Literatur begeistern wollen.

Während meines Studiums begleitete ich einmal zwei Freundinnen spontan zu einer Lesung. Ich hatte mich darauf eingestellt, mich gemütlich zurückzulehnen und der Stimme des Autors zu lauschen, der andächtig und etwas schüchtern aus seinem Werk vortragen würde. Stattdessen begrüßte uns ein Autorentrio mit einer Performance. Die drei Schriftsteller schrieben während der Veranstaltung live Texte, deren Themen die Zuschauer durch Zurufe bestimmten. Beamer warfen die Zeilen an die Wand und das Publikum verfolgte in Echtzeit, wie Texte entstehen, korrigiert werden, sich verändern. Ein rasender, unvorhersehbarer Abend. 

Improvisation und Interaktion sind Faktoren, die der klassischen Lesung gewohnheitsmäßig entgegenstehen. Sie imaginieren einen Vortrag, der zuvor nicht festgeschrieben steht, der nicht abgelesen werden kann, auf den sich Autor und Publikum nicht einstellen können. Das kann befremdend wirken, sich dem klassischen Literaturverständnis widersetzen, andererseits vermögen diese Formen zu überraschen, die Literatur in die Gegenwart zu holen, in immer kommunikativere, schnellere, kreativere Kanäle.  

Neue Arten der Literaturvermittlung müssen aber nicht laut und stürmisch sein. Während sogenannter Insellesungen flaniert das Publikum durch verschiedene, zum Text passend gestaltete Räume oder durch eine ruhig gelegene Garten- oder Parkanlage. Die Zuschauer verweilen bei den auf Decken oder Sesseln sitzenden Autoren, lassen sich nieder, lauschen den vorgelesenen Geschichten und schlendern, wenn das Kapitel zu Ende ist (oder ihnen der Text nicht gefällt), zum nächsten Reading-Point.

Auf vielen Lesungen kommen mittlerweile Bilder und Musik zum Einsatz, Poetry-Slams und Lesebühnen werden immer beliebter, Literatur verbindet sich mit Theater-Performances und Comedy-Einlagen. Der Abend wird zur multimedialen Showeinlage. Doch die klassische Lesung mit Bühne, Tisch, Stuhl und Wasserglas ist nicht wegzudenken. Ich mag es, wenn der vorgelesene Text durch die Stimme seines Autors lebendig wird, neue Akzente entstehen und: es ansonsten vollkommen ruhig im Raum ist. Wenn ein Autor ohne Getöse vorträgt, entfaltet die Geschichte für mich die eindrücklichste Wirkung. 

Besucht ihr gerne Lesungen von euch bekannten oder unbekannten Autoren? Welche Art von Lesung mögt ihr am liebsten? Wir sind auf eure Meinungen gespannt!

Kommentare

Seiten

digra kommentierte am 14. Oktober 2016 um 09:08

Ach, die Frage war gestern Abend schon kurz drin. Da hatte ich dann schon geantwortet, aber auf einmal war die Frage wieder weg. :-)

Also nochmal:

Ich habe bisher eine Lesung besucht mit Stuhl, Tisch, Lampe und Wasserglas. Das war intim, persönlich...

Da es ein autobiographisches Buch war, konnte der Autor seine Passagen mit Anekdoten ausschmücken. Da hat das Lesen des Buches nachher noch mehr Spaß gemacht, weil man ein paar Hintergründe kannte.

Manchmal gucke ich auch livestream Lesungen, die mir aber nicht gefallen, weil dabei so blöde auf einem Laptop rumgescrollt wird um Fragen zu beantworten. Dann grinst der Autor, lacht der Autor oder sagt, nee das lese ich jetzt nicht vor, oder nee das beantworte ich jetzt nicht. Oder es kommen Fragen aus dem Publikum, die man nicht hören kann und man sich deshalb auf ein Jeopardy Niveau begeben muss, wo es heißt "Finde die richtige Frage zur vorliegenden Antwort".

Da schalte ich dann meistens weg, oder mache nebenher was anderes.

Lenny kommentierte am 14. Oktober 2016 um 09:39

Ich bin bislang von jeder Lesung begeistert nach Hause gegangen. Sogar bei Jo Nesbo, der ja einen Übersetzer dabei hatte, zum Glück, war ich begeistert. Gisa Pauly und Kerstin Gier sind tolle Powerfrauen.....ich finde Lesungen sehr spannend! Bei Jo Nesbo war ich in einem Kino, also große Bühne, das fand ich nicht ganz so klasse, ich mag es lieber in einem kleinerem Kreis.....

