Rezension

Schon jetzt ein Jahres-Highlight für mich

Im Schatten das Licht - Jojo Moyes

Im Schatten das Licht
von Jojo Moyes

Inhalt: Sarah und ihren Großvater verbindet die Liebe zu Pferden. Einst war Henri ein gefeierter Dressurreiter, bis das Schicksal seine Karriere beendete. Täglich trainiert er die Vierzehnjährige und ihr Pferd. Seit dem Tod von Mutter und Großmutter haben die beiden nur einander. Und als Henri einen Schlaganfall erleidet, bleibt seine Enkelin allein zurück.
Natasha und ihren Mann Mac verbindet nur noch wenig. Ihre Ehe ist gescheitert, doch bis das gemeinsame Haus verkauft ist, müssen sie sich arrangieren. Für Natasha nicht leicht, denn ihre Gefühle für den Mann, der einmal die Liebe ihres Lebens war, sind alles andere als lauwarm.
Als zufällig Sarah in ihr Leben tritt, nehmen die beiden das verschlossene Mädchen bei sich auf. Das Zusammenleben ist schwierig. Gibt es überhaupt etwas, was die drei miteinander verbindet? Plötzlich ist Sarah verschwunden. Und Natasha und Mac machen sich widerstrebend gemeinsam auf die Suche. Ein turbulenter Roadtrip durch England und Frankreich beginnt ...

Mein Leseeindruck:
Auch wenn wir erst Ende Februar haben gehört "Im Schatten das Licht" schon jetzt definitiv zu meinen Jahreshighlights 2017! Ganze 576 Seiten und dennoch nicht in die Länge gezogen. Die Geschichte ist fesselnd und sehr emotional, ohne zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken. Die Charaktere sind schön ausgeformt und man kann sich gut in sie hinein versetzen. Auch kann man beim Lesen eine deutliche Wandlung der Charaktere miterleben, vorallem bei Natasha. Sie ist mir zunächst total unsymphatisch gewesen und das obwohl ich eigentlich immer noch mit dem Gedanken spiele später einmal selbst Anwältin zu werden. Im letzten Drittel des Buches ist sie dann mehrmals über ihren Schatten gesprungen und das hat mir sehr gut gefallen. Ganz zu schweigen von Sarah und ihrem Pferd Boo. Diese innige Verbundenheit zwischen Mädchen und Pferd geht einfach zu Herzen.
Den einzigen Kritikpunkt den ich habe und der mich wirklich sehr gestört hat ist, dass im Klappentext bereits viel vorweg genommen wurde. Beispiel: "Ein turbulenter Roadtrip durch England und Frankreich beginnt". Das kommt jedoch erst im letzten Drittel des Buches und man wartet regelrecht darauf, weil es im Klappentext steht... Bis zu einem gewissen Punkt im Buch hätte ich nicht damit gerechnet, dass Sarah mit ihrem Pferd abhaut. Das finde ich einfach sehr schade, weil es mir diesen Überraschungseffekt genommen hat.

Aber das ist schon meckern auf sehr hohem Niveau. Ich liebe dieses Buch einfach und freue mich schon jetzt auf weitere Bücher von Jojo Moyes.