Rezension

Ein Satz mit x

Make it count - Gefühlsgewitter
von Ally Taylor

Bewertet mit 1.5 Sternen

Katies Vater stirbt plötzlich, der Verlust ist für Katie sehr hart und auch die Tatsache, dass sie zu ihrer Mutter, mit der sie nie wirklich Kontakt hatte,nach Oceanside ziehen muss macht das ganze nicht weniger schlimm.
Doch schon bald lernt sie Dillen kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn, doch er weist sie zurück ist nahezu gemein zu ihr, doch Katie gibt sich weiter ihren Träumen von ihm hin und irgendwie scheint sich zwischen den beiden etwas zu verändern und doch liegt noch so viel zwischen ihnen..

Gestaltung:
Das Cover ist sexy und passt somit natürlich sehr gut zum Genre, schön fänd ich es wenn mal was anders als ein paar diese Bücher zieren würde, aber letztendlich zeigt es gleich woran man ist. Farblich gesehen mag ich das Cover allerdings gerne.

Meinung:
Mittlerweile bin ich bei dem Genre ja ein bisschen skeptisch, weil mir derzeit kaum noch etwas gefällt und ich das Gefühl habe, dass die tiefgründigen Geschichten aus dem Genre immer mehr denen weichen, die auf oberflächliche Erotik setzen. Als ich dieses Buch las war es mit meiner Skepsis noch nicht ganz so weit her, aber ihr könnt euch spätestens jetzt denken, dass dieses Buch seinen Teil dazu beigetragen hat, dass sie weiterhin gewachsen ist.

Eigentlich hatte ich mir sehr auf diesen Auftakt gefreut, weil ich vor allem das Konzept sehr interessant fand, dass die beiden Autorinnen sich in dieser Reihe mit jedem Buch abwechseln, außerdem wollte ich von beiden eh schon einmal etwas lesen. Der Auftakt wurde von Anne Freytag geschrieben die hier mit ihrem Pseudonym Ally Taylor unterwegs ist und was soll ich sagen? Das Buch hat mich persönlich einfach maßlos enttäuscht.

Das komplette Buch war für mich einfach schlecht durchdacht, zu einem sind da die Charaktere die mich persönlich einfach nicht wirklich berühren konnten und für mich daher auch einfach belanglos waren. Ich konnte mich nicht mit ihnen freuen und auch leider nicht mit ihnen leiden, weil ich keinen persönlichen Bezug zu ihnen aufbauen konnte.
Auch die Hindernisse die sich die beiden selbst in den Weg legen waren für mich absolut nicht sinnig, als Beispiel: Dillen kommt aus ärmlichen Verhältnissen und in der Vergangenheit gab es wohl einen Konflikt zwischen Katies Stiefvater und seinem.
Dillen ist also total abgeneigt von Katie weil sie in dieser Familie ja anscheinend aufgewachsen ist und dort zugehörig ist, ohne einmal darüber nachzudenken warum sie dann neu an seine Schule kommt. Und generell würde ich meinen, dass man in einer kleinen Stadt, gerade bei der einflussreichste Familie (zudem auch mal persönlicher Kontakt bestand) ein bisschen über die Familienverhältnisse aufgeklärt ist.
Dadurch war die ganze Sznerie für mich total unlogisch und haltlos und ein wenn nicht Anfangs der größte Stolperstein kommt so schlecht inziniert daher..

Was ich ebenfalls schade fand war, dass die Handlung für mich viel zu schnell vorangeschritten ist, die beiden verlieben sich dann doch sehr schnell und auf der nächsten Seite (zumindest gefühlt) ist es dann auf einmal auch schon die unsterbliche große Liebe.
Ich bin ja doch ein Mensch der romantisch veranlagt ist und normalerweise kann ich darüber auch mal hinweg sehen, aber nicht wenn anscheinend alles was sie an dem anderen toll finden das optische ist und man trotzallem davon spricht, dass der andere ja so besonders ist ohne auch nur einmal wirklich aufzeigen zu können warum das so ist.
Das ist halt das was ich meine wenn ich davon spreche, dass in diesem Genre immer mehr von oberflächlicher Erotik gesprochen wird. Letztendlich will man eine Liebesgeschichte verkaufen, die aber eigentlich nur aus Sex und Anziehungskraft besteht.
Was ja prinzipiell auch okay ist, aber dann sind für mich gerade diese tiefen Liebesbekundungen einfach daneben, zumindest für mich und meinen Geschmack.

Fazit:
Für mich war dieses Buch leider ein kleiner Reinfall, ich kan dem ganzen hier einfach nicht viel abgewinnen, die Beziehung ist viel zu rasant und zeigt dann auch nicht auf warum es eventuell so rasant hätte zugehen können. Zudem fand ich das Buch inhaltlich eher mau und für mich gab es teilweise unschlüssige Details über die ich hier nicht hinwegsehen konnte,w eil sie für Dillen und Katie prägend waren.