Rezension

Rasant, ungewöhnlich (zwei Sprecher), jedoch inhaltlich allenfalls durchschnittlich

Furia - Raymond Khoury

Furia
von Raymond Khoury

Bewertet mit 2.5 Sternen

Ein Autor, der schon durch spannende und interessante Bücher bekannt wurde, dazu zwei bekannte Sprecher (David Nathan und Simon Jäger), da kann doch nichts schief gehen!

Leider doch, und das auf beiden Ebenen. Inhaltlich ist es das bisher schwächste Werk Khourys (sowohl in der Reilly-Reihe, dessen 4ter Band hier vorliegt, als auch von den einzelnen Romanen). Es ist verwirrend geschrieben, die Verbidung zu Rasputin (hier passt der englische Titel Rasputins Shadow deutlich besser) ist lange Zeit nicht ersichtlich und eher störend, und auch die Verbindungen unter den Charakteren in der aktuellen Zeit erscheinen verwirrend. Ich empfinde dies vor allem deswegen, weil der Autor sich diesmal zu viel auf die Beschreibung von Jagd- oder Schießszenen beschränkt statt auf die Einführung der Rollen. Dadurch mag es zwar rasant wirken, eine Nähe wird dadurch jedoch nicht aufgebaut.

Der Wechsel zwischen den zwei Sprechern erscheint erstmal logisch - einmal die Ich-Perspektive von Reilly, dann die Erzählerstimme (Nathan). Während Nathan eine ruhige, im Vergleich zu Jäger schon fast monotone Stimme hat, schwingt Jägers Stimme - rasant wie Reilly - durch verschiedene Tonhöhen. Ich fand das störend, gerade bei diesem Text hätte ich gerne durchgehend nur Nathans Stimme gehört, als Kontrast zu dem Text.

5/10 Punkte.