Rezension

Gutes Buch mit ein paar Schwächen

Das Korallenhaus
von Anna Levin

Bewertet mit 3 Sternen

Inhalt

Beruflich verschlägt es die Meeresbiologin Nina nach Tazacorte. In ihrem gemieteten Haus findet sie eine Kette aus schwarzen Korallen und ein altes Tagebuch, das von einem Mädchen namens Serena verfasst wurde, das einst an diesem Ort lebte. Nina wird in den Bann der Geschichte um  die Korallentaucherin Serena gezogen und sieht Ähnlichkeiten zwischen ihr und dem Mädchen. Das Forscherteam, mit dem Nina auf Tanzacorte bedrohte Korallenarten studiert, wird mit einem Mal selbst bedroht.

Meine Meinung

Ich habe einige Zeit gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen, da das Geschehen über den Freitod Serenas erst nach ca. der Hälfte des Buches kommt, dies aber schon im Klappentext genannt wurde. Für mich muss das Beschriebene im Klappentext am Anfang des Buches geschehen, sonst wird schon Inhalt aus der weiteren Handlung vorweggenommen. Ich habe lange gewartet, bis bei Serenas Geschichte etwas Neues kommt.

Zu Beginn des Buches gibt es eine Situation, in der Nina und ihre Gefühle dem Leser nähergebracht werden. Dann allerdings hatte ich es oft schwer, Nina zu verstehen. Ich konnte mich nicht gut in sie hineinversetzen und ihr Verhalten nachvollziehen.

Außerdem hat mir hier die Spannung gefehlt. Ich habe mich nicht wirklich gefragt, wie es wohl mit Nina und Serena weitergehen wird.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir und auch und dass die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund steht. Auf der anderen Seite finde ich sie aber etwas zu klischeehaft.

Das Thema, das in diesem Buch angesprochen wird, wird schön dargestellt und die Autorin gibt einem zu Beginn des Buches interessante Erläuterungen über Korallen im Meer, ihren Nutzen und ihre Bedrohung sowie über die Auswirkungen von Müll im Meer.

Fazit

Insgesamt hat mich einiges an der Protagonistin gestört und es hätte für mich mehr Spannung sein können, trotzdem hat Anna Levin eine schöne Geschichte geschaffen.