Rezension

sehr komplex, viele Charaktere und eine gute Idee, leider aber auch ziemlich langatmig

Das Scharlachrote Imperium 01. Blut aus Silber - Alex Marshall

Das Scharlachrote Imperium 01. Blut aus Silber
von Alex Marshall

Bewertet mit 3 Sternen

An diesem Buch ist mir als estes das Cover aufgefallen. Es ist ungewöhnlich und verspricht ein Fantasyabenteuer.
Der Klappentext klang auch sehr vielversprechend, darum hab ich mich sehr auf das Buch gefreut.
Der Einstieg gestaltete sich für mich jedoch schwierig.
Man wird mitten ins Geschehen geworfen und muss erstmal die Personen irgendwie zuordnen.
Zosia war mir jedoch gleich sympathisch, nun gt zumindest am Anfang. Aber auch sonst gibt es sehr interessante Charaktere. Die mit der Zeit jedoch recht gut an Form und Farbe gewinnen. Ihre Empfindungen sind gut spürbar und sie sind interessant und facettenreich gestaltet.
Was mir richtig gut gefallen hat, sind die verschiedenen Wesen in diesem Buch, wir bekommen es mit Teufeln in Tiergestalt zutun, aber auch mit Magiern .
Alles in allem könnte das eine sehr interessante Geschichte werden, die von Machtkämpfen, Intrigen und Verrat begleitet wird.
Auch die Actionszenen kommen nicht zu kurz.
Mit der Zeit konnte man sich auch einen recht guten Überblick machen.
Jedoch haben mich schon am Anfang die seltsamen Namen gestört. Sie sind einfach zu phantasievoll, da wäre weniger, mehr gewesen. Auch immer dieses Von und Zu hat mich mit der Zeit ziemlich genervt.
Nun kommen wir zur Handlung. Diese gestaltete sich als ziemlich komplex und leider auch sehr langatmig. Ich musste das Buch immer wieder zur Seite legen, weil man einfach kaum vorankam.
Es gibt viele Ausschweifungen und Dialoge, die ein Großteil dieses Buches ausmachen. Was ich doch sehr schade finde. Etwas weniger davon und es hätte ein richtig gutes Buch werden können. Auch mindert dies die Spannung etwas.
Dennoch schafft der Autor hier ein tolles Weltbild, auch wenn mir manchmal die Beschreibungen von den Umgebungen und Erklärungen gefehlt haben. Dadurch konnte man sich erst mit der Zeit ein Bild machen. Ein Kopfkino kam dabei leider nicht zutage.
Ein paar Szenen schaffen es auch mitunter den Leser zum schmunzeln zu bringen, was das Ganze dann nochmal etwas auflockert. Doch auch die Gewaltszenen sind nicht ohne und daher nicht für jedermann geeignet.
Den Abschluss empfand ich als originell und durchaus gelungen.
Alles in allem bin ich jedoch enttäuscht, weil ich mir einfach mehr erhofft hatte.

Hierbei erfahren wir ziemlich viele Perspektiven, was das vorankommen ziemlich erschwert, da man sich auf jeden einlassen muss. Dennoch erreichen sie eine gewisse Tiefe.
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge.
Der Schreibstil des Autors ist etwas eigen, am besten lässt sich dies mit altertümlich bezeichnen.
Das Cover und der Titel sind jedoch gut gewählt.

Fazit:
Eine Fantasygeschichte die mich mit seiner neuen Welt und den vielen Charakteren leider nicht völllig überzeugen konnte.
Was ich jedoch sehr schade finde, weil es doch recht vielversprechend klang.
Ich vergebe 3 von 5 Punkten.