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Was darf ein Buch kosten? Die Entwicklung der Buchpreise - Foto (c) Koson von shutterstock

Buchpreisentwicklung

Was darf ein Buch kosten?

Heute erwartet euch an dieser Stelle mal kein Quiz, keine Abstimmung und auch kein Gewinnspiel, sondern ein durchaus ernstes Thema: die Buchpreisentwicklung. Damit gehen folgende Fragen einher: Was darf ein Buch kosten? Und was sollte es kosten?

Die Situation stellt sich aktuell folgendermaßen dar:
Laut Statistischem Bundesamt hat der durchschnittliche Buchpreis inkl. Mehrwertsteuer seit 2004 nur um 6,0% zugenommen.
Und, ja: Ich schreibe bewusst "nur", denn im Vergleichszeitraum hat der allgemeine Verbraucherpreisindex um 18,02% zugenommen - dies entspricht der dreifachen Steigerungsrate des Buchpreises.

Und noch ein weiterer Vergleich:
Das durchschnittliche Bruttoeinkommen eines Arbeitnehmers legte im Zeitraum 2004 bis 2016 um durchschnittlich 26,34%* zu (*Quelle: Statistisches Bundesamt), im Bereich des Einzelhandels seit 2005 um 24,45 - 30,86%** (je nach Qualifikation / **Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen).

... ihr merkt, worauf ich hinaus möchte?
Wenn alle anderen Kosten (Löhne, Herstellung, Miete, ...), mit denen die Buchbranche zu tun hat (egal, ob nun Buchhandlung oder Verlag), deutlich stärker ansteigen als der durchschnittliche Buchpreis, bleibt unter dem Strich immer weniger in der Kasse.

Deswegen mal in die Runde gefragt:
1.) War euch das in dieser Form bewusst?
2.) Gibt es für euch eine "Obergrenze", was den Preis eines (guten) Buches anbelangt?
3.) Welche Faktoren beeinflussen - neben dem Preis - eure Kaufentscheidung und überwiegen das Preisargument sogar?

  • Inhalt
  • Autor
  • Ausstattung
  • Empfehlung (TV- bzw. Radio-Vorstellung / Buchhändlertipp / Werbung)

Bastei Lübbe scheint aktuell - zumindest bzgl. der Top-Titel - die Buchpreise an die o.g. Gegebenheiten anzupassen: "Das Fundament der Ewigkeit" (Ken Follett) wird 36,- Euro kosten; "Origin" von Dan Brown 28,- Euro. Sind diese Preise für euch OK?

Ich bin auf eure Meinungen gespannt ...

/ / NACHTRAG (da es in den Kommentaren untergeht):
Um Missverständnisse auszuschließen: Dass im o.g. Artikel die gestiegenen Löhne herangezogen werden, soll nicht als Beleg dafür gewertet werden, dass auf Kundenseite zwangsläufig mehr Geld vorhanden ist, sondern dass auf Unternehmensseite diverse Kosten - im Vergleich zum Buchpreis - überproportional stark, oftmals sogar um ein Vielfaches dessen, angestiegen sind. Ergo: Die Marge wird immer geringer.

Kommentare

Seiten

Susi kommentierte am 01. September 2017 um 16:31

1) Nein, war mir nicht bewußt

2) Das hängt weniger von Buch ab, als von meinem Geld. Alleinerziehend mit halber Stelle, ohne Unterhalt und 5,- Euro Jahreseinkommen über der Grenze liegend, bei der man Wohngeld und Zuschüsse für die Schule bekommt, mußte ich jeden Cent mehrfach umdrehen und war daher auf Flohmärkte, offene Bücherregale und Schnäppchen angewiesen. Jetzt hat sich das Unterhaltsvorschußgesetz geändert, ich habe aufstocken können und arbeite wieder Schichtdienst. Da kann ich mir auch wieder neue Bücher leisten.

Ich kaufe dennoch gerne Schnäppchen und freue mich über runtergesetzte Bücher, aber wie drastisch die Preise bei teuren Bildbänden teilweise fallen, schockiert mich schon. Natürlich kann ich sie mir nach wie vor nur reduziert leisten, aber dass diese tollen kostbaren Bücherschätze verramscht werden, stimmt schon nachdenklich und tut weh.

3) Ausstattung und Empfehlung spielen kaum eine Rolle und da wäre immer der Preis ausschlaggebend. Ich habe gelernt auf vieles zu verzichten und dann wäre ich zwar traurig, könnte aber damit leben. Bei Inhalt und Autor würde ich schon eher schwach werden. Und wenn ich nach 1-2 Jahren immer noch nicht auf dem Flohmarkt fündig geworden bin, dann gönne ich mir auch einen Herzenswunsch aus der Buchhandlung. Jetzt wird dies wohl öfter der Fall sein.

Steffi_the_bookworm kommentierte am 01. September 2017 um 17:32

Meine Obergrenze für einen normalen Roman liegt bei 25€. 

Den Preis von dem neuen Ken Follett habe ich auch schon gesehen und mir ist echt die Kinnlade runtergefallen. Ich weiß man darf nicht umrechnen, aber das sind 70 Mark. Da verzichte ich lieber oder warte auf das Taschenbuch.

lesebrille kommentierte am 02. September 2017 um 07:37

Da stimme ich dir zu, kann ich mir so auch nicht leisten,mein Einkommen ist nicht so stark angestiegen,bzw. die anderen Kosten haben sich auch erhöht. Da gucke ih lieber nach gebrauchten Büchern.

