Rezension

Die Perfekten

Die Perfekten - Caroline Brinkmann

Die Perfekten
von Caroline Brinkmann

Zuerst muss ich erwähnen, dass der Klappentext nur den Anfang des Buches erzählt. Es passiert noch so viel mehr, was man gar nicht erahnen kann. Einerseits ein wenig schade, aber andererseits auch nicht schlimm. Ich denke, dass es spoilern würde, wenn noch mehr verraten werden würde.
Aber alleine der Klappentext hat mich gereizt das Buch zu lesen. Ich mag Dystopien sowieso sehr gerne lesen. Und irgendwie hat der Klappentext etwas geheimnisvolles. Etwas, was herausgefunden werden möchte.
Und genauso ist die Geschichte! Die Geschichte verwickelt sich immer weiter und dann schlägt es doch wieder in eine ganz andere Richtung, die man überhaupt nicht erwartet hätte. Ich saß mehrfach mit offenen Mund da, weil ich mit dieser Kehrtwende so gar nicht gerechnet habe.
Leider fand ich das Buch alles in allem recht lang. Einige Ausschweifungen hätten nicht unbedingt sein müssen. Ich hatte an einigen Stellen sogar den Eindruck, dass dort gekürzt wurde, weil in der Geschichte auf einmal gesprungen wurde. Es war ein wenig unausgeglichen hatte ich den Eindruck.

Die Autorin schreibt sehr gut. Sehr flüssig und leicht. Sie hat es geschafft, mich auf den ersten Seiten zu fesseln und hat mich auch nicht mehr losgelassen.
Sie versteht es an der richtigen Stelle einen Punkte zu setzen und diesen dann erst später aufzuklären. Typischer "Aha"-Effekt. Großartig!

Die Charaktere sind durchweg gelungen. Gerade Rain fand ich sehr gut durchdacht. Man kann ihren Zwiespalt regelrecht spüren, wenn man mit ihr liest. Die Charaktere sind alle aber auch recht sprunghaft, wie die Geschichte. Ich kann hier leider auch nicht so viel schreiben, ohne zu spoilern. Aber man muss schon sehr mitdenken. Ich finde es mal ganz gut, wenn nicht alles einfach so runtergerasselt wird, sondern man über die Beweggründe einer Handlung nachdenken muss. Das finde ich so genial gemacht an den Charakteren. Es ist immer ein Beweggrund hinter deren Handeln, den man nachvollziehen kann. Auch wenn er im ersten Moment unüberlegt erscheint.

Das Setting erinnert mich stark an "Die Tribute von Panem". Obwohl es eigentlich überhaupt nichts damit zu tun hat. Aber trotzdem.

Alles in allem hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen. Ich möchte dafür auf jeden Fall eine Leseempfehlung ausprechen.

Das Cover: Gesichter auf dem Cover sind ja immer so eine Sache. Aber ich muss sagen, dass mir das Cover gut gefällt. Gerade mit der großen Schrift passt es wirklich gut zusammen.

Fazit: Trotz ein paar Kleinigkeiten gefällt mir das Buch richtig gut. Die Autorin schreibt super und die Charaktere sind gut durchdacht.