Rezension

Ein atemberaubendes Weltraumspektakel der besonderen Art

Die Krone der Sterne
von Kai Meyer

Bewertet mit 5 Sternen

Das Buch beginnt mit einer kurzen, aber hilfreichen Erläuterung der wichtigsten Begebenheiten auf der Innenklappe, samt einer Sternenkarte. Damit hat man schon einmal einen guten Überblick, was einen in diesem Weltengefüge erwartet. Auf den ersten Seiten sind einige Zeichnungen, die man erst nach einiger Lesezeit zuordnen und verstehen kann. Dann sind sie aber eine wunderbare Ergänzung, um sich die Szenerie und die Raumschiffe besser vorstellen zu können.

Die Handlung beginnt mit einer actionreichen Verfolgungsjagd und so ist man als Leser gleich mitten im Geschehen. Verwirrend sind am Anfang die vielen fremdartigen Begriffe und Namen, wovon man sich aber nicht stören lassen sollte, da es im weiteren Verlauf weniger wird und vieles davon sich später von selbst erklärt.

Die Protagonisten sind bis auf eine Ausnahme sehr interessante, eigenwillige und unterhaltsame Charaktere, in die ich mich gut hineinversetzen konnte. Auf langatmige Beschreibungen wird verzichtet und der Leser bekommt die notwendigen Informationen nach und nach fast nur durch die untereinander stattfindenden Dialoge, die manchmal mit ihrem trockenen Humor sehr witzig sind. Das kommt dem Tempo der Story zugute und macht neugierig auf weitere Enthüllungen.

Der Schreibstil des Autors hat mich wieder einmal begeistert. Er findet genau die richtige Balance zwischen spannungsgeladener Action und ruhigeren Szenen mit unterhaltsamen Dialogen. Außerdem gefallen mir seine fantasiereichen Ideen von skurrilen Wesen bis hin zu unvorstellbarer Raumfahrttechnik. Da gibt es Raumranken mit Fangarmen, Hypersprungschleusen und sogar eine in eine Kampfdrohne verliebte Androidin. Zitat: "Verliebtes Metall." Herrlich!

Mein einziger Kritikpunkt an diesem atemberaubenden Weltraumspektakel der besonderen Art ist das für meinen Geschmack etwas unbefriedigende Ende, in dem zwar einige Rätsel aufgelöst werden, aber immer noch zu viele Fragen offen bleiben. Deswegen muss es unbedingt eine Fortsetzung geben!