Rezension

Finsterau

Finsterau - Andrea Maria Schenkel

Finsterau
von Andrea Maria Schenkel

Ein Buch mit 128 Seiten ist für mich ein kleines Buch für Zwischendurch. Normalerweise lese ich Bücher, die wesentlich mehr Seiten haben. Ich mag es, wenn die Geschichte ausschweift, wenn ich mehr über die Charaktere und das Setting erfahre.
Das das bei 128 Seiten und einem Krimi nicht sein wird, war von Anfang an klar.

Deswegen kann ich zu den Charakteren auch wenig sagen. Alles ist recht oberflächlich gehalten. Es wird ein wenig über die Charaktere, gerade über Afra, erzählt, aber auch nicht viel. Aber das ist tatsächlich okay, denn es das was man wissen muss, wird gesagt. Der Autorin geht es scheinbar eher um das was passiert. Man braucht die Charaktere nicht zu mögen oder zu hassen.

Ich mag allerdings keine geschriebenen Dialekte. Ich finde es schlimm, wenn ich Worte nicht verstehe. Ja, der Krimi spielt in Bayern. Aber nein, es müssen nicht ein paar Charaktere auch bayrisch sprechen. Für mich als Norddeutsche etwas schwierig.
"Finsterau" ist im Übrigen der Ort, in dem der Mord geschieht.

Der Schreibstil der Autorin ist ganz gut. Es war leicht zu lesen.
Soweit ich weiß beruht die Geschichte auf einen wahren Fall. Sowas finde ich immer sehr interessant und mit solchen Fakten kann man mich immer locken.
So ist das Buch allerdings auch geschrieben. Viele Zeitsprünge, Wechsel der erzählenden Charaktere und Aussagen der Zeugen. Auf den wenigen Seiten muss man schon aufpassen, was gerade passiert.

Es ist ein netter Krimi für Zwischendurch. Nicht viel Aufsehen um die Charaktere, aber dennoch schön zu lesen.
Ich fand es allerdings mehr interessant als spannend.

Das Cover: Das Cover finde ich richtig toll. Sehr geheimnisvoll.

Fazit: Ein netter Krimi für Zwischendurch.