Everly kommentierte am 02. September 2017 um 09:09

... pssst ... ich rechne auch noch in DM um ;-)

Chattys Buecherblog kommentierte am 02. September 2017 um 10:18

Da gebe ich dir recht. Man sollte zwar nicht mehr umrechnen. Aber 25-30 € zahle ich für eine halbe Tankfüllung, die mich zu meinem Job bringt.

Für "nur ein Buch" ist mir das definitiv zu viel, da meine Lohnerhöhung leider nicht mit dem bundesdurchschnittlichen Erhöhung  konform ging.

Leia Walsh kommentierte am 02. September 2017 um 10:47

Chattys Buecherblog kommentierte am 02. September 2017 um 10:18

Da gebe ich dir recht. Man sollte zwar nicht mehr umrechnen. Aber 25-30 € zahle ich für eine halbe Tankfüllung, die mich zu meinem Job bringt.

 

 

Eben. Bücher sind, auch wenn einige (viele) darüber lächeln, tatsächlich Luxusgüter. Schon immer. Im Vergleich einfach horrend teuer. Für 25-30 Euro müssen manche eine Woche Lebensmittel pro Kopf stemmen. Umrechnen mag inzwischen nicht mehr okay sein, eben weil so viele Jahre vergangen sind und die Einkommen gewachsen sind - dennoch führt es vor Augen, was so abgeht. Welcher Unterhaltungsroman hat damals denn 70 DM gekostet? Oder andersrum, meine King-HC haben damals knapp 25 DM gekostet. Heute kosten sie das Doppelte. Aber wer verdient heute denn das Doppelte??

 

Man kann auch ganz schlecht vergleichen, was man mehr einnimmt und was wieviel gestiegen ist. Der Mensch hat ja zumeist nur EIN Einkommen, aber ALLES erhöht sich. Da ist die Gehaltserhöhung schneller weg, als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Was nutzt ein Hunni mehr im Geldbeutelt, wenn jedes einzelne Teil, das man monatlich kaufen muss, da Grundbedarf, teurer geworden ist und am Ende des Monats zweihundert Öcken mehr fehlen als vorher? Wenn der Weg zum Job schon mehr als 10% vom Einkommen frisst?

 

Ich liebe Bücher. Mir geht es finanziell gut. Dennoch werfe ich das Geld nicht aus dem Fenster. Mag sein, dass erst ab einem gewissen Punkt (zu viele Regale und zu wenig Bewegungsfreiheit) die Erkenntnis überwiegt, dass ein Buch sich nicht abnutzt beim Lesen und man - zumindest - durch Tauschen mal gut die Hälfte sparen kann (mindestens ja mal: ein Buch kaufen, zwei lesen - meist kann man ja aber weiter tauschen) und man nicht jedes Buch sein Leben lang im Regal stehen haben muss.

 

Klar, alle wollen verdienen. Auch die Buchdrucker, die Buchhändler, die Autoren und alle im Verlagswesen und was sonst noch so dranhängt. Wollen wir aber mal nicht vergessen, dass auch der Faktor der Kosten von Material und Druck berücksichtigt werden muss. Heute kostet die Herstellung eines Buches auch viel weniger, als noch vor 30 Jahren. So gesehen hat sich der Gewinn am Buch drastisch erhöht.

 

Zahlen belegen vieles - und man kann sie so jonglieren, dass sie aus einer Goldgrube ein Verlustgeschäft machen.

MrsFraser kommentierte am 03. September 2017 um 09:54

Sehr detaillierter Kommentar, dem ich komplett zustimmen kann.

Eigentlich gehe ich davon aus, dass der Einzelhandel (z.B. Bekleidung, Technik) auch an reduzierten Artikeln noch verdient. Ich verstehe nicht, warum das bei Büchern nicht so ist bzw. sein sollte.

FantaSie fantasierte am 04. September 2017 um 09:41

Bei Bekleidung kann ich zustimmen, an Technik verdient der Einzelhandel schon längst nicht mehr. Man denkt immer "hach, wenn die Waschmaschinen für 300 Euro rausschmeißen, wie hoch ist da wohl der Gewinn"... zwischen 3 und 5 Euro ist der Gewinn bei den Preisen mit denen Elektrodiscounter um sich werfen. Richtig viel verdient wird eher an Zubehör.

Lrvtcb kommentierte am 02. September 2017 um 10:34

Den Buchpreis von dem neuen Ken Follet Buch habe ich gerade erst gesehen und bin halb aus den Socken gekippt. Das finde ich wirklich krass und so viel würde ich definitiv nicht aus geben. Früher war für mich für ein gebundenes Buch immer 20 Euro die Obergrenze. Mittlerweile gebe ich teilweise auch mal - wenn es ein absolutes Wunschbuch ist - 25 Euro aus. Aber mehr habe ich noch nie für ein Buch ausgegeben und mehr wäre ich auch nicht bereit zu zahlen.

