Rezension

Magisches Erbe

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen
von Lars Simon

Lennart, ein erfolgreicher schwedischer Unternehmensberater, scheint ein Frauenheld zu sein. Und darüber hinaus auch ziemlich beziehungsunfähig. Eine Nacht mit seiner neuen Kollegin Emma führt bei ihm zu Ausschlag (nicht das erste Mal, dass er so auf eine Frau reagiert). Lennart nimmt sich vor, ihr den Laufpass zu geben; doch dann ist es Emma, die ihn versetzt (vielleicht steckt aber auch etwas anders dahinter?).

Aber die junge Kollegin ist nicht seine einzige Baustelle. Plötzlich fangen sonderbare Dinge an sich abzuspielen und sein merkwürdiger Nachbar wurde offenbar ermordet. Die beiden kannten sich – schließlich war es Lennart, der Herrn Bolem Marias italienische Spezialitäten regelmäßig überbrachte -, aber mehr als eine gute Bekanntschaft ist daraus nie entstanden. Und nun wurde Lennart von Buri Bolem testamentarische bedacht und soll dessen „magisches“ Erbe antreten. Die Dinge werden immer mysteriöser, bis schließlich bei einem schweren Gewitter Buris treuer Gefährte, Mops Bölthorn, zu sprechen beginnt.

Die Geschichte hat mich hellauf begeistert. Sie ist vielleicht nicht total neu und innovativ; die Schreibweise hat mich dafür überzeugt. Sie ist witzig mit der richtigen Portion Ernst. Sie ist nicht zu ausschweifend oder zu kurz, sondern perfekt dosiert. Die Charaktere sind so beschrieben, dass man sie förmlich vor sich sieht und ihre Reaktionen nachempfinden kann. Besondern Bölthorn ist mir ans Herz gewachsen.
Alles in allem habe ich das Lesen genossen und mich köstlich amüsiert.

Die Geschichte endet schließlich mit einem Cliffhanger und ich sehe mich (in einer positiven Weise) gezwungen, das Abenteuer weiter zu verfolgen. Ich hoffe allerdings auch, dass meine (zugegeben hohen) Erwartungen dann nicht enttäuscht werden. Ich bin sehr gespannt…