Rezension

Kreativität ist Grenzenlos

Der Reisende - Ondrej Cikán

Der Reisende
von Ondrej Cikán

Klappentext:
Ein postapokalyptischer Roman über Liebe und Angst. Viele Jahre nach einem verheerenden Atomkrieg, der selbst die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt hat, bilden die wenigen Überlebenden wieder Städte und Völker. Blutrünstige Ungeheuer treiben ihr Unwesen im ewigen Winter. In dieser Welt erwacht Herman, lang nach seinem Tod, wieder zum Leben. Ein selbsternannter Gott hat ihn mit übernatürlichen Mutationen ausgestattet, um ihn auf eine gefährliche Mission zu entsenden. Bloß Erinnerungen an Liebe, die er in seinem früheren Leben einmal kannte, geben Herman noch das Gefühl, ein Mensch zu sein. Und als er erkennt, dass die Welt erneut am Abgrund steht, muss er sich entscheiden, wem er dienen will: seinem Herrn oder seinem Gewissen.

Der Inhalt ist sehr vielfältig und auch alles andere als eintönig. Nebenbei sollte man das Buch jetzt nicht unbedingt lesen, es fordert seine berechtigte und volle Aufmerksamkeit. 
Der Schreibstil war umfangreich und hat sehr viele Facetten gezeigt und geboten. Mal ging es ruhig zu, aber in einem anderen Moment ging es hart und hart und war somit das komplette Gegenteil. Der Kreativität wurde keine Grenzen gesetzt, sie stand ganz weit oben, etwas Neues wurde gewagt und ist auch gut umgesetzt worden und gelungen.

Auch was die Charaktere anbelangt kann ich nichts Negatives sagen. Die Emotionen und Erlebnisse die der Charakter erlebt, erlebt der Leser auch. Vielleicht war der ein oder andere etwas schräg, aber schräg ist gut und originell, und vor allem nicht langweilig. Sie sind ein kleines Rätsel das man während dem lesen über knacken muss um sie vollends zu verstehen, so entstand nach und nach ein volles Bild zu dem Charakter und das hat mir auch gut gefallen.

Mir hat es sehr gut gefallen, es war halt einfach mal keine 08/15 Story und genau das hat es ausgemacht.