Rezension

Sinon

Sinon - Dan T. Sehlberg

Sinon
von Dan T. Sehlberg

Diese Bücher, wo es um Viren geht, die die Menschheit bedrohen, finde ich irgendwie spannend. Nein, nicht diese Art von Büchern, wo Zombies draus entstehen. Diese Art von Büchern meine ich jetzt nicht. Diese Bücher, die irgendwie dann doch realistischer sind bzw. sein können.
Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, hat es mich direkt angesprochen. Und dann in Verbindung mit einem guten Thriller, da kann ich einfach nicht widerstehen.

Das Buch baut auf das Buch "Mona" auf, welches als Vorgänger genannt wird. Allerdings ist dieses hier kein 2. Teil. Es ist keine Reihe, sondern ein Folgeband. In der Regel ist es dann auch nicht nötig, den Vorgänger zu kennen. Auch das ist hier so. Es wird so viel über "Mona" gespoilert, dass ich gar nicht mehr den Bedarf verspüre "Mona" überhaupt zu lesen. Finde ich aber überhaupt nicht schlimm. Vielleicht werde ich es irgendwann mal machen, denn es hört sich echt gut an. Aber nicht in nächster Zeit.

Ich mag den Schreibstil des Autors unheimlich gerne. Ich lese wirklich viel zu selten was von schwedischen Autoren, wie mir aufgefallen ist. Das muss ich wirklich ändern. Denn der Autor schreibt anders als Andere. Er hat ein ganz anderes, eigenes Feeling, was mir sehr gut gefällt.

Entsprechend ist das Setting auch traumhaft schön. Teilweise spielt es in Schweden und es wird so schön bildlich beschrieben, dass ich unheimlich gerne hinfahren möchte. Sofort.
Die Charaktere gefallen mir auch durchweg gut. Sie sind alle sehr sympathisch und irgendwie hat man das Gefühl alle irgendwie zu kennen, obwohl man das erste Mal von ihnen liest.
Erzählt wird immer wieder aus anderen Sichten, die aber alle mit der Geschichte zu tun haben. Ich finde es super, dass man die Sache mit dem Virus so aus verschiedenen Perspektiven lesen kann. Jeder hat einen anderen Bezug dazu bzw. sogar was damit vor. Ist sehr interessant gemacht.

Die Geschichte in dem Buch gefällt mir auch richtig gut. Allerdings hatte es teilweise leichte längen oder eher Hänger. Sonst war es wirklich gut und hat sie Spannung super aufrecht erhalten. Aber irgendwie fehlt mir was in der Geschichte. Ich kann gar nicht definieren was genau, aber ein Gefühl ist irgendwie da. Es fehlt nicht viel und das Buch wäre perfekt gewesen. Vielleicht ging es am Ende auch einfach zu schnell. Mir war es aber auch etwas zu wenig über den Virus selbst. In dieser Hinsicht hätte ich mir etwas mehr davon gewünscht.
Der Titel ist etwas irreführend. Wer oder was Sinon ist, wird immer mal wieder zwischendurch kurz erwähnt, aber bewusst habe ich es erst am Ende wahrgenommen.

Das Cover: Ich finde das Cover richtig, richtig genial. Das es etwas mit Computer sein muss war mir direkt klar. Aber ich fürchte, dass auch das eine minimale Irreführung ist.

Fazit: Es ist ein guter Thriller, der wenig blutig ist, aber dafür recht spannend. Auch ohne den Vorgänger "Mona" sehr gut lesbar. Der schwedische Autor hat mir echt gut gefallen!