Rezension

Geduldsprobe

Das Scharlachrote Imperium 01. Blut aus Silber - Alex Marshall

Das Scharlachrote Imperium 01. Blut aus Silber
von Alex Marshall

Bewertet mit 2 Sternen

★★

Generalin Cobalt Zosia ist des Kämpfens müde – hat sie doch alles erreicht, was man erreichen kann und noch dazu als Frau. Sie zieht sich in ein kleines Dorf zurück und hofft, man vergisst sie und ihre „Ruhmestaten“ bald, denn sie möchte einfach nur in Ruhe leben. Doch dann kommt es natürlich anders – und sie muss Rache üben. Alles ist anders, als es bisher war …

 

Nun, auch wenn ich nicht der allergrößte Fantasyfan bin, lese ich hin und wieder gern dieses Genre. Besonders, wenn ich lese, dass ein Buch den US-Markt im Sturm erobert hatte. Leider muss ich mich fragen, was dann schiefgelaufen ist. Hat der Übersetzer (Andreas Decker) etwas falsch gemacht? Haben die Deutschen einen völlig anderen Geschmack als die Amis? Keine Ahnung. Fest steht, dass mich die vielen Namen und Orte (noch dazu natürlich fantasievoll gewählt, um ins Genre zu passen) doch sehr verwirren. Hier hätte ein Personenregister sehr gute Dienste geleistet.

 

Man muss schon sehr konzentriert bei der Sache sein. So nebenher liest sich das Buch gar nicht gut. Es strengt an, es fordert. Die vielen Dialoge – die ich ansich sehr mag – machen die Lektüre ein wenig schwierig. Der Leser fühlt sich sehr außen vor, nicht mitgerissen und teils sogar ungewollt. Zu viele Längen haben mir die Freude an der Story geschmälert. Ab und an kam ein wenig Humor auf, der Geschmackssache ist, aber das Buch belebt. Das gab mir immer wieder Hoffnung: jetzt geht es aufwärts! Aber … leider nein.

 

Dieser Band hat mich auf keinen Fall neugierig auf weitere Bände gemacht. Sorry, nix für mich. Deshalb kann ich nicht mehr als zwei Sterne vergeben. Schade!

 

Vielleicht muss man einfach viel mehr Fantasy lesen, als ich das im Allgemeinen tue, um dieses Buch schätzen zu können. Es tut mir so leid, dass ich das nicht kann.

★★ (ړײ)¸¸.•´¯`»