Rezension

Ein Epos ♥

Gerwod II - Salvatore Treccarichi

Gerwod II
von Salvatore Treccarichi

Bewertet mit 5 Sternen

Cover

Jeder, der den Vorgänger kennt - und das sollte man dringend ehe man mit diesem Buch anfängt - weiß zu welcher Reihe es gehört. Sowas gefällt mir ja selber immer recht gut. Wenn eine Reihe einem Stil folgt. Und wenn ihr euch die anderen Bände anschaut, wird klar, das bleibt so. :D

Handlung (Klappentext)

Das Abenteuer um Gerwod geht weiter. Begleiten Sie die Helden aus dem Fantasyepos Gerwod durch den zweiten Teil der mehrteiligen Saga! Die Geschichte spielt in einer fantastischen und mittelalterlichen Welt voller Magie und neuartiger Geschöpfe. Es ist eine Welt, die zwar von den Menschen beherrscht, jedoch auch von vielen der sogenannten Alten Völker bewohnt wird. Der wiederbelebte Magier Teramon trachtet danach, das Böse zur Macht zu führen. Mit seinen Eberkriegern belagert er Bernstadt und bedroht den Frieden zwischen den Völkern. Sein Hauptziel ist die Erlangung des Eberkopf-Artefaktes, um zur absoluten Macht zu kommen. Bedrängt durch den bösen Magier legen die einstigen Feinde aus dem Großen Krieg ihre Feindschaft ab. Ausschlaggebend dafür ist die Erzählung der Waldkehrs Gerold, der die Mitglieder der Ritterorden an ihre eigentliche Aufgabe erinnert. Die Suche nach Gerwod! Eine der entscheidenden Persönlichkeiten des neuen Bündnisses ist der unsterbliche Paladin Boralt. An seiner Seite die Ritter des Bundes Feodor, Maarten, Herman und Manfried. Ihnen haben sich aber auch neue Verbündete angeschlossen, wie der Waldkehr Gerold, der Nachtalp Olef und der Zähhäuter Neron. Viele Aufgaben stehen den Bündnispartnern bevor, um das Böse aufzuhalten. Die Gerwod-Serie richtet sich an alle Fantasyfans, die sich mit auf die lange Reise durch eine vollkommen neu erdachte phantastische Welt begeben möchten.

Schreibstil

Ich habe mich in diesen Stil inzwischen verliebt. Schnell war ich wieder in der Welt und begegneten mit den Gefährten Herker, Nachtgreifen und vielen anderen Fantasyvollen Geschöpfen. Sie alle waren eigen, toll beschrieben und besaßen ein anderes Wesen. Dies eingebettet in eine Lebendige, atmende Fantasy Welt in der jeder Schritt in eine neue Katastrophe führen kann. Das sorgt dafür, dass man immer so eine hab-acht-Stellung eingeht. Man ist misstrauisch und fällt dann doch auf Dinge herein. Die bildhafte Sprache tut ihr übriges dazu.
Zart besaitete Gemüter sollten aber auch bedenken, das diese Bildhaftigkeit auch bei Kämpfen besteht. Manchmal wird es also etwas eklig. Aber das gehört einfach zu einem Epos. Grusel, Ekel und wahnsinnig viel Spannung.

Charaktere

Neben unseren gewohnten typischen Verdächtigen finde ich tatsächlich den Bösewicht ziemlich cool gemacht. Teramon ist ein Mistkerl, wie er im Buche steht aber gerade deswegen so großartig aufgebaut. Es ist eben mal ein Bösewicht, der wirklich was drauf hat und nicht vom nächsten Windlein entthront wird. Er kann was und das macht unseren lieben Freunden so ziemliche Probleme.
Aber auch bei den anderen tut sich was. Die Entwicklungen der Protas sind realistisch und nachfühlbar. Man leidet so manches Mal mit, wird enttäuscht, schockiert. Ist einfach mit dabei.
Dazu kommen diese vielen tollen Geschöpfe. Unheimliche, niedliche und manches sogar dazwischen.

Meinung

Wer Abwechslung und mal eine ganz andere Geschichte sucht, der ist hier genau richtig. Diese Reihe entwickelt sich zu einem Epos der ganz anderen Art. Alleine diese Art Gut und Böse, Schwarz und Weiß, zu solch einem Dichten Teppich zu verweben finde ich klasse. Zum Beispiel tauchen Zäher auf - nicht gerade nett - und doch hatte ich am Ende Mitleid mit ihnen. So etwas beim Leser hervorzurufen ist eine klasse Leistung.
Ein muss für jeden der durchdachte und ja, durchaus unberechenbare Fantasy genauso lieb wie ich. Aber erst den ersten Band lesen! ;)