Rezension

Spannend

Der Report der Magd - Margaret Atwood

Der Report der Magd
von Margaret Atwood

Bewertet mit 4.5 Sternen

Unerwartet gut

Dieses Buch habe ich als Geschenl erhalten und ich war anfangs sehr skeptisch, nachdem ich mir die Thematik durchgelesen habe, weil das eigentlich nicht meine Art von Roman ist, aber ich wurde sehr positiv überrascht.

Die Geschichte handelt von einer Magd, die aus ihrer Perspektive ihr Leben in einem Haushalt eines Kommandanten erzählt. Von der Gesellschaft wurden Mägde zum Gebären reduziert und so führt sie ein sehr einsames Leben, dass sie zu einem tristen Dasein ohne Kontakte oder Annehmlichkeiten verdonnert. Der Austausch mit anderen Mägden ist streng untersagt und auch sonst ist die maximale Aufmerksamkeit die sie erhält die notwendige Mahlzeit. Sie kommt sich vor wie ein leeres Gefäß zum Gebären. Kommt eine Magd dieser Verpflichtung nicht nach, wird sie verstoßen.

Zwischendurch erfährt man immer wieder einmal von ihrem früheren Leben, mit ihrem Mann und Kind, um die sie sich nach wie vor sorgt, weil sie nicht weiß, was aus ihnen geworden ist oder ob sie überhaupt noch leben.

Ihr Alltag verändert sich, als der Kommandant sich um ein persönlicheres Verhältnis bemüht, allerdings weiß man in dieser Gesellschaft nicht, ob man reingelegt wird oder ob es jemand gut mit einem meint, da sie aber für jede Ablenkung von ihrem Alltag dankbar ist, geht die darauf ein...

Ich fand das Buch sehr spannend und auch der abschließende Teil über die Entstehung war sehr interessant. Ich kann es nur sehr empfehlen, mir hat es sehr gefallen, auch wenn so etwas in unserer Gesellschaft heute undenkbar ist und schockiert.