Rezension

»Wenn Tania Carver Ihnen keine Angst macht, brauchen Sie professionelle Hilfe.« Val McDermid

Du sollst nicht leben - Tania Carver

Du sollst nicht leben
von Tania Carver

Bewertet mit 5 Sternen

Man kann es kaum besser ausdrücken..!

Auch hartgesottene Thrillerfans dürften hier schon zu Beginn schlucken, denn der neueste Tatort von DI Phil Brennan ist wirklich sehr grausig: Eine Mutter und ihr Baby wurden vor den Augen des Kindsvaters mit einer Armbrust erschossen. Dieser hatte die Wahl: entweder mit seinem eigenen Leben oder dem seiner Familie den Unfalltod zweier Menschen zu büßen. Er wählte seine Familie... Eine harte und für Viele unveständliche Entscheidung...

Welcher Täter stellt einen anderen Menschen vor eine so grausame Wahl..? Eine wirklich kranke Seele... Und der Täter meldet sich bei der Polizei. Sein vermeintliches Motiv: Gerechtigkeit... Ein Katz- und Maus-Spiel beginnt...

Und dieses Mal kann Phil nicht auf die Hilfe/Unterstützung seiner Ehefrau Marina Esposito bauen, denn sie hat selbst zu tun: In der Psychiatrie von Colchester gibt es eine Insassin, die ein wenig zuviel über Phil und Marina weiß und bald zu einer tödlichen Gefahr wird...

„Nervenaufreibend und temporeich“ ist dieses Buch absolut, das kann ich nur „unterschreiben“. Wow !

Tania Carver ist ja der Autorenname von Martyn und Linda Waites. Der preisgekrönte Krimiautor Martyn und die renommierte Kostümbildnerin Linda erfüllten sich mit dem gemeinsamen Schreiben einen Traum und das machen sie seit ihrem Debüt „Entrissen“ im Jahr 2011 einfach phantastisch !

Ich habe alle ihre Thriller gelesen und bin immer wieder aufs Neue begeistert.

 

Die Spannung ist bereits zu Beginn sehr hoch, die Autoren „werfen“ den Leser quasi mitten ins Geschehen oder besser gesagt mitten ins Grauen. Bewunderswert ist es, dass der Spannungsbogen sogar noch gesteigert wird und auch nicht mehr abflacht. Bei vielen Thrillern gibt es mal eine kleine „Atempause“ zwischendurch; aber nicht hier. Der Leser wird durch die Geschichte gezogen wie an einem dicken Seil, man kann sich ihr einfach nicht entziehen.

Die zwei „Erzählstränge“ (Phil und Marina haben ja hier quasi jeder ihren eigenen Fall...) sind beide sehr spannend und interessant.

Die Protagonisten kommen mir schon wie gute, alte Bekannte vor nach „Entrissen“, „Der Stalker“, „Stirb, mein Prinz“, „Der Jäger“ und „Morgen früh, wenn Du willst“, die ich alle nur wärmstens empfehlen kann.

Mein Fazit somit: ein mehr als gelungener Thriller, der sehr gut unter- und in Atem hält.

 

Kommentare

hobble kommentierte am 14. Juli 2017 um 06:04

Kommt ins Wunschregal

Aacher kommentierte am 14. Juli 2017 um 22:56

Ich brauche dann wohl professionelle Hilfe. Fand ich teilweise unlogisch und schlecht durchdacht.