Rezension

Geistreicher Genuss

Lockwood & Co. - Das Grauenvolle Grab - Jonathan Stroud

Lockwood & Co. - Das Grauenvolle Grab
von Jonathan Stroud

Es geht an´s Eingemachte... geistreicher Genuss!

Gleich zu Beginn eines jeden Kapitels fallen einem sofort wieder diese großartigen Illustrationen der Auftaktvignetten in´s Auge.
Stimmungsvolle Momentaufnahmen, für die es einen eigenen Band geben sollte.

Und damit willkommen zurück in der Welt, in der Geisterlampen, Nachttaxis und Schutzamulette das alltägliche Leben prägen.
Dank der bildhaften Darstellung findet man sich umgehend in der Portland Row 35 und im Leben der Lieblingsgeisterjäger der Firma Lockwood wieder.
Durch geschickt platzierte Rückblenden erfolgt ein Abriss des Geschehens der Vorgängerbände.
Mit Stroud´scher Raffinesse wird der Leser in allen Punkten der Thematik gekonnt abgeholt und der Einstieg in die Geschichte gelingt vollkommen mühelos.
Als wäre man nie fort gewesen, zieht man mit dem letzten Buch der Reihe samt Lockwood und Konsorten Richtung Finale.
Es ist der Anfang vom Ende und dieser lässt nichts Gutes erahnen.
Mehr oder weniger subtile Bedrohungen bestimmen das Fortschreiten der Geschichte.
Werden sich die unheimlichen Voraussagen wie prophezeit erfüllen?
Üblicherweise gilt es zunächst einen größeren Fall zu lösen, der uns den Charakteren noch einmal ein Stück näher bringt, bevor der Leser eingesogen wird in den Strudel aus Verschwörung, Verrat und Verderben rund um die Orpheus-Gesellschaft und Penelope Fittes.

Es geht an´s Eingemachte (Achtung: das ist KEIN SChädelismus! :).
Ein letztes Mal die volle Ladung Spukkram: Ektoplasma, Bannkreise und entfesselte Quellen.
Am Ende blieben für mich keine Fragen mehr offen, vorüber sind die Geisterstunden.
Tusch, Applaus und tschüss, schimpfender Schädel.
Hoffentlich sieht man sich eines Tages in einer paranormal phänomenalen Verfilmung wieder.