Lrvtcb kommentierte am 14. Oktober 2016 um 09:47

Ich war bis jetzt erst bei einer Lesung. Da war ich bei Jojo Moyes, die "After you" vorgestellt hat. Sie wurde von einer deutschen Schauspielerin begleitet, sodass ein Teil der Texte auf Englisch von der Autorin und machen Texte auf deutsch von der Schauspielerin vorgelesen wurden. Es war auf jeden Fall ein super Abend. So hat man noch viel mehr zu dem Buch, die Hintergedanken und den Entstehungsprozess erfahren. Ich glaube, ich würde jedoch nur zu Lesungen von Büchern gehen, die ich schon kenne oder noch lesen möchte.

westeraccum kommentierte am 14. Oktober 2016 um 09:54

Ich gehe sehr gern zu Lesungen, immer, wenn eine der Nähe ist. Zuletzt war ich bei Mord am Hellweg in einer Lesung mit Ursula Poznanski. Sie hat aus "Stimmen" gelesen und sie kann das sehr gut. Anschließend wurden zahlreiche Fragen beantwortet.

Nicht alle Schriftsteller können wirklich lesen, aber bei einigen ist es ein Genuss zuzuhören. Die beste Lesung habe ich mit dem Schweizer Schriftsteller Thomas Meyer erlebt, es war so witzig und wir hatten Bauchweh vor Lachen.

Nächste Woche auf der Buchmesse werde ich mir auch wieder schöne Lesungen aussuchen, z.B. auf dem blauen Sofa. Und dann geht es noch einmal zu Mord am Hellweg in Hagen.

Ich kann es nur empfehlen

ech kommentierte am 14. Oktober 2016 um 11:00

Da hast Du völlig recht. Die Qualität einer Lesung steht und fällt mit der Fähigkeit des Autoren, seine Werke gut und unterhaltsam vortragen zu können. Hier habe ich auch schon einige Entäuschungen erlebt (Namen werde ich natürlich nicht nennen.), In den meisten Fällen waren es aber äußerst gelungene Veranstaltungen.

Echte Highlights sind z. B. Ralf Kramp, Peter Godazgar und Klaus Stickelbroek (ob solo oder mit dem Krimi-Cops), die tragen ihre Kurzgeschichten und Buchpassagen nicht nur einfach vor, sondern sind mit vollem Körpereinsatz dabei und liefern eine super Performance ab.

westeraccum kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:20

Stimmt, Peter Godazgar habe ich auch schon gehört, er macht das super. Und Ralf Kramp traf ich mal in seinem Buchladen in Hillesheim in der Eifel. Toll fand ich auch Jussi Adler-Olsen, obwohl seine Lesung überstzt werden musste, kam er super rüber. Sehr humorvoller Mensch!

Zsadista kommentierte am 14. Oktober 2016 um 10:22

Ich würde sehr gerne auf Lesungen gehen. Allerdings sind diese meistens spät Abends. Dazu mitten in der Woche und etwas weiter weg ... 

Ich muss um 21 Uhr ins Bett, weil ich jede Nacht um 2.30 Uhr raus muss ... daher kann ich leider auf keine Lesungen gehen. 

Ich finde das sehr schade, aber ist nunmal so. ^^

Susi kommentierte am 14. Oktober 2016 um 11:02

oh wie schrecklich 2h30 jede Nacht raus. Was für ein Job ist das ? Ich leide ja schon, wenn ich um 6h00 auf der Arbeit sein muß.

Zsadista kommentierte am 15. Oktober 2016 um 14:16

^^ ... ich trage 6 Tage die Nacht Zeitungen aus und 5 Tage Post ^^ ... da ist es nicht unbedingt einfach mal gerade Abends auf eine Lesung zu gehen. ^^'

MichaEssen kommentierte am 14. Oktober 2016 um 10:38

Ich würde gerne mal an Lesungen teilnehmen, leider sind die Orte und die Uhrzeiten meistens nicht mit meiner Freizeit kompatibel.

Petti kommentierte am 15. Oktober 2016 um 14:27

Aus deinem Profilbild und deinem Namen schließe ich das du aus meiner Ecke kommst. Der Pott :)

Schau doch mal bei "Mord am Hellweg" rein. Das ist nicht so weit weg und dieses Jahr waren und sind tolle Autoren da.

Habe hier auch einen Thread für Lesungen eröffnet.