Nala kommentierte am 09. September 2017 um 11:22

Ich bin auch ganz deiner Meinung. Mein Einkommen ist nicht so stark angestiegen, dass ich mir den neuen Ken Follett leisten kann für diesen Betrag. Ich rechne immer in DM um. Für einen Roman, der 30 € kosten soll überlege ich lange. Im Endeffekt ist lesen für mich ein Hobby. Natürlich kosten Hobbys Geld, aber dann kaufe ich für die 35 €, die der neue Ken Follett kosten soll, eher mehrere gebrauchte Bücher und warte auf das Taschenbuch.

Natürlich soll auch der Verlag und Buchhandel genug verdienen, aber lesen ist nicht mehr so populär. Das ist auf jeden Fall mein Gefühl. Das ist kein Grund, dass die Verlage kaum Gewinn machen sollen, aber ich kann die Menschen gut verstehen, die sich mehrfach überlegen, ob sie ein Buch neu kaufen, oder dann doch lieber gebraucht oder auf das günstigere Taschenbuch warten.

Ich kaufe auch neue Bücher, aber für den Preis des neuen Ken Follett bekomme ich auch schon mehrere neue Taschenbücher.

Ich finde es immer schwierig zu schreiben, dass das Einkommen grundsätzlich gestiegen ist. Es ist nicht für alle gestiegen, sondern teilweise nur für eine Menschen. Außerdem wird alles teurer, auch wenn das Einkommen steigen sollte. Da muss nunmal an den Hobbys gespart werden.

Federfee kommentierte am 01. September 2017 um 17:33

Das kann man nur differenziert beantworten. Für ein Buch, das ich nicht kenne, eines Autors, den ich nicht kenne, gebe ich ungern Geld aus, auch nicht 10 Euro. Ich leihe mir viele Bücher (was eine Buchhandlung sicher nicht gerne liest), aber - zu meiner Ehrenrettung: wenn mir ein Buch gut gefällt, ich es nochmal lesen möchte, ich es im Regal stehen haben möchte, dann kaufe ich es und bezahle auch gerne Geld dafür. So gesehen ist z.B. die Schmuckausgabe von Harry Potter I und II sehr preiswert ;-) oder 'Geister', oder Yanagiharas dicker Wälzer, oder 'Sophia', alles wunderbare Bücher, für die ich gerne etwas auf den Tisch lege. Aber da war ich mir auch sicher, dass sie gut sind. Ein Taschenbuch für 9,99 ist auch OK, auch wenn ich es nur einmal lese. Das Papier ist gut und die Cover sind oft sehr schön gestaltet.

Nein, es war mir nicht bewusst, wie es sich mit den Preissteigerungen verhält, aber ich vermute, dass sicher hohe Lagerhaltungskosten für Bücher anzusetzen sind. In Köln in der Mayerschen am Neumarkt kriege ich übrigens fast alles, was ich will, so gut sind die sortiert.

aimée kommentierte am 01. September 2017 um 17:39

1. Nein, interessante Zahlen!

2. 20 € sind bei mir so eine "magische Grenze", ab der ich zweimal drüber nachdenke, ob ich das Buch WIRKLICH möchte. Bei Fachbüchern muss man ja schon immer etwas tiefer in die Tasche greifen, da liegt die Schmerzgrenze schon deutlich höher... und bei Kochbüchern fang ich tatsächlich erst ab ca. 40 € an zu schlucken!

Für einen guten Roman im Hardcover zahl ich schon auch mal 25 €, 36 € für Beletristik wär mir, muss ich leider gestehen, aber definitiv zu teuer!

3. Es gibt Autoren, bei denen denke ich nicht lange nach, da kauf ich einfach! Und für eine schmucke, schön illustrierte Ausgabe eines Lieblingsbuches oder für ein Geschenk, darfs gerne auch mal ein wenig teurer werden - naja, und der Inhalt sollte beim Bücherkauf immer eine Rolle spielen, oder? ;-)

aimée kommentierte am 01. September 2017 um 18:23

Ok, wenn ich ganz ehrlich bin, kaufe ich das teure HC auch nur, wenn ich's gar nicht abwarten kann oder das Buch anderweitig bereits lesen konnte und ich es so toll fand, dass ich es mir "hochwertig" ins Regal stellen will. 90% aller Romane, die ich kaufe, sind wohl nicht teurer als 15 €...

Blackbird kommentierte am 01. September 2017 um 17:42

Ich bin Schülerin, bin in einer schulischen Ausbildung und bekomme ein geringen Bafög Anteil. Daher muss ich da ein bisschen egoistisch antworten, ein Buch von 36€ werde ich mir aktuell nicht leisten können, daher würde ich drauf verzichten (müssen) oder ich muss ausschließlich Bücher leihen, was ich schade fände, da ich Bücher einfach gerne in meinem Regal habe. 

Eine Obergrenze habe ich nun aber nicht pauschal festgelegt. Bisher haben die Bücher, die ich lese aber nicht mehr als 15€ gekostet und das finde ich preislich okay. Ab 20€ würde ich vermutlich aber dann doch die Finger davon lassen und ein anderes Buch mitnehmen. Außer eine Person, deren Empfehlungen ich viel Wert nehme, empfiehlt mir genau so ein Buch. Das wäre dann eine Außnahme, aber nicht die Regel (wäre finanziell wie gesagt einfach auch nicht regelmäßig möglich, selbst wenn ich wöllte.).

