Rezension

Der Held.

Die Legende der Wächter 16. Der Held
von Kathryn Lasky

Bewertet mit 5 Sternen

Inhalt.
Lange Zeit bevor Soren und die Bande im Ga'Hoole-Baum eintreffen, schlüpft in den eisigen Nordlanden ein Flecken-Kreischeulerich. Das Küken, bekannt als Lyze von Kjell, steigt schnell zu wahrer Größe empor. Er ruft das berühmte Kjellbündnis ins Leben, indem er Schlangen zu Kriegern ausbildet. Später wird er unter dem Namen Ezylryb als Lehrer, Chronist und Poet sein Wissen an den jungen Eulerich Soren weitergeben. Dies ist seine Geschichte.

Charaktere.
Die Haupteule ist Lyze von Kjell, den man bisher hauptsächlich als EzylRyb kanne. "Der Held" erzählt die Vorgeschichte des geschätzten Lehrers. Man erfährt seine Entwicklung vom jungen Eulenküken, das inmitten des Krieges der Eiszehen zur Welt kommt, erst zum Krieger, dann zum Lehrer. Auf seinem Weg schließt Lyze nicht nur Freundschaften fürs Leben, sondern muss auch schwere Verluste verdauen. Am Ende der Geschichte blickt man auf die vorangegangenen Teile zurück und nickt langsam, mit dem Gedanken: "Jetzt verstehe ich dich."

Meinung.
Die Reihe um Soren und seine Freunde ist beendet. Doch um seine Abenteuer abzurunden, gibt es auch das Leben von Lyze von Kjell  zu lesen bzw. zu hören. Man erfuhr alles, was rund um den weisen Lehrer vielleicht noch offen geblieben ist. Viele alte Bekannte begegnen dem Hörer wieder: Octavia, Moss, Orf sowie Ifghar und Gränk. Man erfährt, wie sich die Freund- bzw. Feindschaften entwickelt haben, die in den vorangegangenen Bänden angeschnitten werden. Auch über Lyzes Gefährtin Lil und ihr grausames Schicksal erhält man Klarheit.

Die ganze Geschichte knüpft stilistisch an die Vorgänger an und wurde wieder von meinem persönlichen Lieblingshörbuchsprecher Stefan Kaminski gelesen.

Fazit.
Eine unterhaltsame, informative Abrundung der Vorbände und somit der perfekte Reihenabschluss.