Rezension

Das göttliche Mädchen - Aimée Carter

Das göttliche Mädchen
von Aimée Carter

Bewertet mit 3 Sternen

Einen schlimmeren Geburtstag hat Kate noch nicht erlebt. Ihre Mutter ist sterbenskrank. Und Kate muss in die Kleinstadt Eden ziehen. Als sie auf der neuen Schule den geheimnisvollen Henry kennenlernt, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Denn er ist Hades, der Gott der Unterwelt. Und er macht ihr ein verlockendes Angebot. Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.
(Klappentext)

Bücher mit griechischer Mythologie mag ich sehr gerne und so war ich schon gespannt auf "Das göttliche Mädchen" und die Umsetzung.
Zitat : "»Dies ist das Tor zwischen den Lebenden und den Toten«, erklärte er. »Du bist noch lebendig. Die anderen auf dem Anwesen sind schon vor sehr langer Zeit gestorben.« Mich überlief ein kalter Schauer. »Und du ?« »Ich ?« Sein Mundwinkel zuckte. »Ich herrsche über die Toten. Ich gehöre nicht zu ihnen.«"
Den Einstieg fand ich ganz okay, es wirkte leider etwas klischeehaft, wie Kate zum ersten Mal Henry begegnet und sich die Geschichte danach weiterentwickelt. Und bereits auf den ersten Seiten hatte ich durch den Prolog recht schnell eine Vorahnung, was ein bisschen schade war.
Der weitere Verlauf der Handlung hat mir dann besser gefallen, auch wenn ich das Buch insgesamt an manchen Stellen zu vorhersehbar fand.
Kate war mir als Protagonistin leider nur teilweise sympathisch. Einerseits tat sie mir wegen ihrer Mutter Leid und ich fand es gut, wie tapfer sie versucht damit umzugehen und sie alles für sie tun würde. Leider war sie an einigen Stellen recht naiv, gegenüber dem was in Eden Manor passiert, und handelte leichtsinnig.
Henry fand ich als Hades charakterlich interessant, er wirkte zunächst undurchschaubar und distanziert, ich mochte ihn aber irgendwie direkt gerne.
Gut gefallen hat mir die Umsetzung der griechischen Mythologie, mit Hades und Persephone, welche Rollen andere Götter gespielt haben und die sieben Prüfungen.
Zitat : "Ich hatte mich bereitwillig auf das hier eingelassen, und Henry hatte klargemacht, dass er mich nicht gegen meinen Willen festhalten würde. Es war furchtbar von mir, etwas Deartiges auch nur zu denken. Ich war nicht Persephone."
Überzeugend fand ich die Liebesgeschichte von Kate und Henry. Es war gut gemacht, dass die beiden am Anfang nicht gleich total verliebt ineinander sind und Henry innerlich zerbrochen wirkt.
Das Buch ließ sich flüssig lesen, es konnte mich gut unterhaltsam und spannend. Insgesamt mochte ich das Buch ganz gerne, ich hatte aber auch meine Kritikpunkte.
Nach dem eigentlichen Roman waren noch zwei Kurzromane, "Die vollkommene Kämpferin" und "Gott der Finsternis" in dem Buch enthalten. Diese haben mir ganz gut gefallen und war ein schöner Zusatz.

Fazit :
Konnte mich nicht komplett überzeugen. Eine gute Grundidee mit der griechischen Mythologie, in der Umsetzung aber leider teilweise zu vorhersehbar und die Protagonistin war an manchen Stellen zu naiv.