 

KerstinT kommentierte am 01. September 2017 um 18:09

Ich habe bemerkt, dass der Buchpreis nicht so arg gestiegen ist, allerdings habe ich das jetzt nie mit anderen Preisen verglichen.

Eine Obergrenze? 20 Euro ist für mich wirklich die Schmerzgrenze. Zum Beispiel, wenn ein neues Buch eines Autors, den ich mag, herauskommt und ich das neue Buch unbedingt lesen möchte und nicht auf das Taschenbuch warten kann/möchte. Dann ja, aber meist bleibt es bei Taschenbüchern. Ich habe mittlerweile auch Mängelexemplare für mich entdeckt. Meist haben die ja wirklich kaum Macken. Vielleicht ist der Umschlag etwas beschädigt, aber das stört mich nicht. Es geht ja hauptsächlich um den Text. Wenn sie dann nur noch fünf Euro oder sogar weniger kosten ist mir der „Schaden“ egal. Ich finde zehn Euro für ein Taschenbuch in Ordnung. Auch wenn das für meinen Geldbeutel auch schon zu viel ist (daher gerne das Mängelexemplar ;) ) aber natürlich ist mir klar, dass an einem Buch ja auch einige Mitverdienen wollen/müssen. Leider bekommt der Autor – soweit ich weiß – am wenigstens ab. Ich habe mal gehört 50 Cent für ein Taschenbuch. Stimmt das? Weiß da jemand Bescheid?

lesesafari kommentierte am 01. September 2017 um 20:15

Ca. 10% des Buchpreises, wenn der Autor bekannt ist und einigermaßen gut verkauft.

Galladan kommentierte am 01. September 2017 um 18:12

Was man an Bruttolohn mehr auf dem Papier stehen hat ist ziemlich egal. Wesentlich ist das Geld was man nachher zum ausgeben übrig hat und ich habe seit Jahren das Gefühl, dass da schön gerechnet wird , wenn es an die Inflationsrate geht. Ich bin jedenfalls ziemlich überrascht gewesen, dass ich bei der Gebäudeversicherung jetzt den doppelten Preis zahlen darf aber die Nebenkosten weden soweit ich das mitbekommen habe nicht mit in den Warenkorb geworfen die die Inflation darstellen sollen.

Bastei Lübbe hatte wohl eher ein sehr mieses Jahr und hängt gewaltig in den roten Zahlen. Die wollen sie wohl gerne mit den beiden Zugpferden ihres Verlags einschwärzen. Ist legitim. Mache ich aber nicht mit. Ich habe Buch und Hörbuch in englisch vorbestellt. Ich habe die ganze Reihe in englisch. 

Ein HC das ich unbedingt sofort lesen will würde die Schmerzgrenze bei 24 Euro erreichen. Da würde ich auch nur die Printausgabe kaufen wenn ich die anderen auch im Regal stehen habe. Sonst wird das ein eBook und der Preis entscheidet die Sprache.

Torsten Woywod kommentierte am 02. September 2017 um 09:08

@Galladan, Aacher & wanda:
Ich befürchte, hier kommt es zu einem Missverständnis: Dass die gestiegenen Löhne herangezogen werden, soll in diesem Fall nicht belegen, dass auf Kundenseite zwangsläufig mehr Geld vorhanden ist, sondern dass auf Unternehmensseite diverse Kosten - im Vergleich zum Buchpreis - überproportional stark, oftmals sogar um ein Vielfaches dessen, angestiegen sind. Ergo: Die Marge wird immer geringer.

Leia Walsh kommentierte am 02. September 2017 um 10:52

@Torsten: das wage ich zu bezweifeln. Wie ich oben gerade erwähnt habe, sind gerade im Buchdruck die Kosten stark gesunken.

Geringere Kosten, aber geringere Steigerung beim Preis - das ergibt eine Marge, die eher gestigen als gesunken ist.

Man bekommt kein ehrliches Ergebnis, wenn man nicht wirklich alle Faktoren einbezieht.

Sebastian Ollmer kommentierte am 02. September 2017 um 11:09

Ich arbeite selbst in einer Druckerei, und weiß von daher das zum Beispiel auch die Preise für die Materialien die zum Druck benötigt werden auch nicht gerade unerheblich angestiegen sind. Sei es der Papierpreis pro Tonne oder oder der Preis für die Druckfarben. Hinzu kommen dann dort auch die Sachen wie "Mindestlohn" der bestimmt bei einigen Druckereien eine Rolle spielen wird und damit die Kalkulation was so ein Buch kostet in der Herstellung nach oben treibt. 

Leia Walsh kommentierte am 02. September 2017 um 11:16

Die Maschinen produzieren mit weniger Personal in kürzerer Zeit mehr Bücher.

Akashaura kommentierte am 02. September 2017 um 12:50

Zumindest was den Manga Markt angeht kann ich nur sagen das gestiege Druckkosten das dauer Argument der letzten Jahre für steigende Preise ist . Das trotz stetig steigenden Auflagen .
Soweit ich das mitbekommen habe sind die Preise für Papier gestiegen. Aber auch die Transport kosten .
Auch dürften neue Maschinen mit weniger Personal nicht gerade zu sinkenden kosten beitragen den die müssen schon ein paar Jahre laufen bis die sich rechnen . Und die laufen auch mit Strom der auch selten Schlagzeilen macht billiger zu werden .
Es wird inzwischen sogar einiges im Ausland gedruckt um überhaupt noch Preise halten zu können !

