Rezension

Sieben Nächte auf dem zur Selbstfindung

Sieben Nächte
von Simon Strauß

Bewertet mit 4 Sternen

Sieben Nächte auf dem Weg zur Selbstfindung

Simon Strauss ist von vielen Zweifeln geplagt, viele Ängste manifestieren sich in seinem Kopf. Ständig treibt ihn sein Verstand zwischen Abgrund und Hoffnung hin und her. Als nun an jedem Abend um 7 ihn jemand aufsuchen wird, um ihm die Chance zu geben sich für oder gegen das zu entscheiden was er dort kennenlernen wird, beginnt eine Reise der der des Mister Scrooge nicht gänzlich unähnlich ist,  auch an Mephisto musste ich dabei kurz denken. Im Nachhinein könnte man aber eher sagen, dass es eine Vorbereitung aufs Leben ist. 
An jedem der sieben Nächte befasst Simon sich mit einer der 7 Todsünden. Hierbei offenbart er in Monolog-Form seine Sorgen, Ängste und beschreibt Dinge die ihm widersprüchlich erscheinen, wiegt pro und contra gegeneinander auf. Interessant war hierbei, wie er den Bezug zur jeweiligen Todsünde stellte. 
Die Sprache ist sehr gewählt und es liest sich nicht leicht, der Leser muss sich schon auf die Gedankenwelt von Strauss einlassen, denn einiges wirkte auf mich sehr bizarr aber auch surreal. Hinter allem ist aber immer die Angst vor dem scheitern greifbar, die Angst vor der Zukunft. Bei einigen Passagen war ich mir allerdings selbst nicht ganz sicher, was mir der Autor Simon Strauss eigentlich nun mitteilen wollte.
Der Roman umfasst knapp 150 Seiten, war somit gut in einem Tag zu schaffen, dennoch schwirrt er mir noch nachhaltig im Kopf herum. Bin unschlüssig, was ich vom Buch halten soll. Zum einen ist es interessant das Gefühl zu haben, quasi in den Kopf und in die Gedanken eines anderen zu schauen, andererseits war es für mich schwierig, da ich vieles nicht nachvollziehen konnte.
Bei der Leseempfehlung möchte ich unbedingt erwähnen, dass dieser Roman sehr speziell ist. Vielleicht ist es ratsam im Vorfeld  eine Leseprobe zu nutzen, um einen Eindruck zu bekommen, was einen erwartet. Erst war ich der Meinung ich komme über 2 Sterne nicht hinaus, aber nachdem ich alles etwas sacken lassen konnte bin ich der Meinung das Buch hat doch mehr verdient. Als Erklärung kann ich nur anführen, dass der Autor es geschafft hat, dass es mir nicht aus dem Kopf geht, und das schaffen nicht ganz so viele Bücher......
Das Buch wurde mir von Netgalley zur Verfügung gestellt.