Rezension

Die erste Furie...

Die Kinder der Götter - Rache - Aurelia Velten

Die Kinder der Götter - Rache
von Aurelia Velten

Bewertet mit 4 Sternen

INHALT:

Sophie, ehemals Trisiphone, hat als eine der drei Furien eine wichtige Aufgabe inne: Durch den Wahnsinn der in ihr wohnt ist es ihr möglich die schlimmsten Verbrechen zu rächen. Über Jahrtausende hinweg hat sie ihre Bestimmung pflichtgetreu und fehlerfrei ausgeführt. Dennoch ist sie überrascht als ihr von einem olympischen Gott die Jagd nach einem mordenden Daimonenkönig auferlegt wird. Daimonen, als rein friedfertige Wesen bekannt, wachen über die Schicksale der Menschen. Trotzdem erfüllt Sophie ihre Verpflichtung und straft den angeklagten Lysandros mit Wahnsinn – bis ihr klar wird, dass sei verraten wurde. Doch nun scheint es beinahe zu spät zusammen mit dem, gar nicht mehr so sanftmütigen, viel zu dominanten Lysandros sein Volk vor einem Krieg zu bewahren und den Verräter zu enttarnen.

 

EIGENE MEINUNG:

Aufgefallen ist mir dieses Buch durch sein absolut wundervolles Cover! Das Gesicht der jungen Frau wirkt dunkel, geheimnisvoll und doch anziehend! Es gefällt mir ebenfalls, dass es beinahe das gesamte Cover ausfüllt und komplett still wirkt, bis auf die dunklen Haare. Diese sehen aus als würden sie vom Wind umtost! Die goldene Schrift lockert das Ganze angenehm auf und bringt noch einen Funken Magie ins Spiel.

Zu Beginn muss ich sagen, dass es sich hierbei um den ersten Teil einer Reihe handelt, auch wenn angegeben wird, dass alle Bände in sich abgeschlossen und unabhängig voneinander lesbar sein werden. Damit drösle ich meine Rezension einmal von hinten her auf: Mit dem Ende dieses kann man mehr als gut leben, die Liebesgeschichte um Sophie wirkt erzählt, und so ruhig auf den nächsten Band warten. Die Geschichte an sich sehe ich aber nicht wirklich als „in sich“ abgeschlossen an. Dieser Band handelt zwar vorrangig von einer der drei Furien und ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, aber es wird durchaus genug angeschnitten um mehr wissen zu wollen und soweit ich das absehen kann spielt Sophie auch im nächsten Band eine Rolle. Dort wird das Augenmerk zwar wohl auf anderen Hauptcharakteren liegen, aber für mich ist augenscheinlich für den Moment doch alles mehr verbunden als in Buchreihen in denen es jeweils um ein anderes Paar geht und die Vorherigen dann komplett aus dem Spiel sind. Aber lassen wir uns überraschen! ;)

An sich passt die Genre-Beschreibung „Paranormal Romance“ sehr gut! Wir erleben Sophies Geschichte in einer urbanen Welt mit fantastischen Elementen, gerade auch aus der griechischen Mythologie. Dies konnte mich sehr begeistern und Spannung bei mir erzeugen! Die Charaktere sind interessant gestaltet, besonders der männliche Hauptcharakter hat es mir angetan, und gerade durch ihre „Langlebigkeit“ gibt es vieles herauszufinden und zu entdecken! Den extremen Tiefgang darf man dabei allerdings nicht erwarten, eben so wenig innerhalb der Liebesgeschichte, die durchaus einen Großteil der Geschichte bestimmt. Es ist schnell klar, wer sich flott ineinander verlieben wird und es stellen sich bekannte Hindernisse in Bezug auf Vertrauen, Geheimnisse etc. ein. Punkten konnten dabei bei mir eher die Geheimnisse die ihren Ursprung in der fantastischen Seite des Romans haben! Die erotischen Szenen haben mir ebenfalls gut gefallen, sind stilvoll und nicht im Übermaß vorhanden! Auch das richtige Quäntchen Humor hat nicht gefehlt!

Das Highlight an der Geschichte war für mich somit eher weniger das bestimmende „Romance“ als das Paranormal! Mir hat die Idee den Furien eine Erzählung zu widmen wahnsinnig gut gefallen! Ich freue mich auf mehr Details und bin wirklich gespannt auf den nächsten Band. Allerdings hätte es für mich gerne wesentlich mehr Informationen zu diesem Teil der Geschichte geben dürfen: Mehr Hintergründe, mehr Beschreibungen der Orte, längere Aufenthalte an diesen. Insgesamt ist mir alles etwas zu schnell gegangen und war zu zielorientiert. Es gab wenig Sackgassen oder stillere Momente des Nachdenkens, Planens oder Redens. Die Hindernisse in der Liebesgeschichte waren mir zu sehr „selbstgemacht“ und Sophie kam mir deshalb leider nicht ganz so nahe.

Der Schreibstil lies mich allerdings schnell ins Buch hinein kommen und zügig dahin lesen. Man erlebt die Erzählungen aus verschiedenen Sichten!

 

FAZIT:

Zusammengefasst findet der Leser hier wirklich interessante Einfälle rund um die Furien, aus der griechischen Mythologie, mit schönen neuen Ansätzen/Ideen und ebenfalls schöner Erotik! Paranormal Romance trifft es genau: Wer tiefergehende Fantasywelten oder Liebes-/Lebensgeschichten sucht findet hier eher angenehme und kurzweilige Unterhaltung mit der Aussicht auf ein Happy End und auf weitere Bände. (3,5 bis 4 Sterne)