MichaEssen kommentierte am 16. Oktober 2016 um 17:13

Danke, merke ich mir mal.

Ich hatte eigentlich mal gehofft das die Mayersche in Essen mehr Lesungen anbieten würde, aber was nicht ist kann ja noch kommen.

wandagreen kommentierte am 14. Oktober 2016 um 10:47

Ich finde Lesungen nur mäßig spannend. Sicher: Ausnahmen bestätigen die Regel. Prinzipiell: Das sind Modeerscheinungen. Ich brauche keinen Autor, keinen Sänger und keinen Filmschauspieler, ich bin mehr am Produkt interessiert, vllt sogar ausschließlich.

Zusatz: Der Modus Frage - Antwortspiel ist sogar todlangweilig. Evtl würde mich eine offene Diskussion über die jeweilige Thematik interessieren; kommt natürlich auf die behandelte Thematik an.

 

ech kommentierte am 14. Oktober 2016 um 10:49

Ich gehe sehr gerne zu Lesungen, um mit Autoren in Kontakt zu kommen und mehr über die Hintergründe der Bücher zu erfahren. Auch kann man sich da sehr gut seine Bücher signieren lassen.

Im Ruhrgebiet gibt es in dieser Hinsicht auch ein sehr großes Angebot, letzte Woche war ich z. B. auf der Lesung von Horst Eckert, die er im Rahmen des Festvals "Mord am Hellweg" in Hagen abgehalten hat. Auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt sein Buch "Wolfsspinne" bereits gelesen hatte, war es dennoch eine interessante und schöne Veranstaltung, zudem er neben dem Roman auch noch eine neue Kurzgeschichte, der er speziell zu diesem Festival geschrieben hat, präsentiert und komplett gelesen hat. 

Susi kommentierte am 14. Oktober 2016 um 11:00

Ich war noch nie auf einer Lesung. Kenne nur die Dichterlesungs-Szene von Loriot "Krawel Krawel".

Hatte bisher auch nie Zeit, Interesse und den Kopf frei dafür. Einmal hat jemand in der Mayerschen aus seinem Buch vorgetragen während ich stöberte. Habe mich paar Minuten dazu gesetzt, aber weder der Text noch die Betonung beim Lesen hat mich überzeugt oder Spaß gemacht.

Aber nachdem, was ich hier so lese könnte es mich schon reizen. Von Poetry Slams habe ich schon gehört und wollte auch gerne mal zu einem hin. Aber immer wenn hier in der Provinz sowas stattfand, konnte ich grade nicht.

Nachtidachti kommentierte am 14. Oktober 2016 um 11:13

Ich war bisher noch nie auf einer Lesung, würde aber gern mal hin. WieMein Problem ist nur, dass ich nicht weiß, wie man auf so eine Lesung kommen kann..:D Muss man sich dafür Tickets kaufen und gibt es irgendwelche Seiten, auf denen steht, wo es von welchen Autoren Lesungen gibt?

micluvsds kommentierte am 14. Oktober 2016 um 12:44

In der Tagespresse stehen manchmal Lesungen, manche Bibliotheken bieten Lesungen, auch viele Buchhandlungen. Ankündigungen kann oft auf den Homepages finden. Es gibt auch diverse Literaturfestivals, einfach mal Tante Google fragen. Meistens kosten die Veranstaltungen etwas, die Preise sind ebenso unterschiedlich wie der Rahmen der Veranstaltungen und die Organisation.

Bei uns hat z.B. Melanie Raabe offenbar ein Abo auf Lesungen, die war im September 2 mal hier (einmal in einer Schneidwarenfabrik) und sie kommt noch 2 mal dieses Jahr.

Nachtidachti kommentierte am 14. Oktober 2016 um 13:48

Danke für die Antwort! Ich werde mich mal umschauen. :)

Nachtidachti kommentierte am 14. Oktober 2016 um 14:07

Also die Frage mag jetzt vielleicht blöd klingen, aber haben Lesungen eine Altersbegrenzung?:D

micluvsds kommentierte am 14. Oktober 2016 um 14:51

Prinzipiell nicht, würde ich sagen. Es gibt bei uns in der Bibliothek schon mal Lesungen nur für Kinder oder Jugendliche. Und ich nehme mal an, dass bei Erotica "ab 18" gilt. Und ansonsten eben normale Jugendschutzgesetze (also unter 18 nicht bis nach 24 Uhr oder kein Einlass für Jugendliche in bestimmte Locations)

Nachtidachti kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:07

Ok, und nochmal danke für die Antowrt ;)

westeraccum kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:21

Viele Buchhandlungen veranstalten auch Lesungen, da sind dann meist vorher Aushänge. und sonst Zeitung/Facebook/Anzeigenblätter lesen.