Naoki kommentierte am 03. September 2017 um 06:51

Ich muss aber auch sagen, dass Mangas für mich tatsächlich über der Schmerzgrenze liegen...

Früher war ich Sammlerin, habe im Monat sicher 4-5 Mangas gekauft. Allerdings kosteten da die meisten nur 5 €. Für meine Lieblingsmangaka (Kaori Yuki) habe ich aber auch bereits 6,50 € bezahlt, weil ich einfach auch die Qualität der Zeichnungen toll fand.

Als dann die ersten (normalen) Manga knapp 7 € gekostet haben, habe ich aufgehört zu sammeln. Für eine halbe Stunde Lesezeit war mir das dann wirklich zu viel. (Abgesehen davon, dass der deutsche Markt größtenteils aus Romantic-Comedy und Shonen-ai besteht, womit ich inzwischen nichts mehr anfangen kann).

Ab und zu entdecke ich immer noch interessante Mangas, die ich dann versuche, gebraucht zu erwerben. Aber tatsächlich werden interessante Bände dann eher teurer als günstiger.

Akashaura kommentierte am 03. September 2017 um 22:38

Ja das waren noch Zeiten ! Mitleiweile sind ja nur noch Massen Titel wie Conan, Naruto und Co für 6€ zu bekommen auch da wird es immer weniger :/

Kann dich verstehen vieles ist echt der immer gleiche Kram. ..Da bin ich auch raus . Aber in letzter Zeit kommen immer mehr Titel raus die eben nicht da rein fallen . Q oder Burnig Hell bei Carlsen leider auch mit 8€ und 10€ sehr teuer. Oder Ghost in the Shell bei Egmont ab 15€ auch nicht billig . Bald die Neuauflage von Blame in einer Sammlerausgabe HC zu 28€ bei Manga Cult .
Es wird endlich mal erwachsen nur leider auch immer die Titel die jedes Budget sprengen. ..:/
Versuch auch viel über den gebraucht Markt zu bekommen. Nur wie du schon schreibst manche Preise sind Astronomisch :/

Nala kommentierte am 09. September 2017 um 11:37

Da stimme ich dir zu. Ich habe früher auch sehr viele Mangas gekauft. Auch für 5 € pro Stück. Allerdings habe ich sofort aufgehört, als die Mangas im Preis gestiegen sind. Ich bin nicht bereit gewesen für eine so kurze Lesezeit so viel Geld auszugeben, wenn ich für den gleichen Preis auch ein Taschenbuch bekomme, an dem ich aber 5 Stunden lese. Natürlich zählen bei Mangas auch die Zeichnungen, das ist mir durchaus bewusst, aber trotzdem ist es mir einfach zu teuer geworden.

Akashaura kommentierte am 27. September 2017 um 22:44

Mit dem kommenden Programm knackt Egmont bei einigen schon laufenden Reihen sogar die 8,50€ .
Klar die Lesezeit ist echt kurz und Zeichnungen sind sehr aufwendig aber das führt bei mir auch zum Abbruch der Reihen.
Die Erhöhung um 1€ gibt's ja weil die Reihen zu schlecht laufen , nur leider bewirkt man damit das die noch schlechter laufen ....

Chaoskeks kommentierte am 25. September 2017 um 01:33

Manga kaufe ich eigentlich auch nur noch gebraucht. Hin und wieder mal ein neues, wenn ich z.B. am Bahnhof zufällig Geld in der Tasche und nichts zum lesen im Zug habe. (So 1-2 Mal im Jahr vielleicht.)
Aber eigentlich habe ich aufgehört neue Manga zu kaufen, seit die die 6 Euro Marke geknackt haben.

Galladan kommentierte am 02. September 2017 um 11:21

OK da hatten wir uns Missverstanden. Soweit ich das mitbekommen habe bekommen Buchhandlungen von den Verlagen 30 bis 40 % Rabatt auf den Preis und müssen sich daraus finanzieren. Der Buchhandel hatte die Preiserhöhung zu den genannten Büchern ja auch abgenickt. Ich glaube auch, dass die zwei Bücher Bestseller werden, wobei ich den Follett nicht lesen werde und den Brown zum Schnäppchenpreis genommen habe. Das was ich Monat für Monat an Büchern durchhaue könnte ich bei einem normalen Gehalt nicht im Laden kaufen und das dürfte fast allen die hier 100+ Bücher im Jahr lesen auch nicht bezahlen können/wollen. 

ich glaube, dass die 2 Bücher sehr oft zu Weihnachten verschenkt werden, dafür wird es dann statt 2 Bücher nur noch eins geben. Wir verschenken an Freunde und Familie Sachen im Wert um die 20 Euro (es gibt bei uns kein Weihnachtsgeld). Da würde ich sagen, die müssen sich die Bücher selbst kaufen. 

misery3103 kommentierte am 01. September 2017 um 18:19

zu 1: Nein

zu 2: Es hört sich vielleicht blöd an, aber da ich gut verdiene und neben Büchern, Filmen und Musik keine weiteren Hobbys und große Ausgaben habe, denke ich über Buchpreise nicht nacht. Natürlich kaufe ich auch gebrauchte Bücher, aber ich muss von bestimmten Autoren immer das aktuellste Buch haben ... und da gucke ich nicht auf den Preis (zum Glück muss ich das auch nicht).

zu 3: Es ist so, dass ich die Bücher kaufe, die ich gerne lesen würde. Wenn es von meinen Lieblingsautoren ein neues Buch gibt, will ich das neu und ungelesen für mich haben, kaufe die also nicht gebraucht.

