Rezension

Gelacht, gelitten und geweint...

Lord of Shadows
von Cassandra Clare

Bewertet mit 4.5 Sternen

Die junge Schattenjägerin Emma Carstairs hat ihre Eltern gerächt, doch sie findet keinen Frieden. Denn aus der Freundschaft zu ihrem Parabatai Julian ist Liebe geworden – und nach den Gesetzen der Schattenjäger hat eine Beziehung zwischen zwei Parabatai tödliche Konsequenzen. Um Julian und sich zu schützen, lässt sich Emma daher ausgerechnet auf Julians Bruder Mark ein. Mark, der fünf Jahre bei den Feenwesen lebte und dessen Loyalität nicht wirklich geklärt ist. 
Zumal Unruhe herrscht in der Unterwelt. Die Feenwesen mussten sich nach dem Dunklen Krieg harten Bedingungen beugen und begehren auf. Aufgerieben zwischen den Intrigen des Feenkönigs und der unerbittlichen Härte jahrtausendealter Gesetze müssen Emma, Julian und Mark ihre privaten Sorgen vergessen und gemeinsam für all das kämpfen, was sie lieben – bevor es zu spät ist und ein neuer Krieg ausbricht ...

Zum Buch:

Der Schreibstil ist einzigartig und wie immer ist dieser flüssig zu lesen. Die Geschichte selbst selbst direkt am Cliffhänger vom Vorband "Lady Midnight" an. Viele Rätsel werden entfüllt, neue kommen hinzu, die Gruppe der Schattenjäger erweitert sich und wir erfahren wieder viel über die Hintergründe. 
Mich persönlich hat das Buch an vielen Stellen sehr berührt...

Auch in diesem Teil lässt die Autorin uns mit unseren Erwartungen nicht im Stich. Typisch für Cassandra Clare geht es nur mit viel Spannung, Freundschaft, Verschwörungen und natürlich auch Liebe.
Die Welt der Schattenjäger ist einfach einzigartig.

Mir persönlich war das Gefühlschaos zwischen nun fast allen Protas ein bisschen zu viel. Fast jeden verwickelt die Autorin in eine Liebelei. Ein wenig sauer stösst mir auch auf, das es in diesem Band sehr um die nicht gleichgeschlechtliche Liebe geht, alles schön und gut, aber das Thema so auszureizen passt irgendwie nicht in die Handlung der Schattenwelt. Für meinen Geschmack kam die eigentliche Geschichte um die Geschwister Blackthorn und Konsorten, alte Flüche, den Bund der Parabatei ein wenig zu kurz.

Schön fand ich das, wie auch in den anderen Büchern der Autorin, wir auf viele schon bekannte Gesichter (z.B. aus der City of Reihe) treffen.
Ich habe mit den Protas gebangt, gefürchtet, gelitten und auch mit ihnen geweint. Für mich bisher das wohl gefühlsmäßigste Buch dieser Reihe. 

Ich kann dieses Buch, sowie allen anderen der Autorin nur empfehlen. Ihre Geschichten sind tirfgründig, detailliert und regen zum träumen an.