Rezension

Spannung vom Anfang bis zum Ende

Nur wenn ich fliehe - Terri Blackstock

Nur wenn ich fliehe
von Terri Blackstock

Bewertet mit 4 Sternen

Zum Inhalt / Klappentext 

Angst pulsiert wie Blut in meinen Adern, in meinen Ohren, hinter den Schläfen. Ich habe keine Idee, wie ich meine Unschuld beweisen soll. Ich will nur überleben.
Nach der Ermordung ihres besten Freundes muss Casey aus der Stadt und durch die halbe USA fliehen. Die Polizei geht davon aus, dass Casey die Mörderin ist, und setzt den jungen Ermittler Dylan an, sie zu finden. Doch Casey weiß, dass ihre skrupellosen Verfolger ein schmutziges Spiel treiben, um eigene dunkle Machenschaften zu vertuschen. Auf ihrer Flucht begegnet Casey einer älteren Dame, die selbst mit ihrer Familie in Schwierigkeiten steckt. Beim Versuch, ihnen zu helfen, wird Casey schließlich vom jungen Ermittler entdeckt ...                               

(Quelle: Brunnen Verlag)

Meine Gedanken zum Buch

 

Das Cover:

Das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen

Auf dem Cover erkenne ich einen vorbeirasenden Bus, der unterstützt durch den Klappentext auf die Flucht von Casey hinweist. In meiner Vorstellung sehe ich Casey in dem Bus sitzen, sie befindet sich auf der Flucht, hat Angst und weiß nicht wie es weiter gehen soll. Sie kauert sich in ihren Sitz und versucht nicht aufzufallen.

Der Name der Autorin ist leicht verwischt und die schemenhafte Spiegelung der vorbeifliegenden Landschaft unterstützt die Illusion von Geschwindigkeit. Der Titel hingegen ist klar und deutlich und in Schreibschrift verfasst, was mir sofort ins Auge gesprungen ist. Es ist fast wie eine Nachricht von Casey.

Inhalt:

Casey findet ihren besten Freund Brent ermordet auf. Bei dem Versuch ihn zu retten, hinterlässt sie Spuren und gerät in Mordverdacht. Sie flieht. Die Eltern des Ermordeten heuern den Ex-Militär-Cop Dylan an, um Casey zu finden und zurückzubringen. Mit Unterstützung der Polizei begibt sich Dylan auf Verfolgungsjagd. Die junge Frau muss währenddessen, einiges an Schwierigkeiten bewältigen, geht dabei aber äußerst intelligent und überlegt vor. Sie besorgt sich eine neue Identität und da Casey eine wirklich sympathische Persönlichkeit ist, findet sich während ihrer Flucht schnell eine neue Vertraute, Miss Lucy. Diese lädt Casey ein, sich in ihrem Wohnort niederzulassen. Miss Lucy hat selbst schwere Schicksalsschläge bewältigen müssen und trauert um ihre verschwundene Enkelin Laura. Mit 14 ist diese von einer Feier nicht zurückgekehrt und die Polizei hat die Suche nach dem Mädchen erfolglos eingestellt. Obwohl Casey sehr aufpassen muss, nicht ins Visier der Polizei zu geraten macht sie sich auf die Suche nach dem verschwundenen Mädchen.

Schreibstil:

Der Krimi wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen begibt man sich zusammen mit Casey auf die Flucht und erlebt spannend und fesselnd, wie sie geschickt ihre Verfolger abhängt. Zum zweiten begleitet man Dylan, der Casey verfolgt und versucht sich in sie hineinzuversetzen.

Die Autorin hat außerordentlich sympathische Charaktere erschaffen. Zwar haben sie aufgrund ihrer Lebensgeschichte ein paar psychische Schwächen, erscheinen aber charakterlich absolut tadellos. Es wird ein sehr klares Bild von "Gut und Böse" gezeichnet. Mir waren die Protagonisten ein wenig zu gut, jeder Mensch hat Ecken und Kanten, die haben mir ein wenig gefehlt.

Durch den absolut spannenden, modernen und flüssigen Schreibstil schafft es die Autorin einen sofort zu fesseln. Die Spannung wird über die gesamt Länge konstant aufrechterhalten, auch wenn die Handlung recht vorhersehbar ist. Hier ist der Weg das Ziel und dieser wird spannend ausgeleuchtet.

Lieblingslesezeichen:

"Vielleicht sollte man die Angehörigen, die zurückbleiben, auch nicht Überlebende nennen. Wir sind halb tote Seelen, die im Strudel kreisen und darauf waren, dass er sie auch verschlingt."

Seite 121

Fazit

Ein wirklich spannungsgeladener Krimi, der von der ersten bis zu letzten Seite fesselt. Von mir

4 Sterne