Rezension

Stellenweise etwas zäh

Der Schrecksenmeister - Walter Moers

Der Schrecksenmeister
von Walter Moers

Bewertet mit 3 Sternen

Der Schrecksenmeister Eißpin rettet das Krätzchen Echo vor dem Verhungern, verabredet aber vertraglich, Echo dafür nach einen Monat für ein Experiment töten zu dürfen. Mit aller Kraft versucht Echo, doch noch ein Schlupfloch aus dem Vertrag zu finden und sein Leben zu retten…

"Der Schrecksenmeister" ist Teil der "Zamonien"-Reihe von Walter Moers, steht aber mit seiner in sich abgeschlossenen Handlung alleine, Vorkenntnisse sind daher zum Verständnis nicht nötig. Was allerdings zur Lektüre nötig ist sind Geduld und Ausdauer. Kaum eine Seite vergeht, in der Walter Moers nicht ein neues Wort schafft oder eine neue Spezies beschreibt, sodass ich bei der Lektüre immer wieder ins Stocken geriet und die Abschnitte mehrfach lesen musste, um alles zu verstehen. Das kann durchaus unterhaltsam sein, wird aber auch schnell zäh, so bei Fjodor F. Fjodors Buchstabendrehern.

Die Geschichte wird aus der Sicht des Krätzchens Echo erzählt, in der dritten Person in der Vergangenheit. Die Figuren, inklusive dem Protagonisten Echo, blieben leider ziemlich blass, sodass ich nicht wirklich mit Echo mitfiebern konnte, ob es ihm nun gelingen würde, sein Leben zu retten. Die Handlung ist nicht besonders geradelinig aufgebaut, sondern plätschert mal hierhin und mal dorthin, wo es dem Autor (und seinen Figuren) gerade passt (wer die "Zamonien"-Reihe bereits kennt, dem wird sicher die Mythenmetz'sche Abschweifung ein Begriff sein…). So erscheint das Buch eher wie eine willkürliche Aufzählung einzelner skurriler Anekdoten als wie eine durchgehende Geschichte. Das Ganze hätte sich auch deutlich kürzen lassen, hier wäre zumindest teilweise weniger wohl mehr gewesen.

Wie bei Moers so üblich, ist auch "Der Schrecksenmeister" mit unzähligen Illustrationen versehen, die dabei helfen, sich die seltsamen Zamonischen Lebewesen vorzustellen.

Für Fans von Walter Moers ist auch "Der Schrecksenmeister" ein absolutes Must-Read. Wer den Autor und sein Zamonien noch nicht kennt, dem möchte ich das Buch nicht als Einstieg empfehlen. Sehr viele Abschweifungen und die fehlende durchgehende Handlung machen die Lektüre doch etwas zäh.

 

Mein Fazit

Stellenweise etwas zäh.