Ange R kommentierte am 15. Oktober 2016 um 10:43

Ich weiss nicht, wie gut die sind, aber schau doch mal hier http://www.werliestwannwo.de/

Nachtidachti kommentierte am 15. Oktober 2016 um 11:05

Danke für die Antwort, ich werd mal  gucken, ob ich eine passende Lesung finde :)

Elenas-ZeilenZauber kommentierte am 14. Oktober 2016 um 11:34

Ich liebe Lesungen - okay, nicht jeder Autor kann lesen, doch, das sind nur wenige.
Meinen Artikel zur Lesung mit Ursula Poznanski und Arno Strobel habe ich genau aus dem Grund geschrieben, weil die beiden grandios sind.
Und wer schon mal eine szenische Lesung mit Ann-Kathrin Karschnick, Sandra Florean und Laurence Horn erlebt hat, weiß, wie genial eine Lesung sein kann - mit vollem Körpereinsatz, wundervoll akzentuiert und fantastischen Mimik.

Für mich macht es das Buch noch einmal wertvoller, wenn ich weiß, wie der Autor / die Autorin seine Geschichte stimmlich rüberbringen würde. Und der Frage-Antwort-Teil ist für mich immer noch ein Add-on, weil man Fragen beantwortet bekommt, die man sonst nie losgeworden wäre. Und man lernt den Autor / die Autorin auch noch mal ein Stück besser kennen (z.B. Schreibroutine, 100%iger oder flexibler Plotter).

Auch bei Val McDermid und Gillian Flynn war es klasse - da hängt es schwer von dem Moderator / Übersetzer ab und das haben Margarethe von Schwarzkopf und Regula Venske toll gemacht.

Also, ja, ich gehe gern zu Lesungen und lasse mich auch von Autoren, die ich noch nicht kenne, gern überraschen.

westeraccum kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:23

Ahh, warst du auch bei Mord am Hellweg? ich habe da die Sololesung von Ursula Poznaski gehört, echt super!

lesesafari kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:26

oh schön. du bist da gewesen. ich hatte ganz überraschend eine familien-frei-karte für "westfalen-krimis" in oelde gewonnen. aber da bin ich leider nicht hingekommen. und leider wollte auch niemand meine karte geschenkt haben. vllt schaffe ich es noch zum krimizug.

Elenas-ZeilenZauber kommentierte am 15. Oktober 2016 um 08:41

@westeraccum: Nein, beim Harborfront Krimifestival in HH.

Mrs. Moriarty kommentierte am 14. Oktober 2016 um 12:01

Eigentlich eher selten, ich mag es eher etwas altmodisch und klassisch. Am liebsten ohne großes Tamtam und Schischi. Deshalb mag ich z.B Lesungen auf der Buchmesse, weil es da zwar mega viele Menschen gibt, aber alles sonst schlichter gehalten ist. Toll finde ich aber wenn es z.B musikalische Begleitung gibt. Vor einigen Jahren inzwischen, war ich auf der Lesetour von Markus Heitz zu Judaskuss. Witzigerweise nicht wegen ihm und seinen Büchern (die mir gar nicht so gut gefallen) sondern wegen der begleitenden Band Persephone, die eine Lieblingsband von mir ist. Außerdem war die Lesung echt toll, zu Mal die Band die Lieder sehr passend zu den Textpassagen gewählt hat. Ein unvergesslicher Abend, daran denke ich immernoch sehr sehr gerne zurück. Leider hab ich z.B Kate Morton in diesem Jahr verpasst, sie war hier vor Ort um Das Seehaus zu promoten. Das hätte ich gerne nicht verpasst. 

lesesafari kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:24

Zur Musik fällt mir ein, dass ich mal auf einer Lesung zu Georg Büchners "Lenz" war. Die Lesung war verwirrend, es wurde abwechselnd aus Büchners Tagebüchern und aus dem Lenz gelesen. Dazu gab es Querflöten-Musik, die wohl die Atmosphäre bzw. das Wetter darstellen sollte. Das hat furchtbar abgelenkt und klang sehr experimentell. Mir blieb am Ende nur noch diese Musik in Erinnerung und manchmal musste ich da schon sehr auflachen, wenn da plötzlich ein besonders lauuter schriller Ton mittendrin auftrat.

