Rezension

Ein Killer wie du und ich

Ein Killer wie du und ich - Dan Wells

Ein Killer wie du und ich
von Dan Wells

Alle Buchreihen müssen mal enden. Die Einen früher und die Anderen später. Leider ist es jetzt bei dieser Buchreihe soweit. So schade, denn ich mag die echt gerne.
Sie ist einfach anders, als andere Bücher. Ein Thriller-Fantasy-Mix, deren Ablauf man nie einschätzen konnte. Immer wieder wurde ich von Autor überrascht, weil er wieder eine ganz andere Richtung einschlug, als ich erwartet habe. Deswegen dachte ich, dass das Ende mit Pauken und Trompeten ist. Joah, nö! Aber es ist doch ganz anders gekommen, als ich dachte. Okay, eigentlich hätte ich mir denken können, dass es anders kommt. War ja bisher immer so.
Ich finde das Ende, wie es ist, in Ordnung.

John hat sich in den letzten Büchern sehr gewandelt und ich möchte behaupten, dass der John aus dem ersten Band ein ganz Anderer ist, als in dem letzten Band. Mir ist noch nie so bewusst aufgefallen, dass sich jemand so verändert. Seine Ansichten, sein Charakter. Zuerst war er geheimnisvoll und man konnte ihn nicht einschätzen. Im letzten Band ist er erwachsen geworden und er handelt logischer. Irgendwie fehlte mir der John aus den ersten Bänden.

Mir fehlte auch den Charme und das unvorhersehbare aus den ersten Bänden. Ja, ich liebe die Reihe nach wie vor. Aber der Reiz, der die Reihe ausgemacht hat, ist im letzten Band irgendwie nicht mehr dagewesen. Ich hatte den Eindruck, dass die Reihe zu Ende gebracht werden musste.
Dieser letzte Band ist auch deutlich schmaler als die vorherigen Bände. Und es wird viel mehr geredet und diskutiert als gehandelt. Was das Lesen leider etwas langweilig gemacht hat. Ich finde es schade, wenn eine Reihe (unter Druck) zu Ende gebracht werden muss. Das wird selten gut.
Das soll jetzt nicht bedeuten, dass dieses Buch schlecht ist. Es war gut, aber wie gesagt, der Charme fehlte.

Dan Wells ist ein großartiger Autor. Das hat er schon viele Male bewiesen. Deswegen wundert es mich ein wenig, dass der Abschluss nicht so ist, wie es von ihm erwartet hätte.

Leseempfehlung? Ja! Auf jeden Fall. Aber dann vom 1. Band an. Denn alles Andere hat einfach keinen Sinn. Man versteht einfach nicht, wie es ist, wie es ist.

Das Cover: Bunt und schrill wie immer. Ein echter Hingucker.

Fazit: Ein reizloser Abschluss, mit dem ich so auf keinen Fall gerechnet habe. Dennoch fand ich das Buch gut und es hat seine 4 Sterne verdient.