FIRIEL kommentierte am 01. September 2017 um 18:27

Die konkreten Zahlen waren mir nicht bewusst. Eine klare Obergrenze habe ich nicht - aber ich kaufe schon seit Jahren keine neuen Bücher mehr für mich selbst. Meinen Lesehunger könnte ich auch nicht finanzieren! Zum Glück gibt es die Bibliothek, und die ist hervorragend sortiert. Ein Buch für mich selbst würde ich nur kaufen, wenn ich es schon gelesen habe und so überzeugt davon bin, dass ich es unbedingt besitzen möchte. Aber ich kann inzwischen etwas besser loslassen.

In einigen anderen Bereichen verhalte ich mich ähnlich. Ich habe kein Auto und regele alles mit Bus und Bahn. Auch Kleidung kaufe ich zum größten Teil second hand.

buechermauschen kommentierte am 01. September 2017 um 18:42

Wir müssen jeden euro zweimal umdrehen , von daher kaufe ich selten neue Bücher . Wenn ist da meine Schmerzgrenze so bummelig bei 12€ . Kaufe aber neu auch nur Taschenbücher , Hardcover wünsche ich mir dann zu besonderen Gelegenheiten. Und wenn ich gar nicht abwarten kann greife ich auf die günstigeren englischen Ausgaben zurück. 

Das heißt aber nicht das die geforderten Buchpreis im allgemeinen zu hoch sind , man muss ja auch den Aufwand dahinter sehen und wie viele Leute daran beteiligt sind , da ist der Preis dann (meist) auch berechtigt. Nur gibt es leider sehr viel Menschen die es sich nicht leisten können. 

Ich sehe es gerade in meinem Umfeld , viele Rentner oder junge Familien , schufften bis zum Umfallen und können sich trotzdem nicht einfach so ein Buch (oder auch andere Dinge) für über 20€ kaufen . Oder ihren Kindern , Mal eben den neuen Rick Riordan für 18€ , er wird einmal gelesen und dann liegen die "18€" im Regal und verstauben...

 

Fanti2412 kommentierte am 01. September 2017 um 18:59

zu 1) Die Zahlen waren mir so nicht bewusst, sind aber interessant.
Natürlich dürfen auch Bücher mit der Zeit teurer werden, denn auch die Löhne und Gehälter in der Branche werden gestiegen sein und auch die Produktionskosten.

zu 2) Meine Obergrenze ist für ein Hardcover ganz klar 25 Euro
Die gebe ich aber auch nur aus, wenn ich das Hardcover unbedingt haben will bzw. es nicht erwarten kann, das Buch zu lesen. Ansonsten warte ich aus Kostengründen immer auf das Taschenbuch.
36 Euro finde ich schon sehr heftig, die würde ich nie ausgeben!
Besonders "abgezockt" fühle ich mich aber immer mit den Preisen für die entsprechenden eBooks.
Beim Beispiel des neuen Follett kostet das eBook dann 25,99 Euro. Dafür bekommt man ja nur eine Lizenz zur Nutzung der Datei und darf / kann das Buch noch nicht mal verleihen oder weitergeben.
Kommt dann später das Taschenbuch für 10 Euro raus sinkt der Preis für das eBook dann auch auf 9 oder 10 Euro, für dieselbe Datei bzw. Lizenz. Das ist in meinen Augen Abzocke!
Denn wer ein Hardcover besitzen möchte, kauft sich das, auch wenn das eBook dann schon nur 10 Euro kosten würde.
Genau so ist es oft mit den sogenannten broschierten Ausgaben, die meistens 14,99 Euro kosten. Gibt es das Buch später als normales Taschenbuch ist es nur etwas kleiner und hat keine Klappen am Einband und kostet dann 5 Euro weniger.

3) Ob ich ein Buch kaufe oder nicht hängt davon ab, wie sehr es mich interessiert. Der Preis spielt da schon eine Rolle. Wenn ich nicht auf das Taschenbuch warten kann oder will, dann versuche ich mir das Hardcover irgendwo zu leihen, in der Bücherei oder bei Freunden.
Die Ausstattung ist mir in den allermeisten Fällen gar nicht wichtig.

StefanieFreigericht kommentierte am 09. September 2017 um 18:28

Der Preisunterschied ebook - "echtes" Buch ist mir auch im Normalfall viel zu gering. Meine ebooks sind fast ausschließlich Rezi-Exemplare oder Aktionsangebote, bei denen das ebook dann nur -,99 kostete. Ich verstehe, dass man sich Sorgen macht, dass jemand letztlich eine Datei einfach kopiert und dann x-fach weitergibt - aber bei jedem gebundenen oder Taschen-Buch bleibt Verlagen, Buchhändlern und Co nichts anderes übrig, als genau damit zu leben, dass jeder die tauschen und verkaufen kann - auch wenn da ausreichend viele von uns horten ;-)

wandagreen kommentierte am 01. September 2017 um 19:12

Wenn alles, wirklich alles teurer wird, kann man sich vieles, vieles nicht mehr leisten, auch keine Bücher mehr, die letztlich zu den Luxusartikeln gehören. Wenn mal also die Preise erhöht, dann bitte im Centbetrag, nicht in Eurostufen. /Es werden auch nicht alle Gehälter automatisch an die Inflation angepasst, wie man uns weismachen möchte. Also bitte bleibt mal auf dem Teppich. Ärger. Bald muss ich die Kommunisten wählen ;-).