Nachtidachti kommentierte am 15. Oktober 2016 um 11:04

Ich finde deinen Namen toll! ;D

lesesafari kommentierte am 15. Oktober 2016 um 21:19

auf den mrs namen habe ich noch gar nicht geachtet. HAHA. ich fand den auch so toll, habe letztens erst die "senorita prim" gelesen.

Bücherwurm68 kommentierte am 14. Oktober 2016 um 12:18

Ich gehe sehr gerne zu Lesungen,find es immer wieder spannend über die Hintergründe und Entstehungen der Bücher zu erfahren. Hatte bis jetzt noch keine negativen Erfahrungen gemacht, es waren immer sehr schöne Abende 

micluvsds kommentierte am 14. Oktober 2016 um 12:37

Auf der einen Seite mag ich keine Lesungen: da sind zu viele Menschen, und wenn der Vorleser (der ja nicht immer der Autor ist) dann auch noch eine Stimme hat, die ich nicht hören mag, dann ist das für mich nur ein Albtraum. Auch mit einigen Performance-Lesungen habe ich ein Problem. Ich musste mal beruflich zu einer Leseung, bei der die Autorin dann eine von duesen schrecklichen Therapiepuppen herausholte, und die gehen gar nicht.
Andererseits mag ich es, Autoren einmal live zu sehen, Erläuterungen zum Werk zu bekommen, oder auch, wenn jemand eine tolle Lesestimme hat.
Es kommt also sehr drauf an, hin und wieder besuche ich Lesungen, aber nicht unbedingt immer gerne.

lesesafari kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:19

Therapiepuppe? Das klingt gruselig. Sind das diese, die man immer auf Kirmes und Märkten kaufen kann? Da wäre mir die Laune auch vergangen. Ich mag die nicht. :D

micluvsds kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:48

Ja, ich glaube da meinst du die Therapiepuppen die ich auch meine. Ich mag die auch überhaupt nicht! Ich frag mich immer für welche Therapie die sind, für eine Erschreck-Therapie vielleicht?

lesesafari kommentierte am 14. Oktober 2016 um 22:04

ohja... diese breiten köpfe und diese roten haare. die erinnern mich an karlsson vom dach oder sowas :D oder rotznase von den schlümpfen. :D:D::D:D:D

Bommerlinda kommentierte am 14. Oktober 2016 um 13:23

Kurz und knapp - nein!

Mich interessiert der Inhalt eines Buches, aber nicht der Autor.

 

florinda kommentierte am 15. Oktober 2016 um 10:57

Kurz und knapp - ganz meine Meinung.

passion4books kommentierte am 14. Oktober 2016 um 13:36

Es kommt auf die Lesung an. Ich war kürzlich bei einer Wohnzimmerlesung, bei der drei Autoren vorgelesen haben und ich fand es wirklich unterhaltsam. Was mir besonders gefällt ist, dass der Autor ganz genau weiß, wie er die Sätze zu betonen hat, weil nur er weiß, was er damit ausdrücken wollte. 

lesesafari kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:15

Ja, bei so ner Wohnzimmerlesung war ich auch schon dabei. Das war sehr schön und gemütlich. Die Autorin hat das zum ersten Mal gemacht und viel erzählt, wie sie auf die Figuren kam und welche sie besonders mochte usw. Und genau, nur sie wusste wie man die Stellen richtig zu lesen hatte oder wie die Stimmen der Foiguren sein sollten. Danach hat jeder, der das Buch noch nicht hatte, eins geschenkt bekommen und beim Lesen konnte man sich das dann alles sehr gut vorstellen.

jiskett kommentierte am 14. Oktober 2016 um 14:10

Ich war am Mittwoch erst auf einer Lesung - im kleinen Rahmen, sehr entspannte Atmosphäre, zu einem Buch, das ich bereits kannte (eine lokale Autorin). Letztes Jahr war ich auf zwei größeren Lesungen - eine von Kerstin Gier und eine von Rafik Schami. Alle drei fand ich sehr interessant, vor allem in Bezug auf all die Hintergrundinformationen, die man zu den Büchern und Autoren bekommen hat. Am besten gefallen hat mir aber die von Schami, weil er den Abend über quasi eine Geschichte erzählt hat - über sein Leben, das Land, in dem die Geschichte spielt, und darin eingebunden dann die Handlung des Buches. Das war wirklich toll.

