Rezension

Verdienter Hype!

Legend 01 - Fallender Himmel - Marie Lu

Legend - Fallender Himmel
von Marie Lu

Inhalt:

Als Junes Bruder Metias von einem Rebellen umgebracht wird, schwört sie Rache für den Tod ihres Bruders. Und dazu kriegt sie auch die Mittel, denn sie ist talentierteste Anwärterin, die die Republik Amerika je hatte. Doch dann begegnet sie ihrem großen Feind. Day. Und mit dieser Begegnung verändert sich ihr ganzes Leben. Sie versucht ihn in einen Hinterhalt zu führen, um ihn an die Republik auszuliefern. Doch Day zeigt ihr ganz neue Perspektiven und June beginnt an der Politik der Republik zu zweifeln. Also macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und macht damit erschütternde Entdeckungen...

Meine Meinung:

An "Legend" hatte ich hohe Erwartungen, da um dieses Buch sehr viel geworben wurde. Und meine Erwartungen wurden weitgehend erfüllt. Marie Lu konstruiert die vereinigten Staaten von Amerika neu und macht sie zu einer Republik. Das Buch beginnt sehr ruhig und der Leser wird erst langsam in die Geschichte herein geführt. Es wird sowohl aus Days als auch aus Junes Sicht erzählt. So bekommt der Leser von beiden Charakteren einen ersten Eindruck. Während Day ein schäbiges Leben führt und auf der Flucht ist, lebt June ein luxuriöses und sicheres Leben. Man merkt während dem Lesen, dass June sehr naiv ist und der Republik ihr vollstes Vertrauen schenkt. Sie zweifelt nicht an den Handlungen der Republik und sieht damit die Kolonien als ihre natürlichen Feinde an. Day ist eher der Republik feindlich gesinnt und nutzt deshalb auch jede erdenkliche Chance, um der Regierung zu schaden.

Die Spannung wird durchgehend gehalten und es gab keine Stelle, an der ich das Buch weg gelegt habe, weil ich keine Lust mehr darauf hatte. Ich hatte zu Anfang den Eindruck, dass der Lauf der Geschichte sofort klar ist, doch da habe ich definitiv die falschen Schlüsse gezogen. Denn ich wurde immer wieder überrascht und die Geschichte schlug ständig eine neue Richtung ein, so dass ich den Drang dazu hatte weiterzulesen.
Aber trotzdem hatte die ganze Handlung etwas von einer 0-8-15 Dystopie, denn es gab einfach zu viele Sachen, die man schon gelesen hatte. Die Handlung wurde jedoch gut ausgelegt und damit hat Marie Lu es geschafft, mich von ihrem Buch zu überzeugen. Dies kann auch an Marie Lus Schreibstil liegen, denn der ist sehr flüssig und der Leser liest deshalb schnell durch die Seiten.

Fazit:

Marie Lus Auftakt ihrer "Legend- Trilogie" ist eine gelungene Dystopie, die zwar nicht herausragend, aber trotzdem lesenswert ist. Ich kann das Buch empfehlen, denn ich habe schon weit aus schlechtere Dystopien gelesen und meiner Meinung nach hat Frau Lu mit ihrem Auftakt gute Arbeit geleistet.