Chattys Buecherblog kommentierte am 02. September 2017 um 10:22

Sehr gut! Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Ich gebe mein Geld lieber für nützliche Dinge aus: Essen, Strom, Wasser und nicht zu vergessen: Miete und Auto inkl. Versicherungen.

Leia Walsh kommentierte am 02. September 2017 um 10:54

So schön kurz kann man meinen "Roman" ausdrücken! Super! DANKE!

E-möbe kommentierte am 01. September 2017 um 19:21

Wie Galladan schon schrieb, das ist eine Milchmädchenrechnung mit den gestiegenen Löhnen. Von daher würde ich bestimmt keine 36,- Euro für den Follett ausgeben, außerdem weiß ich, dass der eh in spätestens 2 Jahren billig auf dem Flohmarkt zu finden sein wird.

Obergrenze? Kann ich so nicht sagen. Ich ärgere mich zum Beispiel, wenn ich sehe, dass es richtig gute Qualität bei Hardcovern schon für 16,- oder 18,- Euro gibt, und dann kommen andere Verlage (keine Kleinst- oder Kleinverlage, bei denen könnte ich es verstehen!) daher und verlangen so einen Preis für ein TB oder eine "Klappenbroschur". ^^

Galladan kommentierte am 01. September 2017 um 19:43

Klappenbroschur ist das was man "über den Tisch ziehen" nennt.

E-möbe kommentierte am 01. September 2017 um 19:45

Ich kann mich dir bei jedem Kommentar zu diesem Thema vollumfänglich anschließen.

Miss.mesmerized kommentierte am 01. September 2017 um 19:52

nur eine Spitzfindigkeit, aber

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Die Situation stellt sich aktuell folgendermaßen dar:
Laut Statistischem Bundesamt hat der durchschnittliche Buchpreis inkl. Mehrwertsteuer seit 2004 nur um 6,0% zugenommen.
Und, ja: Ich schreibe bewusst "nur", denn im Vergleichszeitraum hat der allgemeine Verbraucherpreisindex um 18,02% zugenommen - dies entspricht der dreifachen Steigerungsrate des Buchpreises.

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die Mehrwertsteuer für Bücher wurde ja auch nicht erhöht, für quasi alle andere Freizeitgüter.

JackJackson kommentierte am 01. September 2017 um 19:55

Diese Zahlen zu interpretieren fällt mir schwer, sie mögen im Gesamtkonsens stimmen (Das statistische Bundesamt ist eine Regierungsorgansisation und deshalb nicht ganz uneigennützig), aber es ist durchaus auch so dass:

Seit 2004 sich die Arbeitsverhältnisse vieler Arbeitnehmenr geändert haben (Leiharbeit, 450 € Jobs, Umstrukturierungen und auch in einigen Gesellschaftschichten sehr hohe Mehreinkommen).

Seit 2004   diese Schere auseinander ging , lassen wir es mal das die Zahlen des Statistischen Bundesamtes stimmen, aber es gibt seit dieser Zeit auch Verlierer.

Aber ich will nicht politisch werden, sondern melde mich nur im Bezug darauf das Ken Folletts neuer Roman 36 Euro kosten soll und da Frage ich mich doch (Herr Follett schneidet sich da keine goldene Scheibe ab) ob es das wert ist.

Und als Vergleich (Stand 01.09.2017)

Originalausgabe: Bei Amazon HC 15,49 €

spanische Übersetzung: HC        20,99€

Niederländische Übers. HC:        30,27€

 

und das zum gleichen Erstveröffentlichungstag am 12. September ???

Mir macht es nichts das Original zu lesen, was sicher authentischer ist, und gleich 20 Euro zu sparen, aber der Sinn erschliesst sich mir nicht .(Übersetzer verdienen auch nicht so viel wie manche vielleicht denken).

 

LG  Jack

 

 

Lrvtcb kommentierte am 02. September 2017 um 10:37

Englische Büchern sind sehr häufig deutlich günstiger als die deutschen. Das ist mir auch schon aufgefallen und war mit ein Grund, warum ich angefangen habe, Romane auf englisch zu lesen.

