Rezension

Gute Spannung ohne viel Blut

Jack the Ripper und der Erbe in Görlitz
von Katrin Lachmann

Bewertet mit 4 Sternen

Der junge Görlitzer Fahrradkurier Marco Petzold bekommt von einem Londoner Rechtsanwalt ein schreiben, das ihn als Alleinerben einer gewissen Abigail Smith ausweist. Mit der Assistentin seines Rechtsanwaltes Carolin Lobner macht er sich auf den Weg nach London und auf in ein turbulentes Abenteuer...

 

Katrin Lachmann nimmt mich mit auf die Spuren von Jack the Ripper von 1887 bis 1890. Aber nicht er ist in diesem Krimi die Hauptperson, sondern Marco und Carolin. Sie begeben sich auf die Suche nach Marcos Erbe. Eine leichte Spannung liegt während der gesamten Erzählung in der Luft. Obwohl es immer wieder Tote gibt, habe ich den Krimi als sehr leicht und undramatisch empfunden. Trotzdem hat er mich total gefesselt.

Die sich anbahnende Liebesbeziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten lockert die Geschichte auf und stört die Krimihandlung nicht.

Besonders fasziniert haben mich die Beschreibungen der Örtlichkeiten. Seien es die Straße von London oder der Highgate Cemetery oder die kleinen Beschreibungen von Görlitz. Immer fühle ich mich gleich mittendrin und gut aufgehoben. Vor haben sie mich neugierig gemacht.

Wer Krimis mag, die nicht so ganz der heutigen Norm entsprechen; eine Geschichte sucht, die gut recherchiert und solide ausgearbeitet ist und wer nicht in Blut schwimmen will – der ist hier genau richtig.

Ich hoffe, bald mehr Spannendes von Katrin Lachmann, die mich mit ihrem Schreibstil in ihren Bann gezogen hat, lesen zu können.