Rezension

Spannender Krimi

Sommernachtstod - Anders de la Motte

Sommernachtstod
von Anders de la Motte

Bewertet mit 4 Sternen

Spannender Krimi
1983 verschwindet der 4 jährige Billy spurlos, er kam vom spielen nicht mehr heim.Er wird nie gefunden, weder tot noch lebendig. Eine schlimme Erfahrung für die Familie, so schlimm, dass sich Billys Schwester Vera 20 Jahre später auf die Suche nach Wahrheit macht,  denn sie bekommt ihre Leben einfach nicht auf die Reihe. Sie hat vielfältige Probleme, greift oft zum Alkohol und Drogen. Die Tatsache, dass wieder ein Junge in ihrem Heimatort in Südschweden verschwunden zu sein scheint, gibt ihr noch mehr Rätsel auf. Ein Mann, den sie durch ihre Arbeit als Therapeutin kennt, weiß erschreckende Dinge. Isak erzählt Vera Details die sehr viele Parallelen zu Billys Fall aufweisen. 
In ihrem Heimatort merkt Vera aber schnell, dass nicht jeder ein Interesse an der Aufklärung hat. Warum wollen einige Einwohner verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt? Was haben sie zu verbergen? Was ist damals geschehen? 
So erzählt der Autor Anders de la Motte diesen Krimi zum einen aus Veras Sicht und zum anderen aus Sicht des damaligen Ermittlers und Polizeichefs Mansson. Eine logische Aufteilung, da so dem Leser ein komplettes Spektrum an Informationen geliefert wird. Der Erzählstil war sehr spannend und leicht verständlich. 
Dieser Krimi hatte es wirklich in sich. Ich habe die einzelnen Kapitel mit Spannung verfolgt. Sie sind relativ kurz und schaffen es die Neugier auf neue Informationen zu wecken. So verfliegt schnell ein Kapitel nach dem anderen, echt toll gemacht. 
De la Motte hat mit Sommernachtstod ein Glanzstück hingelegt, daher werde ich auf weitere Krimis achten die aus seiner Feder kommen.