Wortmagie kommentierte am 02. September 2017 um 10:53

Die Preisunterschiede liegen unter anderem an der Buchpreisbindung. Es gibt in Amerika und England keine Buchpreisbindung, daher können Verlage selbst entscheiden, wie niedrig sie den Preis für ein Buch ansetzen, während der Mindestpreis bei uns gesetzlich geregelt ist. Laut Wikipedia gibt es auch in Spanien und in den Niederlanden eine Buchpreisbindung, das ist allerdings der Stand von 2008. Anhand der Preise, die du hier angegeben hast, würde ich vermuten, dass das noch immer der Fall ist.
Vielleicht wusstest du das schon, aber ich wollte es trotzdem erwähnt haben. :)

LG
Elli

Galladan kommentierte am 02. September 2017 um 11:38

Die US Preise sind nur am Anfang so günstig weil die Händler sich gegenseitig unterbieten wollen. Ist ein Buch erst einmal einige Monate auf dem Markt wird das Buch zum aufgedruckten Preis verkauft. TB werden von Beginn an zum aufgedruckten Preis verkauft. Um dann noch preiswerter an ein Buch zu kommen muss man z.B. bei Barns & Noble eine Kundenkarte haben was sich nur rechnet, wenn man dann mehrere Bücher im Jahr kauft. Ich habe die HP und Dan Brown Bücher immer bei Costco (Metro für Jedermann mit Membership) gekauft da sie dort am günstigsten verkauft wurden. In den 8 Jahren wo ich in den USA gewohnt habe sind 2 Buchhandelsketten pleite geangen und B&N hat unrentable Läden geschlossen. Da gibt es Landstriche wo die Leute Bücher bei Walmart (grottiges Angebot weniger Bücher) oder Amazon kaufen können.

Ich liebe die Buchpreisbindung bis zu einem gewissen Punkt, ich kann sie mir aber auch nicht unbedingt leisten. :-D

Torsten Woywod kommentierte am 05. September 2017 um 09:59

Ergänzend dazu: Die UVP für "A Column of Fire" beträgt in den USA 36,- Dollar.

Leseratz_8 kommentierte am 01. September 2017 um 20:15

1. Ja, es war mir bewusst. Trotzdem ärgert mich die oben schon genannte Klappbroschur.

2. Eine feste Obergrenze habe ich nicht, aber 36,00 € für Ken Follett ist, mir zumindest, viel zu teuer.  Hardcover kaufe ich selten, eigentlich nur, wenn ich den nächsten Teil der Reihe unbedingt lesen will. Ein Preis zwischen 20,00 - 25,00 € ist in diesem Fall in Ordnung.

Als ich studiert habe und auch später gab es Zeiten in denen das Geld knapp war, habe ich auch stundenlang in Buchhandlungen gestöbert. Die finale Kaufentscheidung war dan die Anzahl der Seiten, von drei Wunschbüchern wurde bei gleichen Preisen das längste gekauft ;-)) muss gerade ein bisschen schmunzeln...

3. Kaufentscheidung... ich lese eigentlich nur zur Entspannung, also selten bis gar nicht Bücher die eine Zierde des Regals sein sollen (Nobel- oder Buchpreisbücher, Schmuckausgaben, Sammlerstücke oder Bücher, die man gelesen haben muss, um seine Intellektualität unter Beweis zu stellen) deshalb ist mir die Ausstattung nicht so wichtig.

Ich schaue auf Autor und Klappentext. Dabei kann der Klappentext noch so toll sein, wenn ich bei einem Autor schon mehrfach reingefallen bin, gibt es keine weitere Chance,

Buchhändlertipps nehme ich gern an, habe zwei Händler die meinen Geschmack teilen, da klappt es dann auch. Sonst informiere ich mich in Bücherforen, durch surfen beim großen A manchmal auch in den kostenlosen Buchhandlungsheften.

Fazit: Sollte sich der Buchpreis erhöhen? Als Leser sage ich natürlich nein, aber vom betriebswirtschaftlichen Standpunkt aus muss ich ja sagen. Denn wenn Autoren nicht gut bezahlt werden, werden sie sich andere Arbeit suchen und wenn Verlage nicht genug Geld verdienen, wird am Ende nur noch amerikanische/englische Literatur verlegt. Die haben ihr Geld in den englischsprachigen Ländern verdient und der Übersetzer wird sicher nicht übermäßig bezahlt,

 

karo1006 kommentierte am 01. September 2017 um 20:21

Nein, das war mir vorher nie wirklich klar.

Ich bin Schülerin und muss mein Bücherregal bzw. den Inhalt ;-) von meinem Taschengeld bezahlen, weshalb meine Obergrenze bei Taschenbüchern bei 12€ und bei Hardcovern sind es höchstens 20€ was ich aber auch eher selten mache und mir das Buch dann doch eher gebraucht, grünstiger kaufe.

Hätte ich einen eigenen Lohn der es möglich macht, würde es allerdings keine Grenze geben.

Leia Walsh kommentierte am 02. September 2017 um 10:58

Deinen letzten Satz wage ich anzuzweifeln.

Steigendes Gehalt bedeutet in keiner Weise, dass man die Relationen verliert. Das Geld fließt dann in so einige andere Luxusgüter, die einem dann automatisch "wichtiger" werden.

Galladan kommentierte am 02. September 2017 um 11:43

Ich habe mehr Bücher gekauft als ich noch bei den Eltern gewohnt habe und kein Auto hatte. Es gibt immer mal Zeiten wo man sich wünschte, man hätte soviel Geld wie man als Schüler ausgeben kontte. Ich glaube auch, dass deswegen die Mädchenbücher auch so oft Bestseller sind. Als Schüler hat man eigentlich oft mehr Geld zur freien Verfügung als die Eltern. 

Leia Walsh kommentierte am 02. September 2017 um 15:21

Deshalb zweifle ich den Satz ja auch an.

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