Rezension

Liebe ist (un)zerbrechlich

Das Apfelblütenfest - Carsten Sebastian Henn

Das Apfelblütenfest
von Carsten Sebastian Henn

Bewertet mit 4 Sternen

Jules Lignier ist Besitzer eines Landguts, auf dem Calvados und Cidre produziert werden. Das ungewollte Erbe lies ihn zu einem leicht verbitterten Mann werden, der das Leben keineswegs geniessen kann. Als er 9 Jahre alt war, nahm seine Mutter sich das Leben. Dieses prägende Ereignis veränderte den kleinen Jules und er beschloss eine Stellenanzeige der besonderen Art aufzugeben. Für seinen Vater suchte er damals eine Haushälterin und Jules ritzte den Gesuch in den imposantesten Apfelbaum im Apfelhain der Ligniers. Da sich nach 20 Jahren niemand daraufhin gemeldet hatte, war es umso merkwürdiger, dass plötzlich eine Bewerberin auftaucht. Lilou Leflaive ist Naturheilpraktikerin und sucht nach neuem Antrieb und Erfüllung. Was als Missverständnis beginnt, führt Schritt für Schritt zu einer intensiven Liebesbeziehung der beiden Protagonisten. Obwohl Jules und Lilou sehr unterschiedlich sind und sich anfangs am liebsten gegenseitig den Hals umdrehen würden, beginnt Lilou auf dem Landgut zu arbeiten. Als sich die beiden gerade finden und das zarte Band der Liebe knüpfen, droht ein Schicksalsschlag die Illusion des Happy Ends zu zerstören. In den darauffolgenden schweren Wochen, lernt Jules das Leben zu lieben und findet durch Lilou wieder Lebensmut und Freude.

Auf liebevolle und berührende Art, weist der Autor Carsten Sebastian Henn dem Leser den Weg, den Blickwinkel auf die wichtigen Dinge des Lebens zu richten. Zeit ist kostbar und die Gegenwart zu genießen, die beste Möglichkeit, dieses Geschenk zu nutzen.
Die Geschichte hat mich mitgenommen, stellenweise gab es ein paar Schwächen, jedoch konnten mich auch Schreibstil und Charaktere überzeugen.