Rezension

Teil 2!

Hangman. Das Spiel des Mörders
von Daniel Cole

Bewertet mit 3 Sternen

Detektiv Chief Inspektor Emily Baxter wurde nach den "Ragdoll" Morden befördert und arbeitet in der Abteilung für Mord und Schwerstkriminalität bei der Metropolitain Police. Da ereilt sie die Meldung, dass an der Brooklyn Bridge in New York ein Toter an den Metallstreben hängt. Der Name des Toten ist : William Fawkes! Baxter reist mit zwei Kollegen nach New York um zu ermitteln. Sie besucht auch den Ragdoll Mörder Lethaniel Masse im Gefängnis, denn schnell ist klar, dass der Mord mit den vergangenen Taten zusammenhängt. Ein Trittbrettfahrer, der den Ragdoll Mörder kopiert?

Nach und nach gibt es weitere Tote: erst Masse, dann einen Polizeibeamten….und alle haben Wörter auf dem Körper eingeritzt.

 

"Hangman" ist ganz klar die Fortsetzung von "Ragdoll" und meiner Meinung nach macht es keinen Sinn, dieses Buch zu lesen ohne den ersten Teil zu kennen. Die Handlung und die vielen Personen sind schon so sehr anspruchsvoll und wenn man dann die Hintergründe der ersten Taten nicht kennt, kann ich mir nicht vorstellen, dass man folgen kann.

Daniel Cole kleckert nicht, er klotzt. Erst mit der Menge an Ermittlern. Seite neun agieren schon vier Ermittler, Seite elf sind es schon sechs an der Zahl. Im Schreibstil, der sehr detailliert ist und mir wiederum etwas zu ausschweifend. Was ich im ersten Teil kritisiert hatte, die unrelevanten Details, die lang und breit erklärt werden, sind hier in Hangman etwas weniger….doch detailliert ist der Schreibstil allemal. Dann die Anzahl der Opfer. Eine Leiche nach der anderen, zeitweise hatte ich das Gefühl, es ist kein Platz für anderes…wie zum Beispiel für die Ermittlungen. Beim Lesen habe ich ab und zu sogar gedacht: Nun wäre wieder mal eine Leiche fällig!

Zu den Figuren : Im ersten Teil hat mich William Fawkes überzeugt und die Buchbewertung gerettet. Nun der glänzt leider in Hangman mit Abwesenheit. Und Emily Baxter kann ihm leider nicht das Wasser reichen. Der Story hätte eine Ermittlerin mit mehr Ecken und Kanten gut getan. Baxter ist mir einfach zu angepasst , zu brav und zu 08/15. Ein, zwei mal versucht der Autor mit wohl witzig gemeinten Szenen , all die Leichenfunde aufzulockern. Leider konnte ich nicht unbedingt schmunzeln über drei gestandene Ermittler, die aus lauter Angst vor einer Spinne aneinander gekuschelt in einem Hotelbett einschlafen. Was soll denn daran lustig sein ? Mein Humor ist das definitiv nicht. Die Handlung hangelt sich also von Leichenfund zu Leichenfund. Und wirkt dadurch etwas eintönig.

Hangman hat mir zwar etwas besser gefallen als Ragdoll, doch mehr als mittelmässig in der Bewertung liegt leider einfach nicht drin.