Also ja, ich gehe gerne zu Lesungen :)

lesesafari kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:11

Ich war schon sehr lange auf keiner Lesung mehr. In der Grundschule und später am Gymnasium fanden öfter Lesungen statt, die waren meist interessant. Hörbücher sind hingegen gar nichts für mich, da kann ich gar nicht zu hören. Ich würde aber gerne mal zu einer Lesung mir bekannter Autoren gehen. Da ist ja gerade dieses schöne Krimifestival am Hellweg, aber die schönen Lesungen finden abends statt und dann komme ich da nicht mehr weg. Bei unbekannten  Autoren muss man erstmal herausfinden, um was es geht und sich in die Thematiken einfinden. Dazu habe ich nicht immer Lust. Letztes Jahr war der Fitzek mal hier, aber die Karten waren dementsprechend schnell, weil auch günstig, ausverkauft. Max Bentow war vor einigen Jahren auch mal in der Stadtbibliothek, als er noch nciht so bekannt war. Also habe ich vllt demnächst mal Glück und es kommt wer Interessantes, und ich bekomme sogar noch eine Karte.

westeraccum kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:26

Am 23.10. fährt der Krimiexpress bei Mord am Hellweg, das ist sonntags und tagsüber, wäre vielleicht was für dich!

lesesafari kommentierte am 14. Oktober 2016 um 22:06

ich hab einen fahrplan hier liegen. allerdings frage ich mich seit samstag, ob da nicht immer noch die schreckliche baustelle ist. und was ich nicht verstanden habe, muss man den nochmal extra bezahlen, zum normalen zugticket dazu?

westeraccum kommentierte am 16. Oktober 2016 um 10:40

Oh, das weiß ich nicht, aber ruf doch einfach mal in Unna an, die sind sehr nett.

LadySamira091062 kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:45

also ich  war schon auf einigen Lesungen   und es war immer wieder ein tolles Erlebnis und einige sind mir in wirklich guter Erinnerung geblieben. Ich hatte zbb das Glück Wolfgang Hohlbein  in Kaiserslautern  zu begegnen als er anläßlich der Blutoper-Premiere da war   an dem Tag  war nachmittags  schon Aktionen  zu sehenn zn Schauspieler aus dem Theaterensembkle waren da die Kostumbildnerin und der Bühnenbildner waren da und  gaben  Hintergrundwissen    preis zb teil auch  mit Bildern ,dann gabs kurze Ausschnitte aus der Rockoper von dem Sänger der Rockband das war ein tolles Erlebnis.Oder Benjamin Monferat bei dessen Lesung ich  hinterher Muskelkater vom lachen hatte .Er konnte sich  sogar an mich erinnern als ich mich letztens bei seinem neuen Buch  für die Leserunde beworben habe,er ist ein ganz netter Mensch. Oder Deana Zinßmeister  mit der ich vorher schon ein paar Worte wechseln konnte und dabei fest gestellt habe das sie im Nachbarort wohnt wo ich geboren wurde .Markus Heitz war auch ne tolle Lesung .Ich finde es immer interessant auch die Person kennen zu lernen die  das Buch geschaffen hat 

buecherwurm1310 kommentierte am 14. Oktober 2016 um 15:52

Ich liebe Lesungen, allerdings mag ich die ganz großen Veranstaltungen nicht so gerne. Ich finde es schöner, wenn es eine Lesung im kleineren Kreis ist.

Allerdings gibt es in unserer Stadt nur selten mal eine Autorenlesung. Leider!

Archer kommentierte am 14. Oktober 2016 um 16:36

Aline, welche AutorenInnen waren das, bei der Performance?

So was würde mich vielleicht noch interessieren. Oder auch mal ein Poetry Slam (diese Eines-Tages-Baby-Frau finde ich aber nervig). Eine normale Lesung übt gar keinen Reiz auf mich, wenn ich mir was vorlesen lassen will, höre ich Hörbücher. Die höre ich allerdings viel und oft, da viel und oft mit dem Auto unterwegs.

Aline Kappich kommentierte am 14. Oktober 2016 um 17:43

Archer, die Veranstaltungsreihe nannte sich Live.Poetry. Es ist schon einige Jahre her, dass ich dort war und mittlerweile scheint die Truppe, deren Besetzung (eher junge, noch unbekannte Autoren und Autorinnen) von Lesung zu Lesung wechselte, leider nicht mehr aktiv zu sein. Jedenfalls konnte ich keine aktuellen Infos mehr finden. Es würde mich auch interessieren, ob es heute ähnliche Formate gibt. Hat jemand eine Idee? PS: Hörbücher höre ich auch am liebsten im Auto! :-)

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