Rezension

Ich weiß nicht genau, was ich von dem Buch halten soll

All the strangest things are true. - April Genevieve Tucholke

All the strangest things are true.
von April Genevieve Tucholke

Bewertet mit 3 Sternen

Meine Meinung:
"All the strangest things are true" klang nach einem Buch, welches beim Lesen mit meinem Verstand spielen könnte. Was ist wahr, was ist wirklich passiert, wer lügt? All das, so habe ich es mir zumindest vorgestellt, könnte miteinander verschwimmen, sodass ich erst irgendwann am Ende richtig durchblicke.

Ich muss sagen, dass es mir schwer fällt, meine Gedanken zu diesem Buch in Worte zu fassen. Wenn also irgendwas durcheinander wirkt oder unklar ist, dann tut es mir leid. Ich versuche mich so verständlich wie möglich auszudrücken und hoffe, dass mir das gelingt.

Einmal mit dem Buch begonnen konnte ich es kaum aus der Hand legen und so habe ich die rund 220 Seiten ohne große Unterbrechungen gelesen. April Genevieve Tucholkes Schreibstil liest sich toll und flüssig, ich mochte ihre Art zu Schreiben wirklich sehr gerne.

Sie erzählt die Geschichte abwechselnd aus 3 Perspektiven im Ich-Erzähler, was perfekt passte.

Zum einen hätten wir da Wink, ein Mädchen mit wilden roten Haaren. Sie und ihre Geschwister werden von allen nur die Waisenkinder genannt und sie sind ein wenig seltsam.
Dann wäre da noch Poppy, die Schönheit, ein manipulierendes Biest. Sie bekommt fast immer das, was sie will.. aber eben nur fast immer.
Zwischen den beiden steht Midnight, ein unsicherer junger Mann.

Ich wusste nie so recht, was ich von den Dreien nun halten soll. Wink und Poppy wirkten so undurchschaubar auf mich und einzig und allein bei Midnight hatte ich das Gefühl, das er wirklich der ist, der er zu sein vorgibt. Sie alle konnten mich in ihrer Rolle aber mehr oder weniger von sich überzeugen, manchmal kamen mir die Figuren zu blass vor, auch wenn ich jeden immer wieder angezweifelt habe und nie wusste, was nun wahr ist und was nicht, was ja auch so gewollt war.

Zur Geschichte möchte ich an dieser Stelle gar nicht so viel sagen, da ich der Meinung bin, dass man sie selbst erleben muss. Nur ganz kurz: Sie ist sehr wirr und ganz anders, als ich es erwartet hatte. Richtig überzeugen konnte sie mich nicht, aber ich habe mich trotzdem nie gelangweilt gefühlt.
Der Stil ist ähnlich wie bei "We were Liars" von E. Lockhart, hier wahrscheinlich eher unter "Solange wir lügen" bekannt, und auch "Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira geht in meinen Augen zumindest Ansatzweise in diese Richtung. Fans von den Büchern dürften meiner Meinung nach also Spaß an "All the strangest things are true" finden.

Fazit:
Ich weiß immer noch nicht so recht was ich nun von "All the strangest things are true" halten soll. Es ist eine wirre Geschichte, die mich nicht richtig überzeugen konnte, aber auch nicht nicht überzeugt hat - falls das einen Sinn ergibt. Fans von "We were Liars/Solange wir lügen" und "Love Letters to the Dead" dürften an diesem Buch gefallen finden.

 

 

Hinweis: Die Rezension ist zuerst auf meinem Blog "Vanessas Bücherecke" erschienen. In dieser habe ich die Inhaltsangabe vom Verlag verwendet, weswegen ich darauf verzichte, sie hier noch einmal einzufügen.