Rezension

Der bislang beste Teil über die Salzburger Ermittler

Schatten - Ursula Poznanski

Schatten
von Ursula Poznanski

In einer Wohnung wird ein grausam zugerichteter Mann gefunden. Eine Hebamme wird in einem Bach ertränkt. Auf den ersten Blick scheinen beide Taten nicht miteinander in Verbindung zu stehen, doch Beatrice Kaspary erkennt recht schnell eine Verbindung. Sie kannte beide Opfer. Sie konnte beide nicht leiden. Und am ersten Tatort entdeckt sie zusätzlich Hinweise, die auf einen Mord von vor sechszehn Jahren hindeuten, bei dem ihre damalige Mitbewohnerin und beste Freundin grausam ermordet wurde... 

Mit dem vierten Fall für Beatrice Kaspary und Florin Wenninger hat sich Ursula Poznanski selbst übertroffen. Geschickt führt sie den Leser auf falsche Fährten, um dann eine überraschende Aufklärung zu liefern und in diesem Fall eine Verbindung zu einem anderen Buch über die Salzburger Ermittler zu erstellen. 

Poznanski kann mit Worten umgehen - das beweist sie jedes Mal aufs Neue. Durch ihren Schreibstil lässt sich die Handlung flüssig lesen und sie schafft es, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Der Spannungsaufbau beginnt schon recht früh und steigt während der Handlung stetig an. Bis er schließlich den Höhepunkt erreicht. Und in diesem Fall ist der Höhepunkt nicht nur sehr raffiniert gewählt worden, sondern auch noch eine Überraschung. Zwar ist das Ende relativ offen gehalten und noch einige Puzzleteile übrig, aber gerade das regt zum Nachdenken an. Wie geht es weiter? Was ist noch alles in der Vergangenheit passiert? Velleicht werden in einem fünften Teil die offen gebliebenen Fragen geklärt. Jedenfalls ist eine Fortsetzung der Buchreihe durchaus vorstellbar. Und ich würde mich sehr über weitere Fälle des sympathischen Ermittlerduos aus Salzburg freuen.

Mein Fazit für den vierten Fall: absolut lesenswert! Und viel spannender und interessanter als die anderen Fälle.