Rezension

Eine atemberaubende Welt aus Rot und Silber

Die Farben des Blutes, Band 1: Die rote Königin
von Victoria Aveyard

Bewertet mit 4.5 Sternen

Rot oder Silber - Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die - und nur die - besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt...

Da das Buch sehr beliebt ist und ich das Cover sehr schön finde, habe ich nun endlich die Rote Königin gelesen und bereue es definitiv nicht!
Ich fand den Einstieg super. Man wurde langsam in die Geschichte eingeführt und hat immer mehr über die Welt der Silbernen & Roten, sowie über Mare erfahren.

Victoria Aveyard hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil und besonders ihre Ort Beschreibungen haben es mir sehr angetan, da sie einen in eine dystopisch, fantasy lastige Welt entführt und man ein sehr gutes Bild von der gesamten Geschichte bekommt. Es gab auch das ein oder andere kleine Detail, wie z. B. Mares Ohrringe, welches  sehr schön und liebevoll ausgearbeitet wurde.

Ich fand auch Mare als Protagonistin sehr gelungengen. Sie ist ein sympathisches, mutiges und starkes Mädchen, welches in einer schwierigen und aussichtslosen Situation ist. Man hat Mitleid mit ihr, da sie es nicht leicht hat, aber man merkt auch im Laufe der Geschichte, dass sie etwas besonderes ist und viel erreichen kann. Die Nebencharaktere haben mir auch sehr gut gefallen, da sie die Handlung enorm beeinflussen und nicht nur Mare im Vordergrund steht. Ich fand die Handlung auch sehr spannend, da Mares Leben eine 360° Wendung einnimmt und sie sich erst einmal in ihrem neuen Leben einfinden muss und zum anderen ständig neue Offenbarungen ans Licht kommen, mit denen man niemals gerechnet hätte.

Was ich leider nicht so gut fand war, dass Mares Gefühle doch ziemlich verwirrend waren und es einem so vor kommt, als würde sie sich jedes Kapitel neu entscheiden, für wen sie Gefühle hat. Außerdem war mir die Handlung an manchen Stellen einfach zu schnell und man ist gar nicht mehr richtig mitgekommen, da es sehr viele Namen und Orte gibt, die man sich merken muss, was mir selbst am Ende noch schwer gefallen sind und man sich deshalb die ganze Zeit  beim Lesen ziemlich konzentrieren musste.

Alles in Allem fand ich das Buch alerdings sehr gelungen. Es war spannend bis zur letzten Seite und ich freue mich jetzt schon auf den 2. Band.